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Jüdische Rundschau · 1911-11-03 · Heft 44 (3.11.1911) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 44 (3.11.1911)
Date
1911-11-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Seite 525 1 Nr. 44_____ jn pculsiiikind und speziell in Merlin iieticiilings ge• 1 liiltlel 11י׳י. An der sieh anschließenden lebhaften Dis-! ^u^iuii heteiliulen sieh eine Reihe Mitglieder, naiuent- [ lieh die Ausführungen des Heim Dr. Zwirn wurden ' mit greller Begeisterung niifgciumuiicn. Der ״Nord- (ist" lint sielt in kurzer /eit zu einem .iditnnggt•• hieleinleii Verein voll etwa DO Mitgliedern aus ganz kleinen Anfängen entwickelt und ist /u einem wieli• lijrcn Faktor im Merliner (iemcindelehen geworden. Merlin. Nach einem einleitenden Vortrag des ן len 11 Rechtsanwalt l)r. Klee über das Thema: \\׳a‘ uns in unserer (icincinde not tut" konstituierte sich •nn '25. Oktober 1011 eine Ortsgruppe ״Sch du• h a n s e r V o r s t a d t" des Neuen jüdischen Ge• l meindcverelns unter dem Vorsitze des pr. Arztes Dr. $, I.oevy, Kastanien-Alice '2, der weitere Aniueldun• aen gern’ ciitgegeimimnit. Die Ortsgruppe soll der /וו (imiieitfassiiiig der Freunde einer jüdiseh-histori'.eh gci «hlclon Weltanschauung in der Schönhauser Vor- M.v» dienen, alle lebendigen Kräfte zusammen• nDelten, gesellige Mezielmugeii fördern mul das \V .11־»■־ von Juden und Judentum verbreiten. Breslau. Die Zionistische Vereinigung schickt ׳ח!• einige /.alilen, die eins rüstige Vorwartsselireiten leiserer Bewegung in der schlesischen Metropole n;,. ressaiit illustrieren: l. i 11 u a h m e n 1008,00 lfluu/10 11110/11 M. U M. M. K.( '•.s*'1»be.sb*mi .... :iß.U« 44,*2«« 43,(16 *M. 110 lä.iträge. 808,60 1)67 ,iU) 1020,46 M 1200 V11di«»nst an Büchern MNW, 1 t » 1 — 56, * 16,- M 30 '/.iivveiiduugen .... 17»,~ 07,-- _ 1123,66 1140.10 ea. 1310 Ausgaben Schekel f Mitglieder 121. - ־*,120 104,— ca!6(1 l.aiidesheitr. f Mitgl. too,~ HD, 147,- 450 Talästinaheitrage . . 81,- 1<HI, — ־ I’topagauda: a) Versammlungen lt'J.40 litu.bu 360,0» b) l־'lugsebrifi. usw. «4,00 — - 100 «־) Zum. Institute . 62,116 32.06 11 dl Jttd. Rundschau 21,:16 t).7<» — Delegationen. — ״,200 *» 200 Mitglieder• V« rsnmnil. 77,67 131.40 110,76 M 120 lucnsso, Porto, kleine Speson . 138,10 162,85 101.116 II BIO Zeitungs-Abonnent.‘ . ״,0 14,- 0,- II 10 Einmaliges u. Fuvor• hergeseheiir«.... KW,20 03,75 2,75־7 II 60 Schuldenderkung . . — — — II 100 Kassenbestand . . , 14,25־ 43 05 111,05 1123,66 1143,10 ca. 1340 Breslauer O r 18 g r ü ppc: Spender aus Breslau 1018/00־ lOüO/lu 1010/11 Nationalfoiuls: Allgemeine. . 040.8« 725,20 388.08 , Sammelliüchs. 710.02 621,11 830,00 , Selb.xtbesleuer 87,60 an,- — , Hier verkaufte Materialien . 10,40 84,25 13.80 , Insgesamt . . 1767,38 1410,60 1288,78 Oelbaumspende. 2250,- 1878,- 1710,- Kulturfonds.• . 203,15 221,70 l- Rczalel (cxkl. Jahresbeiträge. inkl. liutlennileh־Sti(tuug) 6,- 320,60 022,16 Portofouds und Ihuträge für die Landsmannschaft. , . , 32.10 140,60 200,- l'rtanzungsvcrein. 167,- ־~,6 12,— Siedhingsgenosseuschaft , . . -• 266, 6003,-- Kulnnialfoods . ~ 65,77 315,35 Tacbkenioni .. ICO,- ..,צ! ־ 40,60 Sonstige Palastitiazwucke ctc. 100,73 62,— 1,- Zusammen . . 6106,86 •iÖ(iö,53 10531,78 Fm!,atz in NationalE-Markeu und Telegrammen. 140,16 255,15 186,20 Breslau. Der Jüdische Turnverein Breslau (im Verbände der jüdischen TuruerscliafD bezweckt die körperliche Ausbildung der Juden Breslaus durch Turnen und Sport, sowie die Stärkung des indischen Selhstbewnlttseius unter seinen Mitgliedern. Am 28, September fand die (iciieralversaiuiiiliiiig dieses Vereins, welcher jetzt auf eine dreijährige wirksam■ keil zurückblicken kann, statt. Aus dem reichhaltigen Bericht, weichen der Vorstand erstattete, sei hervor• gehoben, dall der Verein auch im verflossenen Jahre eine weitere Zunahme seiner Mitgliederzahl zu ver* zeichnen hat, welche jetzt 11(1 Mitglieder betragt. Breslau. Am I. Oktober sprach in einer hiesigen Schckelzahlcrvcrsammlung Herr I >r. M o s s i n s o h n aus Jaffa über ״J ii d i s c h e s L e h e 11 i n P a liistina". Der Vortrag fand bei dem zahlreich erschieneneu Publikum sehr lebhaften Beifall. Für das hebräische Oymuasimn in Jaffa wurden 2100 Mk. ein• malige Beiträge-uiul l'JO Mk. Jahresbeiträge gezeichnet. Am 18. Oktober fand die diesjährige (i e 11 e r a I v e r summ lutig der Breslauer Zionistischen Vereinigung statt. Herr Zahnarzt Schachtel, der die Verein!• gnng fast seit ihrer Begründung 12 Jahre hing ds Vor• sitzender geleistet hatte mul eine iWicderwuhl ahlcluitc, wurde in Anerkennung seiner Tätigkeit zum Fhremmt• glied ernannt; es wurde auch beschlossen, ihn ins Golde 11 c Huch ei 11 z u t r a g e n. Die Vorstands• Wahlen hatten folgendes Ergebnis: I. Vorsitzender Herr Dr. A, S a n d I e r, 2. Vorsitzender und I Schrift• führcr Herr Rechtsanwalt Dr. Weil!, 2. Schriftführer Herr Dr. Badt, Kassierer Herr Max Kober, Bei• »itzer Herr Dr. w. Steinitz und Fritz Glaser, Nationalfondskoinntissnriu Frl, Lotte Kolter. J UIID1 :׳ ־ C i 11U U K 1 / S C i; A U Dessau, lüue in allen ihren Teilen schön mul befriedigend vi rhuilem S i 111 c h a s I 11 o r .1 I e i e r vei'ain laltele die U1l> <;n1p|,e am 15. abend:, im < 1c• meiudesaale. Frölliui wurde das lest mit einer kurzen, alter keiuigeit Ansprache «Ir. Herrn I)r. Mo• si׳s, Lilie zum Besten des Natiunalfoiids veranstaltete aiuerikanisehe Auktion ergab den lirtr.ig von 2r1 Atk. Ile» dieser (״•Irgenheil wiinlen auch ver• sehiedeue Gelbäume gesliltct. Duisburg. Am 21. Oktober sprach Herr Kurt B IIIIII e 11 f c I d in der Zionistischen Vereinigung über ״Assi in i I a t i o 1! o <1 er Z i o u i s m u s?“ Der Vortrag entwickelte »las Problem in ausgezeichneter Klarheit. Fs ist erstaunlich, wie Blumeiifehl es ver• steht, alle Dinge der Welt in neuem, in zionistischem Lichte. erscheinen zu lassen. Mit ihm durch die Ge• filtle <k־s Geistes zu spazieren ist ehrenvoll und bringt Gewinn. Unsere Ortsgruppe bat wiederum diese l:rfahriiug gemacht mul wünscht sie noch recht oft zu machen. lljilher.stnilt. In »ler < i e 11 e r a I v «• r k;1111 in 11111 g »ler Z i «> n i s t i s e It e 1t Vereint g u 11 g ״Tik• wntli Zimi'S »Ii»■ am 21. Oktober statlfand,_ erstattete llen Warb u rg den Bericht über die Tätigkeit des Vereins itu letzten Jahr«•. Die Arbeit «les letzten Vcreinsjalires wurde mit «ler Generalversammlung hegönnen, die am I. Dovember uhgcliuhcu wurde. Dann sehloll sieh am I I. November eine Versammlung «ler Sehekelzahler, in «ler I lerr Kurt B I u in e 11 f e I «I über ..Das nali׳«Hialc Problem" sprach. Der gute Erfolg «lieser Scliekelzalilei-Veisaiiiinlimg veranlaßt«• uns, eine Reihe weiterer interner Versammlungen zu veranstalten, mit ilcrcu Ergebnis wir stets zutrie«len waren. So spraelieii am 0. Januar Richard Lichth e i 111 üher «las ״S y s 11׳ in der z i o 11 i s t i s c 11 e n A r heit i 11 P a last i 11 n", am 18. Februar Kurt B 111111 e 11 f e I d üher ,,I Fa s jüdisch«.־ Wirt• s e 11 a f I s p r o h I e m", am 2(1. Juni t-henfolls Herr B In nt e 11 f e I «I über ״Die Lage des Zionisiiiiis••. Die Wahlen zum Kongreß wurde» am •I. Juli vmgeuoimueii, bei welcher Gelegenheit I lerr Georg F reu n «I über ״I > i e A 11 f g a b e 11 «I e s K o 11 g res• s e s referierte, während I lerr Isaak F e 11 e r r i u g einen Bericht üher den ״< i •' ti p p e n v׳ e r b a 11 »I s lag" in Leipzig erstattete. Geher »Ji«• Lrgclmisse *les Kongresses sprachen schlieülich am 28. August die Herren l'ritz. Baer mul Is.uik Feuerriug. Außer diesen internen Veranstaltungen trat unsere Vereini• gnng am K>. November mit ־׳inem Vortrage des Herrn Kurt H hi in e 11 f 1• I »I über ״Das Judentum im tu. u!ן d 20. J a 11 rh u n «I e rt" in die Ocflentlichkeit. Der Lrfolg *lieser öffenlliclien Versammlung war eben• falls sehr befriedigend. Die Zahl unserer Ortsgruppen• mitglieiler stieg auf 15׳, tlie der Schekelzahler auf 81 («larunter 11 Misraclüstcu) bei einer jüdischen Be• volkertiiii׳ von ca. 750 Seelen. Die Arbeit für den Nnlümalionds versah eine besondere National!«m«ls• Kommission, «ler es gelang die Umgänge für unseren Volksseliat/ um 100 Mk. zu steigern. Von Büchern des jüdischen Verlags wurde ein ständiges Kommis• siouslagcr unterhalten und bei verschiedenen Gelingen• beiten eine ziemlich grolle Zahl von Büchern abge• setzt. Die Propaganda für den ״Bezalel“ und für «len ״Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Pa• l.istina" oblag ebenfalls besonderen Vertretern. Die ücsamteiiigäiigc für zionistische Zwecke konnten in «liesein Jahre wiederum erhöht werden. Besonders aber könne») wir mit dem ״inneren" lirlolg unserer Arbeit zufrieden sein: Das Interesse für zionistische Fragen ist bedeutend gestiegen, die Ausbildung nnscrer Mitglieder hat wesentliche Fortschritte aiitzu• weisen, die vor allem den wiederholten Besuchen des Herrn Blumeiifeld zu verdanken sind. In der Debatte, die sich .׳m den Bericht aiischlolt, wurden liaiiptsäc!:!»׳;!! die gepinnten Veranstaltungen «les kommenden Winters besprochen. Fs wurde he* schlossen, die internen Versammlungen in der bisherigen Weise fort/useU'eii nml wenn möglich einen zusammenhängenden, systematischen Ausbildung*• kurstis emziiriclitei», in dem die jüdischen Fragen ein• gellend behandelt werden. Zum Vorsitzenden wurde «iarauf per Akklamation Herr David Freund ge• wählt, zu weiteren Mitgliedern des Vorstandes die Herren Feuerring, Fi c ul c m .1 n n , Rosen• 111 a I mul Warburg. Zuschriften für die Orts• gruppe siml an I lernt David Freund, I loltcnzollern• stralle (10, für den ״( iruppenverhaml Mitteldeutsch• laiul" an Herrn Isaak Feuerriug, Roonstraße II, zu richlcn. tloheiisal/a. In der hiesigen Ortsgruppe sprach am 2*). Oktober Herr Reehtsanwalt Dr. Köllen• sehe aus Posen üher ״Zionismus und die «11• 111 s e 11 e n J 11 «I e 11". I )cm interessanten Vortrage folgte eine sehr angeregte Diskussion, an der sich die I lerron Zahnarzt S e h w e r s e 11 z , Amtsgeriehtsrat J a e 0 b v , Kominissioiisrat S c 11 w e r s c 11 z mul (Jarl I r e 11 «I e n t It a I beteiligten. All den vorgebraeliten Hinwändeu konnte «ler Redner unter starkem Beifall «ler sehr zahlreich erschienenen Zuhörer treffend ent- Regnen, Karlsruhe. Mil einer vcrhcilhmgsvoltcn Ouver* hji;«• hat «lie hiesige Ortsgruppe ihre diesjährige Wiutertätigkeit aiifjjciujuuucu. Ein Karlsruher Kind, ein seit Jahren mitten in der ziouistisehen Bewegung stellender jugemllielier Redner, Referendar Dr. Julius R o s e 11 f e I «I Fssen, halle «las Referat üher «len X. /.ioiiisteiikongiell übernommen, Nicht einen refe* rierenden, die latsaelien• elironologisch aneinander reihenden Vorira•׳ hielt!ms Dr. Rosenfeld, er zeiclinelc fenifültlig abgetönte Bilder des Kongresses. Be• sonders reizvoll wirkte die lebensvolle IMattderei, da sie wunderbar «Ii«־ psychologische Seite «les Kon• gresses mul hiermit der ganzen Bewegung bcleuch• tele. Dann zeigte uns «lei Redner, wie aus dem iiim i zn Wesen der Bewegung mit in notwendig sieh die |'י1וו1'»1ו|0ן cigcbcu iimiIUcii, mit ileneil (Jet׳ diesjährige Kougielt sieh zu befassen hatte, Fmigralionsfrage, Knlunaleliatle, I i.nienfrage mul Grganisalionsstatut. Mit wciifgcn lebensvollen Striel1«11־ zeichnete uns der Referent am Schlüsse .seines Vortrages seliarfuni• risscue Gliainktcihildcr «ler proiiiiiienteslen Männer der Bewegung. Höchst interessant war es, nach dein Referate eines westeinop.iiselien Zionisten im zweiten Vortlage mit «ler Auffassung eines östlichen (ie* sinntnigsgeiiosNcn, des I lerrn Schächter aus Bukarest, vertraut zu wertlen. Beide sind ganz, erfüllt von der einen Blee, jeifoeh beide treten ganz anders uns gegenüber, wenn sie sprechen v«>n «fein, was ihr ein und alles ist. Der westliche Bruder imili auf Schritt mul Tritt apologetisch v«>rgchc11, mtilt die Gegensätze, die /wischen seiner Auffassung und der seiner Gegner klalfen, zuruckwciscn; «ler östliche geht von der lat sache aus, «lall es undenkbar ist, wie ein' Jude kein Zimist ist. Mit Belegen aus «ler Thora, den Pr«ml1cl«־u mnl den Talmud weist er «lein Atuliloiiuin «lie Richtigkeit seiner Auffassung nach, jedoch «lie Art und Weise, wie er zu uns snricut, mutet viele frenul und eigenartig au. Seine Welt ist eben nicht ihre, «ler grollte Teil «les Auditoriums ist eben nicht vertraut mit osljiiilisehci Kultur. So wurde denn aus der Milte der Versammlung die Anregung gegeben, «lall «lie hiesige G1!::gruppe zur Forderung des Ver• ständ11is.««׳s ostjüdischer Kultur und Weltanschauung hebräische Sjirachkurst• uinl üulisclie Literalurabemle ciimciitcit soll«1111 .׳ Anschluß an den Vortrag ent• spann!■ich eine hochinteressante Diskussion dadurch, dal) chuv der Anwesenden den Tmiuungsstaudjnmkl «ler Mi'.raeli.'slen veitrat. Fr präzisierte den Stand• punkt dahin, dall derjenige Gesetzestreue, «ler in «ler Organisation verbleibe, sich von (iefidilsgrimdeii leiten Helle, wahrem! «lei: Tieiiimngsinisr.idiistcu Vermmfts• gründe bestimmen. Dieser Auffassung traten die ver• sehiedeiislen Redner «les Abends entgegen. M. F\ Königsberg i. Pr. Die hiesige Ortsgruppe des ״Verbandes jüdischer (־'rauen für Kulturarbeit In Palästina" batte Frau Dr, Thon zu einem Vortrage cingeladcu, «ler am 2(1. Oktober stattfaud. Frau Zahn• ärzliu Martha Pelz eröffnete die Versammlung mit hegrulleinlcn Worten und erteilte Frau Dr. Thon das Wort. Die Rcdiicrin gab ein wohlinformiercmJes Bild der Arbeiten des I'raueii-Kultur-Vcrbaudes, der ״auf kleinen Wegen zu grollen Zielen" gelangen w«>llc, verbreitete sich im einzelnen üher die Spitzenalcliers ־ in Jaffa und Jerusalem und zeichnete dann in knappen Linien die Projekte, an deren Ausführung der ver• band vicnm.ichst herantrelen werde. L. Posen. Am 21. Oktober fand eine Ortsgruppen• Versammlung statt, in welcher der Vorsil/cniie, Herr Dr. K o II e 11 s c 11 e r , des plötzlich verstorbenen Gesiimuiigsgeriossen Herrn J*»sepli Schwarz, der dem Vorstamlskomitcc der National-Jüdischen Jungmannschaft auch nugehürte, in ehreruler Weise ge• «lachte. Sodann gab der Vorsitzende namens des neuen Vorstandes «tie Erklärung, daß letzterer mit besonderem Eifer und sachlichem Ernst sich den Auf• gaben unserer Partei widmen mul die neue Leitung, der volles Vertrauen entgegengebraebt werde, nach besten Kräften unterstützen werde. Eine Resolution: ״Die zionistische Ortsgruppe Posen begrüßt die neue Leitung und hofft, «laß es ihr gelingen werde, den Frieden in unserer Bewegung zu erhalten, und verspricht eifrigste Mitarbeit" wurde einstimmig an• genommen. Hierauf hielt Herr Karcski ein lichtvolles Referat über «lie Tage der Juden in allen Ländern der Diaspora, womit er zugleich eine sehr inter• ess.r.ttc /eittmgssehau verband. Nach einer kurzen Diskussion wies der Vorsitzende darauf hin, daß Oc• sinmingsgoiiosse I lerr Rabbiner B I u m als Zweiter aus unserer Ortsgruppe in nächster Woche eine Reise nach Palästina unternehme. Namens der Ortsgruppe wünschte, er ihm eine gute Reise und eine frolte Rückkehr. Mit einem kräftigen lledad auf den ״lleiinreiscmlen" schloß die sehr anregende Ver- Sammlung. 5*5י SP R 6C H SA A L *** Frankfurt a. M., 30. Oktober 1011. Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich bitte Sk• um freundliche Aufnahme folgen• der Mitteilungen zu «lein Berichte über die General• Versammlung der Zmnistischen Jttgemlgruppe in Ihrem geschätzten Blatte. Es ist wohl richtig, daß ich nach wohlerwogenem Für lind Wider ich war seihst Delegierter in der Misrachikonferenz in Berlin in Anbetracht der prinzipiellen Tragweite der Kultiirahstiinmung, mich schweren Herzens dazu entschließen mußte, die zio• uistisclie Or g a u i s a t io 11 bis zur Abänderung dieses unglücklichen Beschlusses zu verlassen mul der mir wirklich licbgeworiiencu Arbeit in so vielen zionisti• selten Gremien bis dahin zu entsagen. Es ist jedoch unrichtig, als ob ich wie cs im Berichte lluer gcschäl/len Zeitung hiogestellt wurde versucht hätte, durch eine Art Gewaltstreich «lie hiesige zionistische Jtigemlgriippe umzuvvandeln. Ausdrücklich bemerkte ich im Gegenteil in jener Versammlung, daß ich persönlich lediglich zufolge der Aufforderung verschiedener Zionisten ich nannte ja die Namen zu deren Vorschläge Stellung nahm, Ich kann nicht einschcji, warum ich nicht auf diese Anregungen hätte eingelteii sollen, um zu erklären,

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