Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 27 (8.7.1910)
- Date
- 1910-07-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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f UED1SCHE RUNDSCHAU No. 27. Seite 323. jjnu.1i Ziele auch gemeinsam mit den Männern arbeilest wollen. Naelideni Herr Pr. Witkowsky namens der Herliner Zionistischen Vereinigung und der Orts* gruppe Clinrlotienimig gesprochen, nahm Herr Prä״ jaden! Wolffsohn das Wort, tun in herzlicher Weise f,1r tl.i> ihm entgegengebrachte Vertrauen zu danken. Pure!: Tee und Kuchen gestärkt, den junge Damen;!11 <״ r Vereinigung verabreichten, begaben sich die 11111 schuf teil in den mii Lampions beleuchteten und חו.ןין-\\ all dekorierten Garten, wo ihnen neben Kr* friwfmtiecti auch geistige Ocuiissc durch sinnige, liiiiu iisiische Vorträge zu teil wurden. 1־s war hercits ein Uhr, als die letzten Gäste die v,!!1!;ciimgcitc!־Vier verheilen. C. T. on'crdcm fand eine imposante von mehr als 2000 IV;• eil besuchte Volksversammlung statt, über Je:. ' erlauf wir in der vorigen Nummer ausführlich K. . u : haben. aus dcn GeMeiMDeii Dl« :.aarbeit unserer Leser an dieser Rubrik Ist besonder* ■.-.— erwünscht.- י linz. Die Stadtverordneten bewilligten zum S'cuh u einer S y n a g n g c 50 000 M. anstelle eines 1;.1. :״/cs. Die jüdische Gemeinde beabsichtigt, das 1,1;•! .:!sehe Terrain auf dem Karmciitenpiatz zu er* v. ei ׳!• dirgiit Stuhlhorst. Die Arbeiten auf dem neuen 1.1' .!! Steinhorst schreiten rüstig vorwärts. Die hi;.eilte weisen einen befriedigenden Stand auf,!•,י . eis sclmn ist der Roggen, mit dem 100 Morgen .,! . >.1׳a wurden. Hafer hat unter zeitweiliger I iiiiieit gelitten, im ganzen aber sind die l'.rme* .«!;Ilten günstig. Das Gemüseland wurde erheb*!.. erweitert, Etwa 230 Morgen Moor wurden in j :1 Jahre entwässert und auf der so vorhcrcitc* u I lache w ird jetzt zur Anlage von Wiesen und \\ i-n geschritten. Dazu werden etwa 300 Morgen üi ulaud mit Hilfe von Dampfkultnr attfgeforstet. IV• s l.aitdesdircktoriunt der Provinz Hannover hat tu:' die Gewährung eines Darlelnis aus Staatsmitteln, zu J Prozent verzinslich, zugesagt, mit dem die bei Je! Aufforstung entstellenden Unkosten bestritten ne eit. I:s sind bisher zwölf l.ehrliiige aufgeuom* 1:.n. worden, daneben werden jüdische Knechte und All Hier beschäftigt. Die Aufnahme von Lehrlingen wir.; vorläufig mit Absicht beschränkt, damit wir zu* nächst einmal einen gut eingearheiteten älteren Jahrga'.tg licranzichen. Doch können im Spätsommer oder Hals; noch einige l.ehrliiige Aufnahme; as U!1. Wegen Auskunftserteihmg wende man h;»n e Alexander und I־'a1n1v Simon* sehe י ' 'tu ng. Hannover» Hansaliaus. ygReiNS-RUNDSCHAU Berlin. Am 9. Juni d. J. wurde von rumänischen -aal ׳״a.n!scheu Studenten der Merlincr Hochschulen an .!׳11!.״ lisch-ziouistischcr Verein ״Hcrzllah" ge* cr iiik;. ,.\itglied kann jeder jüdische Akademiker v i'ikn Her Verein gehört der deutschen Landes- :c.1n1'.; 1! an. Der Vorstand für das Winter- '1 isk• 1 1/׳r» 11 besteht aus folgenden Herren: L. H•ad. i, Vorsitzender: M. Ilabcrmann. 2. Vorsitzen- Jet: <>. Gnkienlnig. Scliriftlnlircr־, I. Kudka. Kassen- " tn. >.omliehe Zuschriften sind an Herrn cand. ing. H ■• I! c 1 1. ויו u n , Chariottenlmrg. Pcstalozzistr. 97. zu rahtai. \ 1 1׳. Mi; VL l'M gl ' S.-h Berlin. In den Räumen des Dcutsch-Israclilischcn 01 u lukiminles fand heute eine Sitzung des Aus- '-,,i'.svs der Gesellschaft zur Förderung der Wissen* wh.Mi des .ludcntiims statt. Der geschäftsfiihrendc!ziialc. Herr Dr. Martin Philippson, war t Lage, eine Reihe wichtiger und erfreulicher •..'.iiiigen machen zu können. Die Zahl der Mitr sei im abgelaufcncn Halbjahre um abermals ־;ewaebsen: den Mitgliedern sei, soweit sie es nseht hätten, der zweite Hand der gesammelten - neu David Kaufmanns zugcstellt worden. Von ',ii :hals Aufsätzen ״(Jeher Juden und Judentum" hi ne neue Auflage erschienen: das Erscheinen der asten beiden Hände des umfassenden Werkes *•bi־ die ״Talmtidiscbc Arcliüologic" von Prof. Dr. Kr״ •Wien sei im Herbste dieses Jahres bestimmt tu an.inen. Ferner seien der Gesellschaft von '!Garen Gönnern der jüdischen Wissenschaft, von 11•״ Marie Krrcra in Mriissc! 4000 M., von Herrn Gnaralkonsul Franz Plülippson In Brüssel, Herrn l1־׳r :1 Edmund von Rothschild in Paris als erste Rat;■ für die Misclinaausgabc des Corpus Tannaitiui!״ j(> 5000 M. zur Verfügung gestellt worden. Bei Je ז Beratung über die wissenschaftlichen Arbeiten dir Gesellschaft legte Herr Dr. Bancth einige Probe- H tui der beabsichtigten Misclinaausgabc vor. die den Beweis lieferten, dail dieses bedeutsame Unter- "Baien nunmehr aus dem Stadium der Vorbcrcitun- Ken lierausgctrctop ist und greifbare Gestalt ־zu "Giuien beginnt. Rühmend wurde auch von einem •Mitglicdc des Ausschusses auf die Beachtung und Anerkennung hingewiesen, welche die schon ver- ״׳׳cntliclitcn Vorarbeiten für die Germania Judaica bei.maßgebenden jüdischen und christlichen Gelehrten Keiunden haben, und die diesem Unternehmen eine K'msiigc Aufnahme versurcqjten. Der Ausschuß er* Küigtc sodann eine Reihe geschäftlicher Dingo und «Hüllte zum Schluß noch eine Ehrenpflicht der Gescllschaf!, indem er mehreren Einzelforschcrn und wisscnscliaftiiclicn Verbünden, insbesondere dem Gcsamtarcliiv der iletitsclien Juden und dem Verband für Statistik der Juden Subventionen bewilligte. München. Die Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe, die am 25. Juni stnttfnnd, nahm einen recht anregenden Verlauf. Zu Beginn derselben widmete Frau Dr. mcd. R a h 01 Straus nachträgheb noch Uedüclituiswortc zu Hcrzls 50. Gcburtstage. Die tiefempfundenen Ausführungen riefen Marken Beifall hervor. Der darauf folgende Vortrag des Herrn Diplomingenieurs Victor Pcissakowitsch behandelte das Thema ״Ma rannen und Minder". Der Redner wies auf Grund der Geschichte der Juden und Nciicliristcn darauf Hin, daß für die jüdische Masse die Erkennung beider charakteristischen Attribute des Judentums — des religiösen wie nationalen — nötig ist. um als jüdische Einheit sich zu erhalten und zu bewahren. An der Hand der ausführlich skizzierten Geschichte der Minder und Marauncn suchte der Redner ferner klar zu machen, daß nur auf dem Wege der nationalen Wiedergeburt unseres Volkes eine Erlösung möglich sei. Das vorzüglich nusgcarbcitetc Referat, welches lebhaften Beifall auslöste, gab Stoff zu einer interessanten und eingehenden Diskussion, in deren Verlauf auch ein Redner in fließendem Hebräisch (eine Seltenheit in einer hiesigen Versammlung) seine Ausführungen machte. Eine Sammlung für den Nation.ilfonds beschloß die so schön verlaufene Ver- Sammlung. E. Chemnitz. Gestern Abend beging unsere Ortsgruppe ihre II c r z 1 * F c i e r, die trotz des strömenden Regens einen befriedigenden Besuch aufwics. Die Festrede hatte Herr D r. Felix Thcilhabcr frciiiidlichst übernommen, mul reicher Beifall lohnte, seine Worte, die in fesselnder Weise die Aufgabe lösten, naeh/.iiwciseii. wie die gesamte Tätigkeit llerzls sich hcrlcitcn läßt aus seinem jüdischen Herzen. Dem Redner, sowie den andern Mitwirkenden. Frau L u c v (I r ii n b c r g (Deklamation). Herrn Kantor G o I d b c r g (Gesang) und Herrn Max Deutsch (Vorlesung) sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Schluss des redaktionellen Teiles. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst: Freitag, den 8. Juli abends: in allen Synagogen 7Ii Uhr. Sonnabend, den 9. Juli morgens: in der alten Synagoge 8V1 Uhr. in den anderen Synagogen 8 Uhr. Predigten: Neue Svnneogc. vorm. 10 Uhr: Rabb. Dr. Rosenzweig. Synagoge I. ü t z o w s t r a ß c. vorm. 10 Uhr: Rabb. Dr. Hoclifcld. Ahciidgottcsdlcnst: 9 Uhr 27 Minuten. Gottesdienst an den Wochentagen: Morgens: Alte, Kaiserstralie- und Rvkestralic-Synagogc 6'A Uhr, in den anderen Synagogen 7 Uhr. Abends: in allen Synagogen 7 Uhr. Geschäftliche Mitteilungen Die Im Jatirc 1s57 eccriindclc Lelictisvcrsichcfunzs-Akticn• 1hm1In.1i,!!! (iernuiita In Stettin hatte im vortlosscncn Oc»ch:>lts• )(ihr I'*« 111• 11 11 c 1« 11 t r n e t c Versicherungen von 72 M 1 I II o 11 e 11 Mailt /n ver/elctiiien uml länle vorigen Jahre* einen I) e * t tt 11 11 von 2I0..VM1 Versicherungen «her N26*/״- Mil- I i n 11 v 11 Mark K a n I I 11 I uml Ul1/- M 11 I 111 0 ׳ e n Mark I li 11 r I. I. e i 11• uml i 11 v a I I U e n r e n 1 c nulxuwclscii. Hierin '11111 2I.S.U I 11 v a I i •II III I * v e r * I c 11 e r 11 11 g e 11 rnlliullen, u1Hlun.l1 eine Summe von IN Millionen Mark, zahlbar nach dem Tuile oder zu l.ehrciien der Ver'ieheriiii. und eine I 11 v a 11 - d e 11 reut e von V/, M i! 11 o 11 e n Mark tilr den Pall der I! r u c r 11 * u 11 I « h I g k c I l durch Krankheit oder Unfall ver- 'Ichert uar. In der erst im vorigen Jahre neu aufgenommenen l'nlall• und llaliiillicliiver'lehcrung »landen bereit» fast 6*0 Policen in Krall. Von dem .|»hre»Uher«cht1U mit ׳z1/* Millionen Mark werden den mit (Kwbniantell VerMehertcn In der Lclicrisversiclic. rinn• tust >1 Millionen Mark zur kilnlilgen Verteilung von Divlilemlen ziillietleii. tidnlv.cde'Wii bei Plan A eine Dividende von .׳ווו;; — gegen;*11׳; im Anfang de» Jahrzehnt* — und hei Plan II eine hl» zu hÄ'/l ׳,׳. der einzelnen Prämie »leigende Dividende •vm'iWel •vienHn M.ÜA, SYa ümri V10V110 SUV>uV1vM»tn1)11» vtm rund Millionen Mark bietet die <lc»ell»chalt die grßBtc Sicherheit Inr die 1:rl11llung Ihrer Vcriifllchlungen. (]«tundhclt i»t Reichtum! Au» dem Outachiin des Professor Dr. Lassar «her gc»und• lieilviclihdliclie Wilsche: ..Darum In Wohn• und Sclilatzüninern, in Luit und Wilsche Reinlichkeit vor tillem. Jn der Siedehitze der Wascherei •virü leder organische Keim, wird leder Reit maischticlicr DclekHonen vernichtet I" Machen Sic einen Versuch mit unserem Uesinmmgsgenosesn Weht ln Firma Dampfwaclicrci W 1111 e I m a . Sehnlichem. Mautpstr. 26, Tele. phou-Amt VI. 5550. Gesinnungsgenossen! Die Jultrcskonfurcnz hat zum inneren Frieden in der zionistischen Organisation geführt. Jetzt gilt cs mit verdoppelten Kräften au der Verwirklichung unseres Zieles, der Heimstätte für das Jüdische Volk in Palästina, arbeiten. Die Stärkung der Organisation ist die beste Vorarbeit für die Gewinnung von Ercz Israel. Soll unsere deutsche Organisation sich weiter entwickeln, so bedürfen wir hierzu jährlich mlndcstens 14 000 Mark, Bisher sind, wie der nachfolgende Ausweis zeigt, noch nicht 6000 Mark cingcgangen und nur 2307,50 Mark gezeichnet. Somit geht an alle unsere Freunde die dringende Bitte, die gczeichneten Gelder schnellstens cinzusenden. die Beitrüge zu erhöhen und neue Bcitragsspcnden zu werben. Alle Gelder sind an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Charlottenburg 2. ülcibtrcustr. 49, (Postscheckkonto 8091) cinzusenden. Zionistische Vereinigung für Deutschland. F i n a n z r c sso r t. Dr. Kcyniann. Eingegangcne Jahresbeiträge II. Ausweis. Berlin. Redakteur A. Lcwin IW.— M. Richard Lichtheim (2. Rate) 100,— ״ Rechtsanw. Dz ialoszynski (2. Rate) 80.— ״ Julius Busse (2. Rate) 50,— ״ Snnitätsrat Dr. Benno Lcwy (2. Rate) 30,— ״ Hermann Struck (2. Rate) 30,— ״ Albert Asch ״ -.»3. Ad. Fr. (2. Rate) 20.- .. Dr. A. Sachs (2. Rate) 20.- Dr. Egon Rosenberg 20.- .. Professor Lcwin 20.- ,. Fritz Abraham ״ -.20 Dr. Franz Oppenheimer 20.- .. Dr. Salomon Hildesheimer 12.- Dr. Julius Becker 10.- Dr. Hans Mühsam ״ -.10 1. () p 1> c 11 h c i m 10, - Dr. Leonhard Holz 10.— ,» l)r. Theodor Z10 c i s t i (2. Rate) ״ -.10 Salo T ranslatcur ״ -.5 Dr. Emil Lew 5.- Dr. Bruno Kirsclincr 5.- .. H. Salomon (2. Rate) 5.- Dr. L o c w c n h c i m 5.- A. M. J 0 s c ח h 3.- .. Rudolf Saloschin (2. Rate) 3.— ,, Bcuthen. Ohne Spezifikation G. Rate) 150.- M. Breslau. Lippinann Bloch (2. Rate) 50,- M. Professor Ing. Klasmcr ״ -,12 Hugo Schachtel ״ -.5 Georg Lcwin 31“— *t Dessau. Paul Märker (2. Rate) 30.- M. Dresden. Max Hermann, für ein halbes Jahr 3.- M. Dortmund. Dr. L. Weinberg 10.- M. Diplom-Ingenieur Abclcs 10.- Hugo Moser 5.- Duisburg. Dr. Epstein 20.- M. Emden. 1. Watermann (2. Rate) 15.- M. Essen. L. R 0 s c n b c r g £ 1 o Fllchnc. Max Abramcvk 5.- M. Frankfurt a. M. Fritz Sondhcimcr 100.- M. Hedwig W 0 h 1 f a r t ״ -.5 Joseph Springer 1.- ». Glelwltz. H. A r o n 11 e i m f. Vz Jahr Adler f. Vt Jahr Referendar Böhm f. Vi Jahr F c c h n c r f. M Jahr \xn F i>7 de ז L Vs Jahr S. Grünbcrgcr f. Vi Jahr Dipl.-lng. Hecker f. Vi Jahr W. N c u ni a r k f. Vt Jahr Morgenstern f. V: Jahr Silbcrglcit f. lA Jahr Alfred Wolff f. Vjt Jahr Referendar Manneberg f. Jahr Salo G u 11 c n t a g Hcymann Dipl.-lng. Locwy Assessor Fracnkcl Ortsgruppe GI e i w i t z zur Abrundung Hamburg. Rechtsanwalt Dr. Viktor Herl Wcißberg Dr. Ernst Kalmus Dr. Richard Huldschincr Frau Johanna Huldschincr Dr. Georg Halpcrn Leopold Landau Heinrich Mayer Referendar Qottschalk Salomon Buttenwieser Dr. A. C11 wolles I. Bielouss 15.- M. 4.— ,, ״ -.3. n w״‘■" »* 8.- .. 15.- ״ -.10 ״ —.8 ״ —,5 ., -.10 ״ 3.50. 2.— ,, L- ״ I >- M 2,— 130 ,. 3.- .. 50,- M. ״ —,25 ״ -.10 ״ -.10 ״ -.10 ״ —.10 ״ —.10 ,, -.10