Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 52 (30.12.1910)
- Date
- 1910-12-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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־־־r ו 1 1 1 1 1 ו a 1 I 1 I Abonnumonti »״I 41« wflchenlllcl im frei. 1»t embelaeade ״JQdltcbe Rundschiu" ko*(ea bei der CipedliloN und bei allen Poti« *״lern vlcrnlllhrllcb 1.25 M, ■ imerhalb DdiUchltad» and Oc.ierrtich-Uaiarn» 2.— M; iBr Mitglieder JUdlicher Ver- «lae Ire Sammclbeiui durch de■ Verela 1.— M. Verlag Jldlicl• Raadscba■ K. 0. m. b. M. ■erlla SW. (8. Zlaaantr. TI. QeKbliusUade■: 1 bis 7 Uhr aatter Sonaabead «ad Soaatai. 1 &M, T, Vtl I I I I I I I I I I I I Anzetfion kosten IBr die IO«ffe»pa!U»• Petittelle oder deren Raata 25 Plg.i Siellen-Anyebote oad Qeiocbe sowie Verelnsmit• lellamen «. ..Klelae Anxelgea nur 15 Pit. oooooo 0■ Manuskript« werden. wen« Porto belliett. stets *arBck• gesandt. - Redaktlonsscbluti Mittwoch vormittags. Redaktion Jüdische Randacbaa Herlin-Charloitenburg. Blclbtreastr. 4». Tel. Cb. »681. Sprechstunden Diensug und Doaacratag 5-« oscbmJtUtt. I I I I I I I I I I I I J i I t Nummer 52 Berlin, den 30. Dezember 1910 — 29. Kislew 5671! XV. Jahrgang I Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlict1*rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. Baseler Programm «r? Qis %ייי4£ .ÜUPOSSCJZUIUUII!: nitten wir unsere Freunde, uns ihren Beistand auch bei der Werbearbeit für den beginnenden XVI. Jahrgang der ״Jüdischen Rundschau“ zu leihen. Die Ereignisse in der jüdischen Welt lassen es wahrlich heute mehr denn je wünschenswsrt erscheinen, dass ein jeder deutscher Jude durch ein ernstes politisches Blatt über alle Vorgänge, die ihn als Juden angehen, unterrichtet werde. Unser jahrelanger Kampf gegen jüdische Jndoienz und gegen jene radikal unjüdischc Richtung, die sich mit dem Namen Liberalismus" zu decken beliebt, scheint gerade jetzt so weit gediehen, das man auf jener Seite erkannt hat, dass die Bewegung, welche nan vor dreizehn Jahren mit einem hohlen Protest zu ersticken glaubte, durch die lange geübte Taktik des ״Totschweigens" nicht mehr zu nekämpfen sei. Unsere Gegner rufen allerorten zum Kampf, und die ״Jüdische Rundschau“ wird es sein, die in der vordersten Reihe für das Judentum, seine Vergangenheit und Zukunft cintreten wird. Aber über diesem Kampf für die jüdische Jdec innerhalb der jüdischen Gemeinschaft, wird der Kampf gegen unsere l'cinde von aussen und fürdie jüdisch cn Rechte in D e u t s ch I a n H auch fernerhin keinen Augenblick vernachlässigt werden. Gerade unser jüdisches Programm, das weit hinaus reicht über die Grenzen unseres deutschen Vaterlandes, macht uns in diesen Fragen zum berufenen Vertreter des jüdischen Volkswillcn. Mögen auch jene, für welche die jüdische Frage nichts weiter als eine Reserveoffiziersfrage ist, unser Wollen missdeuten, so viel ihnen beliebt. Wenn die ״Jüdische Rundschau1‘ so als einzige publizistische Vertretung des bewusst politischen Judentums in Deutschland ihre besonderen Aufgaben hat, so wird sie sich doch mit einer jeden ihrer Nummern in den jDienst des alljüdischcn Gedankens stellen und den engen Zusammenhang des Gesamtjudentums wiederspiegeln. Unsere Korrespondenten und gelegentlichen Mitarbeitern in allen jüdischen Zentren, insbesondere in Palästina, der altncucn Judenheimat, werden durch pünktlichste Berichterstattung die Aktualität unseres Blattes gewährleisten, soweit eine solche bei einer Wochenschrift denkbar ist, und das vielseitige jüdische Vercinslebcn wird sich in unseren Spalten mit besonderer Deutlichkeit spiegeln. Die junge hebräische Kulturbewegung, die nun endlich auch in Deutschland festen Fuss zu fassen scheint, wird bei uns verständnisvolle Pflege und Förderung finden. ln allererster Linie aber wird die ״Jüdische Rundschau" ihrem vornehmsten Berufe dienen, der Vertretung der Zionistischen Bewegung, deren Parteiorgan für Deutschland sie all' die Jahre hindurch gewesen ist. Sie wird sich werbend in den Dienst ihrer Institutionen stellen und für die Diskussion aller Parteifragen die geeignete Plattform bilden. Denn nur eine eingehende Diskussion kann uns in den wichtigen organisatorischen Fragen, die uns in Basel beschäftigen sollen, jene Klärung bringen, die allein einen würdigen und fruchtbaren Verlauf des Jubiläumskongresses gewährleistet. Insbesondere ist es die Frage der Finanzreform, die weder in der Jahreskonferenz, noch in der Sitzung des grossen A. C. eine wirklich durchgreifende Lösung gefunden hat. Ob sie der X. Kongress bringen wird, oder ob sie einer späteren Zeit Vorbehalten bleiben wird, lässt sich heute nicht mit Bestimmtheit sagen. — W '1 r werden sie nach bestem Wissen zu besddeurdgen suchen, indem wir immer wieder auf jenen Vorschlag des E. A. C. verweisen, der nach unserer festen Ucberzeugung allein die Gesundung bringen kann! Die Besteuerung unserer sämtlichen Institute, die nur durch die Bewegung leben und nur durch ihre finanzielle Schlagkraft gefördert werden können. All’ das und noch einiges mehr wird die ״Jüdische Rundschau" ihrem Leserkreise zu vermitteln suchen. Sie wird umso ehfcr ihrer hohen Aufgabe gerecht werden, je enger das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Leserkreise sich gestaltet. Nicht nur im technischen und geschäftlichen Teil unseres Unternehmens sind wir auf die freiwillige Hilfe eines weiten gesinnungsgenössischen Kreises angewiesen, sondern auch unsere Redaktion kann aus einem ständigen Verkehr mit ihrem Leserkreis wertvolle Anregung und dankenswerte Hilfe ziehen. Insbesondere ist uns der Hinweis auf Artikel und Notizen jüdischen Interesses aus der Tagesliteratur, die uns naturgemäss nicht in ihrer Gesamtheit zugänglich sein kann, sehr erwünscht. Auch in unseren Gemeindenachrichten werden wir häufig auf gelegentliche Mitarbeit angewiesen sein. So ist vielen der Weg gewiesen mit uns und durch uns ein Kleines zu wirken zum grossen Ziele: »"Der Sch aff u n g eine r äff ent 1 Ic h rech tli ch gesicherten Heimstätte für das jüdisehe Volk in Palästina. ״ RedaKtion und Verlag der ״Jüdischen Rundschau”