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Jüdische Rundschau · 1910-04-08 · Heft 14 (8.4.1910) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XV (1910)
Issue
Heft 14 (8.4.1910)
Date
1910-04-08
Page
– (sequence 8)
Language
German
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No. U. Seite 104 .״S CHAU י1 U I■: 1) IS CI 1!•:_!< U N! Dr. Heinrich 1.oewe einen Lichtbilder-Vortrag über das Thema: ״Ei ח c n 11 a 11 g tl 11 r c 11 d i e; ii d i s e 11 e (i e s c 11 i c 111 e". Merlin. Man hat .sich tun vergangenen Sonnabend Kill .imiisicri auf der Purinifeicr der Merllncr /imilstlsehen Vereintem!« um die Hauptsache vorweg/.«• nehmen. I's wurde den erstaunten Besuchern eine Revue versetzt, die sie vom ״Himmel'‘ (ein verhüllter Komet trat aut) dureh die ״Welt" zur Holle und ilber Hemsehlaiul wieder zurück bis in das Land führte, in dem mir aus Rücksicht auf die schonen Dehnratio• neu Milch mul Honte nicht Hussen. Ha die Verfasser des Spiels, die Herren llrouema 1111, Harth und Hildesheimer mmeuunnt bleiben wollen, so erwähnen wir nur noch, dall «ut gespielt wurde und d.ill zwei ' vcritahle Schilderhäuser auftraten, die aus dem Kuustatelier von Erl. l־';muv Hildes• h e i m e r horvorgegangcu waren. Um die Toiiihula hatten sich hauptsächlich unsere Charlottenburger ITemide verdient «einacht. so d all viele. «liickliche Uew inneriimen erfreut die Kewmmene Martbinde be* trachteten, während eini«e Jün«lin«e sich eifrist in ein Huch ..Mutterfreuden" vertiefen konnten. Alles in allem also ein Abend, au den mau «ern zurück• denken wird. Auch die Sicdhingsgciiosscuschnft ubri«eus, der dieser Pnrimball mehrere blaue l.appcn einbiachtc. M. Merlin. Am dl. März sprach Herr Parteisekretär Kurt Hlumenield zum ersten Male vor den Mit- «liederu der Mcrliuer /loiilsllschen Verelul«m1« über ..Nationales .1 1t d e 11111 m". Das von ihm «ewählte Thema «ab ihm tiele«euheit, in einem form• vollendeten und auch rein rhetorisch glün/eiuku Vortra«e unter üuüerer Auknüpftiu« au den bekannten Artikel l'ranz Oppenheimers ein voll!« neues System unserer Hcziclum«cn zur europäischen Kultur zu entwickeln, aus dem sieh überzeugend Uic Einheit d es /. i o n i 111־ s in Ost mul West er«ibt. Hs besieht die Aussicht, dal! die Gedaiikoiigange dieses Vortraues 1111 einzelnen einer weiteren Oeffeiitlichkeit durch l)11rckle«uu« zugänglich werden was nuMcrordeiitlich zu hegriiHcti wäre, wie der I.citer jener Versammlmi« mit Recht liervorhob. An der Diskussion heteili«tcn sich die Herren Oberlehrer Cal vary und Referendar 0 r e i f e 11 h a « e n. Hereits am .,0. ,März hatte Herr H I 11111 e 11 f e I d in einer leider nicht sehr «ut besuchten Gruppenv e 1s a in 11111111« einen überaus wirkungsvollen I ’rop.1«andavortra« «chalten. Kallowitz. Auf Veranlassuu« der lüesi«en Zionisiischeu Ortsgruppe «ah am 2s. März der indisch• musikalische Verein ״llasmiilr'• aus Iteml/iii iRuss.- Holen) im Saal der Reichshalle ein Konzert, in welchem hebräische und jüdische Chor«esän«e. meist mit Orehesierbcgieitiing, vnr«ctrn«cn wurden. Die (iesän«e Hsalmen. nationaljiidisehe I ly innen in iieuhebräischer Sprache und jüdische Volkslieder waren ileiiii« einsiudiert. wurden mit «rotier He- «eisterim« vurgetragen und erweckten hei ilem sehr zahlreich erschieiteueu I,uhliktm1. namentlich weiten des .spezifisch jüdischen Charakters der Melodien, re«cs Interesse und starken Heifall. - Vereine wie iheser haben sieh unter «leiehcm Namen in letzter Zeit in last allen «rolleren jüdischen Stadien Runl.uids «ehildet. Sie haben nicht nur die Pflege judischer Musik zur Aufgabe, sondern sor«en für Verhreitun« indischen Wissens, So haben sie bereits hewirkt, dall sich ein «rotier '!'eil der jüdischen Jn«end, der sich Itisoer fast aussehlielllieli mit unglückseliger Politik I1eschäfti«t lu.t, jetzt mehr der Pflege indischer Geschichte und i.itcratur und dem Studium rein jüdischer ITniren zuweudet. Hr. I*. Königsberg i. Pr. Am 2.1. März veranstaltete die Zionistische Vereiitiuim« einen Hisknssioiisaheml uher Tran/. Oiipeulieiiiieri. Artikel ״VolkshewulHseiti und Staiimiesbew uittsein'. Dr. II. Hoppe, der das einleitende l eferat hielt, skizzierte kurz den Inhalt des Artikels und nahm daun streu« gegen Oppenlieimer Stelhm«. dessen Thesen durch die Art. in welcher sie vor«ebraeht wären. überzeu«end wirkten, hei «eiiauer Betrachtung sich aber als innerlich hohl und unhaltbur entpuppten. In der ziemlich aus«edehp.lcn IhsKiission wurden neue Momente zur lic■• leuchtuii« der Frage ״Ost und West" nicht zu Tage «efördert. L Königsberg I. Pr. Am 2.S. d. Mts. fand das!liesjährige 1'111 1 in K I n d e r f e s 1 der Zlonlstlsclieii Vcrcintemi« statt. Das rührige Damciikomitee, au dessen Spitze 1‘rau Dr. Pelz und Hrati Dr. Nisse I standen, hatte es an sorgsamer Vorbereitun« nicht leiden lassen. Auf den reichhaltigen ..künstlerischen" Teil lotete die übliche Hewirtun« nebst anselilieüendei* Verlosung. Ein Umzii« mit blauwcilleii Palmen bildete den Hesclilull des Eestes, an welches sich über .hin jüdische Kinderherzen noch eine Weile eriniiern werden. L. Danzig• Am I'׳, März Purimfest des Jüdischen JugemlvereiuH Orientalischer Kostümhall -- 5f)0 Besucher. Husar. Hülfet, Ball. Cabaret, Katakomhcn. Groller P.rfol«. Verkauf von B e /, a I e I « e « c n ständen 450 Mark. Ilambur«. Hie Eruueuvcreluteun« der Zlonlstlsclien Orts«ruppe veranstaltete ein Kinderfest, wie cs alljährlich stiutzuiimlcn pile«t. Der Saal im Velodrom war kaum «roll «emt«, um alle Gäste auf• zunciuucn. Ein prüehti«es, herzerfrischendes Bild boten die Kindcr«ruppcn in phantastisch malerischen Kostümen. An den festlich «cdecktcn Tischen erfrischte sich die Gesellschaft, worauf die Darbietungen mit einem 1*1(110«, der von Fräulein iiedwi« l.n«el veriallt und von ihr selbst eindrucksvoll vorgetragen wurde, bc«a1111en. Viel Ver«11ii«cn bereitete das muntere Duett ״Sehornsieinfe«er und Bäcker" von Präiilein Ha r ti c 11. 1111 Miltclpiiiikle der Auffi1l1r1m«en si.iud das von l'raii Dr. Marv Pink verfaiile Festspiel ״Was Klein-Ruth träumte". I.s war dem kindlichen Empfinden und Verständnis augepalU und poetiscli so reizvoll, dall es die Grollen wie die Kleinen in eine fesselnde Stimuum« versetzte und reichen, wohlverdienten Beifall fand. Harmonisch «hedcrle sich au diese licbcnsw nrdi«e Gälte eine Reihe wundervoller lebender Bilder an. die nach biblischen Vorwürfen, unter l.eituu« des Malers Herrn E 11 r c 11 r c i c h . von Damen und Herren «estellt wurden. Ein anututteer Kostuiiilauz. bildete den Schlnll des Abends. Dortuniml, Am 24. März veranstaltete der Tlicodnr Herzl-Klnb eine Pm'imfeier, hei der Herr Rechisanwait Dr. Wein her« über das Punmfcst sprach. Dann folgten cini«c ernste und heitere Rezitationen von den Herren Referendar Simon und Alfred Horn. Eine später zu Gunsten des Sied- I11n«s«e110sscnschaftsfm1ds arran«icrte Auktion, bei der nur ein einziger «erin«werii«er Gegenstand ver steigert wurde, brachte den bei der kleinen Teilnchiiici/.ihl enorm hohen Betrag von Mf.25 Mark. Wälirend der ansJüiellendeu Kaffeetafel, die Ins morgens .1 Uhr dauerte, trugen die Herren Moses und Heldblum noch eine Anzahl Jargwiiicder vor. A. II. Trier. Samstag, den 2. April, fand in unserer alten Moselstadt zum ersten Mal ein Propagandavorlrag stau. Herr Hr. Alfred K I c c Merlin, der in bekannt nmslergiiltigei und formvollendeter Rede das Thema; ״Was bedeutet der Zionismus den dcutsollen .luden" behandelte, erläuterte zuerst das Baseler Programm in allen seinen Teilen und widerlegte sodann, die von religiöser, staatsbürgerlicher umi kosmopolitischer Seite «ebiäuchhelisteii Einwände. Wegen 41er vorgerückten Stunde «am eine Diskussion leider nicht mein zustande. Doch erklärten sich somit 15 Damen und Herren bereit, einer In nächster Zeit zu «rundenden Zionistischen Ortsgruppe beizutreien S. U. Stockholm. Die junge Svciiska Zloitisilörcti'.ugeit hatte am 27. März ihre erste grolle Veranstaltung, ein Schekel-fest, ln einem der elegantesten Hotels der Stadt fand das Vergnügen statt, das durch seinen glänzenden Eiiote und guten Besuch ein Beweis dafür ist, dal! die Hoffnungen, mit denen man an die Gründung des Vereins schritt, vollauf berechtigt waren. 1י.הי Pest wurde durch einen von llemi M. Ta r sc bis ver׳fällten und vorgetragenen Prolog eroiinet, an ucn sich dann in bunter folge Zionistische Reden. Musik-, Uesangsvortrage und Deklamationen .schlossen. Tanz hielt die Gaste noch lauge hei- ..ich. Die Scliekelsamiuluiig. die Sammlung 1'iir den Nntionalfomls und der Verkauf von N.-i-.-Marken ulieitrafen weit alle gehegten Erwartungen. Prag, Am 211. März veranstaltete die Lese- und Rodelialle jüdischer lloehsehiiler einen künstlerischen Abend, der für die Beurteilung der steigenden Achum«, die unserer Idee eiitgcgeiigebraclit wird, höchst wertvoll ist. Die vornehmsten Kreise unserer Stadt füllten bis auf das letzte Plätzchen den Prunksaal des neuen jüdischen Rathauses, der durch diese Verunstaltung seine erste gesellschaftliche Weihe ernnim«. Den .׳rolleren Teil des Programms füllte eine Vorlesung des liebenswürdigen Wieners R a o 111 A 11 e r 11 h e i tu e r, dessen inniger Humor die Zu- Imi'erscliau hell entzückte. Man hatte das Gefühl, der Künstler Inbe zu tief in das Getriebe dieser Welt geblickt, dall er von dein Betrübenden mul Hallliehen, das er gefunden, in seiner Liehe zu den Mensehen doch nur mit Lächeln und Rührung erzählen kann. Seine Vorlesung bildete eines der ersten kirnstkrischen Ereignisse dieser Saison. Die Art. wie er vorias. bietet schon einen Gcuull für sich. Zu Beginn des Abends iülirte das bewahrte Mitglied der hiesigen deutschen l.amlesbülme Dr. Philipp Manning durch Rezitationen ein inmiiuelliares Ihld der Jargonpoesie vor. Er brachte neue Gedichte Morris Rosenf c 141 s aus den jüngst erschienenen Nachdichtungen l'riedrieli T h i e I) e r g e r s hinrcilleml zu Gehör. Aullerdem halte l'riedrieli Thiebergcr. der bekatuu.- lieh für eine Nachdichtung unlängst in diesmii Blatte preisgekrönt wurde, dem Verein vom* miiickaimte Balladen nach S. E r 11 g zur Verfügung gestellt, durch die das Publikum zum ersten Mal mit der Eigenart dieses in Westeuropa fast völlig unbekannten Jargondielilers vertraut gemacht wurde. Die meisterhaften Rezitationen wurden mit wahrem Enthusiasmus aufgenommen, so dall sich Dr. Manning zu einer Zugabe entschlichen muilte. Sämtliche hiesigen Blätter bringen ausführliche Würdigungen dieses Abends, durch dessen Veranstaltung der junge Verein gezeigt hat, dall er der künstlerischen Aufgabe, zu der er vor allem berufen scheint, vollauf gewachsen ist. «־SPReCHSAAL־־« POr diesen Teil Obernimmt die Redaktion den Lesern gegenüber keine Verantwortung. Wir erlialien folgende Zuschrift, der wir gern Raum gehen, da die darin behandelte frage zweifellos eine sehr ernste und wichtige ist, wenn wir auch mit dem Einsender der Meinung sind, daf) eine Lösung der frage nicht so leicht hcrbcizufiiltrcn sein dürfte. ן Doch gehen wir einer Diskussion 111 i.vMll״ | Grenzen gern Raum. ' 11 11,1l1i.lc4׳vn, j י lik'li! •'! C.liv ז ז in-|1. 1 Kcläs 1! ׳ *l US '-üivn ' v::; \ d* 1״Ui? t o;. Au; ■ t'.iVo t *■1Ul *len -An 1 du 1 *U:1, ־1 ir. HS ,׳׳ Die Sonntagsruhe Im Handels««werbe. Die zunehmenden und erfolgreichen lk״, ,ן.,|]ץ der Handehaiigcstellten auf Yctkiii/ung 1־'ין;,״״ stelhm« der Geschäftstätigkeit an j1m,i ,','1י Feiertagen durfte wohl die 1 rage 1 warum die jüdischen Haiulels.iugisiellteii 1U) das Geringste tun, um den jüdischen fuct:,!;׳ gewisse Anerkennung zu verschalleן .״ heller Teil der ־ Angestellten gelmu doj! , der jüdischen Konfession an. 11,11». 11 Uicv I 11.teil foi tgeselzteu Bcrnliimigcii um <kn j:• Kollegen von ihnen nicht so viel gelern;.!1 1 iebot des «esimden religiösen Sclbstgcfui,,., Merkmale der eigenen Konfession Wenn die Angestellten christhJier K01m.\. Unterschied der Glaiihensriclitimg 111«h:;0,! halten au diesen Merkmalen entscheid( 1!, legen wurden, konnten sie sich darauf Uzu verlangen, dall ein beliebiger l ag der \\ weclisclnu mit ihren in demselben Gescl. augestcllteu Kollegen zu ihrer Erholmig!! werde. Sie bestellen indessen darauf, d,!r. v Sonntagen mul den anderen clirisihJu.11 I von der Tätigkeit entlmmleo werden, in vielen Tausenden cliristlijien Äugest( I!!( 1, sicli natnr■gemalt nicht nur Bekenner der sondern auch der sogenannten liberalen R.j finden. Alle stehen indessen einheitlich am : Standpunkte, dal! die Tciertagc ihre. KonK• Ruhetage gehalten werden nmssen. Beruht nun der gänzliche Mangel einer Bemühung unter den jüdischen Angestellte:: lieh der jüdischen feiert.ige aui dem M.u,. gleichwertigen religiösen Erziehung oder wendigen jüdischen Selbstgefühls? Vielleicht Interesselosigkeit aus der leidigen Asm»•:!..;: und mit der daiiüt in Ycihiudimg Melau!.; , zu erklären, nur ja nicht als .Inden herv״!/ Der Zionisir.i's hat in diese beschäme mh •: , . sclia.'tcn und Gesinnungen im .dlgeniemen e!M halt hcfreie.i'iy Bresche geschlagen. Ii.s .!•׳ der zahlreichen jüdischen Angestellten sj!>. ׳׳.: .!essen noch Vemg hiervon gedrungen zu m.i Hier erö'fnet sieh fiir die Wirksamkeit dr^ , mus noch ein weites und ehrenvolles. \um iniiliseliges mul schwieriges Arbeitsgebiet. Das Endziel der jüdischen Angestellte:. י• .\ als auch der jüdischen »iesch,1ftsü1i1aber 1::. ׳ dahin gerichtet sein, dal! es ihnen freigesu ,;. an Sonntagen und christlichen Eeienageu . a schaftslatigkeit insoweit auszmiben. als su , au Samstage» und jüdischen fviertagen oiur:.״: I>cr Staat kann kein Interesse daran h.d'e:!. Angellongen einer in der Minderheit beimdhcl:. Y fession zu notigen ihre eigenen feien.!ge /<: er:• weihen und dagegen die Eciertagc der Mjiruta• Koniession z.u halten. Wenn der Staat, wu iiws i׳u uns m Deuischland der I'.111 ist. beimih: o1:\ ׳ religiösen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, v,, ... » er folgerichtiger Weise die Zugehörigen emer 11• stimmten Konfession mellt durch gcsctzhdo \ז״• Schriften notigen, ihre religiösen Vorschriften :!! w!,!• lieh der Ruhe• mul Eeicrtage m einer so ..in• .ז::’׳,.יי• Gehen Weise zu verletzen, wie dies gegenw.ot.c m• scluelit und in einem noch gröberen L’mf.ii•1• ״״er fall zu werden droht. Dal! die jüdischen Geschälte au zwei I.im der Woche, wie dies in einzelnen A11snalmiei.dk :.<:• \n,!'•C ‘ p.« <st. J׳c säclihch gescliieht. geschlossen sein sollen, ■׳:! allgeinemen nicht dmchhihrhar und w idersntich: .!:;,11 jedem gesunden Tatigkeitstriebe. Insofern la tatsaclilich eine Nötigung zur Aullerachtl.issi»,״ ur eigenen Ruhelage vor. indessen tragt die Sou! ..11 diesem iiiieniiiicklicheii Verhältnisse wenige* die Staatsgewalt als wir Juden selbst, da wu g getan haben, um unseren berechtigten Ans;*: u! Geltung zu verschaifen. Die praktische mul durchgreifende Erle•■ g der Angelegenheit ist allerdings nicht leicht um. ״ auch mellt im llamlimidfelien erreicht werden. 1 c!1 eine weitergehende Verkauistaligheit an S*>:. .11 seitens derjenigen jüdischen Geschaftsinl1al:er. , ■>n Samstagen geschlossen halten, werden sav e Ladenbesitzer christlicher Konfession aus Rucks u des Wettbewerbs wehren, indessen durften in )faltige und andauernde Bemühungen aueli s, יו• lieh auf diesem Gebiete eine Verständigung e: ״ kotmeii. zumal keiner von beiden Teilen lim wc‘׳-ntliehe Vmteile erreichen oder nenueas ite Nachteile erleiden würde. l'.s uiiillte zimmidestens mul zunächst bei > jenigeii leile der vorliegenden Angelegenheit 1 griften werden, welcher der alsbaldigen Reg. - schon jetzt zugänglich ist. D.in ist derjenige der die Sonntagsruhe in Kontoren betrifft. In י m Beziehung stellt bekanntlich eine Gesetz.esvod.1M!l Aussicht, welche die volle Sonntagsruhe in Bureaus und,in den mit nicht offenen Verkautssw verbiindcueti Betrieben z.mii Gegenstände hat.!> i'L denjenigen jüdischen Verbänden als Verdienst .!■. ׳׳!• rechnen, deren Bestreben .schon bisher darauf m• richtet war, eine Milderung dieser bevorstehenden Bestimmung herbeizuführen. , Auf diese lätigkeit ist es wohl ziiruekzniuhreti. dall ״Uurclt Anordnung der höheren Verwaltung'*• behorde oder durch Orts-Statut eine Herucksiclm• gung der an jüdischen Feiertagen gänzlich ruhenden Gcschüftshcljjcbc dahin Platz greifen soll, dall diese tlire tüdischcn Angestellten bis zur Dauer von 3 Stunden in für den Verkehr geschlossenen Geschämrüumcn beschäftigen dürfen."

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