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Jüdische Rundschau · 1909-08-13 · Heft 33 (13.8.1909) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIV (1909)
Issue
Heft 33 (13.8.1909)
Date
1909-08-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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No. 33. Seite 385. JUEDI. «k •L* EUEDSCHAU 11 »cr* 1.1. 1cm lies. die arel sie die op. halb mm Hcbrüischc Kolonfc-Poalniartccn «;eil kurzer Keil befindet sich in Palästina eine 1,cbrdl*l1c Postmarkc im Umlauf, die von der Kolonie n.wch l'ikwali herau.sgcgeben wird, und mit der cs .LtfW4|< »Bewandtnis hat: ltckanutlich befördert die österreichische Post i״ P.iistiiia unentgeltlich Briefe uns den jüdischen Kolo. ' •C1\. /•'im Entgelt haben sielt die meisten der judi- <chen Kolonien verpflichtet, eine gewisse Anzahl von Pojtm-ukeu für die Zwecke des Verkehrs nach ausser• der österreichischen Post zu beziehen. Da Jci W'aad der Kolonie Pctach Tikwah filr die Kn ich w«* eines Posthauses und die Austragung der liricfc i» der Kolonie Ausgaben hat, beschloss er, sieh eine naimdssige Einnahme aus dem Postverkehr zu liehen'• und «ab zu diesem Zwecke eigene Marken ms. A'‘v׳r Brief, der gemiiss der Vereinbarung mit 11er omc;!viehischen Post portofrei aus Petaeli Tik- «all Itn.iusceht. soll nach der Verordnung des Waad ,׳iS; cu.v- >«'lohen Marke frankiert werden. Die Mar• Kea kosa. H Paras gleich 1 Mctallik, ca. 6 Centimes, 50ןוי inn al'.m noch weniger, als das‘übliche Porto 'der!,•''!.mstalten betragt. Ebenso wird verlangt, dass Pct.'Cl־. das mit ,dem 31. De: sciiüftsjahr eine Dlvld: steuerfrei auf Ktipcu f lösuug erfolgt vom 2.1 ember 1903 abgelaufcnc Ge* nulo von ö d pro £ 1.— Aktie, 10. C erklärt worden. Die Ein• August d. Js. ab an unserer einer י Pie Be•' xorl.nii■. i'lisS Sie ist. b•׳ mehreie liehen ■ Heide die Briefe, die portofrei von Jaffa nach kwah versandt werden, zum Ausgleich mit aen K o l o n i e m a r k e versehen werden, iirning ist ganz jungen Datums und wird;,.«eh nicht ganz strikte durchgeführt, so albst in Jaffa erst wenigen Leuten bekannt .,.;חן gelangten in unsere Redaktion bereits u einer solchen Marke und der erforder• ,iiciehischcn Marke frankierte Sendungen. ,, en waren gleichormassen von der üster• . I'oM abgeslcmpelt. Kasse in Brook liousc, Walbrook, London, E. C. und bei unserer Brunch In dl, Whitechapel Rd. London, U. C., ferner u. u. in Deutschland mit SO Pfsf. bei Deutsche Bank, Berlin, und Nationul• bank filr Deutschland, Berlin; In 0 0 s 10 r r* r e i c h mit 60 Heller bei Union Bank, Wien, und Sottal tk Lilien, Lemberg; in Holland mit 30 Cents bei Llssa 3; Kann, Haag; In Rumänien mit 60 3ani bei Mannoroscli, Blank «St Co., Bukarest, Moritz Wachtel, Jassy und M. Silberstein Qalatz; in Pa• üstina bei der Anglo-Palcstinc Company Ltd. in Jaffa, Jerusalem, Beirut, Haifa und Hebron zum Tageskurse; in der übrigen Türkei bei der Anglo• .cvantinc Banking Co. Ltd., Konstantinopcl zum Tageskurse. Brook Housc Walbrook, den 4. August 1909. Im Anürngo des Direktoriums: 11. Neu mann, Sekretär. ZIONISTISCH^ BCWeGUNG üoll.tiul. Am l. August fand itt Seheveningen zur liruiiiei ' Z an das lüjiihr. Bestehen des Nlederlüudl« fciien /i״iiisien*B1i1ules in S c h e v e n i n g c n eine Kcstvvr'....imlnng statt, die überaus stark besucht w.,r. .i.ilieli von Zionisten aus Holland und auch xuii uidisehcn Gesinnungsgenossen. Der Vorsaeiun. I'r. l'ranzie Bereits teilt, cröffnetc die \c!v•■.imlmtg mit einem Aufruf zu kräftiger Pro• r-jg.mä.>. ncii in den Reihen der Zionisten selber, llr nrlas ua Bcgrnssungss.chrciben des E. A.-K•, überihuuI; ״te'a Herrn J. H. Kann. Herr Dr. E. Auerb.!׳!׳ ו..•;Im) hielt sodann einen Vortrag über das Vuiialü.is xles Zionismus zu der neuen Türkei. Die tuthiN».:.«. Regicrimg weiss, dass die Juden in Pa• lu>is:i.. t׳.v S .׳ager moderner Kuitiir sind. Nie — wie u .״ c«. ui der Presse behauptet worden ist — können oder vlie zionistischen Bestrebungen der Türkei •;i.v:.;.separatistisch sein, im Gegenteil, die J.nkti IM. «iiiux müssen türkische Untertanen wer den im l tt, dieser Weise friedlich Palästina erobern d.Mim i n s ein Land mellt der Toten, sondern der l.eiiei<!i.;.1i werde. Die Rede Dr. Auerbachs erregte tmcii i.i iiollaml fast iiiigckamiten sttlriiiiscliun l:ut l.t;M.,M!Als zweiter Redner sprach Herr N. de l.icitu1 Haag, über ״Soziologie und Bewegung״. E scuu• . Auiblulien Italiens durch die Einheitskümpfe ausem .!!der und verglich damit den Zustand des Juds;ntu! ss, das aucii durcl! eine kulturelle und ma ntielle ildmng zu einer politischen Renaissance kom men s״ii. Abends fand dann eine gesellige Zusammeniamit s:tu, die einen sehr anregenden Verlauf nahm. Kroatien. In der am 28. Juli »!)gehaltenen Aus• xcimsssiütiiig des Vereins ״Theodor Hcrzl״ in Osiiei« \ 111 de die von Herrn Erwin Kraus angeregte Uwe ,kt Gründung einer Landesorga 111• sa ti ui! aller in Kroatien, Slavonicn, Dalmatien, Busnioi. ״•.r Herzegowina und Rijeka wohnhaften Zia• nisten iibliaft begrnsst. Herr Kraus referierte über alle bisher eingelauicncn Meinungsäusserungen her• variagdukr Zionisten dieser Länder, sowie über den Verlauf einer am 13. Juli in Vinkovci abgehaltencn Vorkonferenz, worauf einstimmig beschlossen wurde, eine Konferenz der Schckclzahlcr dieser Länder für Sonntag, den 22. August 1. J. nach Brod a. S, cinzu• •Kaufen, Um eventuellen endlosen Debatten vorzu• heugeii, wurde der Beschluss gefasst, dass die KonfereiizteiUiehmer ans '״rer Mitte einen engeren Aus• whuss behufs Beratung des Organisationsstatuts 'Milieu, welcher nocli um selben Tage der Konferenz •Rfiel.1 erstatten und einen fertigen, reifen Entwurf 2ur Annahme unterbreiten wird. * Vom Natlonalfonds , Die N.-E.-Statistik des Monats Juli zeigt hei einem Ucsainteiiigang von über 27 000 Mark ein Anwachsen von Über 13 000 Mark gegen denselben Monat des Vorjahres und um 3000 Mark gegen die heideu vorhergehenden Monate. Hierbei ist eine einmälige, grössere Schenkung von 30 000 Mark im Monat Juli unberücksichtigt geblieben. Die diesmonatliche Statistik ergibt ausserdem das Eaktm 11, dass der Ertrag der Sammelbüchsen, mit 5777,14 Mark den aller übrigen Sammclmlttcl (Selbst• ״esteuerung, N.-F.-Marken, Qoldcnes Buch, Oelbaum• tpende, Tclcgrammblankctten) übersteigt. * The Jcwlsh Colonial Trust (Jüdische Kolonlalbank) Limited ln der am 3. August d. Js. stattgehabten Q c n c **!Versammlung unserer Gesellschaft Ist für «USCD6M G6MGIND6N DIo Mitarbeit unserer Leser an dieser Rubrik Ist besonder* ■—.erwünscht.————- Berlin. Eine )iidlscho BlliideiianstuU hu dcutsclicii Reiche, soll noch im Herbst dieses Jahres in oder bei Berlin eröffnet werden. Wenngleich die bestehen• den Blindenanstalten di«; Aufnahme jüdischer Zoglinge nie abgelehnt haben, so hat sieh doch erwiesen, dass die Eltern jüdischer blinder Kinder sieh nur ungern entsclilicsscn können, ihr Kind in eine nicht־ jüdische Anstalt zu gehen, in der cs nicht nur ausge* bildet, sondern inclircrc Jahre hindurch ganz und gar erzogen werden muss. Seit Nov^jibcr vorigen Jahres hat sieh ein vorbereitender Ausschuss ge• bildet, welcher nun eifrig die Gründung eines Vcr• eines betrieb, aus dessen Mitteln das Institut zunächst erhalle« werden soll. Bis jetzt sind mehr als 2600 Heitriuserklärtmgen erfolgt, und am 5. September cr. wird der Verein mit seiner konstituierenden Vcr- Sammlung ins Leben treten. Die neue Anstalt soll eine traute Z 1tf 111 c 111s• und Bildungsstätte für jüdische blinde Kinder aus dem ganzen deutschen Reiche werden und schon jetzt können Aufnalimegesuche an die vorläufige Geschäftsstelle, Berlin NO. 18, William Neumann, Elisabethstr. 28/29, gerichtet werden. Ein solches menschenfreundliches Unter־ nehmen, das lediglich auf privaten Mitteln aufgebaut werden soll, und dazu bestimmt ist, unglückliche» Mil* mensehen lacht und Wärme in ihr sonst kaltes und trübes Dasein zu bringen, verdient, tatkräftig unter• stutzt zu werden. Noch muss der Kreis der Mit• glieder wachsen, mul die vorbezelclmete Geschäfts• stelle nimmt dankbar weitere Beitrittserklärungen zum Vereine mH einmaligen oder Jahresbeiträge» ent• gegen. Das blinde Kind muss, um fürs Leben brauchbar gemacht werden zu können, eine ganz eigenartige Ausbildung imd Erziehung erfahren, mul das ist nur in einem Institut möglich, das gleichzeitig eine Er zieliungsstätte ist. Die blinden Kinder müssen in der liäusliclikci.t jn weicher sic ausgebildet werden, leben. Sic werden ja apch in allen häuslichen Vcr richümgen unterwiesen, so dass sic, wenn sie später ins Leben treten und auf sich solhst angewiesen sind, in manchen Verrichtungen der Hilfe eines Sehenden cutraieii können. Selbständigkeit und möglichste Uit abhäiigigkcit, das Ist das Wichtigste, was ein Blinden Institut seinen Zöglingen mit auf den Lebensweg geben muss. Eine jüdische Blindenanstalt gab es bisher nur in Wien, und zwar mtr für Österreich, ln Deutsch land hatte sich schon Hingst das Bedürfnis nach einem solchen Institut herattsgestcllt; denn in den 33 dcut seiten Blindenanstalten waren von etwa 130 blinden jüdischen Kindern nur 10, Da muss Wandel geschaf• fett werdenl Der unausgcbildctc Bünde ist der unglücklichste Mensch, der sich und seiner Umgebung zur Last fällt- Der Blinde ist bildungsfähig, und er kann selbst Im Erwerbsleben an einen Platz gestellt worden, den er bei bg&chcldcncn Ansprüchen gut auszuiüiien imstande ist. Man muss Ihm nur Gelegen• heit dazu geben. Mit Freude Ist daher die beabsichtigte Ncugrün• düng zu begrässen, die eine Stätte echter jüdischer Hilfsbereitschaft werden wird. Wir wissen es sehr ׳ wohl, wir Juden sind, ein jeder von uns, mit Beiträgen filr Wolilfahrtsciin&httingcn fast überlastet, geben wir doch auch gern für Werke der Nächstenliebe, die nicht spezifisch jüdisch sind. Doch, Taubstumme und Bünde, diese Hilfsbedürftigsten aller Menschen, sollte man nicht unberücksichtigt lassen, und wer helfen kann, sollte gern und freudig helfen, jetzt, wo es gilt, ein eigenes Heim für unsere armen jüdischen Blinden zu begründen. Dr. L. C. Kün!2״bcrg 1. Pr. Geh. Mcdlzinalrat P r 0 f. L u dwig Herrmann, der bedeutende Physiologe an der hiesigen Universität, einer der wenigen jüdischen Ordinarien In Preusscn, ist, wie wir vernehmen, an-!׳Kslich seines fünfzigjährigen DoktorjubilUums, mit dem Krononordon zweiter Klasse ausgc• zeichnet worden. . , Frankfurt a. M. Aus dem Bureau der ״Freien VcrclaHtng für dio Intcrosscn das orthodoxen Jndcatrnas" wird uns geschrieben: Nach ‘ ntchrmonaülchcn Verhandlungen, die eine sorgfältige Durchberatung aller in Betracht kommen• den Momente ermöglichten, hat sich der Vorstand der ״Freien Vereinigung״ veranlasst gesehen, unter Zustimmung des Ausschusses, zu der in Berlin gegründeten Allgemeinen J ü d i sch c ״ K o 1 o n i ־ sations-Organisation (A.J.K.O.) behufs Fürderung von /שוב ארץ ישרא' in ein Vcrtragsvcrhülmis zu treten. Der Vertrag sieht eine grössere Kapitalbeteiligung der Fr. Vg. un dein Kolonisations• fonds der A.J.K.O. sowie die ständige Delegation von fünf Vorstandsmitgliedern der Fr. Vg. in die Leitung der A.J.K.O. vor. Die letztere hat vertragsmässige Garantien dafür geboten, dass ihr gesamter Betrieb sowie derjenige ihrer Betriebs* und Tochtergcsell• schuften sowohl in Europa als im heiligen Lande im Einklang mit den Bestimmungen des jüdischen Reilgionsgesetzes geführt wird. Diejenigen Gcsinnungs• genossen, die sich mit Kapitaizciclmungcn an den Kolonisationsfonds der A.J.K.O. (Mindcstbetrag 500 Mark) zu beteiligen beabsichtigen, werden gebeten, ihre Anmeldungen im Interesse der Sache entweder durch Vermittlung unseres Bureaus oder direkt bei der A.J.K.O.. jedoch unter Berufung auf die Fr. Vg. v.״ bewirken. Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinig, für Deutschland Wir machen unsere Gesinnungsgenossen nochmals auf die vor kurzem zur Ausgabe gelaugte Nordau* Jnblläums-Marke des Jüdischen Nationalfonds auf* merksam und bitten diejenigen Ortsgruppen und Vertrauensmünncr, die 11ns noch keine Bestellungen für die Nordaumarkc auigegeben• haben, dies unverziig* Hell zu tun, damit diu Gesinnungsgenossen allüberall rechtzeitig mit einem genügenden Vorrat versehen sind. Um Missverständnissen vorzubeugen, sei aus'• driicklich darauf hingewiesen, dass die Ausgabe de; Nordaumarkcn wohl aus Anlass des 60. Geburtstages von Max Nordau erfolgte, dass die Marken jedocli dazu bestimmt sind, a u c h \v c i t e r 11 i n im Gebrauch zu bleiben und von allen Freunden des Nationalfunds auch nach den» Nordaii-Jubiläum recht flcissig benutzt und abgesetzt zu werden. Die Heftchen (je 60 Stiick) werden zum Preise von je l Mark abgc• geben. Einzelne Marken werden nicht verkauft! Schliesslich machen wir noch auf die vom Jiidisehen Verlag herausgegebene Nordau-Karie auimerks.tm, die ein wohlgehmgenc.s Porträt unseres Jubilars atifvcist. Die Karte kostet pro 1U0 Siiick 1U Mark. Bestellungen baldigst erbeten. V6R£!r1S־RUNDSCWAÜ Dio Helirlftfflhfcr der Vcrclno werden eclictcn, die Jlcrlclite niftiPIdiM ktuiip zu linltcn und •Io Men rcditzclilg clnziixenden. MnuuHltrlnl(* nur •ul elnur Bull» boidirvlbcn — dvuillcliv Sdirlllt Berlin, Die Ferieiiausfllige der ,.,lüdlseh-millonalen Frauonverohilgiiiig“ haben durch das anhaltende schlechte Wetter nicht die echte, fröhliche Stimmung gehabt wie sonst. Trotzdem zogen allwöchentlich doch ca. lb(>—200 Kinder, zionistische Lieder singend, in den Wald und auf die Wiese hinaus. In diesem Jahre waren mehr als die Hälfte der Kinder zum ersten Mule in zionistischer Gesellschaft. Ein grosser Teil des alten Stammes ist bereits erwachsen und stellt schon im Berufe. Hjnigc von ihnen, die sich frcimachen konnten, kamen noch aus alter, treuer Anhänglichkeit mit, um beim Spiel, beim Verteilen des Vcspers und Abendbrotes zu helfen oder, um zu ergülden, wie sie durch die Jüdisch-nationale Frauen• Vereinigung Kionisten wurden. — Zionistische Er• yühlungcn und zionistische Spiele sorgten für die Unterhaltung der Kleinen, Die Erzählung von Hans Goslar, der ״Neunte Ab“ aus ״Jung Juda" machte auf tlic grossen Kinder einen tiefen Eindruck. Von den Herren und Damen, die bei der Arbeit mithalfcn, sei den Mitgliedern der Hasmonaca besonderer Dank ausgesprochen. Die Herren waren unermüdlich, wenn cs galt, zionistisches Empimden ln die Kinderherzen zu pflanzen. Mögen diese Kleinen auch ein guter Stamm tapferer Zionisten werden. Clinriotleiiblirg. Am Mittwoch, den 2ft. Juli, fand jm Nollei1dorf.Ca.sino .eine Versammlung der zionistischen Ortsgruppe statt, die trotz des sommerliehen Wetters sehr gut besucht war. Herr Dr. Loc wen heim hielt einen Vortrag über ״Das hygienische Problem im Zionismus“; der Inhalt des Vortrags schloss sich als Fortsetzung dem Referat an, das Herr Dr. Vxitkowsky am Sonnabend vorher iin Hcrzl-Club Über körperliche Renaissance•Bestrebungen der Juden hict. Dr. Loewcnhcim führte in sachlicher Form und an der Hand statistischer Belege aus, dass die Forderungen einer modernen Hygiene bei der grösseren Anzahl der heutigen in der Diaspora lebenden Juden weder in bezug auf die Gewerbe und die Wohnungen, noch auf das Leben der Einzelnen und der Familien zuträfen. Sowohl die historische Entwicklung des Lebens in den Ghcttis und des Verbots des Landkaufs im Mittelalter, als auch das moderne, aufreibende Leben in den Städten, und ganz besonders das Zusammenströmen der Juden in die Qrosstädte, haben «s dahin gebracht, dass die Juden (m höheren Masse als ihro Wirtsvölker an den hierdurch bedingten Schäden leiden. Es stellen sich somit die

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