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Jüdische Rundschau · 1912-02-09 · Heft 6 (9.2.1912) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 6 (9.2.1912)
Date
1912-02-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 44 N0 .׳ Zweck Jiulit erfüllen durch richtige Auswahl der Mio ßrapliien bedeutendster Juden, sowie durch billigen Anschaffungspreis in die breiten Massen der jinli• sehen Bevölkerung zu dringen. Es 1.ind meist Werke, die entweder zu umfang• reich, zu luxuriös ausgestattet, daher zu teuer sind, oder eine gewisse Gruppe (Aerzte, Philosophen, Mili• fürs usw.) enthalten. Durch diese meine Sammlung soll dieser Einscitigkcit abgehoben werden. Da ich aber gegen• wärtig weitab von jedem Kulturzentrum wohne und mir kein so reiches Q11cllcnmatcri.il zur Verfügung steht, als zur Bearbeitung einer solchen Sammlung nötig ist, trete ich mit der höflichen Bitte an alle Kulturfrevmde heran, mir durch leihweise lieber• Jassung von Gcscliichtswerkeu (mjt Ausnahme von Ewald, Jost, Grätz) Zeitschriften, F.iinilieniloktimcnte usw׳., welche dem Unternehmen nützlich sein konnten, die endliche Redaktion der Sammlung möglich zu machen. — Ebenso wäre ich für etwaige Winke im Interesse dieser doch recht guten Sache sehr dankbar. — Alle die״ geehrten Einsender werden in der Einleitung meines Sammelwerkes Erwähnung finden. Indem ich mich der angenehmen Hoffnung hingebe, dalt meine Bitte allgemeine Oenicksichhgunj: finden wird, um so mehr, als ich durch diese Arbeit abmlut keine materiellen Vorteile zu beanspruchen gedenke und mir die Notwendigkeit eines solchen Werkes seitens berühmter Autoren bestätigt wurde, zeichne ich mit herzlichem Danke ganz ergebenst S. Winingcr, Scrclh (Bukowina). : H6BRA6I5CH! Die hebräische Tageszeitung ״Hasman“ bietet Ihren Lesern Übersetzungen der hervorragendsten Neuerscheinungen der national-jüdischen Literatur. So erscheint jetzt in dem genannten Blatte fortlaufend eine Übertragung der Schrift von Dr. Felix A. T h e i llt a b c r ״Der Untergang der deutschen Juden". Demnächst wird ״Hasman" das bekannte Buch von Dr. Arthur Rtippin ״Die Juden der OegenwnrP‘, ferner Dr. Ignatz Zollsclian's ״Rassen• problem" in hebräischer Uebersct/img veröffentlichen. Der hebräische Verlag ״T urgent an" in Odessa veranstaltet Uebersetzungen der bedeutendsten Jugeml• und Vorschriften der Weltliteratur. In nach• ster Zeit erschein» im genannten Verlag ״Don Quichotte" von Cervantes in einer von dem Dichter Clt. N. B i a I i k besorgten hebräischen Uebertragung. Im Druck befindet sich ferner die Märchen* Sammlung ״Tausend und eine Nacht", aus dem arabischen Original übersetzt von dem bekannten Jerusalemer Hebraisten David J e 11 i n. PALA(:5TIMA־RUhDSCHfiU Gesellschaftsreise nach Palästina Das Palästina * luformationsburcau veranstaltet auch heuer eine Gcscllscliaflsfalnt nach dem licili* gen Lande. Die gemeinsame Abfahrt erfolgt von Triest Sonntag, den 21. März I. J. mit dem Lloyd• Eildampfer ״Wien“, der schnellsten Verbindung mit Palästina (7(1 Stunden nach Alexandrien, Jaffa wird in •J1/״ Tagen erreicht). Die Preise der Schiffskarten sind bedeutend ermültigt und betragen für die Tour* und Retourfalirt samt Verpflegung (ritt!• eile): I. Klasse 639,00 Fres.; 11. Klasse Tji.lO Fres.; III. Klasse 170 Fres., ohne Verpflegung; IV. Klasse 120 Fres., ohne Verpflegung. Die* Retourkarte hat -1 Monate Gültigkeit (kann auch prolongiert werden) und gestattet mehrere Fahrtunterbrechungen. Da die Palästina-Institutionen den Exkursautelt in allem mit Rat und Tat beistehen werden, werden sich auch die Aufenthahskosten im Lande auf das Minimum reduzieren. Der Zeitpunkt der Reise ist sehr glücklich ge• wählt, da Palästina in dieser Zeit im herrlichsten Früliliitgsschmuckc steh». Es liegt tm Interesse derjenigen, die sich der Ge* %elh>chal\tdahrt anscliVielkn möchten, ihre Teilnahme ehebaldigst dem Informationsburcau für Palästina, Wien, IX., Türkenstraße 9, anzumelden, bei Angabe der Klasse und ob Herren• oder Damcu-Knjüte, damit die Plätze rechtzeitig reserviert werden können. Die definitive Fixierung der Plätze erfolgt bis inklusive 2. Mürz, und mtiB das Geld lür die Karton bi» zu diesem Zeitpunkte im Bureau erlegt werden.׳ Das Bureau erteilt jedem Interessenten gerne sämtliche die Fahrt betreffenden Informationen, »md ersucht die Auskuuftverlaugeudcn zur Deckung der Regiekosten 1 Krone (90 Pf., 10׳ Kop.) in Itrielmarken beilegen zu wollen, wofür sie nebst den nähe• ren Angaben den, im Verlage des Bureaus erschienenen ״Kleinen Reiseführer durch Pa* lästjna für jüdische Touristen" gratis zu• geschickt bekommen. Der Reiseführer enthält samt• 'liehe Angaben über Verhältnisse, Sehenswürdigkeiten des Landes, Reiseausrfistung usw. JUEDISCH E RUNDSCHAU 7m Pt» L». Für den Betriebsfonds gingen hei dom Unterzeichneten ein: Von Herrn Siegfried Nctnnnnn, Berlin 300 M,; von Herrn Leo Dinesmaun. Königsberg 5011 M.; von Herrn Dr. Walther Stein. Königsberg 23tי M,; von Herrn Rechtsanwalt und Notar Schachtel, Berlin 300 M.; von ITäulcin i tttuiv O'Swald, Blankenese 300 M.; von Herrn NatJi.W Baer, Idar 1000 M.; von Frau Ida Cohen, Frankfurt a. M. 500 M.: von Herrn M. Jaeobsolm, Lüneburg 31)0 M.; von Herrn Albert Jaeobsohn, Lüneburg 230 M,; Von Fräulein Bertha mul Sofie Jaeobsoliu, Lüneburg 100 M.;vou Herrn Prof. Dr, Opel, Kiel 2*50 M.; von Herrn S. Heptier, Berlin 1000 M.; von Herrn Dr. J. Ginsborg, Berlin 250 M.; von Herrn Joseph f raeukcJ, Lauban 230 M.; von Herrn J. Oppenheim, Berlin UXl M.; von Herrn Dr. Schwarz, Breslau 30 M,; von Herrn Pan! Gimibauui, Posen 20 AL; von Herrn Direktor Julius Oppenheim, Berlin 20 Al.; von Herrn Vcrsiclieriiiigsinspekior Nebel, Gleiwitz 6 M.; von Herrn J. H. Wagner, Berlin 3 M.; von Herrn Dr. S. l uelis, llanilMiig, Wareuheek 511(1 M,; von Herrn M. Ileinrieh Schein, Oalalz 200 M, Bertraud I lamluirg, Schatzmeister (Ick ״Üeznlcl". י/ןו»י/)י ,Ol uC ךיי■/ Die ״Welt" veröffeutliclit eine Aufstellung der Eingänge für administrative Zwecke der zionistischen Organisation (Schekel mul Zeittralfoiuls) seit dem Basler Kongreß. Wenn auch in den’ einzelnen Lim» dem nach den vorliegenden Nachrichten die feste Absicht besteht, die Leitung mit den erforderlichen Mitteln aiiszustatteii, und einzelne Landsmannschaften feste Verpflichtungen eingegangen sind, so sind doch die Zahlen der bisherigen E i n g ä r! g e recht be* scheidene. Der Schekeleingang beläuft sich auf 46t ,50 M. (Davon entfallen •120 M. auf Deutschland.) Die Ein* g.'ingc für den Zentralfonds sind die folgenden: Deutschl.pid # 2291,30 M. Galizien ״ 1038,75 Rumänien ״ א280,1 Belgien ״ 181,80• Holland ״ ,1000 Türkei ״ 77,75 Westösterrcich 839,89 ,. Rußland ״ 725,50 Schweiz. ״ -,50 England ״ 220,10 Amerika ״ 65,« ו Südafrika ״ 20,20 China ״ 16,02 Summa 7962,74 M. Es kann nicht dringend genug die Mahnung immer wieder vorgebracht werden: Es genügt nicht, daß Schekel überhaupt gesammelt werden, sie müssen unbedingt mit möglichster Beschleunigung abgeführt werden. Die deutschen Zionisten, die der Zentrale am nächsten sind, sollten hier ein Beispiel au zu• verlässiger Pünktlichkeit gehen. Der Z e n t r a I f o 11 d s ist vom Kongreß einstim m i g beschlossen worden. Auch unsere dcutsehen Delegierten haben an dem Beschluß mitgewirkt. Daraus erwächst jedem einzelnen die unabweisbare Pflicht, für die Durchführung dieses KotigrefSheschhrsses zu sorgen dadurch, daß er zunächst einmal seinen eigenen Beitrag abführt. Er stützt dadurch nicht allein unsere Gcsamtorgmiisation, sondern er lieht auch das Ansehen unserer Kongresse. Denn nichts kann uns hier mehr schaden, als ein Kongreßbeschhiß, der nicht, oder in mangelhafter Weise dtirchgeführt wird. Gemäß einem Uebercinkommen mit dem Actions• Comitee der Zionistischen Organisation hat die Basler Lebensversicherung*» - Gesellschaft zu Basel (Schweiz) eine ״Jüdische Abteilung" eilige• richtet. Allen denen, die unter Bezugnahme auf unsere Organisation Versicherungen bei der genannlen Gesellschaft «!»schließen, werden erhebliche ein• malige und foillauiciuk Vergünstigungen eingeräumt. Ucberdics führt die Gesellschaft einen gewissen Prozenlj11״/ aus dem Erträgnis solcher Abschlüsse an die Zionistische Organisation ab. Nähere Auskünfte wer• den bereitwilligst durch die Direktion der Gesell• Schaft «der durch das Zionistische Zcntralhurcau, Berlin W, 15, ־Säelisisehe Straße 8, erteilt. Wir erwmleu von unseren ITcumleii, daß sie hei jeder Ge• Icgciihvit, die sielt ihnen hielt t, ans dieser Eitirielthing Nutzen ziehen und sie)! auch sonst für die ״Jüd i s c h e A b t e i In n g " der Baseler Lcbcnsvcrsichcruugsgesellseliaft einsetz.cn werden. Allen Gesinnungsgenossen, die ihren Beitrag zum Laiuiesorganisationsfonds 1911 entrichtet haben, ist dieser Tage ein gedruckter Bericht über ״Die Tä* t i g k e i t der Zionistischen Vereinigung für D e tt t s c h I a n d im Jahre 1911" zugegangen. Das Heftchen umfaßt einen Bogen 8° und enthält am Schluß einen Ausweis des Grgauisationsfonds. Mitteilungen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland E*n neues Purimspicl ״Das P u r i m f e s t ist da", ein Spiel in i t (iesang in 2 Bildern, betitelt sich eine kleine Verskoiiiödic, welche 1ms von den Verfassern, iitisc• ren Königsberg er Gesinnungsgenossen Paul Felten• stein und Louis Lew in, zur Verfügung gestellt norden ist. Wir möchten nicht verfehlen, mit he• soliderem Nachdruck auf das Werkelten welches für das vorjährige Königsberger Purim• Kimler-Fest verfaßt wurde hinzuweisen, weil das Stück über das Niveau der üblichen Piiritrispiclc durchaus empörtagt. Bemerk» sei, daß dem Manuskript die vollständige R e g i e b e a r I» e i t n 11 g (nebst Ihihnenpläitcn) beigegeben ist, so daß die Aidfnhrung ohne große Muhe zu bewerkstelligen ist. Versäume daher keine Ortsgruppe, die ein Purim-Kinder• Fest vorbereitet, sielt das Spiel dessen Aufhdi• riingsreehl gemäß dem Wunsche der Vctfasset gegen eine Gebühr von א M. zugunsten des I.andcs-Orgaiii• salions•! onds zu erlangen ist zu sichern und sich einen Abzug des als Manuskript vervielfältigten Stückes von uns senden zu lassen. Aiisiclitsexcinplare werden nur gegen Einsendung von "J ׳M. für die Unkosten der Vervielfältigung ein• geschickt. A(ich unsere Gcsinmingsgenossio Hanna Stein• weg hat uns ein Festspiel zur Verfügung gestellt, das wir unter den gleichen Bedingungen versenden. Das Stück hat bei einem Kinderfeste in Hamburg seine Erstaufführung erlebt und lebhaften und verdienten Beifall geerntet. Das Erscheinen unserer neuen Broschüre ״Zionismus oder Liberales Judentum" ist von vielen unserer Gisinmmgsgcuoss.t. (.heraus freudig begrüßt •worden. In zahlreichen Zuschriften, die an uns gelangt sind, kommt die Genugtuung dar* über zum Ausdruck, daß wir nun endlich über eine Kampfschrift verfügen, die die Argumente unserer radikal-liberalen Gegner in bündiger Weise wider* legt. Es ist zu hoffen, daß diese treffliche Schrift einen überaus günstigen Einfluß auf unsere Propa* ganda in Deutschland ausühen wird. Wir legen Wert darauf, daß die erste, verhältnismäßig geringe Auflage so schnell als möglich zmn Versand gelange, und bitten, uns in diesem Bestreben durch sofortige Bestellungen zu unterstützen. Für größere Bezüge haben wir wiederum erhebliche Ermäßigungen fest* gesetzt. Der Einzelpreis des zwei Bogen starken Heftes beträgt 20 Pfennige. 100 Exemplare kosten .Mark 15, KM» ,, 36' ״ ״, 500 50 ״ ״ ״, Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W. 15, Säelisisehe Str. 8. AusDeiiöeMeiMDeii Berlin. Das Bureau des Arbeitsamtes für jüdische Akademiker versendet an sämtliche ju• dischen Gemeinden der Ostprovin/cn einen Frage• bogen in der Absicht, dadurch statistisches Material zu erhalten, um der stärkeren Ansicdlung jüdischer Akademiker in den Provinzen des Ostens die Wege zu bahnen. Wie segensreich eine solche Arbeit für den jüdischen Akadcmikcrstnud in Deutschland wirken kann, wenn sich alle Berufenen in den Dienst der Sache stellen, liegt auf der Hand, und es ist dringend wünschenswert, daß dem Bureau die mühsame Arbeit durch prompte und gewissenhafte Ausfüllung der Bogen erleichtert wird. Bad Kissiugen. Der hiesige Verein Israel. Kur* fiospiz, dessen Vorsitzender Herr Rabbiner Dr. Baut borg er ist, hat die Steinburg» ei« tiecchdi gelegenes Haus in der Salincnstraße, mit großem Bauplatz, zusammen 0,199 ha Flächeninhalt, erworben. Die für den hiesigen Kurort sehr notwendige Anst.11t kann jedoch erst eröffnet werden, wenn der Verein über ein größeres Vermögen verfugt. Es wäre zu wünschen, daß durch größere Beitrage seitens der Gemeinden und Privat Wohltätern die* recht bald ermöglicht werde. Hannover. Man schreibt uns: ln Ergänzung Ihrer Voranzeige vom 13. d. M, sei Ihnen mitgetciit, daß am 20. d. M. der Wnhltätigkeitsvcreiu (Chewra Kadischah) der Synagogen-Gemeinde Hannover das Fest des ISOjährigei! Bestehens gefeiert hat. Am Mor• gen fand ein weihevoller Gottesdienst in der Synagoge statt, die in prächtigem Blumenschmuck prangte. Nach• dem sämtliche Vorsteher des Vereins zur Thora gerillen waren, hielt der Landrabbiner Dr. Grone• in an n, der gleichzeitig Vorsitzender des Vereins ist, eine ergreifende Festpredigl, in der er alle der Männer gedachte, die sich um den Verein besonders verdient gemacht und ihre Kräfte in aufopfernder

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