Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVI (1911)
- Issue
- Heft 27 (7.7.1911)
- Date
- 1911-07-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ü \ L3?ח ח ו n ץ7ן n q q p-:n q c1ע LJ Lj LJ UO\ טכ üb J L, Radaktlan jlldliiba Rundidiaa B<rlln*CI1arloltenburg, Blelbtreu.tr. 49. Tal. Ch. 9&81. Sprtdialundrn Dien•!■» und Donnerstag 5—6 Uhr nachmittag». ■ a# — V Will g V_-> G C 3 U odd: n /o L3 Nummer 27 Berlin, den 7. Juli 1911 — 11.1 Iiammus 5671 XVI. Jahrgang Ausweis Sclickch Ortsgruppe dinrlottcnbnr^ 132 Mk., Knitiu'it HK) Mk., Freiburg i. B. .16 Mk., Knttowitz. 207 Mk., Nicolai 30 Mk., Pich 31 Mk., Sohrnu 0.*S. Id Mk., Verbindung im K. 2. V. ״Hasmomica", Ikriiti, •10 Mk., Essen 104 Mk., Bonn 16 Mk., Offen* b.tcii 10 Mk., Köln 10 Mk., Karlsruhe 33 Mk., Lissa וול,ל Mk., Marburg/Oieilen 48 Mk., Wiesbaden 15 Mk., Kiel 20 Mk., Dresden 15 Mk., Düsseldorf 6 Mk., Glciuirz 53 Mk., Sfraßburg i. E. 20 Mk., Hagenau 7 Mk., Ortsgruppe Kadininli, Berlin, •15 Mk., Frank* Hirt a. M. 40 Mk., Hameln 15 Mk,, Regcnsburg (2. Kate) 18 Mk., Tarnowitz 57 Mk., Lublinitz 25 Mk., Kmtigsberg 18 Mk., Haiberstadt 2 Mk., Danzig 10 Mark, Duisburg 60 Mk., Dessau 70 Mk., Nürnberg* Furtlt 40 Mk., Plauen i. V. 8 Mk., Konstanz 5 Mk., Breslau 39,50, Altrich 1 Mk., Hannover 100 Mk., Ktmigshiitte 209 Mk., Metz 1 Mk., Stralkowo 5 Mk., Thora 0 ,Mk., Emden 45 Mk., Frankfurt a. O, 9 Mk., Bremen 40 Mk., Berlin 226 Mk., HerzbClub Berlin 0 Mk., Nationale FrauomVereinigung, Berlin, 202 Mk., Elberfeld 1 Mk., Mühlhausen i. 3 h. 4 Mk., Posen 16 Mk., Cassel 42 Mk. LandcsbcitrUßci Charlottcnbiirg 4 Mk., Berlin!ל Mk., Nicolai 6 Mk., Plell 18 Mk., Sohrau 4 Mk., Nationale Frauen-Verciiiigung, Berlin, 23,50 Mk., fkr/l-Club, Berlin, 10 Mk., Bremen 30 Mk., Emden 2$ Mk., Frankfurt a. O. 8 Mk., Stralkowo 2,50 Mk., Met/ 1 Mk., Hannover 50 Mk., Aurich 2 Mk., Plauen 7 Mk,, Frankfurt a. M. M Alk., Dessau 52 Mk., Djn/ig 13 Mk., Bonn 39 Mk., üleiwitz 26 Mk., Lubli* nil/ 1 Mk., Hameln II Mk., Kegensbitrg 45 Mk., Dresden 21 Mk., Marbtirg/QieBeti 28 ■Mk., Karlsruhe M Mk., Offenbach 20 Mk., Verbindung im K. 2. V., ״Masm11״aca'\ Berlin, 11 Mk., Elberfeld 1 Mk. Organisatlonsfonds! Alex lacobus, Peterawe bei Obcrsit/ko, 10 Mk., Dr. Bernhard Kahn, Berlin, 10 Mk., Ziviling. Heinrich Loewe, Düsseldorf, 10 Mk., Re* feremlar David, Metz, 3 Mk., E. Schragenheim, Hremen, 5 Mk., Ortsgruppe Kattowitz, 3 Rate 1911, BO Mk., Carl Orünbaum, (lleiwitz-Kochanowitz, 2. Kate, 3 Mk., aus Oleiwit,a 1 Mk. Eingang vom 29• Juni bis 5. Juli: Schekel 2358 Mark, Landesbeiträge 557 Mk., Organisationsfonds :192 Mk. Gcsamtctngang: Schekel 7305.50 Mk., Landes*!beitrage 4304,30 Mk., Organisationsfonds 8832,25 Mk. I j Direkt im Zionistischen Zcntralburcau in Köln!Ringen folgende Schekel, die in unseren Ausweisen!nicht mitgerechnet werden können, ein: Aus OroB*!Strdtlitz 26 Mk., Trier 12 Mk., Stuttgart 5 Mk. j j i Berichtigungen. I 1. In Nr. 22 heißt es statt 5 Mk. Organisations* jfonds aus Boguslaw: 1 Mk. Sdtekci und 4 Mk. :Drganisationsfoiids. \ 2. Die im Januar ds. Js. ausgewiesenen 15 Mk. Eiiidesbeiträge aus Cosel waren für Schekel bestimmt. 3 י. Von den in Nr. 23 ausgewiesenen 150 Mk. GmJcsbcitriigcn aus Breslau waren 20,50 Mk, für Jchekel bestimmt. י Die Additionen wurden dementsprechend ge* ändert. * Nachdem nunmehr die Schekelagitation in den ,״eisten Ortsgruppen ihr Ende erreicht hat, bitten vv,r unsere Vertrauensleute, unverzüglich die Ein* *,i'luing der nocli ausstchciuleu Landesbeiträge ״,cii/ultolen. Auch die Werbearbeit für den Organisationsfonds ״Hifi mit erneuter Energie aufgenommen werden. Die Aufgabe, die uns bcvorstcht — im zweiten Semester ‘/11 das letzte Drittel des für unsere Landesorganisa- '׳un benötigten Betrages aufzubringen — dürfte bei G Opferwilligkeit, welche die deutschen Zionisten seither bewiesen, unsere Kräfte kaum übersteigen, ״her — rege Saininelarbcit ist vonnöten und keiner i U11rt sich von der Zahlung der Steuer aussdilielScn. |9 Adresse für Geldsendungen t Zionistisches *entralburcau, Charlottenburg 2, Blcibtrcu•! *traßc 49.! Postscheckkonto 8091, Bankkonto: A. H. Heyj ,bann & Co,, Berlin NW., Unter den Linden 59. ״Der Zionismus oruircbfc für da■ jiidindie Volk dlo SchafTua״ einer u.f ent* lick-rccktllch gciilcbcrioa llelmaiütto in Palästina« Bacelor Programm. Die deutschen Zionisten und der X. Kongreß ״Basel ist es freilich nicht und wird cs nie werden“ — schrieben wir in einem Bericht vom IX. Zionistenkongreß, der im Winter 1009 in Hamburg stnttfand. Das muß wohl nicht nur unsere Empfindung gewesen sein, denn nun wird in wenigen Wochen, seit sechs Jahren zutn erstenmal, wieder in Basel das jüdische Volksparlament sich versammeln. Wenn das nicht nur eine Aeußcrlichkeit ist, wenn cs — und wir sind dessen sicher — eine tiefe innere Bedeutung hat, daß der X. Kongreß, unser Jubiläumskongreß, wieder an die alte Baseler Tra• dition nnknüpft, so dürfen wir das durchaus mit Recht «als ein günstiges Zeichen betrachten. Denn wie heftige Kämpfe auch immer in dem alten Saale des Baseler Stadtkasinos ausgekiimpft wurden, wie erbittert und bisweilen verbitternd auch der Streit war, der dort die Gemüter der Zionisten erhitzte, das Programm und die Tra* dition der Baseler Kongresse haben den Zionismtis dennoch aus einer kleinen Partei zu der jüdischen Volksbewegung werden lassen. Daran kann alle berechtigte und unberechtigte Kritik nichts ändern, die von unseren eigenen An* bangem und von unseren Gegnern an der zio* nistischen Organisation geübt werden mag. Wir waren es nie, die sich dieser Kritik, auch wenn sie über das Ziel hinausschoß, zu verschließen suchten; eben darum aber haben auch gerade wir das Recht, mit Stolz auf das hinzuweisen, was unsere Idee und unsere Bewegung in diesen dreizehn Jahren vermocht hat, seit Hcrzl zum ersten Male Zionisten nach Basel rief. Mit berechtigter Spannung sehen daher Zionisten und weite nichtzionistischc Kreise dem X. Kongreß entgegen. Er soll eine befriedigende Lösung aller der organisatorischen Fragen bringen, die der IX. Kongreß leider nicht zu lösen imstande war, er soll Freund und Feind von berufener Seite einen Kommentar liefern zu den in der ganzen Welt viel beachteten Vor* gängen im türkischen Reiche und den jüngsten Debatten der türkischen Kammer, er wird, wie man nach den vielen Diskussionen der letzten Zeit annehmen muß, sich zu der im Zionismus seit Jahren latenten ״Kulturfragc“ äußern müssen, er wird schließlich auch über die wich* tigen Fragen der Jugend* und Fraucnorganisafionen zu verhandeln haben und, so ganz nebenbei, höchst bedeutungsvolle kolonisntorische und finanzpolitische Erörterungen pflegen müssen, die eigentlich allein einen Kongreß für sielt beanspruchen dürften. Wenn der X. Kongreß auch nur die aller* wichtigsten dieser Fragen einer befriedigenden und für unsere Bewegung gedeihlichen Lösung näher bringt, so wird er in der Tat ein Jubi* läumskongreß sein, ein Markstein in der Geschichte des Zionismus — würdig Basels, getreu dem Baseler Programm und dem Oe* dächtnis des großen Schöpfers. Die deutschen Zionisten, die schon immer dank besonderer, hier nicht näher zu untersuchender Umstände, einen grollen Einfluß auf unseren Kongressen geltend zu machen wußten, einen Einfluß, der durchaus nicht immer im Verhältnis zu ihrer numerischen Stärke auf dem Kottgreß stand, werden aller Voraussicht nach diesmal eine ganz besonders schwere und verantwortungsvolle Aufgabe haben. Umso er* freulicher ist cs daher, daß sie diesmal auch der Zahl nach ganz erheblich stärker als auf früheren Kongressen vertreten sein werden. Immer haben unsere Gesinnungsgenossen in den anderen Ländern uns gern zugestanden, daß wir in Deutschland eine gut durchgebildetc und festgefügte Organisation haben und sogar unsere Feinde mußten zugeben, daß wir cs verstanden, in unseren Anhängern einen Idealismus und eine Opferfreudigkeit zu wecken, die in vorzionistischer Zeit gar zu oft in jüdischen Angelegenheiten vermißt wurden. Aber der Vor* wurf, den uns Freunde und Gegner machten, war immer der, daß wir in Deutschland seit Jahren stehen geblieben oder jedenfalls nur ganz außerordentlich langsam vorwärts gekommen seien. Wir konnten diese Tatsache bedauern, sie aber leider nicht widerlegen. Wir glaubten zwar, stets zu wissen, was der Grund dieser betrü* benden Erscheinung sei, aber unsere schwachen Kräfte schienen es uns nicht zu erlauben, eine Propaganda in der Art und in dem Maße, wie wir es für nötig erachtet hätten, zur Durchführung zu bringen. Auch heute noch sind wir sehr weit davon entfernt, das Nötige und Mögliche getan zu haben. Aber daß wir mit der Agitation, die von der deutschen Landesorganisation in den letzten zwei Jahren zielbesvußt inauguriert wurde, auf dem rechten Wege sind, dafür können wir heute erfreulicher Weise nackte Zahlen an* führen, die selbst dem nüchternsten Realpolitiker Respekt abnütigen müssen*. Die Anzahl der deutschen Schekelzahler, d. h. der organisierten Zionisten über 18 Jahre, ist in den letzten zwei Jahren in Deutschland von 6200 auf 7800 gestiegen. Das ist eine Zunahme um rund 25 Prozent, die der agitatorischen Tätigkeit unserer vielvcrzweigten Organisation und ihrer einheitlichen energischen Arbeit zu danken ist. Die Zahl der deutschen Zionisten ist aber noch weit größer, wenn man bedenkt, daß der Misrachi außerdem noch in Deutschland seine Anhiingcrzahl von 600 (im Jahre 1909) auf 800 vermehrt hat, so daß cs also insgesamt zur Zeit in Deutschland 8600 organisierte Zionisten gibt. Besonders erfreulich ist der Zuwachs z. B. in Rheinland-Westfalen, Oberschlesieti, Posen und Berlin, wo er überall 25—30 Prozent beträgt. Nichts zeigt deutlicher als die Zunahme der Zionisten gerade in diesen Gebieten, was eine rührige und zweckentsprechende, den Verhält* nissen nilgepaßte Propaganda vermag. Dabei muß besonders betont werden — was uns seihst der mißgünstigste Gegner nicht abstreiten kann — daß wir cs in den letzten Jahren noch mehr als früher stets vermieden haben, irgendwie ge* hiissig oder demagogisch in unserer Agitation vorzugehen, daß wir stets nur mit streng sach• liehen Argumenten operiert haben, daß wir abei andererseits auch niemals und niemandem Kon Zession gemacht haben, die uns etwa unser! Werbearbeit hätten erleichtern können. Wi