Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 26 (25.6.1909)
- Date
- 1909-06-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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t Abonnomonto tat die w&ctientllcb tm Frei- Mg erichelnemJc ״JQdltcho Rundschau" koMen bei der Cjpcdltlon und bei »llcn Pottlinier« vierteljährlich 1.25 M, »umerlulb Deutschland» und OcMetrelch'Unsarn* 2,— M; Ui MHslicdcr indischer Vcr• >ir.c Im Sammclbcxug durch den Verein I.— M. Verla» JUdlicho Rumlschiu t", U. m. b. H. (Irtlln 8\V. *H. Zlmmeriir, TT. ׳jfHhaltHtundent i bli 7 Uhr ,«,»er Sonnabend u, Sonnlag. %י* I « זי «!.scr ronnautnu u. 30 Vto• mmmmm tom m 1 « f J c3n• n ך־■/ n ׳*־"'/ / I I <3. ff* M /§ lעל U c v ' y ךיין <*י—«p ך‘*־■/ ׳ י■׳"',' 1 ' g0־ /..:}f/,,־!«ף> V\\ ,;.ך,: \'j ) ״ ',)i «r W V; j L־׳~ J <p Q I aolgon kosten Ihr die iQnleespaltene Petltzcllc oder deren Raum li l'lg.i Slcllcn-Anscbotc und (ksuchc sowie Vctclnsmit• •cllunccn u. ״Kleine Anzeigen‘' nur 15 Plg, — — — — — — Manuskripte werden, wenn Hortu bcllicgt. stets *urlick• gesandt. — Rcduktlonuchtus» Mltiwoch iMiltuus. Redaktion ,llldliche Huml׳ch1u Ilcrllii.Cliarlutlcnlmn(, Blclbtrcuslr. 49. Tel. Ch, 9S8I. Sprechstunden Dienstag und Freitags II—1 Uhr Mittags. % i «1 1 J ALLOSMlNe ®4J6©»SCW!1111® Z6STUM<ö Nummer 26 Berlin, den 25. Juni 1909 — 6. Thammus 5669 XIV. Jahrgang Zum kommenden Quartalswechsel richten wir an unsere Leser und Freunde die Bitte, uns wieder einmal in der Werbearbeit für die ״Jüdische Rundschau“ ihren Beistand zu leihen. Mehr denn je erheischen in unseren Tagen die verschiedensten Fragen, welche die deutsche Judenheit bewegen, eine ernste politische Betrachtung. Wir erinnern nur an die Forderung einer neuen preussischen Judengesetzgebung, deren Diskussion nicht zur Ruhe kommen dürfte, ehe nicht eine allen Teilen genehme Lösung gefunden ist und an den sich neuerdings zuspitzenden Gegensatz unserer grossen jüdischenOrganisationen, ln der Erörterung dieser Fragen wird es die ״Jüdische Rundschau“ an Tatkraft und Entschiedenheit nicht fehlen lassen und wird ihren Lesern ein zuverlässiger Führer sein.' Aber auch die anderen Länder erfordern jetzt die gespannte Aufmerksamkeit des jüdischen Politikers. Ganz besonders ist es der Orient und hier wieder die asiatische Türkei, auf die sich das jüdische Interesse immer mehr konzentrieren dürfte und mit dessen Schicksal das unseres Volkes so eng verbunden ist. Diese Einsicht, die von der ,,Jüdischen Rundschau“ seit länger denn einem Jahrzehnt vertreten wurde, hat sich gerade jetzt überall da durchgesetzt, wo man sich ernstlich mit dem grossen Problem der jüdischen Wanderung befasst. Die schwerwiegenden Fragen, die allerVoraussicht nach den IX,Zionisten- Kongress beschäftigen werden, sollen in der ״Jüdischen Rundschau“ zu eingehender und freimütiger Diskussion gestellt werden. Wir leben wahrlich in einer Zeit, die geeignet ist, auch im Indifferentesten das Interesse an jüdischen Dingen zu wecken, Wer aber in seinem Kreise eine solche Anteilnahme dauernd r,eßß erhalten will, dem. bietet sich kein besseres Mittel, als die Verbreitung eines im besten Sinne politischen lüdischen Blattes, welches Woche für Woche über die Vorgänge in der jüdischen Welt informiert und zur tätigen Anteilnahme an jüdischen Dingen mahnt. , Die ״Jüdische Rundschau“ darf sich seit je der warmen Förderung eines gesinnungstreuen Kreises erfreuen. Wir bitten die Freunde, die sich ihm zu- ..Der?ionlumn erstrebt für das indische Volk dl» Scliatluna einer 0!l1׳n!llch•rechtlich gesicherten lielnutatto ln Palilsllna." Uasclcr Programm. ßas fisa Jd:alt Ati uiiscro Leser• — Hin Schlusswort an die. Alliance. — Zur Kraue der ücsamlorgaiitsutlon. — Was, nun? Von Dr. Je re in las-Posen. — Unsere Antwort an die Alliance. — Die iilülsclie Jugend und Ihre Organisation. Von 11 u n k 0 0 s 111 r H e r 1111. — Russischer Brief. — Das .ludoiitiiin am Scheidewege• V 011 R a b - b i n c r D r, Max Joscpli-Stolp I. I*. (Kort- Setzung). — Aus aller Welt. — Rundschau der Presse. — Palustiiia-Ruiiilsclimi. — Vereinsriimltidian, — Aus den Gemeinden. — Zum vierzigsteil Geburtstag des D.l.Q.B. — Sprcchsaal. — .Fniig-isrnel! Der Sieg des Gedankens. Von V. nug0. — Deutsch von Lina Kricdlünder. — Der Bär und der Bauer. — Die Register der Woiii* tätlgkelt. — Das Wiirlelwuuder• — Rülsellüsurigen. — Rösselsprung, # — Komposltloiisanigabc. — Anagramm. — Zaliiciirätsei. — Brlclkasten. rechnen, in den nächsten Wochen für die Verbreitung unseres Blattes besonders tätig zu sein. Sie werden in dieser dankbaren Werbearbeit eine besondere Befriedigung finden, da sie unsere Sache durch die— noch so kleinen — dauernden Bezüge auch materiell intensiver kräftigen, denn durch manche einmalige Spende. So möge ein jeder Leser an seinem Teile ein Kleines dazu beisteuern, dass die ״Jüdische Rundschau“ auch äusserlich mit der grossen und schönen Idee, zu deren Vertretung sie berufen ist, wachse und vor allem, dass ihre Worte einen weiten Kreis und ein lautes Echo finden mögen. * * # Der Preis unseres Blattes ist ein so minimaler, dass er für niemanden ein Hinderungsgrund sein kann, es zu abonnieren. Die wöchentlich erscheinende ״Jüdische Rundschau“ (mit den Beigaben ״Jung Israel“ und ״Literarische Rundschau“) kostet iGpapia 1,n§ ä; ׳ (ausserhalb Deutschlands u. Öestcrrcich-Ungarns 2 Mk.) für Mitglieder jüdischer Vereine Im Sammelbezug durch den Verein OMQM0S1 m 1 a. Diejenigen unserer Abonnenten, die unser Blatt bei der Post bestellt haben, wollen ihr Abonnement umgehend erneuern. Redaktion und Mag der ״Jüdischen Rundschau“ Ein Schlusswort an die ״Alliance“ Nun haben wir uns auch auf Vcrsammlungsboden mit der ״Konfercnzgemcinschaft“ der Alliance auseinandergesetzt, worüber unsere Leser im nachfolgenden Bericht noch eingehender unterrichtet werden. ,Unsere Redner haben die Angriffe des Gchcimrats Goldberger zurückgewiesen und ihrerseits die Rolle der Angreifen• den aufgenomnien. Sie taten es, die einen nach gemässigter, die andern nach scharfer Methode, und wie das ״Starke“ mit dein ״Milden“ sich paarte, da gab es einen guten Klang der Hiebe auf den Scliild, mit dem Herr Klausner, der Gencralstäbler der ״Alliance“, seinen Herrn zu decken hatte. , , , Wollen wir nun resümieren. Ruhig und mit Ausschaltung auch der kleinsten Partei-Erregung — denn wir haben keinen Grund, das Intermezzo in der Generalversammlung der Deutschen Konferenzgemeinschaft der ״Alliance“ zu überschätzen. Aber auch so deutlich und unzweideutig, dass das Berliner Bureau der Konferenzgemeinschaft die Ueberzeugung gewinne, dass wir wissen, was i s t. Dieses Berliner Bureau und sein Sekretär, (dem wir bei seinen Rechtfertigungsreden mit der Aufmerksamkeit gefolgt sind, die ein Redner verdient, der die Kunst des Montcsquieu’schen ״Gedankenvcrbcrgens“ bis zur Virtuosität übt) haben die Eigenschaff, bei allen agressiven Kundgebungen mit Schlüsselworten und Mehrdeutigkeiten zu arbeiten, bei schweren Attacken sich bald der Stilistik der Harmlosen, bald der Pathctik der Menschenretter zu bedienen. Schon diese äusseren Mittel haben wir gelernt richtig zu deuten. Wir wissen, wenn es nachher zum Cjcgcnangriff kommt, braucht es nur ein wenig Sophistik und edler Dialektik, um das nicht oder nicht so gesagt zu haben, was und wie’s gesagt wurde. Das also wissen wir, und stellen es einfach fest. Zweitens wissen wir, dass wir kein Recht haben, in diesem Falle wie in den meisten andem die Pariser ״Alliance“ mit dem Ber- 1 i n e r Bureau zu identifizieren oder die Pariser gar mitverantwortlich zu machen. Die Pariser ״Alliance“ ist oft mit der systematischen Minierarbeit der Berliner — milde ausgedrückt — ganz und gav nicht einverstanden, wenn auch meist gezwungen, Berlin zu decken, was ihr die Berliner Art der jeweiligen ״Darstellung des Sach- Verhalts“ natürlich zu erleichtern sucht. Drittens — und nun kommen wir zur Hauptsache: Wir wissen, dass die Bombe, die Herr Goldberger platzen Hess, uns, die Zionisten, gar nicht oder höchstens so nebenher treffen sollte. Herr Julius Simon hat es in seinem vorwöchigen Artikel schon zum Ausdruck gebracht: Herr Goldberger und sein Berliner Bureau haben keinen besonderen Grund — weil wir in vielfach anderer Sphäre arbeiten — u״L?cn,^r'e£ zu efldären. Für aristokratische ״Philanthropen“ in ihrem Wirkungskreise ist unsere zionistische, demokratische Republik quantitä nögligeable, oder sie meinen es wenigstens so. Pcf ktete Angriff ist nichts anderes als der fünfte, sechste oder zehnte (wir haben aufgehört zu zählen) in der Reihe der Angriffe, die von Herrn Goldberger und Klausner in be-