Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVI (1911)
- Issue
- Heft 51-52 (22.12.1911)
- Date
- 1911-12-22
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 51/52 JUEDISCM Ii UUNDECiiAU Seite 613 Berlin. Wir möchten unsere werten Leser uml (ie'iiiiitmgsgeiiossen hiermit nochmals auf den am *J'l. f)c/ember in Drär.els Festsälen, Neue Friedrich• «.Iralic, abends 0 Uhr, staltfindeuden Chaimkah• Abend der Kadi in ah, (huppe der 1$. Z. V., besonders aufmerksam machen. Das l est wird mit einer Ansprache des Herrn Nahum Sokolow ein• geleitet werden. Das Programm en'.hiill folgendes: I. Jüdische Volkslieder, vorgetragen von der Konzert• Sängerin Fräulein Hella Falk und dem Knn/citsäiigcr Herrn J. Bevmel. 2. Rezitationen von Herrn Sch. (iorelik und Herrn A. Kabak. Ferner gelangt die bekannte I Ininorcskc von Seholcm-Alcichem ,,An ,ei/e" (hin Rat) zur Darstellung. Des weiteren enthält das Programm u. a. auch lebende Bilder aus dem Exil und Palästina. Groller Hall. Kaffeetafel. Während 11erseihen: Volksmehrdien, volksliimliehe Vorträge usw. liierende Post. Tombola. Billetts zu haben bei: S. Spiegel, Uhren- und (ioldwarengesehäft, C*rolle Frankfurter Str. 7$, W. Levit, Reichsadler•!)ro• gcrie, Rankeslr. Ib, am Bahnhof Zoo, S. L i f sch i t z., Buchhandlung, l.inicustr. 210, M. Cionz.er, Btielt• handlung, Oranienburger Str. 20. Berlin• Unter dem Namen Mendelssohn-Chor besteht seit 12 Jahren ein jüdischer Gesangverein in Berlin, der sich neben der Pflege klassischer und religiöser Musik die Aufgabe gestellt hat, volks• unterhaltend zu wirken. Aus diesem (irunde veraustaltet derselbe am 21. d. M. in den Sophiensälen, Sophienstr. 17/IS, ein Konzert, zu dem erste Künstler ihre Zusage gemacht haben. Unter anderem gelangt die Loreley von Mendelssohn-Barlholdy zur Auffüll• rung. Um Weiten Schichten der jüdischen Bevölkerung den Zutritt zu ermöglichen, ist ein Eintrittsgeld von 30 Pf. festgesetzt. Der Verein tagt jeden Dienstag in den oben genannten Sälen von 0 —H Uhr, und sind jüdische musikalische Damen und Herren hcrzlichsl willkommen. Berlin. Zionistischer Verein West-Berlin. Im AnschluB an den jüngsten Vortrag des Herrn Ing. N. W i I b u s c h e w i t s ch findet am Mittwoch, den 27. Dezember, abends *) Uhr, im oberen Saale tler Sezession (Cafe Kutschern), Kurfürstendalum 20$, ein Diskussioiisabend statt, der speziell dem Thema: ״Zionistische Tätigkeit in P a I ä s t i 11 a“ gewidmet ist. Berlin. In der B. Z. V. wird unser (iesinmmgsgenösse Herr I >r. Richard 11111 d s e I! i 11 e 1 aus 110111• bürg im Januar eine Vorlesung aus eigenen Werken veranstalten. Berlin. Die Berliner Ortsgruppe der Organi- Mition für hebräische Sprache und Kultur veranstaltct Mittwoch, den 27. Dezember, 0 Uhr abends, im Restaurant Logenheim, Fricdriehstralle 131c, eine ö f f e n 11 i e 11 e I) e b r ii i s c I! e Vers a 111 tu 111 n g , in der Herr P. Co 1111 I I u i f a über »las Thema: ״Die junge (ieneration Palästinas“ sprechen wird. 1111 Ansehhili daran findet eine Dis• kussion statt, (iäste, Damen und Herren, stets herz• lieh willkommen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Berlin. Für die Makkuhiierfeier, die der Jüdische Turnverein Bar Kocltba am Sonntag, den 21. De• zember, im Mnrinchntis (Am Külhiischcn Park 0) veranstaltet, gibt sich bereits in allen Kreisen, die der jüdischen Tunis,•!ehe nahesiehen,. ein überaus reges Interesse ktuid. Fs sei hier noch einmal auf das reichhaltige Programm verwiesen, dessen Ein• zelhehen aus dem Inserat in der vorliegenden Nummer zu ersehen ist. Die Feste des Bar Koch ha erfreuen sich seit Jahren in Berlin eines Rufes, tler eine weitere Empfehlung überflüssig erscheinen lallt. Berlin. Der Jüdische Turnverein Bar Kocbba veranstaltet für die Jugcndabteihiiigcu (Schüler• und Mädeheiiahteihmg) am Montag, den I. Januar 1012, nachmittags 3ע/י Dhr, im grollen Saale des Marine• hattses, Köllnischer Park 0 (am Bahnhof Jannowitz• Brücke), eine M a k k a h ii e r I־'e i e r (Lichtbilder• vorlrag des Herrn l)r. I.oewe; Bilder aus der jtidi• sehen Geschichte, Miirchcnspiel, Deklamationen usw.), Eintritt (einschlielllieh Schokolade und Kuchen) für Erwachsene (10 Pf., für Kinder '10 Pf. (iäste herzlich willkommen, , Berlin. Der ״Verein jüdischer Studierender aus Ruttland“ veranstaltet am Sonnabend, den 23. De• zember, in den Pestsälen des Tiergartenhofs einen grollen G11 a 1111 k a 11 - B a 11 mit vorangehendem Konzert. Aus dem Programm des Konzertes erwähnen wir folgendes: Jüdische Volkslieder, vorgetragen von Frl. Vera (ioldherg, Klaviervoriräge von Prof, (i ii n z b u rg, Violinvorträge von Frl. S e 11 k o 111 i k (Wunderkind) u. a. in. Darauf folgt Ball, Kaffeetafel, Kabaretvorlnige. Reichhaltige Tombola, Saalpost. Be• ginn 0 Uhr. Karten ä 5, 3, 2 und für Studenten mich ä 1 M. sind zu haben: im Vcrcinsbtireau (Fricdrichstr. Hl, Tel. Amt I, 013), im Kaufhaus des Westens (Theaterkasse), im Zigarrengeschäft Ci res (Friedrichstr. 133 A) und auch au der Abendkasse. Berlin. Am Sonntag, den 17. d. Mts. fand in den ״Sophiensalcn" die Makkabäer-Feier der I. und II. Jiigcmlahtcilung des Jihlirolieti Turnvereins ״Bar- Kocbba“ statt. I>ic Veranstaltung, auf der Herr Lazarus Barl 11 die PV.tredc hielt, 11.dun einen schönen und harmoiiiselieii Vcdaiif. Dem Rainer sei noch• mals der herzliehste D.mk fnr seine geistvollen Aus• tüluiingen ausgesprochen, A tu. Köln. 111 einer v*>11 der Zionistischen Orts• gruppe veransl,־dielen Versammlung im Hotel Berlin spraeh am Samstagabend, den 10, d. Mts,, Herr Mas (1 old re i eh linier Vorführung der vom Haupt• bwreaii des Jüdischen Nationaltomis hanU'gcgchrncii Lichthilderseric über ״Jüdische Volksarbeit im Lande Israel“, Der Vortrag und die anlier• ordentlich gelungenen Bilder machten auf das zahl• reich erschienene Publikum einen tiefen Eindruck. Essen-Ruhr. Vor einigen lagen verlieh uns Herr Dr. Julius Rosen fehl, um nach seinem früheren Wirkungskreise, nach Königsberg, zurück, znkehren. Mit lebhaftem Heil,mein sieht ihn unsere Ortsgruppe scheiden; slie l inke, die er liier• lallt, wird schwer wieder aiiszufullen sein. Weit über unseren Bezirk hinaus erstreckte sich die Arbeit des Herrn Dr. Roscnl'cUi. In ganz Westdeutschland hat er auf unsere Arbeit erweckend und belebend gewirkt 1111(1 unermüdlich schien er in seiner Tätigkeit. In Dortmund, Obcrhauseu, Duisburg, Hamborn, Fiber, fehl, I lagen, Köln, Wesel, Escliwciler usw., überall, wo es Arbeit gab, war Herr Dr, R. zur Stelle, und seine Erfolge waren nicht gering zu veranschlagen. Seine aiiHcrgewülmlielic Beredsamkeit, seine warm• herzige '1 onarl, sein gewinnendes Wesen, seine vornehme Art, zu diskutieren, machten uns manches jüdische Herz zitgängig und zerstreuten so manches Vorurteil, das uns entgegengehraeht wurde. Besonder.« wir Essener, die wir einen schweren Kampf gegen die Assimilati.mswut und den liulilfcrculismus zu führen haben, haben iluu vieles zu danken. Wir hoffen, dall der Oelbaiimgatien, den wir ihm stiften und zu dem die ersten b Bäume heute nusgewiesen werden, sich bis zu seiner von uns erhofften Rückkehr nach Essen zu einem stattlichen Haine atisgewachsen haben wird. Essen-Ruhr. Am Montag, I. Dezember, hallen wir in der Zionistischen Ortsgruppe einen interessanten Vortrag des Herrn Sa in uc Indorf ans Wattenscheid, doppelt interessant, weil der Herr Refereut Nichtzionist ist. Her Herr hatte sich das Thema: , l) i e E a g e d e r d e 111 s 1־ I! e 11 J u d e n t r o t z d e r Emanzipation'‘ gestellt. Wir sahen, dall Herr Saimielsdorf die Emanzipation mit «len gleichen sken• tischen Augen betrachtete, wie wir Zionisten, Wohl setzte er uns klar uml logisch auseinander, dah die Wege, die bis jetzt eingcsehlagcii, nicht die riehtigen seien, und dah 111:111 von der wachsenden Kultur der Völker nicht allzuviel erwarten dürfe. Aber die Kmiseipieiizeii, die wir Zionisten aus diesen Gedankengängeu ziehen, blieb er lins schuldig, wenngleich es keinem der Zuhörer unklar sein konnte, daii er sic früher oder später, mit der Uiiiimstöhlichkcil eines mathematischen Axions, ziehen würde. Nach dem grollen Beifall, der den Ausführungen des Herrn Saimielsdorf folgte, setzte die Diskussion recht leb• halt ein. Den mancherlei Bedenken und Zweifeln begegnete Herr Dr. jnr. Rosen fehl, wie immer, lierzerfretieiid beredt. Spät trennten wir uns und nahmen das frohe Bewiilitsciii mil, flalt unsere Idee hier in Essen ein ganz anderes Interesse findet, und vor allen Dingen eine viel ernstere Bewertung, wie noch vor einigen Jahren. Das zeigte uns die grolle Zahl der erschienenen Nichtzionisteii. M. T. Dortmund. I Jeher E m i g r;1 t i o n s f r a g c 11 sprach in der Zionistischen Vereinigung am I I. er. Herr Zahnarzt H. Fabian. Die sehr /.׳ihlrcieh er• sehienenen Zuhörer folgten den interessanten Aus• fülirungeu des Vortragenden mit groller Aufmerksam• keil. A. H. Kempen. Am 3. Dezember spraeh im hiesigen Eitcraturvcrciii Herr Dr. J er ein i as aus Posen über das lliema: ״Moderne Organisationen i 111 J u d e 11111!11“. Er behandelte dabei ausführlich den /ioiiisimis im Sinne des ״Misrachi“ und fand leb• hallen Beifall. Wegen Begründung einer Ortsgruppe wurden die einleitenden Schritte tmlcrnoinmcn. Stralllmrg. A111 Sonnabend, den l(>. d. M., sprach in einer gut besuchten Versammlung, die von der Zionistischen Ortsgruppe veranstaltet war, Herr Dr. B r a u 11 e b e rg e r über ״Zionistische Weltanseh a uung“. Er behandelte die Wissenschaft• liehen (irmullagen der Erkenntnis vom Kullnrwert der Juden und hob die innere Befriedigung hervor, die dem ijiizehitüividmim daüureh zuteil werde, ilali es mit beitrag!1 liehe zu neuer Eiitfalluiigsiuöglichkeit dieses jüdischen Kultur«ertes. In der Diskussion sprachen Herr BerthohJ Feurel und Herr Prof. Dr., Dreyfus. München. In der am 15. Dezember statlgefnn• denen (ieneralversanimlting der hiesigen Zionistisehen Ortsgruppe berichtete der Vorsitzende in ein• gehender Weise über den . N ii r 11 b e r g c r < i r 11 p p c n v e r b .1 11 (I s t a g , sowie über die Vor• träge usw. der Ortsgruppe. Da die ,,J. R.“ reget• mälligc Berichte hierüber brachte, erübrigt es sich, nochmals näher darauf ziirück/nkoniincn. Eingehend wurden die Pläne für das nächstjährige Tätigkeitsgebiet . besprochen, und wird z.ti gegebener Zeit hierüber in diesen Blättern berichtet «erden, Nach dem Berieht des N.-F.-Kommissürs wurden in diesem Jahre nahezu $50 M. für die verschiedenen Sammlungen des N.-E. zur Abführung gebracht. Die Neuwahl ergab die Wiederwahl der meisten Ausgeschiedenen: uetigcwählt wurde als 1. Schriftführer Herr Rechtsanwalt Dr. Leop. A m b r u n » und als Kassierer Herr Job. S c h a c h no. Posen. Zum •I. d. Mts. war eine Ortsgruppen- Sitzung einherufen worden, die eine besondere Be• deutimg dadurch halte, dall sie «Ho Aufgabe über- 1)0111111011, einen grollen Teil der Mitglieder unserer Ortsgruppe, welche eist in den letzten J.ihren unserer (!11• ,1 ni>..! 11«>11 sieh angeselilossen bähen, über die In• stilnlioiieii des Zionismus zu iiutorriehleii. und damit zugleich auch die neueren (icsinmingsgeiio■v.cu mit dein zionistischen Rüstzeug aiis/iislattcii. Die Ver• saimnhmg war von etwa l'ill < icsiimuugsgciinssen besucht eine sehr hohe frequenz, wenn man erwägt, dall die Ortsgruppe wenig mehr als 211(1 Mitglieder zählt. Als erster Redner crgidf Herr Dr. Jeremias das Wort zu seinem Referat: ״Der /.io ui sm us und seine Institutionell". Nachdem er einleitend bemerkte, dall er vor nunmehr acht Jalimi im Verein mil seinem liehen, allen, u׳r• ewig teil Eehrcr Herrn Schere k und Herrn Dr. K;1 l 1 c n s c 11 0 r in demselben Saale die zionistische Ortsgruppe in Posen begründet, «lall dieselbe an Zahl der ScJickelzahlcr sieh seitdem mehr als voizeimfaclit hat, «־!es er darauf hin, dall es heule nicht mehl mog* lieh sei, die grolle Zahl von (tesiimimgsgeiiosseii persönlich zu belehren und zu beeinflussen, darum sei das von ilun gewählte Lliema durchaus not• wendig. In anschaulicher und packender Weise ging Referent auf das Thema seihst ein, schilderte die lk׳• schaffeiihcit der Organisation Ortsgruppe, Distrikt, Landsmannschaft, Misrachi, Poale /imi, Kongrell, Kktioiiskomitce Usw. , setzte die Bedeutung des Selukels auseinander, wobei er über die sämtlichen Einnahmen der Organisation sieh aiishrcitete, und schil* derte dann in lebendiger Form die Leistungen der Organisation. Nach einer sehr anregenden Diskussion, an der sieh besonders die Herren Jakob Atterhach, Dr. M :1 nasse, Georg Kareski, welcher über die Rentabilität der l iiianziiistitiite wertvolle Auf* klärimgcn gab, und der Referent beteiligten, schloll der Vorsitzende die sehr interessante Versammlung. Posen. Am 10. Dezember sprach in einer von der Misrachiföderation cinbcriifcnen öffentlichen Versammlung vor 300 Zuhörern Herr Dr. W. Lcvy- Berlin über: ״Harmonie von altem mul neuem Judentum". Die sehr lebhafte Diskussion, die von Herrn l)r. Jeremias eingeleitet wurde, bezug sieh he- Zunders auf das Verhältnis zur orthodoxen Verein!'• gimg. Am Sehlufl der Versammlung traten etwa 50 Anwesende, darunter 20 bisher dem Zionismus Fern• stellende, dem ״Misrachi“ bei. Sie werden sieh wahr• scheinlich innerhalb der Zionistischen Ortsgruppe orga• nisicren. Die National-jüdische Fraiicnvcrcinigung veranstaltete am 17. ein Chamikah-Kinderfcst, das sich sehr starken Besuches erfreute lind in allen Teilen wohl gelang. Breslau. Auf Initiative einiger Studenten, ins• besondere der I lenen (i I a s e r und Dr. W e i (I, konstituierte sieh hier mit einer Mitgliederzahl von etwa zwanzig ein Jüdischer Diskuticrklub. Der Vorsitz wurde Herrn Heinrich Margulies übertragen; dem Vorstand gehören ferner an die Herren St rau II, (ioldherg, Dr. Weilt; Eppcn* stein. Der Klub will h.iiiptsäclilirh jüngere Kauf* lento um sieh scharen und sie mit positiv-jüdischem Wissen und Denken erfüllen. In den drei Wochen seines Bestehens vergröberte sich seine Milglieder• zahl um zirka 20. Nach einigen tastenden Versuchen in (ieslalt von Referaten über die ״allgemeine Lage der Juden" (Herr Margulics) ״Die Lösungs•!Möglichkeiten der Judenfrage“ (Iler Colin), ln־• schloll man, zur alten Systematik zurückziikehren und durch aufklärende Kurse Grundlagen zu schaffen. Den volkswirtschaftlich-kulturellen Zyklus eröffuete mm• mehr Herr Borger mit einem Referat über Oester• reich•(ializien. Herr Borger verstand es, das Interesse dieser jungen, tinorientierlen Leute bis spät nach Mitternacht wachztibahen. Die Anfänge des Vereins sind Vielversprechend. II. M. Hohensalza. Am 10. d. Mts. veranstaltete der Jüdische Miidchcnbmui eine Chaiiukah-Fcier für sämtliche Kinder der hiesigen Oenieiiule; es war seit vielen Jahren wieder einmal ein Fest ausschlicltlich für Kinder bestimm). Eingeleitet wurde dasselbe durch eine Ansprache seitens des Rabbiners Herrn Dr. Kolm. Unter Leitung der Ehrenvorsitzenden, Frau Dr. Bergei, wurden die verschiedenartigsten Vor• fiihruiigeu: als Märchenspieh•, Theater-Aufführungen, Solovorliäge und lebende Bilder nur von Kindern dargestelll, die hei den in sehr groller Anzahl er• sehienenen Eltern und anderen (iemeimlemitgli.'dern die grollte Bewiimlerutig hervorriefen. Durch dieses l est dürfte sieh der Jüdische Miulelieiihund die Sym• jv.dbie der ganze« Gemeinde erwürbe« habe«. Gleiwitz. Die Zionistische Ortsgruppe ver.n1• staltele am 10. Dezember ein C h a 1111 k a h f c s t, das einen guten Erfolg zu verzeichnen hatte. Die Festrede hielt Dr, Stahl, dessen gehaltvolle Alisführiuigen Eindruck machten. Musikalische Darhietmigen boten Oberkantor David soll 11 und Frl- Ti cli aller, sowie ein für diesen Zweck gebildetes Mäm1er»|11artetl. Wahrend des folgenden Tanzes brachte der Verkauf indischer Bücher ein nennenswertes Ergebnis. SchluU des redaktionellen Teils. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst: F r c׳i t a g , den 22. I) c z e in her, abends (Chanu• kalt): in allen Synagogen 4 Uhr. S o n 11 a b c n d , den 23. I) c 7. e m her, vormittags: in der Alten Synagoge, Synagogen Kaiser• und Rykestralic: 9 Uhr. In iler Neuen Synagoge,