Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIV (1909)
- Issue
- Heft 24 (11.6.1909)
- Date
- 1909-06-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2651605-2651629--06437-2663527- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
T ^gT%mmmmrnm mm mm mm• Atioonomonta <u( die wßehenlllcb •m Frei• Uk• cfHlicliicnOc ״JUdltclio K«(14»cl»»u" koMcn bei der C»pv׳d1f<or! und bei allen Poti• taten• viertcljahrllclt I.2S M, »״.frMlb Ptultchlandt und OtkicifCldfUnfiMn» 2,— M! |tr ,MilKlIedcr Klditeltcr Vcr• tu,e im bammclbciug durch den Verein l,— M. VcrUC Judlicho RumlKhiu II. Ü. m. b. |f. Polin SW, fcß, Zlmmertlr. 11, ic,.s׳.(H'»u1nden! 3 bit 7 Uhf 11,,», t Sonnabend u, Sonntag. — 1*•>״״״׳* •■י «"*״■"״יי * i ... LG 0ר n —־, i ך־יי״ן rv N O ח ^>u ח U [j 3y0r3ESCCi «<*'• ^־־״ ׳ *«wj v ־, , i J A« v'n* •4/J9..5.’ sowie Vcrciiumit• Uy\ ־>V (*W’S'n'i. ^V^iJanuilirlpte werden. wenn Ansolnon '|en für die (Cnleetpallcnc teile oder doren Raum J’fr.i Stellen-Ancebotc und w V«. N$ _י / - Ü L s ^c^ss^r t l'orlo bclHcgt. *ich *urUck• getandt. — Rcdaktlonttchlm Miiiwocl« miltagt. Redaktion Jüiiluho Rundicbau lk׳rlln>Cl1arlottcnb11rg, Dlclblrvutir. 49. Tel. CH. 9SSI. bpn■ ditiundrn DicntUg und Froiiagt 11—1 Uhr mUtan». l.......— ~׳ Berlin, den 11. Juni 1900 — 22. Siwan 5669 Nummer 24 XIV. Jahrgang TE I ergeht an Buch, ihr jüdischen Brüder und Schwestern, die ihr das zionistische Ideal Im Herzen traget, beim Herannahen des 5. Todestages I unseres unvergesslichen Theodor Herzl. Mit mächtigen Schritten hat sich In den letzten Jahren unsere Idee ihren Zielen genähert, Fast in allen Kreisen, die sich für die f Lösung der Judenfrage oder auch nur eine Linderung des Judenelends interessieren, hat sich die Ueberzeugung Bahn gebrochen, dass nur der I jüdische Orient dauernde Hilfe zu bringen vermag. Zionistische und nichtzionistische Organisationen entfalten im Lande unserer Väter eine ׳ grössere Tätigkeit als je zuvor. Und mit grandioser Majestät ist nun auch die Sonne der Freiheit am Horizont des osmanischen Reiches j emporgestiegen, und bald wird sie mit ihren wärmenden Strahlen auch unser Werk In Palästina In seinem Wachstum fördern und zur Blüte | bringen. I Unserem verewigten Führer war es nicht vergönnt, diesen Umschwung zu erleben. Auf seinem dornenvollen Wege waren ihm Ent* \ läuschtingcn ohne Zahl beschleden. Aber einer Empfindung fühlte er sich stets sicher; der dankbaren Liebe all derer, denen er zu einem ו hoffnungsvollen Ideal verholfen, die er eine befreiende Idee gelehrt, denen er einen herrlichen Ausweg gewiesen aus der furchtbaren Lage, in i der unser Volk im Golus seufzt. , | Nicht mit Worten wollen wir ihm danken. In ernster Stunde muss das jüdische Volk seinen ernsten Willen zum Handeln ן bekunden. Es muss seine ganze Kraft dafür einsetzen, den Moment zu nutzen. Und dass der Aufgaben, die unser harren, nicht wenige sind, f dass wir für vielerlei zionistische Zwecke an Eure Opferwilligkeit appellieren müssen, ist Euch bekannt.!; Heute aber, vor unseres Herzl Todestage, sollen wir eine Palästinaspende darbringen, die zugleich eine Ehrung des grossen Mannes in sich schlosst. Seit Jahren werden Spenden zur Pflanzung etnps.H e r jjJw.a.ld.cs gesammelt, der 100000 Bäume umfassen soll, und nochv . heute ist nicht der fünfte Teil dieser Pflanzung gesichert. Hätte ein jeder von Euch seine Pflicht getan, hätte ein jeder zu Ehren des grossen \ •Mannes, wenn auch nur einmal jährlich an dessen Todestage, einen bäum gespendet, wie es ein jeder Sohn am Jahrzelttage seines Vaters tun soll, so hätten wir längst diese sinnige Qabe dem Boden Palästinas zu weiterem Wachstum anvertrauen können. •; Und nicht nur der Ehrupg Herzls gilt das geringe Geldopfer, das wir von Euch fordern, sondern es ist zug£ ch ein Beitrag zu ן einem Kolonisationswerke, dessen Bedeutung auch unter den Zionisten noch immer nicht genügend gewürdigt wird. ן Die Oeibaumspende setzt uns instand, aus unserem Bodenbesitz in Palästina einen sicheren und.hohen Gewinn zu erzielen,'obwohl 1 wir mit geringeren Kosten, in schnellerem Tempo, auf schlechterem Boden, mit weniger geschulten Arbeitskräften und geringerem Risiko die f Oeibaumkultur betreiben können, als dies bei den sonst üblichen und notwendigen Methoden landwirtschaftlicher Kolonisation möglich und I statthaft ist. In wenigen Jahren schon würde der aus 100 000 Bäumen bestehende Herzlwald — für Jahrhunderte hinaus — einen jährlichen;; Überschuss von ungefähr 300 000 Mark abwerfen. Seine Pflanzung würde also nicht nur eine mächtige Förderung und Be* schleunigung unseres Ansledlungsworkes und der Wiederaufforstung Palästinas bedeuten, sondern uns f auch die Mittel schaffen, um.auf die kulturelle Förderung des Landes Einfluss zu nehmen und so ein vom Zionismus bisher * gar zu sehr vernachlässigtes Gebiet in Pflege zu nehmen. 1 Wir richten daher an Euch die Mahnung: veranstaltet an Herzls Todestage nicht nur Gedenkfeiern, In denen ihr Euch selbst und; Eure Freunde an dem hohen Beispiel erheben, aufrichten und stärken müget, sondern sammelt auch' unablässig für den Herziv/ald, auf dass; er — ein fast unvergängliches Denkmal für den toten Führer auf heimatlicher Erde — recht bald in Ere* . Israel erblühe und mit seinen lebendigen Kräften unser Ideal verwirklichen helfe. Entziehe sich keiner dieser Pflicht! Seid eingedenk Eurer Schuld an Th eodor Herzl, Eurer " Schuld an das jüdische Volk!! Verein ״Oeibaumspende“ (E.V.) •j Prof. Dr. O. W a r b u r g Rechtsanwalt Dr. A. H a n t k e Bertrand Hamburg Dr. Hans Gideon Heymann | Vorsitzender. ״ stctlvcrtr. Vorsitzender. Schatzmeister. stellvertr. Schatzmeister. I David Wolf fsohn Dr. M. Bodenhei mer Ing. Johann Kremlnezky Dr. S. Soskin I * ׳ | Im Interesse der Ordnung wolle man einzelne Spenden weder an den Vorsitzenden noch an den Schatzmeister unseres Vereins; | sondern ausschliesslich an die Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds, d. h. für Deutschland an Herrn Max Wolisteiner, Charlotten- J bürg, Sybeistr. 50 senden. Die Jüdischen Zeitungen werden um vollinhaltlichen Abdruck des heutigen 1 Aufrufs 0ebeten. Aus Anlass der Wiederkehr des 20. Tamuz sind für den Herzlwald folgende Spenden eingegangenj Prof. Dr. 0. W a r b u r g, Berlin 10 Bäume Mk. 60, Rechtsanwalt Dr. Arthur Hantke, Berlin 10 11. ׳,60 ** Bertrand Hamburg, Berlin 10 1* u 60, Dr. Hans Gideon Heymann, Berlin 10 st :,60 ״ David Wolffsohn, Köln a. Rh. 10 1» ,60 ״ Dr. M. Bodenh eim er, Köln a, Rh. 10 II ׳,60 «> Ing. Johann Kremenezky, Wien 10 It ׳«60 ״ ן t I l