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Jüdische Rundschau · 1909-06-18 · Heft 25 (18.6.1909) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIV (1909)
Issue
Heft 25 (18.6.1909)
Date
1909-06-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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i. 16 :Icliix י dein c I i 12 י iiid.. eher", tehen. aiiniij. heilen jr Oc. jloslcit Nezu |tr jii. siseli- 'Ken sien auf l h c r 1C c. >witz noch jlnüct Jirtwn m1r I dcr isen. jOdet, I eine ו |1 gCdes H!) md;füllt ,rts* und!len. 1 1 lut {das in hs• iert bc״ die las a * ־וו ie 85 e-;c!1 SIC- 1:111 :ag iur ׳ICess te, Ut er es ,e, tl> סו :h aer 1s er it :r 1sn .,r n!r 1t I. t u 1 I i I ׳< t l I i i fi * t ' 1 f l \ i: t>* r t; * L i i i * veRems-RWDscmu ״. s:hrl!tlOI>׳cf der Vereint werden gebeten, die Derlchto äUurt kn«6"?,' .״* ״״" \!° »<«'* rcchucw« clniusenden. 5iM»t׳l<llc fl“f au *l״Jf *® b0*chr8lt>*n — deulllcbe Scbrlltl Berlin. Her llcrxl-Klub veranstaltet am Mittwoch, .km & d• M,sי"'׳1 .״ 5"1!־יי1“. ׳ prac•• ci״cn Vor- .!!,Sil h c 1111 mit Diskussion, an dem Herr Rechts-!■uuilt Pr• I־•!,inens über das Thema ״Die jüdische L*e״J imd ‘•ns .mdenjum sprechen wird. — Gaste, j^csmuleic junge Kaiifieute, sind willkommen. Lokal: י״.: י*:־"1 * י Ticnt•" tenhof, am Hier: ״Wremsklausc"), Bahnhof Tiergarten (Ziin■ llnkarcKt• An Woiilfalirtsvereincn fehlt es in »nkjrcM v 1;1יי nicht, aber der grösste Teil derselben todort ׳׳׳״ auf gegenseitiger Unterstützung. Eine jiisiialimc ו״ grossziigigcm Sinne macht die ״Israelilijilic I'rancu-Unloii״, die unter der Leitung der edlen Woliltiucr :1 ח' rau Step 11.1 nie Istaccscn in (.mm zv. ei Jahre» solche Hortschritte, wie noch (ein \V<>!.li..ln-tsvcrem in Rumänien, gemacht hat. 1:1 Jen z"ci verllosstncn Jahren hatte der Verein, der!-".׳ .11.110 וn intki wciliüche Mitglieder zählt, die nur 511 tftms . 1 monatlichem Beitrag zahlen, mehr als miVhi l van die arme Bevölkerung verteilt und ausserdem besitzt er einen Honds von 15000 Hrcs., vVr zur י'mm I .mg eines jüdischen Walsen- I!a»sc: .vs.immt ist. Die Leitung dieses Vereins, i!1 deren Spitze Hrnu Stefuni IstAccscn steht, verdient >.111״ gerühmt zu werden und cs wäre zu v.ii,1s.׳l1>׳ dass ihr Beispcil auch von unseren 1-.wm1lit.;1 tilatii'cnsgenosseit In Bukarest naehge-;11:111 «•m׳v. Al. Sg, ll.11.11.11rg• Altona. Die Mitglieder/,ahl der Zlonlstisdicn Ortsgruppe betrug Mitte Mürz 1909 .י0ז gen*.חיי *«’- ־ Vorjahre. Die Zahl der Schekel- 2a!1ler bei u.it sich auf 42Ü gegen 410 im Vorjahre. - Die ׳m>:rupne veranstaltete im Berichtsjahre felgciutc \ersammlungcn: 26. Mürz 1908 Dr. 1 ran.־k - Aitona: ״Der Misrachi": 9. April 1908 KcciiK.1i'>.‘1! Dr. Vjetor-Wandsbek: ״Zionismus md dci.i'.iie I.andespolitik"; Id. Juni 1908 Bericht i׳!yi den 15. Natter Dclegicrtentag (Rechtsanwalt Dr. Victor• M mdsbek); 10. September 1908 Bericht ,!Kr du ivtilncr lahrcskonfcrcnz (Dr. Kalmus): 2t. 8c״k1.׳1׳>er 190,8 Schwester Jenny Stiebe!• Jerusalem: ..Erfahrungen einer jüdischen Schwester in Jerus.iie.n”: 22. Oktober 1908 Dr. Ha Ipern: ״Die :1.!!gemeine jüdische Konferenz in Berlin und die grossen jüdischen Organisationen"; 9. November 19US r״st״r u, H. b e r h n r d Kotelow: ״Volksleben in I,..ias!i1,:1’‘: •l. Januar 1909 Rabbiner Dr. Joseph- $tolp:״lm Kampf um den Zionismus"; 4. Februar 1909 ttdereiu'iir .11k״!> Mbl Ic r-Altona: ״Die jüngsten hmi-.-üsse." Zusammci mit der Henry Jones-Loge U.O.ß.ü., dem Verein für jüdische Geschichte und luer,nur u.1.1 dem Verein ehemaliger Talmud-Tora- 5.'u;lcr: .’1 Januar 1909 Gustav Tuch: ״Streifziigc d.ircli H11׳iMnn Stewart Clmmbcrlaln’s Drundtagcn des 19. J.ihiliiiinlcrts," 25. .Itmmtr 1909 (luMav Tue 11: .JiuliM.1’1׳ Wisse und jüdische Idee," I. I'ebniai׳. |S. IVhrii.ir und l. Mürz 1909 Vortragszyklus des Herrn Rabbiner Dr. Löwen tIta 1: ״Die geistigen Führer der Judcnhcit in der Zeit nach Hcrodcs." — Am 20, Dezember 1908 fand in sämtlichen Räumen des l.fgi'ilu'ims ein Orientalisches K 0 s t ii mlest (״Volkslest in Palästina") statt. Vom Ertrage ermeltui: ..He250 "1101:.׳ Mark, ״Hcbrüischcs Üymr.isii'n: •n .lärm100 ״ Mark, ״Misrachistischc Mittelschule" 100 Mark, ״Krankenhaus in Jaffa" 50 Mark. Du. M i s r.1 c h i-(1 r u npe (45 Mitglieder). Vorsitzender Dr. F r a n c k - Alt-ina hielt folgende VorsamiaUmgcu ab: t. Oktober 1908 Dr. L. Hranck: .'!crielit über die Mlsrachi-Knnfcrenz In Frankfurt < M.29 ״. November 1908 Referendar Möller: .D׳c Zukunft des Judentums." 23. Februar 1909 W. Jawit/.Berlin: ״Moderner Kulturstnat und gc- :׳.’izcstriiics Judentum." 24. Februar 1909 W. Jaitz-lkTlin: ״Die Merkmale des israelitischen Wesens." ln den hehlen letztgenannten Vorträgen 1m׳im׳u> die Einladungen gemeinsam mit dem Israel.- "isseimhaitl. Verein zu Altona. ־־־ Die Frauen- Vereinigung der zionistischen Ortsgruppe, die;יי •"ii.iieder zählt, (Vorstand: Frau Huldschincr, Vorsi!/c״de: Fräulein Barkan, Frau Dr. Cliwolles, riiiuleiii Ella Cohen. Frau F.stcrmann, Frau Dr. Hai- ׳ז'•'"!, Fräulein Hedwig l.Ubkc), richtete Im vorpiatci u' Jahre ilir Hauptaugenmerk auf die heranwachs!ule Jugend. Es gelang der Fraucnvcrcinlgung Oie Einrichtung der Fcrien-Tagcs-Kolonic weiter auszuhtmo!!. so dass während der Sotnmcrferien mit 9• Kindern tägliche Ausflüge mit vollständiger Vorpilcgu'tg unternommen werden konnten. Die Unter- Wt11n׳;s.Nachmittagc für beruflich tätige junge Mädcten waren durchschnittlich von 100 Personen bcsucht, denen jiidisch*naJjona!e Vorträge und künst* fische Unterhaltungen geboten wurden. Eine Folge 1;«er Anregungen ist ein jüdischer Geschichtskursus ,Vortragende Frl. Hedwig Lübke), an dem sich s zt. ca. 20 junge Mädchen beteiligten. — Am B; Marz 1909 veranstaltete die Fraucnvcrcinlgung, ״.,c alljährlich, ein Purlm-Kindcrfest, an dem 450 Milder und zahlreiche Erwachsene tcilnahmon. (An-!־iraeht: Sal. Qolil.schmidt. Theaterstück ״Simon jjnd Eyclicn" von Frau Dr. Fink.) Der Uebcrschuss iioss dem Fonds der Tagcs-Fcricn-Kolonic zu. — '.IC Propaganda lag jn den Händen der Agita- Donskommission^ die sich den Vertrieb von nuKbl.ittcrn, Broschüren, Schriften des ״Jüdischen 'cnagcs״ ,״Welt"- und ״Rundschau״-Nummern an- «siegen sein liess. Neben ihrer Werbearbeit suchte ,se; «cn Arbeiten der Frauengruppo entsprechend, imtcr den jungen jüdischen Kaufleuten durch Voranstalmiig folgender gut besuchter Vorträge mit ansehhcsscmlcr Diskussion das jüdische Interesse zu ordern: 5. November 190,8 Rechtsanwalt Dr. Vlc- ,״ r: V?1; t.״kc Jmlcn in Deutschland." 14. Ja-!mm״Üi־D»r/,",cd• .W• ,Vnnu: Sozial- IS >3ז ־ ז•, Bcbruur 1909 Dr. jur. Pardo: ,;Jüdische Wohltätigkeit. ‘ — Der seit ca. einem Jahre bestehende hcbräisclu Sprachkursus (Lehrer Herr oaizbcrg), wurde auch in diesem Jahre von der Ortsgruppe subventioniert. Die Nationalfonds-Kommission leitete ule Sammlungen und sorgte ftir den Vertrieb der Tclegrammc. Herrn J. Opldschmidt gelang cs, die oammhmgcn durch Nuttonulfands-BUchsen nach den Kölner Weisungen auf eine feste Grundlage zu steilen, so dass nunmehr ein piomptc halbjährliche Leerung erfolgt. Ls sind bisher 231 Sammelbüchsen ausgeo״ *T11’ ttac!' dc1״ bishciigcn Ergebnis Ist aus den Büchsen mit einem regelmässigen Jahrcscrtrag von ca. 1400 Mark zu rechnen. Den neugeseiiaffencn Posten des Nationnlfoiuls-Komrnissars bekleidet Dr. Wr. Adolf Nathan. Ais Palüstina-Kommlssarc fungieren Referendar Hermann Hirsch und Referendar Oscar Nathan. Die gesteigerten Anforderungen an die Lcistungs- Billigkeit der Ortsgruppe machten eine Erhöhung des Jahresbeitrages von 5 Mark auf 6 Mark (einschl. Schekel und Landesbeitrag) erforderlich. Zur finanzicllcit Stärkung der deutschen Landcsorganisation wurden an einmaligen Spenden 450 Mark, an Jahresspenden, zu denen sich eine Anzahl Mitglieder für drei Jahre verpflichteten, 297 Mark •aufgebracht. Die bisher von der Ortsgruppe subventionierte ,.Jüdische Volkslcschälle" ging in den Besitz der Ortsgruppe über und wird voraussichtlich mit den Büchereien der anderen jüdischen Vereine zu einer Gemcindebiblioihck verschmolzen. In der von der Jüdischen Gemeinde dafür eingesetzten Kommission vertritt der Vorsitzende die Ortsgruppe. ' Auf zionistische Anregung wurde der ״Kunstgcwcrbcvcrcin BezaIc 1 In Hamburg" begründet, im Anschluss an eine Ausstellung yon Bczalcl- Teppichen vor einem Kreise geladener Gäste. Der Verein begegnet auch in niehtzlonistisclicn Kreisen erfreulichen Sympathien, Ein Teil des Ertrages wird zur regelmässigen Verlosung von Erzeugnissen der Kunstgcwerbcselmle verwandt. — Der Etat der Ortsgruppe stellt sich: Kassa-Konto. 1908/05 Debet 1. März An Bilanz-Konto .1311,55 Mk. ״ Ortsgruppenbeitrag-Konto . 2347,65 ״ Nationalfonds-Konto . . . 224,43 ״ Landesbcitrag-Konto , . , •192,— ״ Oclbaum-Konto .... 355,12 ״ Nationalfds.-Btichscn-Konto 219,66 ״ Spcscn-Konto ..... 1,55 ״ Versammlungs-Konto . . 10,— ״ l’artelfniids-Kmtto , , . , 148,60 ״ Selickel-Kmito , . . , , 312,— ״ Palest. Land Dcvcl.-Konto 20,50 5473,05 Mk. 1908/09 1. März Per Ortsgruppcnbcltrag-Konto . ״ Nationalfonds-Konto . . . ״ Schriftcn-Konlo .... ״ Landesbcitrag-Konto . . ״ Oclbanm-Spcndcn-Konto . ״ Nationalfds.-Büchscn-Konto ״ Spcscn-Konto. ״ Versammlungs-Konto . . ״ Parteifonds-Konto . . . . ״ Schckcl-Konto ..... ״ Palest. Land Dcvcl.-Konto ״ Bilanz-Konto ..... Kredit 1075.92 Mk. ״ 219.13 ״ 43,60 ״ -,536 ״ 349,12 ״ -,205 ״ 461,16 ״ 714.71 ״ 298,15 ״ -,373 ״ 20,50 ״ 1176,77 5473,06 Mk. Wir bemerken dazu, dass der Rechnungsabschluss nur diejenigen Geldspenden enthält, die durch unsern Schatzmeister abgeftthrt wurden. Insgesamt sind in Hamburg-Altona laut Ausweis in der ״Jüdischen Rundschau" aufgebracht worden: Für NationnHnnds: . 661.46 Mk. 830,65 Mk. ״ Oclbüumc: . . 650.20 ״ —,930 ״ ״ Diverse: . . . 817,30 ״ — ״ 2128,96 Mk. 1760,65 Mk. Herr Martin Salingcr besorgte als freiwilliger tretär In dankenswerter Weise die umfangreichen remmrbeiten. — Auf dem Breslauer deutschen Deiertentag vertraten die Ortsgruppe: Frl. Ella Cohen, Halpern, Leo M. Michael und Dr. Victor. — Durch 1 Hinscheiden von Qustav Tuch erlitt die Orts* ippc einen schmerzlichen Verlust. Der Vorstand: .Dr. Kalmus, 1. Vorsitzender; Estermann, 2. Vorsitzender; Dr. Besser, Schriftführer; Dr. Huldschincr, 2. Schriftrer; S. Cohen, Schatzmeister. R.-A. Da- J, Dr. Halpern, Frau Huldschincr, Moritz Wr “ Braunschwclg. Anlässlich eines Vortrages des Herrn Referendars Regensburger fm Verein für ״Jüdische Geschichte und Literatur" zu Braunschweig im März vergangenen Jahres über das Thema; ״Die jüdische Jugend und Ihre Aufgaben" fand bei vielen damals anwesenden jungen Damen und Herren die Idee der Gründung oines jüdischen Jugendbundes die begeistertste Aufnahme. Bald darauf wurde durch Herrn Lundcsrabbincr Dr. Riilf diu konstituierende Versammlung auf den 9. Mal 1908 cinberufen. Die erschienenen 68 Damen und Herren schlossen sich zu dem ״Jüdischen Jugendbundc-Bruimschwclß** zusammen zwecks ״P f 1 c g c des jüdischen Selbstbewusstseins und Förderung der Idealen Inter* essen der jüdischen J u g c n d", ohne dass der Verein als solcher sich auf einen bestimmten politischen oder religiösen Standpunkt fcstiege. Die . Begeisterung, welche bei der Jugend entfacht war, pflanzte sieli gar bald in die Reihen der jüdischen Familien Braunschwcigs fort, so dass gar viele gegen Zeichnung oft namhafter Jahresbeiträge zu ausserordentlichen Mitgliedern des Vereins wurden. — Es dürfte wohl keine Uberhebung sein, wenn die Tätigkeit im verflossenen Jahre als in jeder Weise seitensreich und befriedigend bezeichnet wird. Nach zwicfaclier Richtung hin bat der Bund seine Spannkraft entfaltet, einmal, eine innere Kräftigung durch echt jüdische Erziehung der Mitglieder herbeizuführen, andererseits aber auch, um ais Ganz.cs sich eine angesehene und ehrenvolle Stellung nach aussen hin zu erwerben. Durch zahlreiche Vorträge und Referate, deren Themata zumeist dem Gebiete der jüdischen Geschichte und Literatur wie auch vor allem den jüdischen Tngcsfragcri entnommen waren, durch den Beitritt zum jüdischen Litexaturvcrein, durch Anteilnähme an dessen Verwaltungen und Benutzung von dessen reichhaltiger Bibliothek, durch den Anschluss;!n den ״Zcntral-Vcrein deutscher Staatsbürger Nischen Glaubens“ hat der Bund wohl zur Genüge bewiesen, was er Innerlich will, nänillcli, dass sich die jüdische Jugend mit Feuereifer dem Ideale jüdische Selbstbewusstseins bingibt und das Jntcrcsse für jüdische Fragen in sich weckt um so dahin zu arbeiten, dass das Judentum aucli eine Zukunft haben soll, die sich seiner einstigen ruhmreichen Vergangenheit nicht zu schämen braucht. Daneben wurde aber auch der Pflege der allgemeinen BilJung eine angemessene Stätte gewährt, um eine harmonische » Vereinigung zwischen jüdischer Ausbildung und Besehäftigung mit vaterländischer Kultur herbeizuführen. — ln diesem Sinne sind z. B. Vorarbeiten für in dem nächsten Vcrcinsjahre ein/.urichtendc Kurse in Franzüsisch, Englisch und Stenographie getroffen. Auch die Einrichtung einer Musikabteilung ist geplant. Aber aucli in der Abwehr antisemitischer Angriffe und Massnahmen hat der Bund. u. a. durch energische Stellungnahme in einem ganz bestimmten lokalen Fall, gewirkt. Um die Vcreinsmitgliedcr über das aktuelle jüdische Leben auf dem Laufenden zu erhalten, wurden die meisten jiidischchn Zeitungen, die namhafteren sogar in mehreren Exemplaren, im Vereins-Cafti in einer Mappe aufgelegt. Mit besonderer Befriedigung aber kann die Tatsache konstatiert werden, dass der Verein vom 1. April sein eigenes behagliches Heim haben wird. Neben der im Innern geleisteten Arbeit hat sich der Bund nach aussen hin eine feste und gesicherte Position verschafft. Durch die Veraiisaltimg einer gross! u, «liiiizemi verlnufeiieu (.11111111 k a h Fe s 111 e 11 k e 11 ,1111 211. Dezember 19(18, zu der ca. 209 Teilnehmer erschienen waren, wurde 1ms Gelegenheit gegeben, mit einem weiten Kreise von Braunschweiger jüdischen Familien Fülllung zu nehmen, sie über unsere Tendenzen und Bc- Strebungen aufznklätcn, und zum grossen Teil auch fiir den jüdischen Jugendluind zu gewinnen. An der Feier konnten wir aucli Dclcgicitc der Jugendvereine Hannover, Göttingen und Halberstadt begriissen. poch vornehmlich war in der Vertretung unserer idealen Sache auch nach aussen hin Referendar Regensburger tätig, der in vielen Städten Deutschlands teils neue auf derselben Basis wie unser Bund stehende Vereinigungen ins Lehen rief, teils mit schon bestehenden Vereinen durch Vortrüge, die er hielt, Beziehungen ankmipftc. Aus vielen Orten ic cn Anfragen bei uns ein. — Die sichtbare Tätigkeit des Vereins blieb denn auch nicht ohne Erfolg. Mftglicder-AnnicUhingcn geschahen fast bei jeder Veranstaltung, so -dass wir am Ende des ersten Vercinsjahres 103 ordentliche ur.d 08 ausserordentliche Mitglieder zählen, was bei einer jüdischen Gemeinde von nur 850 Seelen wohl als ein sehr erfreuliches Resultat bezeichnet werden dürfte. Erholungsorte, Hotels u. Pensionen die antisemitischen Charakter haben. Bansin (Villa: Gertrud. Sccwartc, Büchner 11. Strandklausc). Binz (Villen: Glückspilz, Haus Oacbel, Sceblick, Ouis sana; Hot. Potcnberg; Rest. Imperial: Besitz: Staub). Borkum. Brniuilngo (O.-Harz). Die frühere antis. Notiz in dem Prospekt erscheint jetzt in der etwas milderen Fassung: ״B. wird fast ausschliesslich von Kur- Rüsten christlichen Qtaubcns besucht." Nur dem Besitzer der ״Villa Germania" sind jüdische Gäste willkommen. ״״V.JUW vwnrisu. crnoiungsnaus wiincimshöhc). Cuxhaven (Hot. Knlscrhof, Seepavillon, Bes.: Pillcr Elntid b. Friesen in Obersteiermark. Finsterbergen b. Frlcdrichsroda (Kurhaus ״Pclscr s‘c n ־ VerwaUung versendet Prospekte: ״nur ft Christi. Familien"). Flinsbcrg (Ponsionate Borussia u. Hasse). Frankfurt a. M. (Bahnhofs-Hotel Köln. Hof: Besitze wd&SS/«

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