Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XV (1910)
- Issue
- Heft 15 (15.4.1910)
- Date
- 1910-04-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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No. יי■ Seite 171. jj-ii liriHuIcti «•111/ mul «ar uiclil, auch nur besehet*• .l״c I!rü>l«e >u erzielen. Werden die Sammlungen j״l• Jeu neuen r״uds cingeleitet. so kann der Verkauf von Akhcn ohne weiteres ausgesetzt werden; selbstlCl!01.t I’lei1’( es K'dent Pianisten tinhenonnnen, ancli «jltreiid der nächsten Jahre nach Möglichkeit Aktien jiviiset/eii. Was endlich die Sammlungen für den l\.1;ds w Sehaffnm: einer Siedclungsgenossenselmft Ktnih. v haiulelt es sich ia hierbei nur dm die ein- ן! ,,!!«c \uihnngung einer bestinnntcn Summe. Auch werden l'iertür mir grotkre Betrüge entgegenge- ,;oiniucn. m• dall diese Sammlungen bei den Gelegen•!:eiten, ',et denen für den N.-F. gespendet wird und im den neuen Fonds gespendet werden soll, garnicht ״, ikir.K'ht kommen. |־s!*!eiben somit von Fonds, die zur Zeit unser .,״/e*!־!!eiesse verdienen, nur übrig: der National- , 1■י,״■ neu zu sammelnde Fonds für die P.L.D.C. ,:,jd die ' »elbaumspci’dc. Per N.-F. ist eine so po-!nil.ire I1>t11uti׳>n. dal» die Sammlungen für ihn nur ScIi"ierigkeiten machen; die Oclbaumspcndr, .־it sich vorzüglich und gewinnt derart an |V|H1l.n ,t.it. dall auch sie die Sammler fast gar nicht mehr I .;.1'tct. S' ״• air also von der Üclhanmspendc, die sich wie ' sell'st weiter entwickelt, sowie von den *u4״.< Sammlungen, für die mir hohe Betrüge ge• Clin• werden dürfe;:, ah, so hat sidlt fortan unsere;.,1:/e -.11׳u׳tel!,itigke1t Im wesentlichen auf zwei ,.uikte a richten :auf di e A ti r e i c h e r u n g 1 c s \ •1-. 1111 d d c s n e u e 11 F ״ n d s miteis יו י e n d e n v o 1! beliebiger 11 0 It e. k [oikIs gering«• ent" u׳ .1!• .' beiden Fonds müssen für die nächsten drei l, ne te zwei Scl'w׳esterinstitutc neheneinander veheii. * ׳ י t die sich unsere ganze Tätigkeit konzen! :!;er:, \11ch 111 der Bezeichnung muH diese Ver• 1 .dt /׳in \nsdmch kommen. Obwohl es 'i.eii.ii richtiger «are. den neuen Fonds als ״X < l .1׳ 111. •< 1 .י י :t«1 »11 1׳ s" zu bezeichnen, schlage ,;׳.״!• den Namen ״Jüdischer Kolonial-;-iid '•״!. damit skl! Nalionalfoiids und Kolo• I :•,iih'iid' iN.-l-. und h yjion durch ihren Gleich- *1.1!;« d. 11 riaiaehtnis fest einprägen als die Namen I ׳,!r da* leiden Ifuiipthassen. in die unsere grollen ׳;:;J kieuieii Sammclgel'.ler fliellen sollen. Auch die uaieei t'riei'tierten, auch die zionistische Masse 1rJ vv: '.el1e:1, dal; wir mit beiden Fonds!.and ’.,liiu w״llen. mit dein N.-F. Land, das ewiger Be- •1;/ des . ulisclien Volkes bleiben soll, mit dem K.4׳. .da l and, das wir an jüdische Kolonisten 'euer verk uien wollen, um mit dem l'.rlos neues I. inl Zur den gleichen Zweck zu kaufen. So konnte di.* vti. agitatorische Formel lauten. Selbstruk'ii.i Haben die .s;ie; irischen Sainmelmittcl des N •Iיי ..׳., •he Büchsen, Marken und Telegramme, -v.a NT. erhalten. N; •־: ■e Sdiiidiv'.uiig des N.-F. durch den neuen 1 ”/ '*׳יי" י .:•reinen? Z1!!lachst ist schon das Wort יא': Tc׳ . /iirnck/uweisen Abgesehen davon, dafl ׳•'* v■11 i.iv!bei nur um eine etwa dreijährige Sam 1׳•׳Uitigku: 1i.nulelt. ist doch das Interesse, das wir wn in aui beiden Fonds finanzierten Bestrebungen '•et.• *: 11••>■,): ׳. das gleiche oder annähernd das ׳-׳׳•< '*־• Fmc Kivalität ist undenkbar. Ich glaube v*»u.; - ilcr N.-F. auch in diesen drei Jahren!,'!!ts n seiiirn Fiiii'ahmeii emhiillen wird, nicht ..(»11־ bin seit Mjttc Mai nicht aus dem •*äiiip!. h׳rn!!sgekou11nen, die Küste ist heuet׳ ‘1,rclitl'.ii* \o||. Ich habe mindestens hundert , ,ühbin von Her l.ttckanon getroffen, die aul |:tr \\!,'nuingssttclie sind. Warum bleiben die ‘sim־!•icht dort, so sie /.ustämlig sind?“ ״hl. habe mir schon oft gedacht,“ sagte 1 »M.״ .״daß wir gU'ckVtchcv wären, wenn v'1r;m! die Otterinsel iibersiedelten.“ j ״[■alt, nur die I I<;llu0schickie gehen zur! ׳!UT1f<|. Wenn wit dort hingingen, würde 1,•ייי '!•gen, daß wir uns fürchten. Wir müssen *!•Hin wahren, meine l iebe.“ *<׳,fang steckte den Kopf stolz, /.wischen ' leiten Schultern und tat fünf Minuten . als ob er schliefe. In Wahrheit aber lugte ״r nach einem neuen Gegner aus. Jetzt. »He Robben und ihre Weibchen am Land *״. tibertonte ihr Geschrei selbst die lau* ״ Winde. Fs waren mindestens eine Mn- Robben an der Küste — alte Robben, Hr-Robben, witt/ige Babys und Hollus- ■kie kämpfend, blökend, kriechend und 1guI. Sie gingen zur See hinunter und L״ *n Truppen und Regimentern herauf, sie n auf jedem Fuß Boden soweit das Auge lpn konnte und streiften in Brigaden duren dichten Nebel. Fs ist in Novastoschnan immer neblig, außer wenn die Sonne tunt _J_yjLJ3J_SC.II F RUN DSCH AU nur deshalb, weil 01׳ dafür längst zu populär geworden ist, sondern weil auch die allgemeine Hutlastung der zionistischen Sammler, von der die Rede war, dem N.-F. zu gute kommen wird. Für den K.-F. aber werden die Gelder cingehcn kraft der F.xistenz dieses Fonds. Fs muH nur die bequeme Gelegenheit geschaffen sein, die Kolonisation wirk• sam und sichtlich zu unterstützen - und man wird bei dem erhöhten Interesse, das heute für die Kolonisation im Orient voi handelt ist. von der Gelegenheit reichlich Gebrauch machen. Das wird sich noch deutlicher zeigen, wenn die ersten praktischen Resultate der Tätigkeit der P.L.D.C. vorlicgcn werden. Wenn erst aus dem neu geschaffenen Fonds das erste Stück Land gekauft und parzelliert und die erste Kolonie entstanden sein wird, wird das IfersamiYiltingskalenilei* * Berlin. Berliner Zionistische Vereinigung. Montag, 1א• April: Schckcllag. * Berlin. Niitloiial-kulturcllc Vereinigung jüdischer Studenten. Sounahend, 1(1. April. *Berlin. Jüdischer Jugcndhuud. Sonnabend, 23, April: Ccdcrubend. *) NiiliercH sielte Vcreliis-Himdscliuu.) Interesse für den Fonds rasch steigen, und dann wird es auch müglicli sein, die Aktien der Gesellscltaft in gröberer Menge ab/.usetzcu zumal wenn inzwischen der Verkauf und Ncuankauf von f and die Gesellschaft instand gesetzt haben wird, die erste Dividend e zu zahlen. Fiu agitatorisch sehr wichtiges Moment ist alter darin gegeben, dal' unsere Sammler durch die Grünüimg eines K.-F. in die l äge versetzt werden, sich! auch an N i e 111 /. i <׳ t< i s l c n zu wenden. Das war bisher ein wunder Punkt in unserer Sanimel• tütigkeil. So mancher l>1güt.׳rn: Nielitzionist, der unseren Bestrebungen ein gewisses Interesse entgegenbringt, lehnte eine Beisteuer zum Jüdischen Nationalfonds ah, schon weil ihm der Name des Fonds schreckte. Wenn wir uns an angesehene jüdische Familien gelegentlich eines Familiencreignisscs mit der Bitte um eine Snttidc wandten, so wurde diese fi r den Nationalfoiuls oft ungern oder iiherhaiipt nicht gegeben, obwohl wir wullten. dalt j jene Juden für jüdische Zwecke stets eine offene Hand hatten. Fs hielt /nur immer, dalt man sich I 111 i 1 der Aufforderung. Aktien fi i unsere Banken oder J für die IM״I).C oder für das liHlustriesviulikat zu zeichnen, titelt sehr wohl au Nichlzinnisteu wenden dürfe, weil ja diese Institutionen keinen spezifisch zionistischen Charaktei trügen. Der Frfolg war, wie mümüglieh bekannt, geradezu jämmerlich. Wie anlier.s liegen die Verhältnisse*, wenn wir nicht mehr j eine Spende für den Nationalfuiuls oder den Kauf i eines Anteilscheines oder einer Aktie für 211, Sihi oder j Illlll) Mark, sondern eine beliebig hohe Spende für einen jüdischen Koloui itfonds einfordern werden! Wir werden staunen, aus welchen Quellen uns Mit• tel /»(heilen werden. Nur wenige Juden würden sich weigern, hei irgend einer passenden Gelegenheit eine, drei oder iiinf Mark für die Zwecke der jüdi- I sehen Kolonisation zu opfern. So bietet sieh der 1 Agitation ein neues, reiches Feld, eine Arbcitsmögliclikcit. die auch der zionistischen Bewegung zu gute kommen wird. Ob der N.-F. den Koloniaifonds verwalten soll, ähnlich wie er die Oelbaumspcndc verwaltet, ist eine Frage sekundärer Natur. Das wesentliche ist, dall der neue Fonds der P.L.D.C. jederzeit zur freien Verfügung steht. Fs ist auch zu erwägen, ob nicht die Bestimmung getroffen werden kann, dalt das Kapital des K.-F. eine gewisse Zeit nach Beginn der Tätigkeit der Agrarbank dem Nationalfonds einverleibt werden soll. Setzen wir nun den Fall, cs gelänge in zwei Jahren einen Fonds von J(hKmh) Mk. zu schaffen. Die P.L.P.C. würde nun ans diesen Mitteln den Landkauf und aus ihrem eigenen Aktienkapital die Arnelicration bestreiten. Der Hauptsache nach ist also d er neue Fond ein Agrarfonds. Wenn icli ihn aber nicht als Agrarfonds, sondern als Kolonialfonds bezeichnet habe, so hat das nicht nur darin seinen Grund, dall die P.L.D.C. bei ihren beschränkten Mitteln auch eventuell bcrechtigt sein soll, einen Teil der Kosten der Amclioration aus dem neuen Fonds zu decken, sondern dall auch die Kosten des flaiiserb.siies daraus bestritten werden!missen. Da sich n.iturgunüll hei Begründüng einer neuen Kolonie gleichzeitig eine ganze Anzahl von Familien uicdcrlasscu u.üütc. so muH Vorsorge getroffen sein, dall die Ncuankommcnilcn sofort Unterkunft finden. Auch das Kapital fiir den ilüuscrhnii. das sieit natiiilkli ebenso verzinsen wird wie das fiir den Landkauf verwendete Kapital, soll also dem Koloniaifonds entnommen werden. Fs wird für die Gesellschaft eine wesentliche Frleiciilcrimg •Jarstellen, dal; die Mittel, mit denen sic ihre Tätigkeit in grodent Stile beginnt, da es sich um Spenden h.ituU־!:. unverzinslich sind. Um so leichter wird sie instand gesetzt werden, di« erste Dividende zu zahlen. Fs handelt sich tatsüchlieh nur durum, die Gesellschaft in den Sattel zu heben ״reiten wird sie schult von selbst". Dann aber •hat auch der I und.* seine Pflicht getan und soll mm von der Agrarbank ahgclost werden. Geradezu einfältig wäre der Finwand. dali cs sich hier nur darum handele, wieder eine oder zwei Kolonien (manche sagen in diesem Zusammenlinnile gern ..Kolonicchcn") i:1 Palästina zu schaffen. Die von der P.L.DC. zu gründenden Siedelungen werden nicht Kolonien im alten palästinischen Stile sein, deren Geldcswcrt garnicht oder nur mangelliaft und auf Umwegen wieder hcrausgcbracltt werden kamt, sondern in unserem I alle gelaugt das im Boden steckende Kapital durch die Rückzahlung;״ immer von neuem in die Hände der Gesellschaft, die aus diesen Mitteln neuen Boden kauft. Fs handelt sich also nicht tun ein Stück Kleinarbeit, sondern um k 0 I o n i s a t o ri sclic Tätigkeit nach der grollzügigsten M c t h o d e . bei der das Kapital an• dauernd in voller Hohe erhalten bleibt. Unser Fond« aber soll nur dazu dienen, die Maschinen in Betrieb zu setzen. Ich rekapituliere als die wichtigste Fcsstcliung dalt der Aktien*erkaui keine Aussicht hat. einen alu Minute:) hcrauskommt mul alles in Regenbogenfärben taucht. Als Kot ick. M.itkah’s Baby, in diesem Tumult zur Welt kam. war er nichts als Kopf mul Schulter und hatte wasserblaue Augen, wie junge Robben sie!iahen sollen, aber sein Rock sah so eigentümlich ans, daß seine Mutter ihn sehr genau betrachtete. ״Seefang״, sagte sie endlich, ״unser Baby wird weiß sein.“ c « leere Austern und trockenes Seegras“, schnarrte Seefang. ״Seit die Welt stellt, hat’s ״och keine weiße Robbe gegeben.“ So wird es jetzt eine geben“, sagte ottich plätscherte und krabbelte an der ,einer Mutter und lernte es, aus dem Weg hen, wenn sein Vater mit einer anderen kämpfte, und die z.wei brüllend die glat- Isen auf und nieder rollten, latkah pflegte tun eßbare Dinge zur Sec um, und das Baby wurde nur einmal in ragen gefüttert, aber dann aß es, was es * und gedieh dabei. >as erste, was Kotick tat, war, landeinzu kriechen, und da traf er zehntausend in seinem Alter, und sie spielten zu- «n wie junge Hunde, schliefen auf dem ’ Sanrf und soielten wieder. Die alten 1 Leute kümmerten sich nicht um sie, die Hollus-; schickie hatten ihr eigenen Plät/.e, und die; Babys hatten schone Spielzeit. Wenn Matkah vom Fischen nach Hause kam, ging sie direkt zum Spielplatz, rief ihn, wie ein Schaf ein 1:1111111 mit und wartete, bis sie Kotick blöken hörte. Dann nahm sie die geradeste der geraden Richtungen auf den Punkt zu, von dem he»־ seine Stimme kam. Kleine Robben können ebensowenig schwimmen wie kleine Kinder, aber sie sind unglücklich, ois sic es lernen. Als Kotick sich zum ersten Male in die See hinauswagte, packte ihn eine Woge und trug ihn in die Tiefe hin• aus. Fr wäre unfehlbar ertrunken, wenn ihn nicht eine zweite Woge zurückgetragen hätte. Nach diesem Vorfall lernte es Kotick, in 1 einer Untiefe zu liegen und sich von den Wogen einporlteben zu lassen, während er plätscherte; aber er paßte immer auf, damit er nicht von den großen Wogen fertgetragen würde. finde Oktober begannen die Robben St. Paul zu verlassen, und es wurde nicht mehr gekämpft, und die Hollusschickie spielten wo sie wollten. ״Nächstes Jahr,“ sagte Matkah zu Kotick, ״wirst du ein Holluschickie sein, aber heuer mußt du noch Fische fangen lernen.“ (PortsetzunR folgt.)