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Jüdische Rundschau · 1911-09-08 · Heft 36 (8.9.1911) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 36 (8.9.1911)
Date
1911-09-08
Page
– (sequence 13)
Language
German
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I Nr. 36 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 433 AUS HAMBURG-ßLTOnA Donni'Mag, Je« U. September 1011, abciuTs 0 Uhr, im Logetiheim, I Liriuiigslraßc 0/11 Schekelzahlerversammlung 1־ rielit über den X. Zionisten-Kongrcß und Diskussion. <״; •יןlen zur Ablösung d er R o s c 11 11 a sc ן! o '1 ׳• b ־D 1» c k \y ü n s c h e , welche rechtzeitig in di F.11U1I verw Alton licht• 1־ ל l־h Koiit׳ Ham c»tk> der ׳ da 11 verv in Blatte und im Hamburger ״Israelitischen ..blatl“ ausgewiesen werden, niinint die Kassen• mg der /.ionistiselien Ortsgruppe I Limburg• tirolle Illeichen 67, während der Werktag• '.uieaustundcn (vorm. 0 2 Uhr, nachm. ■I bis per Kassa oder durch Uebcrweistmg auf das der Ortsgruppe bei der Dresdner Bank in rg, resp. Postscheckkonto Hamburg No, :1275 11. Es wird höfliehst gebeten, die Einzahlung iidenbeträgc so rechtzeitig zu bewerkstelligen, . September bei der Kassen־ sind, L. •selben bis zum 1 uing eingegangen (J.« Rent von• Akt täm• wir■!aber von Aktien י e 11 e Kol o n i a!1, daß der Coupon '.'nter/eichneten mit 5t) des Jewish Colonial Trust b a n k) werden aufmerksam N' o. 7 fällig ist und Pfennig per C 1.— gleichgültig ob er die Bezeichnung ״Dividend!1“ oder ״Dividend Warrant‘‘ trägt, eingelöst Share-Club für Deutschland i. A. W a s c h i t z. I lainbtirg, Ferdinaudstralle 55 p. r. gemeinde, Herrn hiesigen Cliewrah I Verstorbene war, Ster 11 namens Schülerinnen, von namens minder der der ,ktikaiiten Max Adolf l) reif 11 fi;.־idischali, deren Mil llerin iövbtr.pr; der ehemaligen Schüler und Vertreten: dir Lehrkörper des hiesigen Gymnasiums iie.l der hiesigen Realschule, sowie von Herrn I ein er R o h 111 e r namens des hiesigen l.chivrvcreiiis und des bayrischen Lehrer• Verbundes gewidmet winden, gipfelten alle darin, dal) ier Verblichene ein trefflicher, pfliehtgctrciicr Mensch, ein wackerer Kollege und ein guter Jude gewesen sei. Auch der zionistischen Bewegung gehörte er als Schekelzahler an. Sein Andenken sei zum Segen! Mainz,. Am 21, August fand die O rundst e i n eg u n g der neuen Synagoge auf dem Oe• biete der 1!onifazi1isstral5e statt, zu der sieh der Vor• sland der isinelitisclie» Reüglonsgemeimle, die Mit• glieder des Finanz• unu Banausschusscs, der bau• führende Architekt und Baumeister nun sonstige Inter• essenten eiugefundcii hatten. In den Oriindstein wurde eine Kapsel mit Werken über die Geschichte der (jemeinde, mit Abbildungen der Synagoge und mit einer von Herrn Rabbiner Dr. S. Saifeid verfaßten hebräischen lind deutschen Urkunde eingefügt, die einen kurzen Abriß der Geschichte der hiesigen Rcligioitsgenicinde enthält, welche liehen Köln und Worms zu den ältesten jüdischen Gemeinden Deutschlands zählt. aus DeiioeMeiHDew Berlin. Das dritte Preisausschreiben der Jugendscbriftenkommissiou der Großloge für Deui'Cldand VIII U. O. B. H. ist nunmehr erledigt. Gewünscht wurde eine Erzählung oder Novelle, die lidisches Leben oder jüdische Gestalten derart schildert, daß die jüdische Sittenlehre für Juden und CVirislen anschaulich hervortritt, ohne daß die Ten• den/, aufdringlich sieh bemerkbar macht. ־* Neun Arbeiten sind eingelaufen. Die Prüfung 111 rselhen lag in den Händen der Herren: Kahbiiier Dr. G a 11 i 11 e r Charlottenhurg, Verlagsbuclihäudler M a r c u s - Breslau, Reallehrer U. Gut mul Dr. II e 1 n e m a n n Frankfurt a. M. und Hauptlehrcr Theodor *R o t h s c h i I d Eßlingen. Das Prcisrichterkollegium war zu seinem Bedauern nicht in der Lage, auch nur einer der Arbeiten einen Preis zu/.uerkennen; einigen tierseihen sind gewisse Vorzüge nicht abzusprcchen; sie können wohl als gute (iliettocrzählungen gelten, entsprechen jedoch nicht ihn Forderungen einer Jugendscbrift. Die Herren Verfasser, denen jedenfalls hier für ihre Bemühungen bestens gedankt sein soll, werden ei •ucht, ihre genaue Adresse ati/.tigehcn, damit wir ihnen die Arbeiten zurückschicken können. Berlin. Am 28. August lief heim D c u t 8 c 11 -1 s r a• c I i t i s c h c 11 Ge m e i n d e b u n d die Allerhöchste L ׳:iileshcrrliciie Genelunigimg zur Aimaluiie der von Herrn Siegfried Brünn in Berlin heim I). L G. B. uni begründeten Stiftungen ein. Die erste ist mit eit ein Betrage von vorläufig 15 000 M, dotiert, dessen Zinsen als Stipendien an jüdische Religionslehrer gew hrt werden sollen, die sich zum Zwecke der Fort• b<׳ hing au Ferienkursen beteiligen, ohne über gene;ende Mittel zur Bestreitung der Reise- und Aufent h . iskosten zu verfügen. Die zweite ist vorläufig mi; 5000 M. ausgestattet; die Zinsen sollen an R Aiiuer und Lehrer in kleinen Gemeinden verleih, nirden, die sich um die Erhaltung des Judentums d; hircli verdient machen, daß sie jüdische junge Luhe beiderlei Geschlechts von Zeit zu Zeit im Sinuc du Anregungen des Verbandes der jüdischen Jugend• vuiiiie Deutschlands über das Judentum und seine Aufgaben unterweisen. Erlangen. Am Sonntag, den 2t). Anglist, wurde hur Herr Lehrer Moritz. Mörgcnthaii begraben. In* Jahre 1843 geboren, hat der verstorbene ein volles halbes Jahrhundert im Dienste jüdischer Gemeinden gewirkt. Hier versah er seit dem Jahre 1881 das Ami des Religion.slebrcr.s Vorbeters und Schocheis, »""I er konnte sich von diesem ihm lieb gewordenen Berufe seihst dann nicht ganz, trennen, als er vor vhva fünf Jahren in den wohlverdienten Ruhestand b'i. Aus der Liebe zu seinem Beruf erwuchs ihm audi reicher Erfolg; der ganze Nachwuchs der hiesigen Gemeinde ist aus seiner Schule liervorgegangeii. Die Beliebtheit und Achtung, deren sich der Verblichene bei Juden lind Nichtjuden erfreut hat, trat am den!• hellsten bei seinem Leichenbegängnis zutage, an dem S|d1 alle Kreise der Stadt beteiligten. Die Nachrufe, die dem Verstorbenen von I ferm Rabbiner Dr. Neu- 1vi!rßcr• Fürth, Herrn Lehrer L. Kat/.,liier, Herrn williclm Männlein namens der hiesigen Kultus- V£Re1 NS :RUNDSCHAU Obcrschlcoischcr Gruppenverband Zu der am Sonntag, den 10, September a. c., .nachmittags pünktlich •1 Uhr, in Kattowitz, im Grand-Hotel stattfindenden erweiterten Ausscluißsitzung laden wir die Verlreter der Ortsgruppen und Vertraucnsmiinner sowie alle übrigen Mitglieder des Aus• Schusses mit der dringenden Bitte um ihr Erscheinen ergebenst ein. T a g e 8 o r d u u n g: 1. Aussprache über die Ergebnisse des X. Kon• gresscs. Einleitendes Referat: Arnold W i e 11 c r. 2. Vorbereitung der Berichterstattung in allen oberschlesischen Gemeinden. 3. Berichte über den Stand der Ortsgruppen. •I. Roscliliaschonoh-Ablösungen, Simchasthora• Fahnen usw. , 5. Eventiialia. Gesinnungsgenossen als Gäste willkommen. Die Ortsgruppen Vertreter werden lim Zahlung der Gruppen* verhaudsbeiträge in der Sitzung gebeten. Mit Ziotisgrtißl Der Vorstand des Gruppenverbandes Wiener I)r. Weiß m a nn R a p p a p o r t Berlin, f )er J ii d i s c 11 e J u g e n d b u n d E. V. veranstaltet am Mittwoch, den 13. d. Mts., abends :1/10 Uhr, in den Resideiizfcstsälcii, Landsberger Str., eine große öffentliche jüdische Jugendvcrsamnihmg mit dem Thema: ״Jugend und Judentum“. Die Namen der Referenten werden an den Anschlag• siiulen noch bekaniitgcgcben werden. Berlin. Die Generalversammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung findet am Dienstag, den 26. oder Mittwoch, den 27. September statt. Näheres wird den Mitgliedern durch Karten bekannt gegeben. Berlin. Am 22. August erstattete die hiesige ״National-Jüdische Frauen-Verclnigung“ im großen Saal tles Tiergartenhofs Bericht iilwr den X. Kongreß. I >ic beiden Refcrenliiincn waren Frau Lina W a g n e r Tauber mul Frl. Martha Spiro. Frau Wagner sprach über allgemeine Bilder und Eindrücke dieser imposantesten Kundgebung des modernen Judentums, deren stärkster wohl die in hebräischer Sprache ge• führte Kultiirdehatte war, welcher zu ihrer großen Befriedigung namentlich die Berliner Zioiiistiniicn durch ihre Vorbildung im hebräischen Unterricht, den der hiesige Frauen verein unterhält, folgen konnten. Frl. Spiro berichtete eingehend über die große Ver- Sammlung Zionistischer Frauen, welche einen Zusaimiicnschhiß aller zionistischen und jiidisch-natio• nalen Frauen Verbünde zum Zweck eines eiiiheitlieberen und intensiveren Wirkens für unsre Idee an• strebt. Soweit es sieh um die Verbreitung des national• jüdischen Gedankens in den Ländern der Diaspora handelt, waren ade Gruppen einig mit einander zu arbeiten. Die Arbeit in Palästina jedoeli wollte der ״Verba ud J üd i sc 11 er Frauen für Kulturn r b e f t i 11 I* a I ii s t i 11 a“ wie bisher auch weiter als eigenes Ressort ohne Einmischung der übrigen Vereine fortfüliren.. Das befürwortete in der anschließenden Diskussion Herr Dr. Klee, welcher der J. V. F. V. vorselilug, zur Verbreitung der jüdisch-nationalen Idee mit den hiesigen jüdischen Frauen-Wohltätigkeits• vereinen Fühlung zu nehmen. Herr Klötzel aus Ahlem riet dem Verein diese Fühlung durch Mitarbeit hei dem allgemeinen sozialen Fürsorgewesen, namentlieh hei der Jugendfürsorge, der auch jüdische Kinder teilhaftig werden, zu bekommen — einem Kulturwcrk, hei welchem sich jüdische Frauen bedauerlicherweise gar nicht betätigen. I rl. Sachs entgegnete darauf, daß cs gerade zionistischen Frauen sehr erschwert wiitl, in tler öffentlichen Kindercr/icliung zu wirken. Nach einem glänzenden Schlußwort von Frau Wagner schloß die erste sehr interessante und trotz, des heißen Sonimcrabcnds gut besuchte Versammlung. Chemnitz. Am 2. September hatten wir das Vergniigen, 1 lernt Dr. Felix T 11 e i 111 a b e r - Jena in einer von uns eiuberufeiien Versammlung sprechen zu hören, Herr Dr. Tlicilhaber, der besuchsweise sicli hier aut• hielt, hatte sieh aut 'unsere Bitte bereit erklärt, uns einen Vortrag über sein jüngst erschienenes Buch: ״I )er U n t e r g a 11 g der deutsch e n J u d e n“ zu halten. Nach der kurzen Wiedergabe des liauptsächlichsten Inhaltes des Buches leitete er zum Zio• iiisiiius über, der allein das Jiidcnvolk zu erhalten im- Stande sei. Line lebhafte und interessante Diskussion hielt die leider nur wenig zahlreich erschienene Zu• hörerschaft bis Mitternacht zusammen. Königsberg i. Pr. Das hiesige Lokal-Komitee des Vereins ״Beza fei“ hat am Orte eine Ver* k a u f s - N i e d c r I a g e errichtet, in welcher Gegenstände aus sämtlichen Arbeits-Ateliers der Kunstgewcrbeschule ״Bezalel" auf Lager gehalten werden. Die Niederlage befindet sich in den Ladenräumen der W o 11 und K u r z w a r e 11 - F i r in a Mari e E I i n s s o w , Vordere Vorstadt 23. deren Inhaberin den Vertrieb der Waren giitigst übernommen hat. Gesinnungsgenossen und Freunde werden liier• durch gebeten, den Sympathien, derer sich die Bc/.nlc!• Schule in ständig wachsenderem .Maße erfreut, durch rege K a u f b c t ä 1 ig u ng und Propaganda in Bekanntenkreisen tatkräftig Ausdruck zu leihen, L. Linnfch (Rlikl.L In unserer entlegenen Gemeinde ist es gelungen, den Grundstein zu einem modern* jüdischen Leben in zionistischem Sinne zu legen. Durch schriftliche Einladungen waren sämtliche Gemeinde• glieder zu einer Sabbat-Versammlung vom Gemeinde- Vorsteher, Herrn Mendel, berufen worden und zum weitaus grollten Teil diesem Rufe yetolgt. Einem fast zweistündigen gediegenen und eindrucksvollen Vorträge tles Herr« ca ml. pliil. Frilz. Kaufmann aus!;schweilcr über den ״Existenzkampf des modernen Judentums" lauschte die, zur Hälfte aus Damen be* stehende, Versammlung mit sichtlichem Interesse. Der Appell zur Gründung einer zionistischen Gruppe wurde durch Herrn Lehrer J a f f e in wirkungsvollster Weise unterstützt, der meisterhaft in knapper Form die Grundzöge tles Referats wiedergab. Nach kurzer Diskussion schritt man sogleich zur Gründung einer Gruppe. Die Herren M e n cker und Alexander erklärten sich in dankenswerter Weise zur Uebcrnalmie des Vorsitzes bereit. Es steht bestimmt zu erwarten, daß sich in kurzer Zeit sämtliche Gemcindeglictler der Gruppe nnsehliellen werden. Die junge Gruppe darf sieh glücklich schätzen, sowohl in ihrem Vorstand als auch gcschäftsfuhreiulen Ausschuß Männer ge• fumleii zu haben, die im Linnicher Bezirk die Idee des Zionismus kraftvoll zu propagieren verstelle«. A. M. NUrnberg-Fürth. Die Versammlung der Misrachiortsgruppe Nürnberg-Fürth vom 24. August 1911 faßt nach Anhörung eines Berichtes des Kongreß• delegierten, Herrn Dr. Bamberger, folgende Re* Solutionen: 1. Der Leitung der Misrachi-Föderatioti in Frankfurt a. M. wird von der Versammlung Dank und Vertrauen ausgesprochen. 2. In Sachen der Schmittah• und Sabbathangc* legenheit auf den Gütern des J. N. F. (Brief des Rabbiners Kuck an das Direktorium des N.*F.) er* warten wir taiktenmüßige, öffentliche Klarstellung. 3. In Anbetracht der eifrigen Mitarbeit misrachistischcr Zionisten in allen Zweigen zionistischen Schaffens (N.-F,, Sieilhingsgenossenschnft, üelbamu* spende, Banken, Ortsgruppen usw.) u n d der beson* deren, spcziell-misrachistisehcn Tätigkeit noch außer* dem weisen wir die Mahnung, der Misrachi solle posi* tive Arbeit leisten, mit aller Energie zurück. 4. Wir bedauern aufs tiefste, daß der Kongreß, noch dazu ohne jede Debatte, Resolutionen in der Kulturfragc seine Zustimmung gegeben! hat, deren Tragweite nicht zu übersehen ist, und die für die Geschlossenhcit der Organisation eine ungeheure Gefahr bilden, insbesondere, nachdem der 5. Kongreß in dieser Frage eine Basis für alle Zeiten geschaffen batte, die auch am 10. Kongreß vom Misrachi wieder auf• genommen wurde (S. Protokoll des 5. Kongresses, Seite 3S<). 427, 391 und 4291). 5. Wir erwarten von dem bevorstehenden Misrachi-Delegiertcntage, daß er Mtilel und Wege finden werde, die die Selbachtung und Würde des Misrachi wahren. 6. Der Kongreßfraktion des Misrachi, insbesontlere ihrem Vorsitzende», Herr« Hern mi 11 Struck, wird Inniger Dank ausgesprochen für ihre energische, zielbewußte Arbeit. Stuttgart. Am 4. September fand eine sehr gut besuchte Sitzung der zionistischen Ortsgruppe statt, in der Herr Dr. mal. Prager über den X. Kongreß Bericht erstattete. Zu einer eingehenden Debatte kam es über die Behandlung der K u 11 tir f ra g en auf dem Kongreß sowie die nunmehrige Stellung des Mis• raclii. Es wurde folgende Resolution angc* nonimen. , ״Die zionistische Ortsgruppe Stuttgart erklärt, daß sic in dem Austritt des Misrachi aus der 7.io• nistischcn Organisation eine schwere Gefahr für den Zionismus erblicken würde; sie spricht die Hoffnung aus, daß ein Modus gefunden werde, unter dun t

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