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Jüdische Rundschau · 1910-01-21 · Heft 3 (21.1.1910) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XV (1910)
Issue
Heft 3 (21.1.1910)
Date
1910-01-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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No. 3. JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 33. zionistischen Organisationsstatut nacligebildct Das Bureau der Fraktion musste weiten des ständigen An. wucltscns unserer Arbeiten weiter ausgcstultct werden. Oie Anstellung eines Parteisekretärs wurde notwendig. die Kosten hierfür werden druch einen M i srachi-Par teifonds aufgebracht. Das Präsidititn des Misrachi setzt sich zusammen aus den I lerren Rabbiner• Reines- Lida (als Ehrenpräsidem). Dr. Fcuclitwangcr, Prof. Wcyl, Prof £1117■ buch und B. Stern. Zu!״ Schluss forderte der Redner die Anwesenden Nichtzlonistcn auf, aus dem Kongress die Konsequenzen zu ziehen und sich der Organisation anzuschlicsscn und «ine ausführlich auf alle Vorwürfe ein, die man dem Zionismus ge- ,nacht hat. Au das vorzügliche Referat schloss sich eine von beiden Seiten recht lebhaft und angeregt geführte Debatte Über das Verhültnis des traditionellen Judentums zum Zionismus an, die jedoch leider wegen der vorgerückten Zeit nicht zu Ende geführt werden konnte. In kurzer Zeit wird eine weitere Versammlung stattiinden. die dann hauptsächlich der Fortsetzung dieser Diskussion dienen soll, und die sehr interessant;׳u werden verspricht. Königsberg I. Pr, Auf Einladung der hiesigen Ortsgruppe «los Verbundes Indischer Frauen für Kulturarbeit 111 Palästina'• hielt Krankenschwester Jeniiv Stic ׳cl aus Jerusalem am!1. Januar im Artuslmf einen Vottra•! über ״Ziele jüdischer 1• r■.! 11 e na r!יei t in Palästina. Ein überaus trauriges Bild entrollte Schwester Sticbcl, die 3'^ Jahre .!1׳׳ Schurc-Zcdek-Hospital in Jerusalem wirkte ,!סו! in iia.listcr Zeit nach Julia hbcrsicdelt. vor ihrer zahlreichen Zuhörerschar. Sie schilderte zunächst die notdürftigen Verhältnisse in der Krankenpflege. I־׳e einzige nach europäischem Muster misgestattcte, A: Malt sei das Schare־Zede!<*Hospital. Es gibt zwar ,ach eine Anzahl von Spitalern - auch Blinden- und hieiunsialtcn sind vorhanden — aber die Zustände, in de.1e1׳ sie sich befinden, seien sehaudcrcre״c11d. ין"• "cmcindcptlcgc stehe auf niedrigstem Niveau. ’!!!!ui :!־.׳.׳ Todesfälle bei Geburten seien mir au( \ v,!11. dil.issigiuig znriickztiiüliren; viele junge Men• ‘,:m.itbeii fallen dem Moloch*Schmtttz zum Opfer. 1 ur Altvrsvers )!gung. fiir Kinder- und Waisenpfiege vci mangelhaft gesorgt. Könne cs da wiiudernehnien, י ■mi Jn Jet: ihre Kinucr lieber der englischen Mission ,;!:Ire 1. wo sie sauber gekleidet und gut genährt 1. I erzogen, schliesslich aber — langsam zur Taufe •..׳!licretnn׳ werden. Fs dürfen nicht länger im heili- I. inde so viele jmntc jüdische Leben durch Tod laute dem Judentum verloren gehen. Auf dem K!!giess wür so viel von praktischer Arbeit gevn Jieu worden. Mögen die jüdischen Frauen mir!׳ iiiiic;!. die alte Heimat gibt ihnen Wirkungskreise, di ׳ ihr Lehen uuszufiillcn imstande sind. Nicht nur;״.'gebildete Krankenschwestern werden gebraucht. I :Agerinnui. Lchrerinne’i. Erzicheriinen sind notaendig, (»rosse Aufgaben harren der liebevollen Hünde. Nicht aiit einem »Male könne Wandel ge• svhalfen werden, aber einen Anfang müsse man machen. Der ..Verband jüdischer Frauen" hat es sich zur Auigabc gemacht, helfend cinztigrcifcn. Jede jüdische Frau sei daher verpflichtet, wenn sie nicht persönlich in den Dienst der Sache treten Kann, wenigstens durch Beitritt und Werbetätigkeit iiir den Verband an der grossen Arbeit teilzunehmen und sic zu fördern. Die schlichten, von inniger (Je* mütstiefc zeugenden Ausführungen Schwester Stichels übten starke Wirkung aus. Auf den warmen Appell der Vorsitzenden, Zahnürztin Ida F r c u d c n ii e i m hin traten 23 neue Mitglieder dem verbände bei. Suintcr. Am 3. Januar hielt Herr Rabbiner Dr. 11111 i 1 Lew aus Berlin hier einen interessanten ״rtrag über: Traditionelles Judentum. I־.: verstand es durch seine trefflichen Ausführungen h 1s zahlreich erschienene Publikum zu fesseln, das 1' 111 durch lebhaften Bcilall seinen Dank für die lehruulien Ausführungen zollte. Posen. Am 8. Dezember veranstaltete die .V’itlonalliidlsche Fraiienverclnlgntig ihr C11 a 11 ח k k a K i 11 d e r f c s t. Welcher Beliebtheit sieh me Veranstaltungen hierorts erfreuen, ersieht man ’. ׳!hl am bester, »lass in diesem Jahre einer der gim Men Säle der Stadt gefüllt war. Etwa 250 Kitt- »kr und wohl ebenso viel Erwachsene folgten der Einladung der Fraucnvcrcinigung. Eingelcitet wurde das Fest mit einem Klavier• und Violinvortrag eines jugendlichen Gcschwistcrpaarcs. Es folgte das Anzündcu der Menotah durch Herrn Kantor l'eldmami. Ein von demselben Herrn sehr gut geschulter Knabenchor sang einige Lieder. Ein von einem Primaner sehr sinnreich verfasster und vor• ziiglich vorgetragener Prolog bildete die wirkungsvolle Einleitung für die übrigen Vorführungen, De* klamationen und Tänze. Den Schluss der Aijsführiingen bildete das Katz’sehe Märchcnspic| ..Chanukka bei den Wichtelmännchen’־, von Jen jugendlichen Darstellern sehr flott gespielt. Die ge• meinschaftlichc Tafel brachte den Kindern ausser Ciiokohulc und Kuchen reizende kleine Uuber• raschungcn in Form von Sparbüchsen für National• fondsspcnücn, wie der Aufdruck belehrte. So hoffen wir unsere Kleinen frühzeitig an Nationalfondsarbeit zu gewöhnen. Eine Würfclbutle sorgte für Abwechslung, und allgemeiner Tanz hielt die Fcstteiinchnicr noch einige Stunden gemütlich beisammen. Ein beträchtlicher Ueberschuss bildete den materiellen Erfolg dieses Festes. (Der Bericht erscheint etwas verspätet, da er mit anderen Infolge Raummangels zurückgesiellt werden musste I) Kempen f. P. Am 1L Dezember veranstalicte der hiesige Vorein zur Förderung der Idealen Interessen jüdischer junger Leute ein Chanukkahfest, das aus allen Schichten der jüdischen Gemeinde besucht war. — Nach Uegrüssung der Erschienenen, insbesondere der Delegierten der ״Qrosslogc lür Deutschland U.O.Ü.B.", der hiesigen ״Caritasloge" und des Jugcndvercincs Ostrowo, durch den Fcstlclter Herrn Pulver mann, deklamierte Frl. Freund das Gedicht ״Chanukahlichtcr" von M. Roscnfcld; darauf ergriff der Vorsitzende des Vereins, Herr Breslauer, das Wort zur Pcslrcdc. die «Sarin gipfelte, dass der Verein bestrebt sei, mitzuarbcltcn an dem Werke der Wiederverjüngung der Juden- Heit ln ihrem inneren Leben und ihrer äusseren Stellung. — Es folgten Aufführungen, Tanz und Kaffeetafel, begleitet von diversen Ucbcrraschun• gen und einer Deklamation des Gedichtes ״Chuniikahtredciclicn" von M. Lew durch Prl. Öresla u c r. Erst ״egen vier Uhr morgens erreichte das Fest sein.Ende. Diese Veranstaltung, das erste Auftreten des Vereins in der Ocffcntlichkcit, kann Ms wohlgclungen bezeichnet werden. Koscliniln. Am Sonntag, dem 2. Januar, fand im Sitzungszimmer der jüdischen Gemeinde eine Ver• Sammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. Der Vorsitzende, Herr Glock, begrüsstc die zahlreich erschienenen Mitglieder sowie die Gäste. Darauf gab er einen kurzen Ucberbllck über den IX. Kon• gross. Zur näheren Erklärung und zum besseren Verständnis verlas er die wichtigsten Stellen aus der Rede des Präsidenten D. Wolf/sohn und Nordaus und knüpfte hieran Bemerkungen an. Weiter sprach Herr Ernst fl cp p ne r (Posen) über die inneren Verhältnlsse der zionistischen Organisation. Redner führte aas, dass ohne eine genügende straffe Organisation im Zionismus nichts geschehen könne, Vor allen Dingen müsse eine möglichst grosse Propaganda entfaltet werden, um die Mehrzahl der Juden dein Zionismus zuzuiiihrcn. Es müssten Redner ins Feld geschickt werden, die den Zionisten, besonders in den kleinen Städten genauen Bescheid, über die jeweiligen Ver- I1;iImisse im Zionismus Aufschluss zu geben hätten. Das alles aber könne mtr dann durchgesetzt werden, wenn der Organisationskasse genügende Mittel zur Verfügung ständen. Er forderte deshalb die Anwesenden auf, neben dem Nationalfonds auch den Organisatümsfonds nicht zu vergessen. Die Ausführungen fanden allgemeinen Beifall. An dieses Referat knüpfte sielt eine lebhafte Diskussion an, in der auch die Ein* wände gegen den Zionismus mit Erfolg widerlegt wurden. Am Schlüsse wurden von sämtlichen Erschicucncn Spenden für den Organisationsfonds gezeichnet. Wir!!offen, dass der Zionismus, der wie überall. auch in unserem Städtchen In letzter Zeit Fortschritte gemacht hat, immer mehr an Boden gewinnen wird. Kuttowllz. Am Montag, dem 10. Januar, erstattete unser Delegierter. Herr Arnold Wiener, Bericht über den JX, Kongress. Er schilderte in grossen Zügen den Verlauf desselben und fesselte die Zuhörer durch die lebendige Darstellung der liauplsächlichsten Ereignisse, sprach über die Gegensätze, die wegen der Verlegung der Leitung Itt Erscheinung traten und schilderte dann weiter in anschaulicher Weise die Veranstaltungen, die anlässlich des neunten Kongresses stattgefunden haben, insbesondere den tiefen Eindruck, den die Leistungen der indischen Turnerschaft gemacht haben; er rühmte auch die ausgezeichnete Vorbereitung des Kongresses seitens der Hamburger Ortsgruppe. Für den Nationalfonds wurde gesammelt. S. Fr. Breslau. Am Mittwoch, dem 12. Januar erstatteten in einer von etwa 150 Schekclzahlcrn besuchten Versammlung der Breslauer Ortsgruppe die beiden Kongrcssdelegicrtcn der Gruppe, die Herren Hugo Schachtel und Dr. Sandler eingehend Bericht Über den Kongress, die Fräsen, die ihn beschäftigt, ihre oppositionelle Stellungnahme und deren Voranlassung, wobei Dr. Sandler insbesondere auf die Aufgaben einging, die jetzt unserer in I’alüstina harren, und von deren Erfüllung so viel für uns und die Zukunlt des Judentums abhüngc. Nach den etwa \U Stunden währenden Referaten setzte sogleich eine eingehende sachliche Diskussion ein. die erst gegen 2 Uhr Nachts ihren Abschluss fand. Mit ü b c r w ä I ־ tuender Majorität wurde alsdann von den noch fast vollzählig Anwesenden folgende Resolution;ingenommen: ״Die am 12. Januar 1910 zahlreich versammelten Zionisten Breslaus sprechen nach Kenntnisnahme des Berichtes ihrer Kongrcssdclcgicr* ten. den Herren Zahnarzt Schachtel und Dr. Sandler unter ausdrücklicher B ill Igu n g ih r e r Stcl- 1 u n g n a h m c zu den Fragen des IX. Kongresses ihr vollstes Vertrauen aus." Stettin. Am 12. Januar veranstaltete die Zionlstlscho Ortsgrupoc eine öffentliche Versammlung, in der Herr Dr. Unna, Berlin, über die Bedeutung des neunten Kot?״rcsses sprach. Redner verstand cs. unter Bciscitclassung von Einzelheiten, die grossen Fragen, die den Zionismus und also auch den IX.!Kongress beschäftigten, zu beleuchten. Neu- Anmeldungen sind zu verzeichnen. — Stettin. Am Sonnabend, dem 8. Januar feierte der Jüdischen Turnerschaft angehftrige Jüdlscho Turnverein Stettin sein zehnjähriges Stiftungsfest, das nach jeder Richtung hin glänzend verlief. Besonderen Beifall erweckten die turnerischen Vorfilhrungen, die In Frei- und Geräteübungen bestanden und an denen sich 10 Berliner Barkochbaner bete!• ligten. Vor den Uebungen hielt der Vorsitzende, Herr Referendar Qrelfonhagen, die Begrüssungsansprache, nach den Uebungen Herr Erich Treyer, Berlin, die Festrede; es folgten künstlerische Vorträge (Frl. Bötzcl: Rezitation, Frl. Feiner und Herr Schwarz: Gesang) und während der Kaffeetafel ein Schattentheater (Herr Albert Bacr). A. B. Hamburg, Der Hamburgischc Verein lür jüdische Geschichte und Literatur veranstaltete gemeinsam mit dcrllcnry Jones-Loge, der Stelnlhal-Loge und der Zionistischen Ortsgruppe im Logenheim. Hartungstreinen Vortragsabend, an dem Herr Dr. Jampcl. Karlsruhe, über ״Die neu aufgefundenen jüdischen In- Schriften In Aegypten" sprach, ln interessanter Weise erläuterte der Vortragende die Bedeutung der Funde für die jüdische Geschichte; cs gellt daraus hervor, dass Aegypten vor 2500 Jahren schon unter persischer Herrschaft stand und sich viele Juden im persischcn Söldnerdienst befanden. Interessant sei fer* ncr die Tatsache, dass die Inschriften in biblischaramäischer Sprache abgefasst sind; da auch der amtliehe Briefwechsel mit dem persischen Statthalter und die gerichtlichen Kaufverträge, die zum Teil von Nichtjuden herrühren, in dieser Sprache geschrieben sind, steht fest, dass die aramäische Sprache zur damaligen Zeit die offizielle Amtssprache des persischen Reiches war, was bisher von der üibclkritik als unwahrscheinlich bezeichnet wurde. Die neuen Funde zeigten auch, dass damals unter den Juden bereits eine hohe geistige Entwicklung bestand, denn die Urkünden weisen selbst Unterschriften von Handwerkern und Tagelöhnern auf. Die Darlegungen des Redners wurden mit lebhaftem Beifall aufuenontmen. Hannover. Die hiesige Zionistische Ortsgruppe hielt am 10. Januar eine Versammlung ab. in wcl• eher der Delegierte für Hannover-Emden, Herr Referendar Dr. Lob über den Verlauf des IX. Kongrosses Bericht erstattete. Der Redner schilderte den imposanten Eindruck, den ein solches jüdisches Parlament macht, hob dann in sachlicher, ausführ• licher Weise die einzelnen nennenswerten Gesichts-!!unkte nach den. Berichten der Welt hervor und ging am Schluss zu einer Kritik über, wobei er fiir die derzeitige Leitung warm citurat. In der an• süiliesscndcn Diskussion schilderte Herr Reclitsan- Walt Block die Eindrücke des Kongresses auf ihn und hob besonders die Wichtigkeit palästinischer Arbeit hervor, die jetzt ini Zionismus allcrwärts Richtung gebend sei. Herr Oberlehrer Schönemann knüpfte daran an und beleuchtete dam, besonders die Verdienste lind die prominente Personliehkcü Wolffsolins. Des weiteren ging er auf die Bedeutung des Kongresses ii b c ז I» a u p t ein, kritisierte speziell beim letzten Kongress das Redefieber und die oft mangelnde Objektivität und Pusitivität vieler Delegierter. Zum Schluss zog er die Lehre.. die der Kongress den Ortsgruppen gegeben habe um* stellte dann kurz einen Arbeitsplan auf. Herr C. Maver und Herr Dr. Jacobsohn griffen kurz in die Debatte ein. Eine Sammlung fiir den Siedlimgsfonds ergab ca. 90 M.. desgl. zur Eintragung Wolffsolins in das Goldene Buch ca. KJ Mark. Duisburg. Am 12. Januar berichtete unser Dclegierter, Rechtsanwalt Dr. Weinberg. Dortmund in der Zionistischen Vereinigung über den neunten Kongress. Er gab eine ausgezeichnet klärende und ermutigende Darstellung der jetzigen Lage des Zionismus. Der Vortrag fand grossen Beifall. Freiburg I. Br. In einer sehr gut besuchten Ortsgruppenversrnnmlung referierten die Herren stud. jur. Hermann Dukas, Walter Fischer und Frl. stud. Rosa Dukas über den Hamburger Kongress. Herr Dukas hatte cs übernommen, über den Verlauf im ganzen zu sprechen, wobei er den Nachdruck auf die Eröffnungssitzung, die Generaldebatte und die Vorgänge der Schlusssitzung legte. Die zutage getretend! Gegensätze: hie Wolifsohn. hie russische Landsmannschaft bildeten das Leitmotiv. Im Gegensatz hierzu sprach Herr PI sc h e r über die sachlichen Gegenstände des Kongresses, die Palästinaarbeit, den Nationalfonds, die Oclbaumspendc, die Sicdclungsgcnosscnschaft und die Banken. Frl. Dukas endlich schilderte die persönlichen Eindrücke, die sic vom Kongress und seinen Ncbenvcranstaltungcn (Bczalclausstellung, Schauturnen, Studentenkommers. Nordau- Vortrag) empfangen hat. Diese Eindrücke, schlicht und mit warmem Gefühl vorgetragen, verdienen eine besondere Würdigung. Sic legen Zeugnis dafür ab, wie tief eindrucksvoll und wie erhebend der Kongress gewirkt hat trotz der manchmal mit Heftigkeit zutage getretenen Differenzen und trotz des unbefriedigenden Ausgangs. Frl. Dukas bebt besonders die strenge Sachlichkeit der Verhandlungen, die würdige Haltung und die Disziplin des Kongresses trotz der angespannten und temperamentvollsten Anteilnahme seiner Teilnehmer hervor. Der Kongress war für die Vortragende ein reiches Erleben und hat ihr die Gewissheit verschafft, dass cs ein jüdisches Volk gibt, und dass der Zionismus eine wirklich begründete Bewegung ist. die ihre Zukunft haben wird. Schluss dc3 redaktionellen Teiles. Geschäftliche Mitteilungen Herr J. Weiss übernahm am t. Januar die altbekannte GrossUampfWäscherei ״Wllhelma", Schöneborg, Hauptstr. 2ti. Herr Weiss, der über modernste maschinelle Einrichtung und geschultes Personal verfügt, lässt die Wäsche, ohne scharfe Mittel anzuwenden, anfs schoncndstc waschen und plätten. Die vorehrlichen Gönner und Leser unserer Zeitung werden gebeten, Herrn Weiss nach Kräften durch rege man- ־ spruchnaltme seiner Dampfwäcshcrei zu unterstützen.

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