Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1909)
- Date
- 1909-07-16
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 337. No. 29. JUtVDISCHE RUNDSCHAU /• tv► 5.- D.- •0״.§ i •71 SäiO Mt!35. den 09 lem mit in sen den mit 11$?’-!!ן ,naclii liabc. Sodann referierten die Horren Dr. Calvary für die ״freie Vereinigung für die Interecucu des orthodoxen Judentums,“ Herr Dr. Köllenscher fiir die ״zionistische Ortsgruppe", und Herr Kareski fiir den ״Verein zur Förderung jüdischer Interessen (Gemcindcvcrchi)". — Herr Dr. Cal vary beleuchtete insbesondere die zersetzende Wirkung der Bestrebungen der liberalen Vereinigung. Die liberalen Reu::>Ksvorr.;!chc hüllen noch stets zu Musscnabfall und Massentaufen geführt. Nicht Gewissensfreiheit, jondera M.ichicrwcitcttmg sei das Ziel der liberalen Verein! ■nuig• mul deshalb müsse von orthodoxer Seite gegen sie gekämpft werden. — Herr Dr. Köllenjeher begann mit dem Herzlichen Wort: ״Rück- ׳«ehr /.um Judentum vor der Rückkehr ins Judcnland“, d;,s der Leitsatz für die nationalen Juden sei. Die natürliche Organisation der zerstreuten Judenheit sei aher die Gemeinde. Dass diese in wahrhaft jüdischem, aber ■weit in sozial-fortschrittlichem Sinne geleitet werde, müsse das Bestreben aller positiv jüdischen Kleineatc sein. Hierbei müssten nationale und ortliodoxe Juden zusammen gehen, wie ja Religion und Volks!׳•'!» bei den Juden stets in engsten Wechselbezichungen gestanden hätten. — Herr K a f c s k i führte aus, dass nicht nur nationale und orthodoxe Juden den Block bilden sollen, sondern auch alle anderen, denen die Erhaltung der Gemeinde-Institutionen im lü.'d'riscli-traditionellcn Sinne am Herzen liegt. Er wa.nl'.e sich besonders gegen den Pseudo-Uberalisimir der liberalen Vereinigung, unter Hinweis auf den \\ ..*;!rechtsraub in Breslau, die Polizelmassregeln des l׳.u!isehcn Oberrats etc. Die Bestrebungen des positiv.n Blocks seien wahrhaft liberal; sie wollen jeden ueuissenszwang anssclilicsscn und daneben auch i־. M׳/ialer Beziehung in fortschrittlichem Sinne wirke’., ־ ahrend die Vertreter der liberalen Richtung i:; dk׳...׳r Beziehung, insbesondere auch bei der Ta* gung ״s Jeutsclt-israclitisclien Qemcindcbundcs, cs an 1.1; ׳! ..!:sinus vollständig hätten fehlen lassen. — Die Urei Referate wurden mit stürmischem Bei-!.11! n1;uc1a111׳mcn und entfesselten eine überaus leb- 11.(׳':e I 1 י s k u s s i o 1t. Von gegnerischer Seite sprach ziiiuL'bi lierr Referendar Nchnb, der auf den vVidcrv.'rnch hinwies, in den sich die religiös freier (luikci'.aii durch den Anschluss an den positiven Hl.iek im: ihrer eigenen Lebensführung bringen wllrden.!י!!׳. Herr Tuch, der die liberale Vereinigung 1.1 Seim;/, zu nehmen suchte, während Herr Dr. Jeremias an Hand umfangreichen Materials die I!cl1:11׳i1׳a1;g der Referenten unterstützte und einrilie:׳,! gegen die Tendenz und gegen die bisherige Tttig'.iiii der liberalen Vereinigung polcmcsicrte. Herr l'lesMicr betonte, dass die orthodoxen Juden die Mn.,rin.1t der religiös frcidciikcndcn freudig bchinvsch ׳' nrilcn, und warnt davor, angesichts des gememsmk» Gegners Zersplitterung in die eigenen Keil,eti zu tragen. Nach dem Schlusswort der Rufereuten gelangte folgende Resolution mit allen gegen eine Stimme zur Annahme: •Die .2 ווווH. Juni er. in den Stern'schcn Sälen ta- ־•*ende Vvt Sammlung hegrüsst cs mit Freude, dass sielt .ms tion positiven Elementen unserer jüdischen Qcitteit'de ווו ׳ Block gebildet hat, zum Schutz der tr.u'a.-11UI111 Einrichtungen unserer Gemeinde, zum Ausl!; ״ der sozialen Fürsorgct-ätigkclt in ihr, zur Kräftigung und Stärkung jüdischen Geistes und iüdi* sehen Selbstbewusstseins unter Abwehr ossfini 1;! t׳>r i.sche r Bestrebungen. Die Versammlung beauftragt das vorbereitende Komitee. ,In. bevorstehende Wühlarbeit auf diesen Ciuiidlogen in Fühlung mit der Wählerschaft zu leiten umt verpflichtet sich zur Mitarbeit." Die Versammlung bestätigte dann durch Akkla* in:׳si1<׳ sui.hl den Zwölferausschuss, der sich aus Vortreten, der drei verbündeten Vereine zusammensetzt. Mit der Aufforderung zu reger Mitarbeit, vor allem zur 5'm.I,dielten Steuerzahlung, die Vorbedingung für die Aiisidumg des Wahlrechts ist, schllesst Herr Hnsenthal gegen 11 Mi! Uhr die ausgezeichnet vor* Ltifnk Versammlung. VeReiNSrRUMDSCJJAU Die Scluilitfihrar der Verelno werden geboten, dlo DerlcLto R&dlthM knapp 1u hatten und 110 etete reebueltla elnzusenficn. Weeu'kf 10(0 nur •ul einer Sette beiehrelben — deutliche Setathl Charlottunburg. Die Zlonfstlscho Ortsgruppe Charliiucnhurg veranstaltet am Mittwoch, dem 21 Juli, abends 8% Uhr, im oberen Saale des Nöllen* dorf-Kasittos, Klciststr. 41 (2. Haus vom Nollcndor(• hlht/a, eine Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Julius 1.0cwcnhc 1 m über ״Das hygienische Pf01)ןcm im Zi0ni$mus". Gäste haben Zutritt, Herlln, Der lotzto Vortragsabend de! ״llorzl« M'ib*" in diesem Sommer-Halbjahr findet am Sonn- Jend, dem 17, d. Mts., abends 9 Uhr präclsc, im \j0 r«a r t c n h 0 f (am Bhf. Tiergarten), Zimmer: »Vereinsklausc", statt. Herr Dr. rned. Gustav W11 *־"״ski spricht über: ״Körperliche Renaissanccbcstrebungen bei den Juden . An den Vortrag :;ohllcsst sich eine Diskussion an. (Liste, insbesondere junge Kaufleutc, sind willkommen. Berlin. Am Donnerstag, dem 8. Juli, dem Vorabend des Todestages Theodor Hcrzls, veranstaltete die Berliner Z10r.fr t'.ccko Vcrclr.lguug gemeinsam mit der Or;s::n!r.r.o CharloBcnburn, dem Bar Kocliba, den Studcntcnvcrcinlgungcn und den• übrigen jüdisch-nationalen Korporationen Berlins in den Arminsälen eine Trauerfeier zum Andenken an den verewigten Führer unseres Volkes, ln dem geschmackvoll in unseren Naüonalfarbctt gcschmückten Saale, von dessen Tribüne das Bild des unver- Kcsslichcn Meisters, von ernstem Grün umgeben, herabschautc, hatte sich eine mehrere Hunderte starke Traucrgcmclndo versammelt, die sich zumeist aus den Angehörigen der einladenden Vereine, aber auch aus ausscnstchcndcn Verehrern Hcrzls z.usammcnsctztc. Herr Dr. Hans Qidcon Hey mann hielt die Festrede, die wir an anderer Stelle dieser Nummer zum Abdruck bringen. Den gedankenreichen Ausführungen 'des Redners ging ein Vortrag jüdischer Vo ks- Heiler, bearbeitet von Herr Kantor Frlcdland, durch Herrn James Makowsky voran; den Schluss der erhebenden Feier bildete der Gesang des ״Wenn ich Dein vergässe, Jerusalem," In der Komposition des Herrn Arno Nadel, welche ebenfalls Herr Makowsky, vom Komponisten selbst begleitet, in vollendeter Form zu Gehör brachte. Beuthen O.-Schl. Eine Gedenkfeier für Theodor Hcrzl, den uns leider so frillt entrissenen Führer, ver• anstaltctc anlässlich der 5 jährigen Wiederkehr seines Todestages am 11. d. Mts. die hiesige Zionistische Ortsgruppe unter grosser Beteiligung im Hotel Lomnitz. Auch viele auswärtige Gesinnungsgenossen aus den benachbarten Ortsgruppen des Obersclilesischcn Gruppenverbandes waren erschienen. Nach einem stimmungsvollen Gesänge des Gesinnungsgenossen Herrn '1*11. T i c 11 n u c r, den Herr Dr. W c i s s - mann am Klavier begleitete, hielt Herr Wiener- Knttowitz die Gedenkrede. In die ״drei Trauer- Wochen" des jüdischen Kalenders, die dem jüdischen Volke schon manchen schweren Schicksalsschlag brachten, fällt auch der Todestag unseres Meisters. Man hat Mcrz.l den grössten Männern des jüdischen Epigonentums an die Seite gestellt. Er, der in der Blüte seiner Kraft dahingegangen, der noch dazu in seinen jungen Jahren dem Judentum fernstand, sollte sielt an •Bedeutung messen dürfen mit einem Moses Maimonides, einem Jchtida Halcvy, den Grossen, die das wissenschaftliche Lehrgebäude des Judentums aufgerichtet haben?! Worin liegt seine grosse Bcdcutung? Die Sehnsucht naclt Zion schlummerte freilich schon seit fast zwei Jahrtausenden in dein Herzen unseres Volkes, er aber fand zur rechten Zeit das erlösende Wort, mit dem er dem blossen Gefühl den Weg der praktischen Tat wies. Die Fata Morgatta des goldenen Zeitalters der Aufklärung, die unserem Volke schon so oft die ersehnte Freiheit vorgaukelte, konnte seinen klaren Blick nicht täuschen; auf eigenem Boden sollte nach seiner Erkenntnis unser Volk seine Kultur gcnicsscn. In Hcrzl lebte das ganze Gebäude des Judenstnntes fertig. Diese felsenfeste Ueberzeugung von der Durchführbarkeit seines Projektes gab ihm die Kraft und die Legiti* tnaiioit, mit den Grossen der Erde diplomatische Unterhandlungen zu pflegen und sic in stundenlangen Audienzen in den Bannkreis seiner Ideen zu zwingen. Wenn auch im rauhen Reiche der Wirklichkeiten der Weg noch weit ist, so werden auf diesem Wege die Institutionen, die Hcrzl geschaffen, der Kongress, der Nationalfonds und die jüdische Kolonialbank unvergängllcho Merksteine bleiben. Mit einem warmen Appell an.die Gesinnungsgenossen, dem Meister in rastloser Arbeit für unser Ideal nachzucifcrn, schloss Herr Wiener seine formvollendete und gehaltvolle Rede. Darauf sang Herr Th. TIehau0r in ergreifenden Tönen ein Trauorlied auf Hcrzl. Um den Versammelten Gelegenheit zu geben, auch die dichterische Seite seines edlen Schaffens kennen zu lernen, las Frau Gertrud Frünkol in fesselnder Weise Herzls Novelle ״Solon auf Lydien" vor. Eino Sammlung zugunsten des Hcrzl-Waldcs orgab das erfreuliche Ergebnis der Zeichnung von 24 Bäum011■ B. Königsberg I. Pr. Die Köulgeberger ZtouEUscho Vereinigung veranstaltete am Donnerstag, dem 8. Juli, im Saale der Biirgcr-Rcssourco die diesjährige Her/,!•Gedenkfeier. Auf das einleitende Klavicrprüludium (Dr. Max Margulics) folgte die Gedenkrede (Redner bleibt auf Wunsch ungenannt). — Zum Schluss wies der Vorsitzende mit warmen Worten auf Oelbaumspcndc und Hcrzl-Wald hin. Das Ergebnis der darauf vorgenommenen Sammlung bildeten 25 O e I b ä u m c. L Altona. Ein neues Heim für Obdachlose Ist als das Danlcl-Wormscr-Hatis cingcwcilit worden. Der Vorsitzende des Israelitischen Unterstützungsvereins für Obdachlose, Rechtsanwalt Alexander betonte, dass die Bestrebungen des Vereins nicht dazu angctan seien, um laute Feste zu begehen. Der Redner gedachte des verstorbenen Oberrabbiners M. Hirsch, der den Bestrebungen des Vereins stets mit grossem Wohlwollen gegenüberstand, des Philanthropen Baron Hirsch, der dlo Ziclo des Vereins viel •woltor steckte, als es ursprünglich seihst von dem unvergesslichen Gründer dos Vereins Daniel Wormser, zu dessen Andenken dieses Haus crrlchtot wurde, bc« absichtigt gewesen sei, sowie des Herrn Herrn, Pin* kus, der durch eine grössere Summe den Grundstock zu dem Hause gelegt habe. Der Redner dankte allen Spendern und warf dann einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, seine Ziele und Bestrebangen. Rabbiner Dr. N 0 b c l betonte, dass mit dem Augenblick, wo der erste Arme gastlicli aufgenommen und mit Speise und Trank erquickt wurde, das Haus׳ seine Weihe empfangen habe. Herr A. Lew andowsky überbrnchtc als Mitglied des Gemeinde- Vorstandes die Glückwünsche des Hills Vereins der l>c u t s c h c n Juden. Frankfurt a. M. Da Im Juli, in der Reisezeit, cs schwer fällt, eine grössere Versammlung zu veranstaken, hat die zionistische Ortsgruppe von enier Öffentlichen Gedenkfeier anlässlich des Todestages des Dr. Theodor Hcrzl dieses Jahr abgesehen. Wir haben jedoch den Tag nicht vorübergehen lassen, ohne für die von Ihm verbreiteten Ideen zu wirken, und haben daher aus Mitteln der Ortsgruppe einige Exemplare der vom jüdischen Verlag an Cöln herausgegebenen Prachtausgabe seiner Zionistischen Schriften zur Gratisverlosimg unter unsere Mitglieder bcstimmt. Auch so hoffen wir zur Verbreitung der Ideen beigetragen zu haben. Selbstverständlich wurde nucn für die Oclbaumspcndcn gewirkt und der Aufruf des Vereins ״Oclbaumspende" in einer grösseren Anzahl von Exemplaren zur Versendung gebracht. Köln. Die von der hiesigen Zionistischen Vercfiilgung gemeinsam mit dem Hcrzl-Khib am Samstag, dem 10. d. Mts. veranstaltete Gedenkfeier für weiland Theodor Hcrzl, nahm einen würdigen und erhebenden Verlauf. Der grosse Saal des Hotel Berlin konnte die zahlreich erschienenen Mitgliedcr und Gäste kaum fassen. Die Feier wurde eingcleitet durch einen von Fräulein Paula Lüb gesprochenen, äusserst stimmungsvollen Prolog. Hierauf spielte Herr Lehr er Ba u m in bekannt vollendeter Weise einen Traucrmarsch auf dem Klavier. Herr Hofopernsänger Leopold U H in a n n sang eine Arie aus Juda-Makkabäus. Herr Rechtsniiwult Dr. M. I. B 0 U c n 11 c i m c r hielt die Festrede. In drcivicrtelstündige» geistvollen Ausführungen gab der Redner ein anziehendes Bild der Persönlichkeit des grossen Führers und wusste insbesondere durch Anführung persönlicher Reminiszenzen das Interesse der Anwesenden bis zum Schlüsse zu fesseln. Nach der mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Gedenkrede sang zttm Schlüsse Herr U11 m a n n die Arie aus dem ״Elias": ״Es ist genug". Eine für den Hcrzl-Wald veranstaltete Sammlung ergab ein recht gutes Erträgnis. Altinchcn. Die Zionistische Ortsgruppe hatte ihre Getreuen am Vorabend des 5. Todestages unseres verewigten Theodor Hcrzl zu einer Gedächtnisfeier geladen, die sich eines recht befriedigenden Bcsuchcs erfreute. Nach einigen einleitenden Worten, in welchen die Bedeutung Hcrzls des Näheren dargclegt wurde, sprach Herr Dr. Js. Straus über ״Hcrzls Judenstaat und die zionistische Arbeit von heute". Der Redner verstand cs, in klarer und überzeugender Weise das Thema nach allen Seiten hin zu beleuchten; besonders interessant waren seine Ausführungen Uber die grosszügigen Ideen lferzls, die heute mehr und mehr der zionistischen Kleinarbeit Platz machen mussten. Lebhafter Beifall belohnte die Rede, an welche sich der Vortrag einiger Lieder seitens der vollzählig erschienenen Verbindung ״Jordaniu" anschloss. Der warme Appell des Vorsitzenden, Herrn Dr. E. Straus, zugunsten des Hcrzhvaldcs hatte den Erfolg, dass 50 B ä u m 0 gestiftet wurden. Zürich. Eine würdige JfcrzNGcdciildeler veranstaltctc die Zionistische Ortsgruppe Zürich am Sonntag, dem 11: Juli im grossen Saale des Blauen Seidentrotz des unfreundlichen Wetters cingcfundcn und folgte mit sichtlichem Interesse den Darbietungen. Der Präsident cröffnctc die Feier mit einer kurzen Ansprache. Die Gedenkrede hielt Herr Dr. pliil. David St rau ss. In erhebender Weise schilderte er den Menschen Theodor Hcrzl, seine unermüdliche Hingäbe, seine Aufopferung fiir das jüdische Voll:. Erst er schuf die Basis für den Zusammenschluss des jüdischen Volkes. In Wien, in Paris, an hervorragen• der Stelle stehend, hatte er einen tiefen Einblick gewonnen in die Verhältnisse des qualvollen Qoluslebens, welches das jüdischo Volk zerrieb und sein klarer Blick gab ihm die Richtlinien für sein Werk. Indem die Juden sein Andenken feiern, feiern sic auch das Werk, welches er für $10 geschahen. Grosser Beifall lohnte den Redner und begeisterten Zionisten. Herr Alfred Qutter trug in künstlerischer Vollendüng eine Anzahl jungjüdischer Gedichte und Talmud- Sprüche vor, ebenso die Ansprache Theodor Hcrzls an den deutschen Kaiser. Sehr wirkungsvoll rezitierte Präuiein Elsa Wlnitzki die Werkstatt von Morris Roscnfeld. Die Feier wurde umrahmt durch jüdische Lieder, die von Herrn M c s s 1 n g c r zu Gehör gebracitt wurden. Atn Schlüsse wurde die Hatikwah von allen Anwesenden mitgosungen. Sämtliehen Vortragenden wurde reicher Beifall zuteil. Für den Hcrzlwald wurde eine Sammlung voranstaltctc. _r# Prag. Dem soeben veröffentlichten Jahresbericht des Vereins der Jüdischen Hochschiilcr Bar Kocliba entnehmen wir folgende Angaben: Unsere Arbeit ist vor allem eine innere. Unser Verein arbeitet systematisch darauf hin, unsoro jungen Mitglieder clnzuführon In die lebendfgo Oeschlchto unsoro» Volke«, dlo elno Natlonnigeschlchto Ist. So wird das Qoschlchtssomlnar, das für nllo jungen Bundosbrüdor obligat Ist, eine selbständige Einrichtung unserer Korporation. Dio Seminarmethode ist eine rein wissenschaftlich objektive, untendenziöse. Die Vorträge im Seminar werden selbstverständlich zur Grundlage gründlicher Debatten gemacht, die unter der Leitung des Seminarleiters