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Jüdische Rundschau · 1909-11-26 · Heft 48 (26.11.1909) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIV (1909)
Issue
Heft 48 (26.11.1909)
Date
1909-11-26
Page
– (sequence 9)
Language
German
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No. ‘IS.' JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 541. * f P S I ו, 1׳ *!. r 9 ז r & 1 ו 1 ו t » is 1,; 1 » t <!: I 1 I '1 / i I Aufschwung Benommen. Die Schhlcrzalil hat um 60 '״׳ /Hk'ciinnmicn. Von der übrigen Tiitinkeit seien noch tiiC Verhandlungen mit dem Direktorium des N.-P. ״ml ties A.*K. betreffs der Subventionierung des Hebräischen Gymnasiums erwähnt, Die aktcmn.issigc Darstellung dieser Korrespondenz ist M'iiuTM'it in der ״Budapester Jüdischen Rundschau" erschienen. Herr Struek gal) 11״ch einige Ergänzungen ln Bezug auf die Reorgnni- .ו.ץin«n des Misrachi, die In einer Konferenz umniUcl- |,.,r vor dem Kongress erfolgen soll, ferner in Bezug .int die Schekelsammlung, die bisher 4500 Schekel vigab. In der darauf folgenden■ üusserst angeregten Piskussion, in der über die Grundfragen des Misrachi ^Mmichen wurde, wurde der Wunsch nach einer grosseren Agitatioustiitigkeit laut. Wie von leiten• .10 r Stelle versichert wurde, soll auch die neuge- M-iiaifeiic Organisation sofort nach dem Kongresse die Agilationstiltißkcit in die Hand nehmen. Die vorgenotmnenen Wahlen — man wühlte mit mehrere» anderen Misrachigruppen ־— Hamburg. I einzig. Breslau etc. — gemeinsam, ergab die Wald des 1 ierrn Hermann Struck als Delegierten und des 1 Ierrn Joseph W. H a k c n b r 0 c 11, Frankfurt ., M. und Hugo Rotscliild, Lübeck, als Ersatz- ,!•.■legierte. Die Versammlung iiess erkennen, dass ,: Berlin von einer erhöhten misrachistischcn Tätig-;.it viel zu hoffen ist. Herlin. Der Verein zur Erhaltung des iibcrileler- Mi Judentums veranstaltet eine Öffentliche Versammlung in den Augusta Victoria-Sälen, i.mlierstr. 31/32 (gegenüber dem Eispalast), am Y-ittwoeh, dem 1. Dezember, 87. Uhr abends, ׳;׳,tgesordmmg: 1. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr• r.mil Levy: ״Was ist traditionelles Judentum?" Anträge und freie Aussprache über Qcmcindc-An- Gelegenheiten. Güstc — Damen und Heren — sind v. illkommcn. Berlin. Am Donnerstag, dem 18. November, fand in den Sophiensülen wiederum eine MUglicderver- Miiimdiing der Berliner Zionistischen Vereinigung statt, in der Herr Motzkin sein Referat Uber die f ragen des IX. Kongresses fortsetzte. Er beschäfi:gte sich im wesentlichen mit der Organisation«- nage und führte dazu folgendes aus: Die Organisttioii biete in den meisten Landern ein uucrircuhelles Bild, ln dem grössten Lande, Russland, leide sie unter den Verfolgungen der Regierung sowie unter inneren Schwierigkeiten, die noch aus der Zeit kies Kampfes zwischen Zionismus und JTO datieren. Dieser Gegensatz sei allerdings jetzt im Verschwinden. Von grosser Wichtigkeit sei die Ausschaltung aller persönlichen Momente im Parteikampf, die leider vielfach im Vordergründe stellen. Das neue Orgauisationsstatm habe grosse Mangel. Der grösste sei die Entrechtung der Sclickclzalilcr durch die Bestinmumg, dass nur die Mitglieder zionistischer Vereine die Kongressdelegicrteu wählen. Uiulurolifiilirbar sei auch die Trennung der Arbeit des Engeren Aktions-Komitees in verschiedenen Ressorts. Es sei empfehlenswert, ein Kollegium von 5 Personen zu bilden, von denen wenigstens drei an einem Ort wohnen. Wenn nötig, mussten einige davon besoldet werden. Auf die allgemeine Lage der Bewegung hinweisend, forderte der Redner, man solle sich nicht bloss auf (leldsai»»•■..!1 nesclirüiiken, sondern die innere Kraft der Bewegung zu beleben suchen. — in der Diskussion sprach zunächst Herr Feiwci. Er meinte, wenn Mot/.kins Rede einen Vorgeschmack \'<>n den Verhandlungen des Kongresses geben solle, v> seien die Aussichten für den Kongress sehr triibe. Herr Motzkin habe dem Kongress im wesentlichen mir die Aufgabe gestellt, über einige Paragraphen des Statuts zu reden. So dürfe man vor einem Kongress nicht verfahren. Die Bewegung leide schwer an dem gegenwärtigen Idccnmangcl. sic habe nicht vermocht, neue wertvolle Kräfte zu gewinnen. Sie wandte sich immer mehr von einer kiilturschöpferischen Bewegung zu einem mechanischen Organisationsapparat. Es müsste ein Zentrum geschaffen werden, von dem belebende Kräfte ausgelien. Man solle wenigstens einen Anfang mache» und die Leituns; nach Berlin verlegen. .— Hiergegen wandten sich die Herren Dr. Friedem a 11 n, Dr. G 01 d b c r g und Dr. K l c c. Sic erklarten, da bedeutendere Persönlichkeiten nicht zur Verfügung ständen, so bleibe am besten die alte Leitung am Ruder. Herr Dr. Zwirn meinte, eine Änderung der Leitung sei zwecklos. Bei der heutigen Situation habe der Kongress nur dein 011 s t r u t i v e Aufgaben. Herr L i c 11111 c I m iiihrtc aus, die Feiwelschc Rede habe auch eine positive, Seite, da sic die Zionisten aufstachclc, Bordernngen zu stellen und sein Vorschlag sei jedenfalls diskutabel, da die jetzige Leitung infolge ihrer Isolierung den wichtigsten Aufgaben nicht gewachsen sei. Herr Margulics sprach über das Problem der Jugenderziehung, das von der filteren Generation nicht in der richtigen Weise behandelt würde. — Die Debatte, an der sich gegen Schluss noch die Herren Lin und Dr. Roscnbcrg beteiligten, nahm zeitweise einen ziemlich heftigen und persünliehen Charakter an, da sich alte politische Gegner gegcnUbcrstandcn Cliarlotteiiburg. Am Dienstag, dein 3. Dezember, abends 8'/! Uhr, findet im oberen Saale des Cafe Nollcndorf-Casino, Klciststr. 41, eine Vor- Sammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt, für die Herr Dr. 11, Zlocisti das Referat übernommen hat. Bcullicn Obcrschl. Die diesjährige Qcncralvcr- Sammlung der Zionistischen Ortsgruppe fand am 17. November im Saale des Hotels Lomnitz statt. Dem Bericht des Vorsitzenden ist folgendes zu entnehmen: Die Zahl der Mitglieder ist im grossen und!ranzen die gleiche geblieben und beträgt 90. Die Kassenvcrhältnisse sind günstig. 1111 verflossenen Geschäftsjahr wurde von der hiesigen Ortsgruppe an zionistische Institutionen die stattliche Summe von 15C0 Mark abgeiiilirt. Es fanden acht Vorstands- .Sitzungen und eine Anzahl öffentlicher Veranstalimigen statt, Am 25, November v. Js. las der gesinmmgsgenössische Schriftsteller Herr York-Stcinc r aus Wien einige Novellen aus seiner-Sammlung ״Der lalmudbauer" vor, die einen tiefen künstlerischen Lindruck liintcrlicsscn. — Am 24. Januar sprach Herr Rechtsanwalt Dr. Oronemann -Berlin in öffentllclicr Versammlung über das ״Judentum und die moderne Kultur". Zur Vertiefung des jüdischen Wissens hielt Herr Lehrer Eisenberg einen Vortragszvklus über die Geschichte unserer Vorfahren. Von Veranstaltungen geselliger Natur wies die vorjährige Makkabäerfeier, die sich schon als ständige Einriehtung in unserer Gemeinde eingebürgert hat, einen rocht guten Besuch auf. Auch bei dem ausscrordcntlieh gelungenen Ausflug der Obcrschlesisclicn Zio* nisten nach Bielitz im Juli d. Js. war die Bcuthcner Ortsgruppe stark vertreten. Das gleiche gilt von der vor vierzehn Tagen stnttgclmbteii Jubiläumsf e i c r der ״Kattowitzcr Konferenz", der machtvollstell jüdischen Kundgebung, die Oberschlcsicu überhuupt gesehen hat. 111 den Vorstand wurden die Hei reu Dr. Dobrzinsky als Vorsitzender, Kaufuiaim H c r z f c 1 d als Kassierer, Dr. Block als Schriftführer und Herr De Beer als Beisitzer wiedcrßcwfihlt; ferner Frau Dr. Emmerich und Herr L ü w e 11 s t c i n als Beisitzer netigcwühlt. Darauf fanden die Wahlen für dcit am 25.—31. Dezember d. Js. in Hamburg tagenden IX. Kongress statt. Die vom Obcrsclilcsischcn Gruppenvcrband vorgeschlagencit Kandidaten fiir den Wahlkreis Obersclilcsien wurden gewählt. Der Wahl ging ein Referat des Herrn Diplom-Ing. Huckc r-GIciwitz, über den ״Zionismus vor dem IX. Kotutress" voran, an den sich eine lebhafte Diskussion schloss. H. Kattowltz. Die am 17. November stattgehabte G e 11 e r a 1 v e r s a 111 m 1 u n g der Zionistischen Ortsgruppe wurde vom Vorsitzenden, Herrn A. Wiener, mit Dankesworten an die Mitarbeiter bei den Vorbercitungcn zur Jubclieicr eröffnet. Der vom Schriftfiilirer Siegln. Ru p puport vorgetragene Jahresberieht konstatiert mit Genugtuung, dass durch die imposanteu öffentlichen Veranstaltungen und Vorträge die Verbreitung des Zionismus und das Ansehen der Ortsgruppe in der Gemeinde ganz ausserordentlich gefordert worden sind, weist jedoch mit Bedauern darauf ]!in. dass es infolge der Unzulänglichkeit der Kräfte nicht uiüglich war, neben der unter 1mmsprucliiiahmc aller Mittel durchgcfiihricn Massen- Propaganda die lnncnarbeit so zu pflegen, dass ein fester Stamm zuverlässiger Arbeiter hcrangcbildet werden konnte, der für die Organisation eine gesicherte Basis geschahen hätte. Ausserhalb speziviscli-zionist. Parteitätigkeit ist durch die Mitbegrün* düng einer Lesehalle gewirkt worden, die allerdings — wegen Lokalsehwicrigkeitcn — vorübergehend geschlossen ist, Der eiidstehend wiedergegebene Kassenbericht (Referent: Simon Freund) zeigt die umfangreichen Kasscmmisätzc und die erfreulichen Ergebnisse der Sammlungen für die Institutionen. Auf Antrag Mich eisen wurde dem Vorstand, insbesondere Gg. Simon Freund für dessen aufopferungsvolle Tätigkeit, der Dank der Ortsgruppe votiert und Entlastung erteilt, ln den Vorstand wurden wieder- resp. netigcwühlt: Arnold Wiener l. Vorsitzender, Siegm. R a p p a - Port stellvcrtr. Vorsitzender und 1. Schriftführer. Simon Freu n d 2. Schritiiilircr, S. M i c 11 c l s e n Kassierer, A. Zoligund Jules F r icdlän de r als Beisitzer. Gg. Julius Neu mann, der nach einjährigem Aufenthalt Kattawitz demnächst wieder verlässt, wurde fiir seine rege, stets bereitwillige Mitarbeit seitens des Vorsitzenden herzlicher Dank ausgesprochen und von den Versammelten l Baum gestiftet. Hierauf referierte der Vorsitzende tiber ״Die Aufgaben des IX. Kongresses, insbesondere die Frage der Programmäiulcrimg, der Leitung und der Schaffung einer Agrarbank." Er lehnte mit Nachdruck eine Änderung des Programms ab. plädierte für Verlegung der Leitung von Cüln nach Berlin und begründete die Notwendigkeit der Schaliung einer Parzcllienmgsbank in Palästina. Die Versammlung folgte den interessanten Ausführungen mit grösster ■ Aufmerksamkeit. Auf Antrag Ncumann wurde ein- .stimmig eine Resolution angenommen, die energisch! iede Programmürtdcrung verwirft und von den oberschlesischen Delegierten eine entsprechende Stellungnähme erwartet. Hierauf erfolgte die Wahl der Delegierten und Ersatzdelcgicrtcn, deren Namen an anderer Stelle (vcrjjl, ״Zionistische Bewegung") wicdcrgcgcbcn werden. Kassenbericht pro 1. X. 1908 bis 30. IX. 1909. Einnahmen: Mitglicderbeiträgc . ..829,95 .׳ Mk. Propagandavcranstaltungcn. 1004,50 ״ Bücher und Broschüren. 77,48 ״ Schckc! und Landesbeiträge .... 294,— ,, Diverse Einnahmen.32,50 ״ Nationalfonds und Olbaumspcndc . . . 718,88 ״ Kulturfonds. 564,— ״ 3511,18 Mk. Ausgaben: Abonnement ״Jüdische Rundschau" . . 376,40 ״ Propagandavcranstaltungcn.1157,10 ״ Bücher und Broschüren. 145,25 ״ Schekel und Landesbeiträge ־• Diverse Ausgaben (Vcrwaltungsspcscn) 144,50 ,. Natlonalionds und Olbaumspcndc . . . 776-93 ,, Kulturlonds ■ ., 504,—• ״ ~~ 3511,18 Mk. Bestand am 1. X. 1909: 10,13 Mk. Unberücksichtigt geblieben sind bei dieser Aufstellung: zum N.-F.: Spenden und Büchsenlecrnngen von 250 Mk., die erst Anfang Oktober abgefertigt wurden: zu Fropagandavcr an - staltungcn: Der Rechnungsabschluss der Jubelfcicr. Köulgshiittc. Die Zlonlsllscho Fraitengruppo veranstaltet am Sonnabend, dem 27. November, im grossen Saale des Kaiscrhofcs, abends 9 Uhr, einen Vortragsabend mit anschliessendem Tee und Tanz. Programm : Vortrag: Frl. Grete B c r ־ ger-Tescbcn, Ocsang und Deklamationen, Spamscher Tanz. — Eintritt 25 Pf. — Wir laden alle obcrsclilcsischcn Gcsinnungscnosscn hierdurch ein und bitten um ׳zahlreiches Erscheinen. Posen. Kürzlich veranstaltete der hiesige Verein Ansclie - Clicscd, dessen Rührigkeit allgemein bekannt ist, einer■• Vortragsabend, bei dem Dr. Heinrich Locwu in begeisternder Rede seine Lichtbilder aus Palästina vorführtc. Ganz besonders die Bilder aus den Kolonien, aus dem Bezalel und Oclbaumspcndc und Palästinapflanzungsverein fanden Beifall irn Publikum, das den grossen Sternschen Saal gedrängt füllte. Der Vortrag hat dazu beigetragen, in weiteren Kreisen Gefühl und Verständnis für zionistische Bestrebungen zu erwecken, was angesichts der rcformsüchtigen Bestrebungen in Posen, die sich zurzeit ans Licht wagen, von Wert und Bedeutung ist. Posen. Am 18. November sprach der Partei- Sekretär Blume nfeld liier in sehr gut besuchter öffentlicher Versammlung über ״D ic Zukunft der Juden". Der Inhalt dieses gedankenreichen Vorträges lässt sich an dieser Stelle nicht referieren. Nur soviel sei gesagt, dass die lichtvollen und formgerechten Ausführungen über wichtige theoretische Grundlagen des politischen Zionismus im Kreise der Posencr Zionisten nicht minder wie der Nichtzionisten eine Lücke füllten. Sic werden anregend noch lange nach wirken. — Von hier unternimmt der Herr Parteisekretär zunächst eine Tournee durch Nord- Posen (Samter, Wronke, Schünlanke, Filehne), kehrt alsdann zu einer internen Ortsgruppensitzung (Organisationsfragen) hierher zurück und setzt seine Tournee durch Süd-Posen (Wrcsclicn. Koschwin, Ra witsch) fort. Er wird unserem Distrikt im ganzen etwa zwei Wochen widmen und sicherlich reiche Anregungen ausstreuen mul Erfolge heimbringen. Wongrowltz. 1111 hiesigen Verein fiir Jüdische Geschichte und Literatur hielt vor kurzem Bibliothekar Dr. Heinrich L0c w c einen Vortrag über das ״Land Israel in alter und neuer Z c i l". Die Gemeinde war fast vollzählig vertreten und mit besonderer Freude wurde cs begrösst, dass die jüdische Schuljugend sich zu dein instruktiven Vorträge eingdunden hatte. Her Rabbincr Dr. Fried mann wies in seinem begeisterten und begeisternden Schlussworte noch einmal auf die grosse Bedeutung hin, die das Land Israel gehabt bat und noch immer besitzt. Wronke• Gestern war es der hiesigen -Zionist!- scheu Ortsgruppe vergönnt. Herrn Parteisekretär Kurt BI u rn e n f c 1 d in ihrer Mitte zu haben. Herr Blumcnfeid hielt einen cinstiindigen gediegenen Vortrag, der auf die Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck machte und auf die hiesigen zionistischen Verhältnisse von günstiger Wirkung sein wird. R. Stolp i. P* Am 17. November wurde in Stulp ein ״Jüdischer J u g c n d b ti n d” ins Leben gerufen. Der Verein verdankt seine Entstellung den Leitern des hiesigen Literatiirvereins. aus dem das vorbereitende Komitee bestand, und die sich durch ihre Regsamkeit ein dauerndes Verdienst um den Verein erworben haben: vor allem Herr Rabbiner Dr. Joseph. Unter eiirigstcr Beteiligung der Jugend Stolps wurde die Versammlung eröffnet. Nach den einleitenden Worten des Herrn Adolf Lewiu, setzte Herr Rabbiner Dr. Joseph in begeisternden und zündenden Worten den Anwesenden die Zwecke und Ziele des Vereins auseinander und betonte besonders, dass der Verein der Erhöhung der ,allgemeinen und jiulisclicn Bildung, der Weckung und Stärkung des jüdischen Bewusstseins und der Pflege edler Geselligkeit dienen sollte. Es traten darauihin 62 Personen. Damen und Herren, dem Verein als aktive Mitglieder bei. Bei der vorgenommenen Beratung wurden die von dem vorbereitenden Komitec vorgelcgtcn Statuten mit ganz geringen Ändcrungen angenommen. Zu Protektoren des Vereins wurden Herr und Frau Dr. Joseph einstimmig ernannt. Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Herr E. Gottschalk 1. Vorsitzender: Frl. Erna Simon Schriftführerin*. Herr G. Friedmann Kassierer; Herren Lcwin und A. Brotzen Beisitzcndc. Zur Unterstützung des Vorstandes wurden folgende Kommissionen gewählt: Literatur- Kommission, bestehend aus Frl. H. Aron. Frl. E. Samuel, Herrn W. Gumpcrt, und eine Vcrgniigungskommission, bestehend aus Frl. Woliibcrg. Herrn Goldstrom und Herrn Mcndclsohn. Zu Kasscn-Revisoren wurden ernannt: Herr K. Simon und Herr O. Riese.

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