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Jüdische Rundschau · 1910-10-21 · Heft 42 (21.10.1910) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XV (1910)
Issue
Heft 42 (21.10.1910)
Date
1910-10-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 44ל־. JÜDISCH!: RUN!)SCHAU ״ Vortrags-Konto.100,— >K ״ Jüdische Lesehalle.109, ~ >K ״ KongreH-Konto.150,20 >11 ״ Inventar * Ko« 10: lü Absclircibums auf 131) Ji —. 13, - >H Per Ortsgrnppciibeitrügc-Küiuo ״ Waren-Konto .... Spenden-Kouto Ausflugs-Konto. .Jüdische Mystik“.. Kapital-Konto: Uebertrug des Verlustes 1890.JI >11 Credit: . l-ttKS.tlü •// ״•113,15 . . (»3,*15 >H . -15,39 >H , lu.35 >H 195.9*1 >U 1890,3*1 >H liiLm/ per 20. September 191ft Aktiva. An Kassa •Konto. 3,511 •״ ,. M.ink-Konto . .22.«'י >H ״ Postscheck-Konto.123J9 •״ ״ Klick tcn-Kuiito.18U.50 ״ Debitoren-Konto: ansstehende licitratec angenommen mit.•10.— Jt .. Waren-Konto.125.— >H .. Wilhelm Grob. Jatfa.IO, - *״ .. Inventar - Konto: Buchwert 10*1.70 >tl Abschreibungen 15,-■ >U 1*19,70.״ ,. ()Ibaimi-KoHtu. b, - >11 .. Stipendien-Konto .17,*10 Jl .. Spesen Konto: vorhandene Formulare angenommen not.10״• ״ Passiva. Per K ״l’it.ilKoiito Schckcl-Konto 701,81 >H 531.10 >11 Lmulesboitrag• Konto . . . Misruchi-Sclickel-Kunto . . M1sr.a־hi-P״derati<ms>K0nto M1sracl1i*tjru;>pe*K0iHo . . Zionistische Vereinigung Mikro-Iliulngiselies Institut Nationalfonds-Konto . . . 10. 20. 3. tl. 70. 13. 7. ,11 .11 ,11 .11 >ii Ji JI ״. 15),211 701.M .11 Die Ka&soaverwaltmig der Zlmilsiiseheit Ortsgruppe Hamburg Altona, ge/.: Leopold Laitdati. ti.piiiit ii'iil mit den Ducliein imd Belege•» in l'heieuistMuiiuiig gefunden: II a in h 0 1 g. den 23. Sepumiber 1910 gez,: Rechtsanwalt I)r. I»ru110 Tannenwald, ec/.: Heinrich ,Mayer, Revisoren.!»ic Kassenverwaltitnj: lief! im Mürz d. Js. Konten bei der Dresdner Hank in Hamburg tmd dem Dost* scheckamt 1 lamlmrg eröffne». Von dieser NcnJn• rielitmig wurde den Mitgliedern durch Zirkular Kenntnis gegeben. Die Kassciivei Wallung wurde durch die Komeiici'öhmiiig in 1110 Laue versetzt, mit dem alten, mit vielen Itnzsib'.igliehkciteii verbunden gewesenen Inkassusystein endgültig zu brechen. Der er׳׳.«ic Teil der Mitglieder durfte in Zukunft aut Am' fordcruiig von selbst die Beiträge auf eine der beiden hc־(|neiticn Zählweisen kostenlos entrichten, während die ausstehenden Betrage durch Zahlkai leii-NacSinähme cingezogen werden. Nach der obigen Statistik der N.-1'..Speiidcn scheinen die geschaffenen Z.diliuigsl/ctiiieinlichkeiten ihren erheblichen Anteil an dem enormen Aufschwung der finanziellen Leistungen Hamburg-Altonas Im verflossenen Jahre zu haben. Auch für ferne 1 hin erkl.rt sich die Kasseuverwaltuug gern bereit, die Spcudeiinberwcisuiig für die z.ionistisehen Institutionell zu vermitteln und wünscht kUh.dt zum Ankauf von Aktien unserer Institute und Hanken mehr als bisher in Anspruch genommen zu werden. Personalien: Wir beklagen den Verlust unseres langjährigen Schatzmeisters Sa ml. Cohen, der in seinem 01 Lebensjahre, mitten in seiner Tätigkeil als Schatzmeister des IX. Kongresses, vom Tode ereilt wurde. Am l'.töffmingstagc des Kongresses wurde er zu Grabe getragen. Der Vorstand, zahl* reiche Prcundc und Kongrelldelegiertc gaben dem Toten das letzte Geleit. Die Ortsgruppe ehrte den verdienten Mitarbeiter durch Hintragung in das Goldene ISueli. An Stelle des Verstorbenen wurde Herr Leopald Landau als Schatzmeister kooptiert. Ferner trug die Ortsgruppe den verdienten Ham* burger Plnlozionisten, Herrn Konsul Paul Fd. N öltlng ins Goldene Buch. ein. Dankbar sei hervorzuheben, daß 2 christliche Ottnnerinncn der zionistischen ilewegmig wiederum der Ortsgruppe eine namhafte Spende überwiesen haben zur Pflanzung, von. Olbttwncn als Erinnerung an die verstorbene Palästina-Freundin Frau Pastor F r o m in in Teterow. .Ankitilicli der Verlobung des 1. Vorsitzenden wurde beschlossen, ein Emst Kalnius-Oibaumgarten zu pflanzen, der bereits nahezu KH1 Olbüumc umfallt. Mit Sclthill des Geschäftsjahres verlaut uns unsere vorneiihehe Mitarbeiterin ITi. Hedwig L ü U k e , die nach ihrer Vermählung ihrem Gauen nach Palästina folgt. Unsere herzlichsten Wünsche begleiten sie! Herr Martin Sulinger besorgte, wie in den Vorjahren, als freiwilliger Sekretär in dankenswerter Weise die umfangreichen Burcauarbeiteii. Der Verstund. Dr. Kalmus, L. l'slcrinuiiii. R.-A. David, 1. Vorsitzender. 2. Vorsitzender. 1. Schriftführer. Dr. Iluldscliliier, Saud. Cohen, 2. Schriftführer. Schatzmeister. Dr. CI1 wolle». Dr. Ilalperu. Frau Ifuldscfiluer. Dr. Victor. Herrlichkeit erfüllet alle Well. Er ist unser <1״(״ kein anderer, er ist in Wahrheit der Welten!,!,n!^ keiner anher ihm. So ward es vor Jahrtausende״’ unseren Vater von Mose, unserem grollen Lehrer, verkündigt: ״Erkenne heute und nimm es D!r ,J Herz.cn, dall Gott allein waltet im Himmel!.!״ ״ ,m1J auf Erden unten." Und so harren wir auf die Erfüllung! )eiii.r göttlichen Vcrhcil'.img. d.tli einst Deine M..״nj Herrlichkeit aller Welt offenbar werde und . uu׳ '3 ahn, *h auf. . b la.il n bc- •;‘m.er :• je Je Es wird weiter reformiert! Die J iaukitirier Gemeinde will in ihrer neuen Westcnd*S>nagoge auch gleich ein neues ״Westend''־ Gebetbuch emfiilireu. Um hat man das lluelileiu uoeli nicht ins Haus geschickt. Herr Geiger aber erzählt seinen siebenmidvierzig die deutsche ludeiilieit repräsentierenden Abonnenten in dem grünen Blättchen soviel davon, dal! wohl seihst manchen gut l.iheralcn nicht nur grim. .sondern auch blau von den Augen werden durfte. Der reformfreudige '.ielieimrat schwärmt von der von Iv'.ibbuior Dr. C. Seel ig mann ״bearbeiteien" Neuerscheinung folgcmlermalkn. (Die Sperrungui im Druck stammen von imsD: ״Am Freitag abend wird hebräisch nur Le ein» da 11 di, das S c 11 ’ m a . das Bekenntnis Wehoju hadvoriin. \V e s e 11 o 111 r 11. das Kiddiiseh und d. - Kaddiscli der l.eidtragenden hebräisch gesagt, a 11 v s a 11 d e r e d e 111 s c 11. Der Gottesdienst fi.r das Neujahrsfest miif.illl 1111 ganzen mich nicht ob Seiten kleinen F<1rmats. Er beg'iiin (ii.r tleu MorgenguttesilieiisD mit einem Clmrgis.uig. Daran schlivlit sieh IN.,Im 90 in d e 111 - scher Uebcitragiiiig. Hebräisch ist in dem Morgengottcsdkiist Gwimi malkeim. Bei der 'j'lioravorlesimg sind die liePr.uselieii Soruelie des Aufgei ufeuen hcihclialtcn. m c r k w 11 r d i g e 1 w eise a 11 c b d 1 e Phrase mikol ho am im. Beim Ausmul Einliehen sind die üblichen hebräischen Gesänge gewahrt. Das Scliofarblascu mit einem einleitenden deutschen (khet und das Kaddiscli seitlichen das Morgeiigehct. Das Ifauptgebet *dies die Hc/.cicltmtng im־ Mtissaf) verzichtet mit das stille Sprechen des Achtzehn•(lebets. die Keduscliak ist halb deiitscli. halb lichnseli; dann folgen anssehlieltlich deutsche Gebete, die als; Malchujos, Siclironos, Scltofures imt entspre׳eilenden d e 111 s e h e tt U m s e h r c i h u n g e n bezeichnet sind. Von UV,eh bis zum Schltil! des Achtzehn-Gebets folgt mir der hebräische Text (dieser natürlich w 1e alle anderen Stücke mit nebenstehender deutscher l Tcrsct/.tmg). Das Kaddiscli der Leidtragenden, ein kurzes deutsches Gebet und ein Chor* gesamt machen den Sehhill. Besser als dmcli diese Worte wird durclt einzclne Dmhen die Bedeutung des neuen Gebetbuches klar gemacht. Die Lieder sind einfach uiul schlicht, z. B. folgendes nach dem letzten Schofarblascii. Ilallclui.di' Die Wahrheit siegt, der Nebel sinkt, l'er Menschheit goldner Morgen winkt! Er trägt empor aus Nacht und Schmerz Jauchz* Deinem Gotte zu! Das ruhelose Mcnsclieoherz Und bringt es still zur Rull! Halleluith. Oder folgendes SehlliClicd: Gott, wie ist Deine Liebe so groll, Dal! die Menschen sieh bergen können In Deinem Schölt. In Dir nur finden wir unsere Ruh, Du deckst uns mit Deiner Gnade zu: Du bist uns des Lebens Duell, In Deinem Lichte w׳ird uns hell. Die d c 11 t s c 11 c 11 Gebete sind s t j m m u n g s - voll mit möglichstem Ansclilitll an den hebräischen Text. Für sic möge ein Beispiel (Malchujos) gcnügen. ,.Lasset uns preisen den Herrn der Welt und huldigen dem ewigen Schöpfer, der uns vor heid- Mischern Wahn bewahrt und uns berufen hat, Zeugen seiner Wahrheit, zu sein von Geschlecht za Ge* schlecht. Vor ihm, dem König aller Könige, dem Heiligen beugen wir uns und huldigen ihm. Er hat den Himmel gewölbt und die Erde gegründet; seine s hc• I dem '•*st Jen :1 kii• <*;..־! rüdes*׳.». ן:2.ח und Unglaube schwinde, dall eine neue Weh baue auf dem versittlichenden Glauben an h alle Menschen sich zu Deinem heiligen \\ kehren. O. lall die frohe Zeit der Verlieiläii..׳ näher kommen, da jedes Haupt sieh Dir iki , läppe Dir huldigt. Eine sehr merkwürdige Neuer•,* stellt darin, dall im Ihniptgebel hir den Vcr* , tag. genauer zwischen dem llauptgeliet 1 Nachmittagsgebet etwa 20 Seiten vingeing* j unter dem Titel: ״Ausgewälilte Stucke au* giosen Quellenschriften", teils aus der I: aus dem 'lalmud, einzelnes auch aus M, und dem Schulebati Aruch. Dieser kurzen Inhaltsangabe sei eine I angetiigt. Sie kamt erst gegeben weide;; .im. , die ״bei! erv. ahnte Denkschrift vorlieg׳.. : m, . dem vor allem nach dem ersten Geh. jHHS Gebetbuches ein Urteil über sriue \ .!rkvami, möglich ist. Aber ich wollte nicht ve fe!;k11. \.!1 dieser 11 •» c 11 w i e 111 i g e 11 F r s c 11 e 111 r. g u,v,• u; Lesern sogleich Mitteilung zu machen. 1,\!st denn das Gebetbuch des Hamburger 'len ,*Js ,nj der jüdischen Rcforiiigeiaeüule zu Berln 0:1 f r Scparatgeiueiuden bestimmt das ersit , ü;. lieh d e n t s c h e 'abelbuch epier II 1 und mul» selum aus diesem t»runde \׳m .; Ir.!, deul.eiuleii imh begra!lt werden. Ein l!1 .! * auch der des Hebräischen völlig L’nkiuulu, itnr. aus dem jeder sich erbauen und erheben i!!a 1׳. Herstellung eines sulchen Huches ist eii.e i״ .»׳u• tu 11 g s volle mutige Tat. (von < 15 Original gesperrt!) für die der gi-'lm! IT.u Gemeinde der D.n.k aller derer gev.g: w<1Jc!1 ■ ('ie Jie Vennncrlicliimg des Gottes,! ■:*•׳- unä Belel'tmg des Imlaitnms in f!*rtschi.־.׳.. ■ :..*:e v. mischen 1׳mi :e ien Vvisnch dazu ir••!11.!, . ׳,“ Vor allem ׳.on jenen durfte diese Ar: , .:,:;;:erliclimig des jüdischen (imtesJienstes" fr*, Kcra.-t werden, die ihn gelegemhch zu verauik r I sichtigen mul dann mir ganz weniges 1. / haben. Iletr (1el1eimr.it Geiger wird!*.׳ falls mit uns als .Mangel empfinden, da. .k:׳.,.!׳ ,״et• buch noch immer der Text für das \ ׳*•י lebliai! piopagiertc Retoniialmi^fesi a,.,; M.!*. sollte doch ganze und ehrliche Arbeit m., * * « יי Vtf* her. .!:er; dar der AUS ALL6R WeLT Deutschland Von den Verschüinlen und von den (Inverscluimlcn Eine der l.ieblingslicuchelcien der ver*d!.1 an Antisemiten ist bekanntlich die S c 11 a c!;::.״־ c 1: 30 ha! der Vetein R h e i 11 p r e 11. ו s; 1, e r I i e r ä r z t e kiirz.lich in seiner letzten < K::er Sammlung folgende Eingabe beschlossen: ,! geset/gebemleii Körperschaften des I!. Reiches unterbreitet der Verein Rlieinpi, 1 icrarzte die dringende Bitte, dem Hescl:’:!**c Jiisli/koiniiiissioii. das rituelle Schachten d.׳. :,s״ inter reichsgesetzlichcn Schutz zu stellen, r. : Fe.- zi'ireten. Etwa 98 Prozent aller Tierärzte. .!de.f. in dieser Frage als Sachverständige zu uri . Fc* (ahigt sind, hahen üas rituale Schächten i , e.r.c vetaltete und tier«|11äleriscl1e Selilachtme:!.• . *1 :f auch dem sittlichen Empfinden der uherw ״.:der, »Mehrheit der Bevölkerung zuwider ist." Mannigfacher sind die Lügen der inicei - , ה1יי Autisemitcn-Presse. Es gibt da wohl kein i >. c-i der Welt- oder Tagcsgcsehichte. das sich de;״ notigen ״Mm" nicht unter der Spit/marke ..eher• c 11 c z le j 11 i f" ahliandelu Helle, seihst w . au ‘י s׳ch um das ״bekanntlich" vollkommen Portugal handelt. So hat man sich auch jetzt ea *n " geblich ricliiiggelicndcn Portugiesen mit den. au«.'״' :erlich lusitanisdien Namen Alfons«» de IVnkJ verschrieben, der folgendes zum Besten gibt: ״Die jetzige Revolution geht zwei! c! ״ los nur von Juden aus, die d.!' Valsystematisch umcrwülilcn und verhetzen. I * *!'*,1יי liehen Wcihcraffärcn und die Geidversci1wer!.iui*Cfrt des ermordeten Königs waren den W'ühlern ein "׳"' kommener Anlafl. Die Ilnnuptschrcier der RepuM•* kanei die Zeitungsschreiber und Kaffeeliausievol»• lionäri sind getaufte und ungetaufte Juden. Untcf König Kariös konnten sie sich nicht hervor«agen. . unter dom fetzigen jungen König dagegen glauben •וי♦ ,ן

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