Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVI (1911)
- Issue
- Heft 16-17 (28.4.1911)
- Date
- 1911-04-28
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 16/17 Seite 191 JUEDISCHE RUNDSCHAU Stellung verzichten, als sie so ungenügend beschicken sollen,!Ins muß im Hinblick auf die {׳roßen Interessen, die hier in Frage kommen, ohne alle Schonfiirherei gesagt werden. Daß das finanzielle Ergebnis ilurcli die gcsehi.dcrte» Ucbclstandc stark b.eintriich• tigt wurden ist, ergibt sich von selbst. Wenn trotz, der mangelhaften Beschickung die Ausstellung einen eim- ״ermaßen günstigen Eindruck hinterließ, so gebührt Her Dank dafür den aufopfernden Bemühungen einiger Komi eemitglieder und der geschickten Plac.crung der ausgestellten Gegenstände. J. Breslau. Die Frage der Anstellung jüdischer LehrkrUftc an städtischen Volksschulen ist dem ״jüd. Volksbl.“ zufolge in ein neues Stadium getreten. Die R e g i c r u n g hat cs a b g e I c 11 n t, selbständig Entscheidung zu treffen und an den K u Itusininistcr Bericht erstattet. Danach kann von einer Anstellung zum Ostertermin keine Rede mehr sein. Es wird abzuwarten sein, wie sich der Minis '-r entscheidet, ob er die Bestätigung den vier jihiRelien Lehrkräften in vollem Umfange des Antrages erieilt oder in beschränkter Form für den Religionsunterricht. AUS HAMBURG-ALTONA Jüdischer Turnverein Bar-Kochba: Sonnabend, dm 20. April, abends 9 Uhr, iin Logenheim: Vortrag dis Ilerrn Dr. mcd. Besser: Die Juden in der nt o 11 e r n c 11 R a s s e 111 h e 0 r i c. Sonntag, den 30. April, nachm. 4 Uhr: Turnj spiele auf dem Sportplatz, Alstcrdorfer* Straße 300. Montag, den 1. Mai, abends 8—9 Uhr: Schul- 11 yic 111hc 11 cr Kursus: l)r. Kalmus. 0 -10 Uhr: $ a in a r i t e r k u r s u s: Dr. Halberstadt. Kunstverein Bczalcl-Hamburg. Am II. April fand die zweite Verlosung von Erzeugnissen der Kunstgcwcrbcschulc in Jerusalem statt. Es wurden Gegenstände im Gesamtwerte von ca. 800 Mk. unter die Mitglieder verlost. VEREINS-RUNDSCHAU Berlin. In der Jüdisch-nationalen Fraucnvcreinlgung hält am Mittwoch, den 3. Mai, abends 9Ulir, in den Augusta-Viktoria-Sälen, Lulhcrstr. 31/32 (vis a vis dem Eispalast), Frl. H e I c n e H a n n a Cohn einen Vortrag über ״D a s j ü d i s c h c K i n d“. Gäste, Herren und Damen, sind herzlich willkommen. Berlin. Am Mittwoch, den 26. April, spricht Herr Dr. E i s c n s t a d t im Jüdischen J u g c n d b u n d über ״Judentum und S o z i a I i s in 11 s“. Lokal: Burghotel, Burgstr. 20. Anfang: 9 Uhr. Damen und Herren als Gäste willkommen. Charlottcnburg. Die Zionistische Ortsgruppe Charlottenburg veranstaltet ihren ersten Abend nach dem Pcssachfestc am Dienstag, den 2. Mai, abds. 9 Uhr. Herr Rechtsanwalt Samniy Grone m a n n wird über: ״Die Situation des Zionismus“ sprechen. Er wird hierbei auch bereits einen Bericht filier die am 28. d. M. in Köln stattfindende Sitzung des großen Aktionskomitees geben. Dem Vortrag folgt freie Diskussion. Lokal: Gartensaal des ״Theaters des Westens“, Eingang durch den Garten. — Für den Monat Mai sind weitere interessante Referate in Aussicht genommen, die wir in der nächsten Nummer der Jüdischen Rundschau ankündigen werden. Berlin. Einer Anregung von Mitgliedern des Hamburger Bar Kochba folgend, hat der Ausschuß der ״Jüdischen T11 r n e r s c h a f t" beschlossen, vom 4.-6. Juni, den Pfingstfeicrtagen, eine Verbandsturnfahrt nach Thüringen zu veranstalten. Nach den bisher eingegangenen privaten Mitteihm« ßen ist auf recht lebhafte Teilnahme zu rechnen. Man u׳rf den Teilnehmern eine genußreiche Wanderfahrt versprechen, die außerdem auch den Vorzug hat, daß deren den sich aus gemeinsamer Wanderung ergehendm engeren Verkehr der Mitglieder verschiedener Vcrbanusvcreine das Interesse an dem Verband selbst zmiimmt. Die Turnfahrt, deren Leitung in den Handen von Dr. Zirkcr liegt, ist mit' für uic Männcrabtcilungcn und die über 16 Jahre alten Mitglieder der Jugendabteilungen bestimmt. Einer Turn* fahrt der Frauenabteilungen soll eventuell nähergetreten werden, wenn sich hinreichendes Interesse hierfür zeigt. Die Turnfahrt nimmt am Sonntag, den <• Juni, vorm. H Uhr, von Ilmenau ihren. Ausgang. Sie geht über Gabclbacli, Kickclliabn, Guetliehäuschcn, Manebach, Einmastern, Mönchshot nach der Schmücke, "0 übernachtet wird. Am Abend Spaziergang nach dem nahe gelegenen Scbneekopt. Am 5. Juni: Ueber das Stutenliaus auf den Adlersberg nach Suhl. Eisenhalinfahrt nach Auwallcnburg. Marsch durchs Trusen- ,al nach Brotterode, hier Nachtquartier. Am. 0. Juni: Aufstieg zum Inselsberg, Marsch über Winterstem, Ruhla nach der Hohen Sonne, durchs Annatal zur Wartburg, Abstieg nach Eisenach. Abänderungen bleiben Vorbehalten. Abgesehen von den Fahrkosten, wird man pro Tag 1111t 4—6 Mk. für Logis und Verpflegung auskommen. Für Logis, erstes Frühstück und Besichtigung ist an die Verbandskasse ein Beitrag von Mk. 0.— spätestens 8 Tage vor Beginn der Turnfnhrt einzuz,11־11111׳. Die Vcreinr.vorstiinde werden gebeten, möglichst bald die Vcrcinsiiiilglicdcr auf "die I umfahrt hiu/uwciscii mul eventuell minder• begüterten Mitgliedern, die Vcieiusiulcressc haben, Zuschlisse zu dieser Reise zu gewähren. Jedenfalls muß die Anmeldung der Tcihicimicr mit Namen und Adressen schnellstens erfolgen, damit für die Unter• briugmig rechtzeitig gesorgt werden, kann. Berlin. Im Neuen Jüdischen Gemoiudcvercin hielt am Montag, den lü. er., im großen Saale der Viktoriabrauerci Herr Dr. Sehemarja Lewiu einen Vortrag über ״Das Judentum in Amerika“. 111 nahezu zweistündiger meisterhafter Rede entwickelte der Redner die im zeitgenössischen nmerikamselien Judentum lebenden Teiulcii/cii und zeigte namentlich, wie die einseitige religiöse Differenzierung der ortliodosen und reformistischen Juden der Anschauung Platz macht, daß nicht entscheidend die eine oder die andere religiöse Färbung, sondern im letzten Grund׳.■ ausschlaggebend die Stellung zu den Fragen sei: wünschen wir eine Erhaltung des Judentums, oder wünschen wir ein Aufgehcii des Judentums in der Umgebung. Das amerikanische Judentum macht eine Entwicklung nach der Richtung durch, daß die gehieterischeii Anforderungen, die die Massen aut wirtseliaftlicliem und geistigem Gebiet stellen, die führenden Persönlichkeiten zwingen, anstatt einseitiger radikalisieremler Bestrebungen, Anschauungen zu vertreten, die dem Leben und den Bedürfnissen der Masse entsprechen. Es vollzieht sieh cm Amalgieruugspro/.tß zwischen der reformistischen Oberschicht 11ml den großen Massen zu einer Einheit mit der ausgesprochenen Tendenz, solche Bestrebungen zu unterstützen, die der Förderung der hebräischen Sprache, der Erhaltung des Judentums dienen. Der Redner belegte seine Ausführungen mit einer Reihe markanter Beispiele und hielt die große Versammlung, die mit einem reichen Beifall lohnte, bis zum letzten Wort in atemloser Spannung. Der Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt Dr. Klee, verglich die Tendenzen des amerikanischen Lehens, wie sie Herr Dr. l.ewin geschildert hat, mit den Bestrebungen des Neuen jiulisehen Geineindevcreins, der im kleineren Rahmen der Berliner Jüdischen Gemeinde die Tendenzen zur Geltung zu bringen suche, von denen Herr Dr. Lcwin ausgelulirt hat, daß sic heute in! amerikanischen Leben nnfangeit führend zu sein. Berlin. Der Jüdische Turnverein ״Bar Kocliba“ hat zu Beginn dieses Jahres eine Sport-Abtei- 11111 g eröffnet, die sich die Pflege der modernen Sportarten, im Sommer insbesondere der Leichtatldetik, zur Aufgabe stellt. Weitab vom Häuserinccr (ir. ß.Berlins, in dem landschaftlich hervorragen• den Tegeler Forst, hat die Abteilung ihren eigenen Sport- und Spielplatz bei Schulzcndorf (Vororthahn Velten) eingerichtet, in frischer Wuldluft werden hier neben den klassischen Uebungen des Laufens, Springens und Werfens in ihren verscliiedcncn Formen auch Ball- und Bewegungsspiele im weitesten Maße betrieben. Gelegenheit zu Schwimm• und Sonnenbädern findet sich m! nahen I leiligensee an der Havel. In der Woche sind Trainmgsabendc in unmittelbarer Nähe Berlins vorgesellen. — Der allgemeinen Zeitrichtung folgend, wollen wir, daß der Sonntag ganz der Natur gehöre und bieten der jüdischen Jugend eine Stätte, auf der sie in Licht und Sonne die Körper stählen mul den Beweis erbringen kann, daß die Juden nicht nur dann sportliche Erfolge erzielen, wenn sic unter paritätisclier Flagge kämpfen, sondern auch, wenn sic offen als Juden in die Konkurrenz treten. Wer in paritätischen Sportklubs Betätigung sucht, unterstützt indirekt fast immer die Behauptung von der kürperliehen Minderwertigkeit der Juden. Sie zu widerlegen, ist nur in bewußt jüdischen Vereinen möglich, in denen die Kräfte geschult werden, die Achtung und Ansehen unserer Geineinschaft auch in spurtlieber Hinsicht erhöhen sollen. — Verbindungen zuin Sportplatz ah Stettiner Vororthahnhof nach: 1. Schulzcndorf 6,57, 8,11, 9,35, 11,25, 12, 12,35, 1,25, 2,26,13 ,5,33 4,51 ,3,25 ,1־!Uhr. 2. Tegel 8,11, 8,40, 9,2(1, 9,35, 10,38, 11,25, 12, 12,35, ,4,51 ,1,10• ,3,25 ,3,06 .1־2,4 ,2.24 ,1,55 ,1,37 6,25, 6,45 Uhr. 3. Mennsdorf halbstiiiul- S t r n ü c n b a 11 n v e r b i n d u n g: Sämtliche Tegel. Von Tegel bzw. Nermsdorf führen von Tegel aus auch Autoinobilomnihusse der unmittelbar am Bahnhof Schulzen- 7,20, 1/25, 5,33, lieh. Linien »ach Waldwege, zum Platz, darf liegt. Berlin. In einer Versammlung der Zionistischen Vereinigung sprach im großen Saale des Tiergartenhofs Herr Dv. Sehemarja Lcwin über ׳1״ e t e r Sehl c in i h I 11 n d der verlor e n e S c h a 11 e 11“. In überaus geistreicher Weise malte er an Hand des Chnmisso'scltcii Romans ein Bild des Judentums, das seine Geschichte und Tradition verkauft hat. Reicher Beifall lohnte dem Redner, dem wir auch an dieser Stelle bestens danken. Berlin. Sommcrprograniin des JUd. Frauenhundes für Turnen und bp״ rt. Turn Zeiten wie bisher: F r a u e n a b t e i I u 11 g Montag von 8—410/ג Uhr Charlottciischule, Stiglilzer Straße 2־). Dienstag von 6—•AS Uhr Wilmcrsnorf. Pfal/bnrger Straße 23. M ä d c 11 e 11 a b t c i 1 u 11 g: Mittwoch von 1/..6-7 Uhr XIII. Realschule, Schleswigs Ufer 14. (Wir haben außerdem in unser Programm aufgenmimien: I. Jeden Sonntag und Donnerstag nachmittag Spiele im Freien auf dem Sportplatz des Charlottenburger Sp; rlcluhs 111 Eichkainp (nahe Station Eichkamp und Bihnh. Witzleben). Tenisplätze sind auf der neuen Westeisbahn, Kurfürstciidamm, Ecke Dahlmannstr.. für den Verein reserviert. II. Es sind folgende Wanderfahrten gc• plant: I. Sonntag, den 7. Mal: Erkner, Grünbeide, Rüdersdorf. 2. 4. und 3. Juni (Pfingsten): 1. Tag: Fiiisteiiwaldc, Scliarimil/cRcc, Beeskow. 2. Tag: Beeskow, (irunow, Selilaubctal, Frankfurt a. (I. öder. 3. Sonntag, den 9. Juli: Strausberg, Straussee, l’himcntiial, Lcucnhcrg. I. Sonntag, den 30. j 11 li: Waimsce, Sacrow, Kramp.1i:z, Nedlitz, Potsdam. 3. Sonntag, den 3. September: Rauehfangswerder, Wernsdorf, Gosen-Berge, Schmückwilz. Aendertingcn sind Vorbehalten; Famihcnaiisflöge außer den Wanderfahrten weiden noch rechtzeitig bekannt gegeben. III. Ueber das gemeinsame Schwimmen ergehen genauere Mitteilungen int Mai. Gäste sind hei allen Veranstaltungen wil,kommen, Pyritz. Am Sonntag, den 23. April, sprach Herr Ref. ü r e i f e 11 h ag e 11 aus Stettin hier über ״Di e Z 11 k u n 1' t d e r J 11 d e 11“. Auf ,,flehentliches Bitten“ des ersten Vorsitzenden der (iem.indc war Herr Rahn. Dr. Silb erste in aus Stargardt huühcrgcknmmcu, um ״seine liehe Pyritzcr Genuindc‘ vor dem zonistischeu Ansturm zu retten. Er ergriff sofort nach dem Referenten das Wort und erging sieh unter forlwährenden persönlichen Angriffen auf den Referenten und die übrigen drei nach Pyri:z gefahrenen Stct.iuer Uesmnuiigsgenossc», ohne auch nur im geringsten auf die Ausführungen des Referenten eiuzugJicn, in Sclimäbilligen gegen das Wal111gchi!dc des Zi .n.'smus; zum Schlüsse warnte er die Pyritzcr vor dem Zionismus, weil dieser unfehlbar den berüclr.igten Pastor Kro.sell, das antisemitische Schreckgespenst der Gegend, wieder auftaucheii lassen wurde. Als seine persönlichen Angriffe von Herrn Dr. Baer-Stettin zurückgewiesen wurden, verließ er und ein Kreis seiner (iesmimiigsgenossen mit ihm das Lokal. Die Diskussion ging darauf in ruhigen Bahnen weiter. Es meldeten sechs Damen tuiil Herren ihren Beilritt au; Broschüren wur• den reichlich verkauft. Magdeburg. Im vorigen Monat fand die erste von der iieiigcgründeteii Zionistischen Ortsgruppe in Magdeburg ungehaltene Versammlung stall. Herr Kaulor Blitz aus Dessau hielt einen schönen klaren Vortrag über seine Erlebnisse und Sludienergebnisse in Palästina. Posen. Zum Schluß der Saison sprach am 9. April Fierr Dr. M o t z k i 11 ״Ueber die Lage der Juden in Rußland". Der Redner konnte das naturgemäß düstere Bild anschaulich darstellcn, da er persöidieli im I euer gestanden hat in den l agen von Kischincw, Moki'.cw, Kiew usw. Ohne Pathek wirkten die Darstellungen, die der Redner aus seiner geiiatieii Kenntnis des jüdischen Elends mit Zahlen belegte, wie sie in dieser Vollständigkeit liier noch nicht gehört waren, mit großer Wucht aut die stattliehe den Saal gedrängt füllende Zuhörerschar. «־־SPRECHSAAL»5* Uns wird geschrieben: Es dürfte nicht ganz, abseits von dem zionistischen Interesseiikreisc liegen, wenn im nachstehenden Angclegenliciten vorgebraeht werden, die, äußerlich betrachtet, zwar einen religiös polemischen Charakter haben, in Wirklichkeit aber mit der zionistischen Wiedergeburt unseres Volkes sehr eng zusammenhängen. -- Die ursprüngliche und biblische Fest- Setzung der Feiertage war eine äußerst weise, die den religiösen und Lebens-Verhältnissen in der vollkommensten Weise entsprach; ein siebentägiges Pcllaclifest mit je einem Ruhetage am Anfang und Schluß der Feier, ein eintägiges Woclienfest, ein eintägiges Neujaliriest, ein achttägiges Laubhütten• und Sehiullfcst, mit je einem Ruhetage am Anfänge und Ende der Feierwoche. Es hat hier offensichtlich das Bestreben obgewaltct, keine Ueberladung von Ruhetagen cintreten zu lassen mul dies um so mehr, als eine zu große Anhäufung der Rasttage eine Beeiiiträchtigung der allwöchentlichen Sahhatsruhe, die doch einen der Hauptpfeiler unserer Religionssatzmig bildet, notgedrungen in sielt schließt. Es ist tief bedauerlicli, daß diese Festsetzung entgegen dem biblischen Gebote, nichts hinzuziifügen, durchhrocltcn, und daß naiiieitllicb die festlichen Ruhetage verdoppelt worden sind. Wenn schon die Veraniassiing hierzu seinerzeit wenig gewichtiger Natur war, so ist bekanntlich der an und für sich unerhebliche Grund für die Verlängerung und Verdoppelung der Feiertage längst in Wegfall gekommen, während die noch immer gebräuchliche Beobachtung dieser Zusatz-Fcsttage in Verbindung mit denjenigen Ruhetagen, welche die Juden in der Diaspora mit ihren andersgläubigen Mitbürgern unfreiwillig mitzufeiern haben, zu den weitgehendsten religiösen und wirtscliaftiiclien Schädigungen führen, sowie zu einer Ueberliäufung und Uebersättigung, die keineswegs im Einklänge stellt mit den Gefühlen der Freude und Wonne, welche die jüdischen Festtage nach dem Inhalte der Gebote bei den Feiernden auslöscu sollen. Beispielsweise haben sich au die diesmaligen ersten drei Ruhetage des Peßacliiestcs die Christliehen beiden Osterfeiertage unmittelbar angcschlosscn, so daß eine Kette von fünf unmittelbar aufeinander folgenden Ruhetagen entstand, denen in kurzer Zeitfolge die letzten zwei Peliachfeste folgten. Angesichts einer derartigen Unzuträg'ichkcB, di־.• sicli bekanntlich fast regelmäßig wiederholt, wäre es doch wirklich die höchste Zeit, daß wir zu Zion