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Jüdische Rundschau · 1911-02-24 · Heft 8 (24.2.1911) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 8 (24.2.1911)
Date
1911-02-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
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No. 8. JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 93. AUS MAMBURG-ALTOrtfi Donnerstag, den 9. Mürz, abends 8H Uhr. Im I, offen 11 ein», Hartungstraßc, Außerordentliche Generalversammlung der Zionistisch«!» Ortsgruppe Hamburg-Altona. Tnffesordnunff: Beratung des ״ci'tn Siatutcnentwurfs. Werke, das das eiffentlielic Arbeitsfeld der gesamten Jüdischen Jugend sein sollte — Anmeldungen und andere Mitteilungen sind zu richten an das Büro: Htrlin. Alpxandcrstrailc 30. VSR6INS-RUNDSCHAU IU*rli11. Im Jiidisclien Jugcndbuud ’spricht am Mittwoch, dem I. Mürz, Herr Rechtsanwalt Dr. Blau über ..Jüdische Bc vöIkc runrsf rarcn in ח e 111 s c 1» I a n d". Lokal: Burghotel, Burgstr. 20. Ciastc willkommen. Am Sonntag, dem 26. Februar, luclnniltags 4 Uhr prücisc, findet die Ocncral• ve r s a m m I u n g des J. J. B, im ״Wilhclmshof", An* lialfstr. 15, statt. Die Mitglieder werden dringend er• sucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Berlin. Sonntag, den 26. Februar. 3 Uhr nachm., findet die erste Versammlung der vokal-musikalischen Abteilung des Hebräischen dramatiscli-vokal-niuslka■ liseheii Vereins ״Hutlkwah" statt. Alle diejenigen l:an,cm und Herren, die sich an dem Kursus für Chor l־U׳ Orchester beteiligen wollen, ivien. pünktlich l'nigstrallc 20. zu erscheinen. werden höfl. ge- Ort: Burghotcl, 11k. der letzten Qcncralvcr- Ortsgruppe Charlottenvon allwöchentlichen Spczialprobicmc durch Gebiete erweist sich Berlin. Der Hcrzl-Kliih veranstaltet um Montag, dem 27. Februar, einen Vortragsabend im Restaurant •Mtstülter Hof am Neuen Markt. Das Referat hat Herr Davis T riet sch über das Thema ״Zionis׳ in 11 s vor und nach Her z I" übernommen, (lüste, insbesondere junge Kauflcutc, sind willkommen. Berlin. Die ncugcgriindctc zionistische Gruppe .,Kudlinuh“ veranstaltet an» Sonntag, dem 26. Februar, nachmittags 5 Uhr, in Kottenbergs R c 51 a 11!aut (Kaiser Wilhclmstrulie 18 p. 1 Treppe , neben Bahnhof Alcxanderplatz), eine zionistische Volks Versammlung. Thema der Versumm- Imig ist ״Die luden im Golus“. Fine Anzahl Gesinnungsgenossen sind als Redner vorgemerkt. Freie Aussprache. Ileriin. Die vereinigten Berliner Zionistischen Vereine veranstalten am Mittwoch, dem 15. Mürz, in den Ocsniiitriiumcn des Tiergartenhofs eine Purim- Feier mit folgendem Ball, zu der hierdurch eiligeladen wird. Die Feier besteht 'in der Aufführung einer groben aktuellen Revue und künstlerischen Cabaret-Darstclhmgc». Ebenso wird eine Palästina* Ausstellung veranstaltet werden. Näheres wird noch bekannt gegeben werden. Berlin. Die Zionistische Vereinigung veranstaltet am Donnerstag, dem 2. Mürz, abends um 9 Uhr, eine Versammlung, im Tiergartenhof, in der Herr Richard Lichtheim über das Thema: ״Was ist der politische Zionismus?" sprechen wird. Anschließend Diskussion. Berlin. Jüdischer Turnverein ״Bar Koclibii". Am 29. Januar fand die ordentliche Gcncralvcr Sammlung unseres Vereins statt. Die Berichte zeigen denselben Bestand wie in den Vorjahren (460!Mitglieder). Der erste Teil des Wintersemesters brachte rJnc systematische turnerische und organisatorische A r b c i t an der inneren Ausgestaltung des Vereins. Von besonderen Voran Stallungen sind zu nennen: Der Vortu rite rin 11 c n k u r s u s, der S a m a r i t c r k u r s u s und ein 11 c br it i sc 11 c r Sprachkursus: von Festen: Das 10 jährige Stiftungsfest der Le lirli ngs- Ab t e i 1 u ח g. eine M 11 k k a b ii e r f c i c r und ein K i n d c r - C11 a 1111 k k a 11 f c s t. Der scheidende '׳orstaiul. der fast vollständig wlcdergcwilhlt wurde, haue eine Reihe bedeutungsvoller Anträge gestellt Dgr inneren Organisation galten die Anträge auf Vergrößerung des Vorstandes, auf eine Revision der Statuten und auf Aufstellung eines Budgets. Des weiteren wird im kommen• den Halbiahr ein früherer Beschluß auf Gründung einer Vorturnerfnnense 11 alt durcligcfiilirt werden. Dem äußeren Aushau des Vereins galten zwei Resolutionen, die eine Zusammenarbeit mit den anderen Jüdischen Turnvereinen in Groll-Berlin bc* fürworten und eine cinhcitliclic Organ 1• sation der jüdischen Turnbcwcgimg in Berlin erstreben. Ferner wurden die 0 r ii n d u 11 g einer neuen Jugcndabtciiu 11 g im Hansavicricl. zu• nächst für einen Abond (Mittwoch) In der Woche, und die Gründung einer $portabtc ilun g he• schlossen. Letztere soll durch die voraussichtliche Pacht eines geeigneten Spielplatzes in Eichkamp (2 Minuten vom Bahnhof) ermöglicht werden. Möge der Bar Kochba, der nach wie vor der führende Verein in den Bestrebungen der .körperlichen Re* naissäpc£ des jüdischen Volkes ist. durch diese Neu* gründüpecn. weiter״ wachsen, blühen und gedeihen. Von ,unjbr^n Jugendlichen, Gesinnungsgenossen aber verlangen jvir. daß, ,sie durch scibstätigc Mitarbeit und eifrige Propaganda mitschaffen an unserem CliarloKcnhtirg. Die uuf Sammlung der Zionistischen Imrg beschlossene Abhaltung Vurtrügen (Hier zionistische Fachleute der betreffenden Immer mehr als eine sehr empfehlenswerte Methode der Innenarbeit. Wir veranstalteten seit Januar bcrelts sieben Diskussiunsabendc, die sich fast sämtlich mit zionistischen!,roblenicn beschäftigten und siel» eines stetig wachsenden Besuches erfreuten. Aulierst interessant gestaltete sich der letzte Sonnabend, an dem Herr Dr. Hans Qide0n Hcvinann über ״D i c Aufgaben der zionistischen Banken In Palästina" sprach. Er führte aus, wie der' Mangel an Kapital im Lande und die Schwierigkeilen wirtschaftlicher und rechtlicher Natur bei der Durchführung größerer Geschäfte außergewöhnliche Vorsicht und Bereitstellung erheblicher Reserven notwendig machen. Die Lösung der wichtigen Frage des Agrarkredits werde durch das Fehlen eines Hvpotheken-Kreditwesens in Palästina sehr erschwert. Einen notdürftigen Ersatz bilde — neben anderen Pfandobjekten - die Verpfändung der Bcsitztitcl. Der Agrarkredit solle so organsiert werden wie bei der Erschließung Ägyptens vor ca. 30 Jahren. Dort wurden Land Development Companies gegründet. Diese wurden finanziell durch eigene Hypothekenbanken gestützt, welche durcl» Ausgabe von Obligationen das notwendige Kapital erhielten. Solche Arbeit der Banken in größerem Stile ließe sich Jedoch in Palästina wohl erst nach der recht bald zu erhoffenden Durchfilhrung einer allgemeinen Reform der türkischen Agrargesetzgebung ermöglichen. — In der Diskussion sprach ais Erster Herr Davis Tr letsch. Er betonte die gute Wirkung der Bank gegenüber den früheren unhaltbaren Zustünden, tadelt aber ihr Zuriickbleiben hinter den Möglichkeiten, die Land und Lage ihr bieten. Vor allem sei das langsame Tempo zu ändern. Hier läge die Schuld nicht so sehr an der Bank als solche, sondern an den übergeordneten In stanzen, die noch immer nicht genug ^Vertrauen zur Palästina-Arbeit haben, obwohl diese seit dem VII. Kongreß unser Programm sei. Redner beiniin gelt auch die schon angesichts der Dlvidcndenver liältnissc höchst merkwürdige Langsamkeit, bei der längst als. notwendig erkannten Verlegung des finanziellen•' Schwergewichts aus dem. für uns so unrentablen London nach dem schon jetzt viel ren tabclcrcn Palästina. - Herr Julius Berger forderte größeres Interesse für unsere Banken und, wenn möglich, eine energisch durchziilührcnde Aktion des bevorstehenden Kongresses im Sinne der Reso־ lution des IX. Kongresses, wonach die verfügbaren Gelder des Jcwisli Colonial Trust in beschleunigtem Tempo mich Palästina (iberführt werden sollen. Er gab ferner seiner Genugtuung Ausdruck über die ver änderte Stellungnahme des Aufsichtsratsmitglicdes Dr. Friedemann, wie sic aus seinem letzten Artikel in der ״Welt" zu ersehen sei. — Herr Dr. Friede m a n n besprach in seiner nusführlichcn Antwort die Gründung des J.C.T. und Woiffsohtis großes Ver dienst die Anregung zur Schaffung einer jüdischen Bank gegeben zu haben. Er. Friedemann, habe mit seiner jetzigen Stellungnahme in dem Artikel der .Welt" keinen Frontwechsel vollzogen, denn schon zur Zeit des zweiten Kongresses sei er für praktische Arbeit in Palästina eingetreten. Man müsse jetzt das Kapital des J.C.T. nicht in Palästina anlegcn, solle es aber für großzügige wirtschaftlicholitisclic Aktionen bereitiiaiten. — Ihn» wurde erwidert (von Herrn Trictsch). (laß die von Friedemann mehrfach betonte Forderung der ״Großzügigkeit" In der Pa lüstina• Arbeit unter Umständen dasselbe Bedeuten könne, wie die frühere Gegnerschaft, Die ״Charter" und die berühmte ״Do ut des" Politik wollten auch großzügige Palästina-Arbeit, machten sie aber von unmöglichen Voraussetzungen abhängig. Die söge nannten ״Praktischen", die In der Arbeit in Palästina die beste und fast die einzige Politik sehen, verlangen demgegenüber ein rascheres Tempo und I e d c r z, c. 11 das Maximum des Erreich baren. — Die Diskussion, die wegen der vorge rückten Stunde niciit ganz zu Ende geführt wurde, \v'.».d bei geeigneter Gelegenheit bald toctgctührt werden. CliarloBcnburg, Der dieswöchige Diskussions• abend der Zionistischen Ortsgruppe Charlotlcnhurg findet am Sonnabend, dem 25. Februar, Im Vereins* lokale Cafö Kutschcra (Secession, KurfUrstendamm 208), abends 87• Uhr, statt. Es spricht Herr Dr. Felix Teilhaber aus München ühcr das Thema: ״Die sexuelle Frage bei den deutschen Juden". Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Die Vercinsbibliothck steht den Gästen bereits von VA Uhr an. im Vcrcinslokal zur Verfügung. — An den beiden folgenden Sonnabenden am 4. und 11. März finden Bespreßungen über die soeben erschienene Broschüre des Herrn N. Sokolow: ״Wo stehen wir jetzt und warum sind wir nicht weiter gekommen“, statt Als Referent des erstdn Abends spricht ־. Herr Dr. L 0 e w e n 11 e J m. Im Interesse einer sachlichen Diskussion wird dringend gebeten, tdic Broschüre vorher zu lesen, die auch in der Ortsgruppe zu ha'bcn ist. Dresden. Nach längerer Pause kam hier am 12. Februar der Zionistischen Ortsgruppe eine Mitg I i c d C r v c r s a in 11» l u n g zustande, in der wir Herrn cand. Rose nba uni •Berlin als Referenten bcgriiütcn. Als Thema hatte er siel» ״D i c je t z ige Lage des Zionismus" gestellt und cs ist ganz besonders anzuerkennen, daß cs ihm gelang, im Rahmen eines kurzgefaßten Vortrages einen so klaren und vollständig!! Überblick über alle z. Zt. maßgeben* den Momente ln in unserer Bewegung zu bieten. Die vollste Befriedigung der anwesenden Mitglieder und Gäste wurde auch in der darauffolgenden Aussprache zum Ausdruck gebracht. — Herrn Rosenbaum gebllhrt noch der Dank dafür, unsere Vcrcinstätigkcit belebt zu haben. Ein weiterer Erfolg des Abends war der Erwerb von sechs neuen Mitgliedern. Zu Ehren des Redners wurde ein Olbaunt gespendet. Duisburg. In einem der von der Zionistischen Vereinigung eingerichteten Diskussionsabende wurde am 14. d. Mts. das Thema ״Alliance, J.C.A. Hllfsvcrcin und Zionismus" bchandclt. Der Abend verlief sehr anregend und für die Ortsgruppe erfolgreich. Cölu-Kalk. Am 14. Februar sprach im ״Verein Guter Werke" Herr cand. iur. Alfred Platz-Bonn über das Thema: ״Assimilation und G l c i eh ־ b c re eh t i g u n g". In l’/istiindigcr Rede führte er , vor zahlreichem Publikum aus. welchen Weg das Judentum seit 1750 gegangen ist und wohin uns dieser Weg unbedingt führen muß. Nachdem der Redner die vergeblichen Bemühungen, das Judentum zu bcleben, geschildert hatte, brachte er eine eingehende Würdigung das Zionismus, der allein uns bezw. der Judenheit Lebensinhalt geben könne. Die mit ehrlieber Wärme gehaltene Rede erntete ihren gebührenden Beifall. Nach einer kurzen Diskussion, an der sich die Herren Wiener, Simon jun.. Reinhar dt und Po Hak beteiligten, ergriff der Hauptreduer das Schlußwort, in dem er die landläufigen Einwiirfc gegen den Zionismus energisch zurückwics und die Anwesenden aufforderte sich mit dem Zionisnms. da er mm einmal da sei. zu befassen, dann würden sie sich sclton damit befreunden. München. Am 20. Februar hatte die hiesige zionistische Ortsgruppe das Vergnügen einen alten Freund wieder einmal in ihrer Mitte zu sehen. Herr Dr. Ha ns Gideon Hcyniann aus Berlin besprach in einer sehr gut besuchten Versammlung ״Gegenwartsfragen »111 Zi0n ismus", wobei er die jetzige Lage des Zionismus und alle damit zusammenhängenden Fragen in den Kreis seiner Betrachtungen zog Ganz besonders eingehend berührte er die Frage der Finanzen, hierbei einen warmen Anpcll an die Anwesenden zu Gunsten des Organisationsfonds richtend. Lebhafter Beifall lohnte den Redner für seine Ausführungen: leider mußte er wegen Abreise die Versammlung alsbald verlassen, doch setzte sich mich iu seiner Abwesenheit eine lebhafte Diskussion fort, in welcher hauptsächlich aucli die lokale Agitation besprochen wurde. Es wäre zu wünschen, daß die demnächst stattfindende Generalversammlung ersnricßlichc diesbezügliche Vorschläge zeitigen möge. Eine Sammlung für eine Olbaumspendc auf den Namen des Referenten bildete, wie gewöhnlich, den Schluß des Abends. F. Konstanz. Etwas gewagt mochte cs erscheinen, als der Vorstand unserer hiesigen zionistischen Ortsgruppe zu einem 111 u s i k a I i s c h - d c k l a nt a 10 rischen Abend ins Hotel Halm cinlud. Umsomehr darf von der erfreulichen Tatsache berichtet werden, daß in Anbetracht dessen, daß liier die Ortsgruppe schwer um ihre Existenz zu kämpfen hat, der große Saal die große Schar der Teilnehmer kaum fassen mochte. Leider war es nicht das Interesse für unser Sache, das uns so viele Gäste brachte, sondern dem glücklichen Zufälle ist cs zu verdanken, daß cs unserem Vorstande gelang, viele hiesige, bcdeutende Kräfte, aucli Niclifzionisten.. für diesen Abend zu gewinnen. Von auswärtigen Mitwirkenden darf hier speziell Frau Dr. Pinkus aus Zürich genannt werden in der wir eine vollendete Künstlerin kennen lernten. Eine mitvcrlumdcnc llc/.alel-Ausstciluiig konnte einen schönen Erfolg verzeichnen. Ebenso erfreuten sich die Lose für die Tombola eines regen Zuspruchs. Hoffentlich hat dieser Anfall seine Wirkling nicht verfehlt, so daß sicli die hiesige Ortsgruppe mehr Sympathie von Selten der hiesigen Gemeinde erfreuen darf. R. Bouthen O.-S. Am Sonnabend, den 25. Februar, abends blA Uhr, hält Herr Dr. Felix Roscnblüth- Berlin im Hotel Lomnitz einen Vortrag über ״Die Entwicklung des politischen Zionism 11 s". Die obcrschlcsischcn Gesinnungsgenossen werden mit Bitte uin zahlreiches Erscheinen dazu eingeladen. Prag, Die Cha rgen wähle n der jüdischnat. akad.-tcchn. Verbindung ״Barfssla‘* Im K. P. J. V. für das Kommcrscnicstcr 1911 ergaben folgendes Resultat: ehern. Max Kopetzky X, tned. Berte Neu* bauer XX pX, techn. Friedrich Flussex XXX.

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