Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVI (1911)
- Issue
- Heft 23 (9.6.1911)
- Date
- 1911-06-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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I Abonnements ■uf di« wiklirntlicj! «m Freit״ «r• «rhfintnda ,,Jüdl»che Kundichnu" Vo»trn bei otf Eipedition und bei nllrn »,oitiimtern viertrljihrlidi 1.26 M., auBrrhalb DeuUdiland* und Octtcr• rcidt-Ungarni 2,— M.| für Mitglieder iüdi<chcr Vereine im Sammtlbexuir durah den Verein 1,— M, Verlag JUdlacha Rundaeba« E. G. m. b. H. BcrIin<Char)o(tenburg, Blelbtrcuatr• 49. Tel. CI1. 9881. GrachiifUatundrn: 10—12 und 4—7 Uhr, »iitler Snnuabrml und Sniml״. I I I I I I I I I I I I L.__ I n;1 / 1 ... J 1; ן y /" N ־( J -j j 1 r V';! V \ .:x i 1 1 1 ׳, j l ע ..Y Lj N.J 0 n n/ ר־ ע vj r—c*— x ן־"׳ i 1 ץ | u'iWj ( \! j Lj״ 1 ' Y"' , '■ -י ד L...Y Y_ Y Y.״Y l. ׳\r J Li n \J5 c c OilGBOSGC' 5־/ף \m0 Anzeigen kneten fiir dir aerhe^cjialtme Petit- *eit* odr» derrn Hnum 4(t Pf.5 Strlten- Angel«,te und •Geaurhe »owie Verein•• Mitteilungen und »Kleine Anreigen* •n w! nur 30 Pf, an <ä «»> Manuikriptr werden, wenn Porto bei- יי• liegt, »teti lurüikjrtandt• RednktionilchluU Mittwoch vormittag•. Redaktion JUdlaelio Rumlachnu Derlln-Charlottenburg, nieibtreuatr. 49. Tel. Ch. 988t. Spredutumlrn Dien•!•» und Donneratag 5 6 Uhr nadimitlag•. I I I I I 1 I I I 1 I I c77 /ח ח ח ל־־ Ls YJ ü U LL'J fN ü־ Nummer 23 Berlin, den 9. Juni 1911 — 13. Ssivvan 5671 XVI, Jahrgang Ausweis Schekel: Heidelberg $ Mk., Königsberg 5 Mk,, Breslau 83 Mk,, Mülhausen i. F. 2 Mk., Stuttgart 38 Mk., Olognu 12 Mk., Frankfurt a. M. 158 Mk., aus Berlin 5 Mk., Köln 13 Mk., Schlüchtern I Mk., durch Frl. Roscnblütli, Berlin, 16 Mk. Lundesbeiträge: Heidelberg 18 Mk., Breslau 150 Mk., Stuttgart 15 Mk., Ologau 2 Mk., Frankfurt a. M. 321 Mk., Köln 12 Mk״ Schlüchtern 2 Mk,, Berlin: durch Frl. Roseiibliith 13 Mk. OrganlsatlonsfondH: I). Hcimciuliiigcr, Straf!• bürg i. F., 8 Mk., Flise Markus, Cöllieii, ■I Mk,, Simon Schur, l.üt/cn, 5 Mk., Frau U. Fuchs, Oels, 5 Mk., Leopold Krisleller, Frausladl, 5 Mk., Frl. Betty Peisacl», Gingau, 5 Mk., Louis Stern, Trier, 15 Mk., aus Hamburg: Erna Lubarsch, J. Bjelous, Dr. Cliwollcs, Blauer, Dr. Fink je 5 Mk., Salomou Üoldselunidt 2 Mk., Dr. Viktor 50 Mk״ Dr. Huld• schiuer, Frau I liiltlschiuer, Dr. Ilalpern, Rcchtsaiiwalt David je 10 Mk., Dr. Gustav Levvin 5 Mk., Dr. Frust Kalmus 10 Mk., Emil II. Upsladt 5 Mk., Selma Vcilchenfclü 5 Mk., Heinr. Mayer 10 Mk., Leopold Landau 10 Mk., Berl Weißherg 25 Mk,, lief. Jacob Möller 8 Mk־., Dr. Oskar Nathan 5 Mk., Blciwciil 5 Mk., Frau Rosa Cnlman 10 Mk., Leipzig 13,05 Mk. und Hainburg 12 Mk. (s. ״Versehiedeiic Spenden“), Berlin: durch Frl. Roseiibliith: Philipp Urand 5 Mk., Frau Henriette Brand 5 Mk., Irma Brand 5 Mk., Siegfried Wiener-Kattowitz 9 Mk., Hugo Fracnkcl 4 MJ«\ . Eingang vom 1.- 7. Junis Schekel: .311 Mk., Laiulesheitrag: 533 Mk., Organisntiousfonds '315,03 Mk. Gesamteingang: Schekel: 2066 Mk., Lamleslieitrag 3862,75 Mk., Örganisationsfonds: 8210,75 Mk. Adresse für Geldsendungen: Zionistisches Zcntralburcau, Cliarlottcnourg 2, Blcibtreu- •traßc 49. Postscheckkonto 8091, Bankkonto: A. H. Heymann & Co., Berlin NW., Unter den Linden 59. Wir ersuchen alle unsere Freunde, die ihren Jahresbeitrag fiir das lautende Jahr noch nicht eiltrichtet haben, dies nunmehr umgehend nacliziiholcn. Es ist dringend notwendig, daß wir gerade jetzt vor dem Kongreß die für die Agitation notwendigen Mittel zur Verfügung haben. Bisher sind erst wenig über 10000 Mk. an Landesbeiträgen und Organisationsfonds cingegangen, während wir nach dem zum XII. Deiegiertentag veröffentlichten Etat mindestens 18000 Mk. jährlich gebrauchen. Jeder, der seinen Beitrag noch nicht gezahlt hat, hole daher schleunigst das Versäumte nach! An die Ortsgruppen und Vertrauensleute! Gemäß den postalischen Bestimmungen haben wir die Bczichcrlistcn für das neue Qtiartal bis spätestens zum 15. Juni cinzurcichcn. Wir ersuchen daher höfliclist, uns die Liste der Abonnenten für das neue Vierteljahr so• fort aufzugeben. Nur dann bleibt uns ge* nügend Zeit, die rechtzeitige Bestellung zu ver- Anlassen und nur in diesem Falle können wir für die pünktliche und regelmäßige Weiter* lieferung der Zeitung Oarantic übernehmen. Wir ersuchen die vcrehrlichcn ürlsgnippen und Vertrauensmänner des weiteren, uns für dieses Vierteljahr eine genaue Liste sämtlicher Abonnenten einzurcichcn und sich nicht damit zu begnügen, uns nur die cingctrctcncn Aendc* rungen mitzutcilcn. Im Zusammenhang mit der von uns vorgenommenen Reorganisation unseres Verlages liegt uns daran, eine ganz neue Liste <ler Abonnenten hcrzustcücn, die dann später als zuverlässige Grundlage aller weiteren listen dienen kann. ״Der Zloninmus crutrcbt für ein■ jiuUscIic Volk 4110 Schaffung einer öffent- UclfrcchtHclt gesicherten Heimstätte In Palästina•“ Baseler Programm. ....... - ׳״ Ferner bitten wir diejenigen Abonnenten, die ihre Sendungen bei der Post selbst abholen, in der Liste besonders zu bezeichnen. In diesem Fall entfällt näinlicli das von uns zu zahlende Be• stellgekl und entstellt uns eine nicht unbctriielit• liehe Ersparnis. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß wir mir die Abonnements derjenigen Orts• gruppen weiter autgeben können, fiir die der Abonnementsbetrag bis zun» Ende des 2. Quartals vollständig eingegangen ist. Die Ortsgruppen müssen unter allen Umständen darauf achten, daß ihre Konten am Ende des Quar* tals glatt beglichen sind. Wir sind gezwungen, rücksichtslos und ohne Ausnahme alle Bestcl* lungen außer acht zu lassen, wenn die betreffen* den Konten nicht vorher reguliert sind. Verlag ״Jüdische Rundschau“ Der Putschversuch des Herrn Senators Am Sonntag tritt in Berlin der XII. (außerordentliche) Deutsch-Israelitische Gemcii.idctag zusammen. Wir haben mehrfach dargclcgt, was die diesem Genieindetag zur Beratung vorlicgen de ״Statutenänderung“ zu bedeuten hat, nämlich nichts Geringeres, als die Durch- Pressung des vom vorigen Genieindetag mit knapper Majorität zu Falle gebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Verfassung der jüdisehen Religionsgesellschnft, das man als den Ausdruck der Meinung der deutschen Juden der Regierung vorlegen will. Wie wenig die ״liberalen“ Herren vom Ausschuß des Deutsch-Israelitischcn Gemcindebundcs ihrer guten Sache allein vertrauen, beweisen die Mittel und Mittclchcn, die sie anwenden, um die Statutenänderung, die sie brauchen, Gesetz, werden zu lassen. Nach unserer eingehenden Kritik dieses Entwurfs, an der sich auch eine Reihe anderer jüdischer Organe, die uns teilweise sonst recht lern stehen, beteiligt haben, wuß'te der Ausschuß nichts zu tun, als eine lendenlahme Erklärung zu versenden, die den alten falschen Argumenten durch Wiederholung neue Beweiskraft zu geben suchte. Wir konnten als Antwort darauf einen Brief veröffentlichen, den der Ausschuß a n d i e G ro ß g c m c i n d c n gerichtet hat und der besser als alles andere die schwerwiegenden BcscKuldigungen rechtfertigte, die wir erhöben hatten. Der Ausschuß wählte der Tapferkeit sichercrcs Teil und — schwiegt Heute sind wir in der Lage, der jüdischen Öffentlichkeit von einem anderen, noch zwcifclhäfteren Mittel Kenntnis zu geben, das von Leuten, die sich selber mit Aplomp liberal nennen, in Anwendung gebracht wird, um — reden wir ohne Umschweife — Stimmen zu erschleichen. Aus Hannover ging einer Anzahl 11'an* növcrschcn Synagogcngemcinden das folgende Schreiben zu: Provinzial-Verband Hannoverscher Synagogon- Gemeinden. Hannover, den 29. Mai I9U. Liitzowstr. 3, Fcrnspr. 687. An die Herren Synagogcn-Vorstchcr der Provinz Hannover. Sehr geehrter Herr Kollege! Im Aufträge von Vorstandsmitgliedern unseres am (>. März v. J. neugegründeten und am 9. Oktober v. J. bestätigten ״Provinzial-Verband Hannoverscher Synagogen- Gemeinden" und mich Vcistämligimg mit einer giollen Anzahl Gemeiiulevorsleher miscrcr Provinz werden Sie liier« mit von folgendem ergebenst in Kenntnis gesetzt: Fs bestand die Absicht, im April Mai d. J. eine Tagung sämtlicher Synagogenvorsteher der Provinz Hannover hier in Hannover abzuhallen. Teils durch Erkrankung, teils durch längere Abwesenheit des provisorischen Verbandsvorsitzeuden des Herrn Senator Fischer ־ sowie durch Behinderung anderer Vorsteher mußte die Einberufung bedauerlicher Weise unterbleiben. Nunmehr stellt schon am nächstfnlgcn* d cn So n 111 a g, den 11. Juni d. J., d er XII. Üe• in c i n d c t a g bevor, zu dem Sie eine Einladung des I). 1. U. B. erhalten Italien werden. Bei dieser T a g u 1t g 11 a ml e 11 es sich u nt wichtige Interessen der Hannoversehen Gemeinden. In Uchcrcinstimimmg mit anderen Kollegen werden Sic hiermit dringe 11 d gebeten: t. keinerlei Blanko-Vollmacht nach Berlin, Frankfurt a. M. usw. zu senden, weder an die Berliner Rechtsanwälte, noch an sonst einen Dritten, 2. aber auch keinerlei Vollmacht den Herren Rabbinern zu erteilen, da die G c m e i 11 d c ץ o r steiler selbst die Interessen ihrer Gemeinden und ihrer Kollegen wnhrnehmen wollen. Sie werden deshalb auch dringend gebeten, wenn irgend möglich selbst nach Berlin zu fahren, um unsere gemeinschaftlichen Interessen selbst zu vertreten. Sollten Sie aber wider Erwarten die Reise nicht unternehmen können oder wollen, so werden Sic dringend gebeten, d i e a 111 i e g e n d e Voll m a c 11 t nur nt i t Ihrer Unterschrift und de m G e 111 e i n tl e* Stempel zu versehen und unnusgefüilt mittels des beigefügten Freikuverts postwendend nach liier zu senden, da mehrere hannoversche Kollegen, auch aus kleineren Gemeinden, sielt bereit erklärt Italien, auf eigene Kosten nach Berlin zu fahren und, soweit es möglich, die Vollmachten zu übernehmen. Die Vollmacht muß aber spätestens am •1.^ Juni in Berlin sein. Fs ist beabsichtigt, am Sonnabend, den 10. Juni, abends oder am Sonntag, den U, Juni, 9 Uhr vormittags (vor Beginn der Tagung) in Berlin eine Vorbesprechung hannoverscher Synagogcn-Vorstchcr stattfinden zu lassen (Ort mul Stunde werden noch bckanntgcgchcn), um eine gemeinschaftliche S X c 11 u n g n a 11 m e der h a n 11 oversclien Getu c i 11 ü c n zu beraten, u m n i c 111 nur die Interessen der Groß g em ein dc n , so u d cr n auch die unserer kleinen Gemeinden n a c h M ö g I i c 11 k c i t z u w a It r c n. Sollten Sie bereits anderweitig eine Vollmacht erteilt Italien, so geben wir Ihnen — schon aus kollegialen Gründen — anheim, die Vollmacht zu widerrufen und eine neue Vollmacht hierher zu senden. Auf Grund telephonischer Verständigung mit einer größeren Anzahl Gemeinde-Vorsteher wiru ihre Oemcindc hiervon in Kenntnis gesetzt. Mit kollegialem Gruß I. A.: Der Vorsitzende (gcz.) Fischer. Wie sehr müssen die Herren für ihre von ihnen selbst doch sicher für gut gehaltene Sache fürchten, wenn sic sich zu solchen Mitteln entschließen, die man nicht gut qualifizieren kann, ohne sich der Gefahr einer Beleidigungsklage auszusetzen. — Nun — am Sonntag werden wir sehen, ob genügend kleine Gemeinden auf den Leim ge*