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Jüdische Rundschau · 1912-01-05 · Heft 1 (5.1.1912) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 1 (5.1.1912)
Date
1912-01-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 r*r. 1 Fcsstchrift gibt ein außerordentlich tianln 1»* י. Rihl von der Liitwkkhmg «Kt imadilKt I1t11־ Gemeinde hi Stuttgart von den ersten Tauen an die erste gescliichth'ch beglaubigte jüdische Schule wird im Jahre FJTJ erwähnt - »her die Zeiten der Verfolgung Ins /um heurigen Itibiläunisjalir. Mit dem 3. Au;:. 18 J2 begann das offizielle Oenieindeleben mit einer Met* Stätte im Saal des alten Waldhorns; 1831 waren 13 israelitische Familien ansässig, 1010 waren es 3702 Seelen. Am 3. Mai 18(11 wurde die jetzige Svuagoge eingeweilit. Als Rabbiner waren tätig: Kirchenrat Dr. v. Maier (1831-73), Kirchenr.it l)r. v. Wassermanu (1873-1802), Kirchenrat l>r. Kroner seit 180 t), der erste Stadtrabbiuer; Hczirksrahlmter und zugleich 2. Rabbiner der Stadt ist I >r. Stößel. Ucttiugen (He/irk Marktheideufeld). Der ev.- lutli. Pfarrer Völler aus Stuttgart hielt dieser Tage in Ucttingcn und Remlingen Vorträge über die Judenmission. bin Missionar aus Barmen (von der rlicini* sehen Mission) berichtete in Ucttüigcn, Uiiier.dtcriheim und anderen (ivmciudcn über seine frühere Wirksamkeit unter den Hottentotten in Südafrika. ־ Ja, ja, Juden und Hottentotten . . . Doch, diese Gedankenverbindung wäre von seiten der Christliehen Heilsprediger undankbar. Denn aut jüdischer Seite hat mau unseres Wissens noch niemals so wirksame Mittel gefunden, sich der lästigen Semllinge /u erwehren, wie sie den Hottentotten zur Vertilgung stehen. Rybnik. Am 18. Dezember fanden in unserer Gemeinde wieder Rcprliseritantenwablcn statt. Fs verdient liervorgehobcn zu werden, dali wir Zionisten cs uns auch diesmal nicht nehmen ließen, den Kausliclate11׳ aus unserem Lager zum Siege zu verhelfen. Neugcwählt wurde u. a. auch unser Vorstandsmitglied, Herr Simon Wolff, zum Repräsentanten sowie die Vereiusmitglicdcr Marcus Silbiger und Hemm l.ew i n zu Stellvertretern, Das Amt eines Rabbiners hei der hiesigen Synagogengomeindc wird wohl aller Voraussicht nach" Herrn l)r. Hraunscltwcigcr aus Kattowitz übertragen werden. AUS HAMBURG-ALTONA Anläßlich der Anwesenheit unseres geschätzten Freundes, Ingenieur Treidel aus Haifa, veranstattet unsere Zionistische Ortsgruppe am Dienstag, den 9. Januar, einen Diskussionsabend. Das einleitende Referat des Abends, der den praktischen Fragen unserer P a 1.1 s t i 11 a a r I) e i t gewidmet sein wird, hat Herr Agronom Dr. Soskiu übernommen. Lokal: Logenheim. DerTalmudThora-RcalschuIcinHamburg zu ihrem neuen Helm Der 2. Januar 1012 ist für weite jüdische Kreise ein wahrer Freudeutug: au ihm bezieht in Ham* bürg die Talmud-Thora-Rcalschule, die mehr denn IiiuhIi rtjiihrigc, ihr neues Meint auf dem (irindelhof. Ihre zahlreichen Schüler in allen Gebieten Deutsch• lands und weit über Deutschland hinaus werden diesen Tag in dankliaivr und freudiger Hriimenmg fetern, möge cs einem von ihnen auch au dieser Stelle gestattet sein, ihr im Namen vieler ein von Herzen kommendes ״Massol tow“ zuzurufen. Wenn die T.-T. ihr neues Heim bezieht, wird sie auch äußerlich zu dem, was sie ihrem Wesen nach schon hingst ist, das Ideal einer jüdischmodernen Schule. Das aber ist nicht das Wunderbare in ihr, daß sic so rüstig im Schritte der Zeit Takt hielt, sondern das Erhebende an ihrer ereignisreiche.» Geschichte ist, daß sie immer das blich, was der erste Teil ihres Namens besagt, eine• echte ״Talmud-Thora". Mochte sie das Lehrziel der Allgemeinbildung mit der Zeit noch so hoch setzen, die Seele dieser Schule und ihres Lehens blich der ewige Schatz unserer nationalen Literatur, vor allem die Bibel und der Talmud. Aber nicht nur eine jüdische Lehrstätte ist die Talmud-Thora, sondern auch eine jüdische Er- Ziehung sst alte war sie uns. Erziehungsstäite besonders durch das große erhebende Beispiel echt jüdischen Lebens, das die schlichten und »loch so verehrungswürdigeu Männer uns boten, die wir unsere Lehrer nannten. Zwei Namen von liehen Toten seien hier in Dankbarkeit genannt: Dr. Nathan und Dr. Josef Heinemann, beide große Talmide Thora, letzterer auch ein guter Kenner des jüdischen Landes und ein begeisterter Lehrer der jüdischen Geschichte. Vor ihnen vnul wehen Urnen wirkten viele, denen wir gleichen Dank schulden, auch wenn wir ihre Namen liier nicht nennen. Die Herzen aller ehemaligen Talmud-Thora- Schüler weilen in diesen Tagen m Hamburg. Aber au dl die, die nicht ihre Schüler waren, werden ihr aus vollem Herzen Glück wüiisdicn zu ihrem schönen, neuen Heim. Audi wir Zionisten werden uns den vielen Glückwünsdiemien gerne aiischließen, wissen wir dodi, daß die T.-T. eine starke und ehrwürdige Stütze des Judentums seit ihrem Bestehen allezeit gewesen ist. Und so fassen wir unsere Wünsche in einem kurzeil Worte zusammen: Einst spradt unsre Lippe das Schnei» aus: ״Dem alten Geiste ein neues Haus!“ Es ward. — Nun unsre Zukunft heißt: ״Im neuen Heim der alte Geist!“ H. Klötzel, Lehrer. J ö D U I 31 /Bt. KU iriz >1 l 1111 u -יי-, י י•׳ « י־•:• *•*׳ •־י f - p I f\ % F* ,׳f* f י f% i \V .» J | 11 f , s ) | ׳3,, ן t״ / Sw# y •4 4 Berliner Vcrcincl:nlcndcr Sonnabend, den b. Januar: M i s r a c h i g r u p p e. Mitghcdci Versammlung. Kadi ui a h. ' Mitgliederversammlung. Mittwoch, den 10. Januar: Zionistischer Verein West-Berlin. Vortrag von Dr. Schemaryahu Lewin. * Sonntag, den H. Januar: J 11 d i s e 11 11.11 1 o 11.11 e I r a 11 c n v c r e i n i g u 11 g. Vorirag v״n tieorg I lermaim. Dienstag, den 1(1. Januar: H e r / I -U I u b. Große Propagaiidaversamnihmg. Berlin. Wir machen unsere Leser schon jetzt auf die grolle Propngaiulaver* sammhmg, die der Hcrzl-Ciub (Vereinigung junger zionistischer K a 11 f I e 111 e 111111 11 .! 11 d w e r k e r) a 111 1) i e 11 s t a g , de 11 10. J a - 1111 a r!012, v e r a n s t a 11 e t, a 11 f m 0 r k s a tu. Lokal: g r. S a a I des M a r i 11 e 11 a 11 s#e s , K ö 11- 11 i scher Park, 1 Minute von ’Bahnhof J a 11 n o w i t / b r 0 e k e. Referent: Herr Kurt IS I 11 m e n f e 1 d. Berlin. Sonnabend, den ö. Januar 1012, abends 8'/,. Uhr, findet im Vereiuslokal 41er Kadiinah, Auguststraße 83, bei Markus, eine Mitgliederversammlung statl. Alle Mitglieder 1111.11 solche, die es werden wollen, werden gebeten, pünktlich zu erscheinen, da wichtige f ragen auf der Tagesordnung sind. Berlin• Die hiesige Misrachlgruppe veranstaltet am Sonnabend, den <». Jault11', 0 Uhr abends, im llurgliotel, Ringstraße 20, eine Mitgliederversammlung, in welcher Herr S. Jtirovics über die am 23. und 26. Dezember in i Limburg stallgefuiideue Sitzung des Zentralkomitees der z i o n i s t i s c h e n F ö - de rat io 11 ״Misrachi“ referieren wird. Im An- Schluß daran, findet eine Diskussion statt. In Anbetracht der in der Sitzung gefaßten neuen Beschlüsse ist das Erscheinen aller Mitglieder dringend erwünscht. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Berlin. Die JUdiscIi nationale Fraucnvcrcinigitng veranstaltet in diesem Jahre au Stelle der Atelieriiihi iingcii einen Vortragszyklus über Dichtung, Kunst und I; rz i e h 1111 g mit folgcmlent Programm: Sonntag, den II. Januar: Herr Georg Hermann ״Aus eigenen Dientilugeii“; S o 11111 a ,g , d e 11 21. J a n u a r: I lerr Carl S c 11 w a r z. ״Jüdische 'Kunst und jüdische Künstler“ (mit Lichtbildern); Sonntag, den 28. Januar: Herr Dr. Seliemarger l.ewin ״Jüdische Frzielmngsprohlenie י in Westeuropa“. Sämtliche Vorträge finden tut ,,Klub der Landwirte“, Dessauer Straße I I, statt und heginnen präzis 3 Uhr nachmittags. Die Einnahmen sind für den hebräischen Kiuderkhib bestimmt. Eintrittskarten ä 2 M., für Mitglieder I M., für alle yorträge, sind bei Fr. iiecki Engel, Holsteiner Ufer 20, Fr. Erna Fürst, Ascliaffeuburger Straße 10, mul Fr. Lina Wagner-Tauber, Uhlamlstraße 116/117, zu haben. Cbarlottenburg. Im Zionistischen Verein West-Berlin spricht am Mittwoch, den 10. d. Mts., nhcmls 0 Uhr, Herr Dr. S c 11 nt a r j a 11 u T. e w i 11 über ״Die kulturellen Aufgaben des Zionismus“. I ).Iran anschließend Diskussion. Gäste sind willkommen. Die Versammlung findet im Cafe Sezession, Kurfürsteudamm, statt. Berlin.^ Am II. und 17. Dezember feierte der 'jüdische Frauenbund für Turnen und Sport sein einjähriges Bestehen mit einem S e 11 a 11111 r 11 e n und einem T 11 e d a 11 s a 111. Beide Veranstaltungen waren auÜerordentlieli wohlgchmgeii und gut besucht. Das Schauturnen war das erste, mit dein sich der junge Verein der Oeffeiitliclikeit vorstellte. Ohne Kommando taktiiiäßig ausgeführie Freiübungen, Ger.'itiibungeii am Sttirmlaiit umi Pferd, mul schwedische Uehungen am Schwebebalken legten Zeugnis davon ab, daß die turnerische Leitung!ui: hervorragendem Geschick vom alten und neuen nu Tunistofi das beste für unsere jüdische Turusache nutzbar zu machen versteht. Scnr gefällig und gm wirkte (Ins Turnen der Schule• rinnen. 30 Mädchen von 6 11״ Jahren turnten nach dem Rhythmus altbekannter Lieder eine Gruppen- Zusammenstellung •'!»1 Harren und kleinen Kästen, die sowohl durch teilweise mustergültige Haltung als duvcU die Frische und Freudigkeit der Turnerinnen aiiffiel. Die Voilunierinncii zeigten mit schwierigen B.irrcnubuiigeii, dali sie es in kurzer Zeit recht weit;:ehraeht haben. Lin Keulenreigen zum Schluß tat denjenigen Genüge, die Grazie beim Frauenturnen schätzen. Das Fest am 17. Dezember versammelte eine große Anzahl von Gästen in den Räumen der Gesellschaft der Freunde und hielt sie in frohester Stimmung länger als geplant zusammen. Der reiche Beifall, der den Veranstaltern ihre nicht geringe Muhe lohnte, war sicherlich aufrichtig, hat doch das hübsche l est tfeit frischen, fröhlichen, jüdischen Turnerinnen viele neue Freunde gewonnen und alle alten Freunde auls neue ange/ogen. Berlin. In einer von der B. V. veranstalteten Volksversammlung im großen Saal der Brauerei Köm״stadt sprach am 10. Dezember vor mehr als 700 Zuhörern Herr Dr. Sclicniarja l.cv in über ״Das E r w a c h c 11 d e s Judentums“, Auch wer, wie wir Zioiii.Hii, mil ih n Gcdanki ng.iiigeu des Redners veiif.nil ist, muß minier wieder darüber ersl.iiunn, welche neue Seilen Herr Dr. I.cviii diesem I iienu jedes111.1l ■ihgewmnl, und wie er es versteht, theorctische Ausführungen bald durch einen historischen Uchcrhlick, 1>:1I4I durch ein eigenes I rlebnis dem Hörer lebendig zu gestalten und cinzupragcn. In geistvoller Weise schilderte er die Folgen der Assimilation, den ״Ausverkauf aller Werte des Judentum*“: Wenn da* jüdische Volk nichts Positives mehr besaß, so konnte es in der Beurteilung der anderen nur durch Negative* noch iiisaiiuuciigchaitcn werden. Daraus ergab sieh ein neuer Beweis Dir die alte Wahrheit, daß der Anti* scuiiliMiiiis nicht eine Reaktion gegen die nationale Bewegung, solidem eine Reaktion gegen die Inslerische Luge der Assimilation ist. Bemerkenswert war auch sein Vorstoß gegen moderne Geleinte, die, ohne Kenntnis des jüdischen Altertums, dem Judentum nur eine Befähigung zusnrecheii wollen, in der Diskussion sprachen außer Herrn Dr. Kerschberg, einem der Führer der Bewegung in Nordamerika, die I lerreii Klee und B 111111 e 11 f e I »I, von denen der ersten• über die Wirkung des Nationalismus au! das westeuropäische Judentum in der Diaspor.1, der andere über die Notwendigkeit einer starker! Ucbcrsiedehmg auch wesilieher Juden nach Pak!* stiu.i sprach. In einem Schlußwort vollendete Herr Dr. I.evin den I rfolg seines Vortrags, dessen Gedankenrciehtuiii und I lerzenswariiie uns mit größter Dankbarkeit für den Redner erfüllen müssen. Berlin. Die Jüdisch nationale Fraucnvcrcinigting veranstaltete am Sonntag, den 17. Dezember ein G h a 11 11 k .1 k i 11 d e r f e s t, das von etwa UMI Kmdem besucht war und einen sein guten Verlaut 11:1hm, Die Festrede hielt I rl. Sara Kaßriel. In schlichter, kindlicher Art erzählte sie den Kleinen die M .1 k k .1 b;i e r g e s c 11 i c h t e und ermahnte die Kin* der gleichfalls treue, wackere Juden zu bleiben. Md Dank naluneii die Kinder die (icsaugsvorträgc von Frl. I lse R a!) 11 a e I entgegen. Die turnerischen Vorführmsgeu der J u g v u d a b t e i 111 n g des Bar Koch ha fand großen Beifall. Ebenso ein deinsches mul ein hebräisches Gedicht, das von zwei kleinen Mädchen g'äuzcnd vorgetragen wurde. Kaffee und Kuchen, Tanz und Ucherrasclitingcn hielt die kleine Schar fröhlich den ganzen Nachmittag beisamincn. Unter den ״erwachsenen“ (lasten sah man auch »rau Ben jebuda ans Jerusalem, die ganz entzückt von dem Feste war. Fs wäre sehr wunsehenswert, daß sieh die Frauen unserer ״führenden“ Zionisten auch einmal solche Feste;tuschen, damit sie den Wen 11ml die Bedeutung der Kleinarbeit kciinci, und seil.uzen leinen. Chemnitz. Am 27. Dezember beging unsere Orisgruppe ihr diesjähriges Makknhäerfcst in Gestalt eines musikalisch-deklamatorischen Festabends mit aiischlicßciulciii Ball. Das Programm seizie sich zusauniieii aus einer Ansprache des Herrn Leopold J.icobv, der besonders auf die Stellungnahme Soinh.iris dem Zionismus gegenüber hinwies, aus 2 Liedern, die Frau Cillv Weißkopf saug; den .größten Teil de!. Programms bildeten jedoch die Rezitationen des Herrn Josef Ambril 1111, dessen schöne Kunst dein Feste ganz besonderen Glanz verlieh. Im I. Teil trug Herr A. ernste Sachen vor, während humoristische Prosa- und Poesiestnehe des 2. leiles, fröhliche Stimmung verbreitend, zum Tanz hinüber leiteten. Das sehr zahlreich erschienene lind z. T. den ״besten'‘ Gesellschaft*• kreisen angehöreiide Publikum lohnte die erstklassigen Darbietungen aller Vortragenden mit stürmischem Beifall. Während der Tanzp.iuscn sang Frl. Wally Worth yom hiesigen Stadltheater lustige Lieder, der Herr sind. jur. A. •"oliv-Wicu rezitierte Gedichte von Beda. In der Kaffeepaiise erheiterten Herr Benno Bernstein und Herr Amlmnnt die Zuhörer durch Vortrag von Couplets und Kab.irct-Gcdichten. Gegen ■I Uhr nahm das schone Fest sein Lude. Die Befriedigung über den Verlaut desselben war allgemein groll. Herzlichen Dank sagen wir allen, die zu seinem Gelingen beigetragen 11.11*411־. Elberfeld. Wohl 130 Personen hatten sieh Sonntag, den 17. Dezember, auf uiiscic Einladung hin eingefunden, um das Chaiuikah-Fcst bei uns feierlieh zu begeben, und das darf wohl von vornherein gesagt werden, daß ,unsere Gemeinde noch nicht viele Feste erlebt hat, die so erfüllt waren von echt jiidiseher Begeisterung mul froher Fcierstimimmg wie unser Chamik.ih-Test. *Mil warmeiuptuudeneu Worten begrüßte Herr Dr. med. Gruitcbcrg Gesiniuiiigsgenossen mul Gäste mul erteilte tmserm verehrten Freunde I lernt I lei s c h 11 a c k e r das Wort zu einer tiefdurchdachtcii Rede über die Bedeutung dieses nationalsten aller jüdischen Nation.ilfesie. Ls folgte das Ai zünden des Meuor.ieh, und mit Begeisterung UuUe das alte, ewig weue »YULLahäerUcd durch den. Saal. Ihren Höhepunkt aber erreichte die Begeistcrung, als die troflliclicn Szenen aus dem Lehen unserer Bruder im Lande Israel an unserem Auge im Hilde vortihcrzogcu, als wir es schauten, was jüdische Begeistermig und Energie dort geschafft Italien, uiuf Wehmut erlaßte uns, als die treuen klugen Augen unseres Herz! und Scti.mira auf uns hermederblickten, und I rcude, als unser wolffsolui gütig und überlegen zugleich uns ,uilachelic, umi jeder von uns erneuerte im Herzen sein Gelübde: Ls verdorre meine Rechte, wenn ich dem je vergesse, Jerusalem. Die allj׳emeine Begeisterung löste sich, und mächtig erschallte die llatikwah dahin. Und daun hätten wir gewünscht, daß alle es hatten scheu dürfen, wie jeder ikiratif brannte, sein Schcrflcin auf dem Altar des jüdischen Volksschat/es darzuhi ingen, wie die Freude am Geben aus den Pfennigen des Tagelöhners eine (iahe machte, wertvoller als die Prunkgabe des Reichen. Und dann

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