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Jüdische Rundschau · 1908-12-25 · Heft 52 (25.12.1908) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 52 (25.12.1908)
Date
1908-12-25
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage JUEDISQHE RUNDSOHAUjg.xw.No.52 Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Zahnarzt in K ö 11 i g s b c r g in Pr. sucht Assistenten zum 1. Januar 1909. Anfangsgvhalt 200 Mk. pro Monat, ausserdem Nebeueinnahmen. Nähere Auskunft erteilt das Zionistische Zen t ra 1 b 11 r ea!1, Charlottenb 11 r g, BI e i b t r c 11 s t r. 49. Oesterreich in der Welt voran! Die Saii'Hiclstelle des Jüdischen Natioiialiunds für Oster- 1 eich hat in den letzten Tagen an alle Vertrauensmänner ein Zirkular versendet, in welchem auf das günstige Ergebnis der Sammeltätigkeit der österreichischen Gesinnungsgenossen hingewiesen wird, wodurch es gelang, dass Österreich mit über HKjO K.. die im Monat November eingii’geu. den ersten Platz unter den für den Nationalfonds sammelnden Ländern errungen hat. Die Gesinnungsgenossen werden autgefordert. in ihren; Sammeleifer nicht zu erlahmen, damit Österreich diesen Platz behaupten könne. Wir deutschen Zionisten hotten ganz int Gegenteil, j dass es uns gelingen möge, unseren österreichischen Gej .-innungsgenossen iiitett Platz in der Statistik, der iriiltcr unser war. abzuzwingen, und dass beide Teile durch den friedlichen Wettstreit zu reget Tätigkeit augesporu; worden mögen. * A us den Ortsgruppen Berlin. 1111 Herzlklub hält im Monat Januar Herr Davis Trietsch einen Palästinazyklus ab. der in Gestalt von 3 zus a in m c n 11 ä 11 g e n d c n Vortragsabend e 11 am 7, H. und 21. Januar stattfinden wird. Nähere Mitteilungen folgen in der nächsten RUNDSCHAU. Anmeldungen iiir den Zyklus, der durch Thema und Person des Vortragenden wohl verdient, dass ihm ein reges Interesse entgegcngebracht werde, sind an den Schriftführer des Klubs. Herrn Otto Guthmaim. Wilmersdorf, Mainzer S t r. 22. zu richten. Die Beteiligung ist völlig kostenlos und Damen und Herren zugängig gemacht. — Am 19. er. fand eine Makkabäer- Feier statt, die bei sehr reger Beteiligung einen äusserst Ktriedigenden Verlauf nahm und dem N'ationau'ond die Summe von 15 Mark einbraehte. hg. Kattowitz O.-Sclil. Ls sei hierdurch nochmals darauf hingewiesen, dass das Makkabäcrlest der hiesigen Ortsgruppe am Sonntag, dem 27. D e z e m her, abends 8 Uhr, im Reichshallcnsaal stattfindet. Das Programm des ernsten Teiles wird mit grösster Sorgfalt vorbereitet: die Festrede hat Herr Arnold Wiener frcimdlichst übernommen Sodann wird ein Fromenaden-Konzert die Verbindung mit dem heiteren Teil des Abends hcrstellen, der uns nach Palostina. in die Schankstube von Hisclmn l’Ziön führen wird, wo ein internationales Künstlervölkclteii sich zu fröhhehem und ein Rendezvous gibt. Wie wir hören, beabsichtigt ein hoher türkischer Würdenträger, ein Paschah. mit seinem Stabe und den Tänzerinnen seines Harems das Pest durch seinen Besuch auszuzeichnen. —־ Der Abend wird sich zu einer grossen nationalen Kundgebung ausgestalten. Zahlreiche Anmeldungen von Gesinnungsgenossen ans Russisch-Polen. Galizien und Oestcrr.-Schlesien liegen bereits vor. und cs ist dringend erwünscht, dass noch das zionistische Oberschlcsien sich in würdiger Anzahl präsentiert. Ls ergeht daher an die 0 b e r s c h 1 c s i s e!1 c n Gesinnungsgenossen nochmals die herzliche K i 111 a d 11!1 g zum Besuche der M a k k a b ä e r i c i e r in Kattowitz! Posen. O r t s g ז u p p e n v c r s a tu nt 1 u 11 g v o m 5. D c ־ zember 1908. An genanntem Tage hielt Herr Georg Kareski ein Inständiges Referat. Von der allgemeinen Lehre der nationalen Bodenreformer ausgehend, kam der Referent auf die Oppenlteimcrschen Siedelungssätze zu sprechen. An Hand eines reichen statistischen Materials zeigte der Vortragende die gewaltigen Schäden des materiellen und ethischen Volkswohl, die aus den modernen Bodenverhältnissen, besonders in den Gressstädten sich ergeben. Der offizielle Zionismus ist an den modernen Forschungen der jungen Bodenreform nicht vorübergegangen. er hat sie im Linklang mit der jüdischen Tradition mit in sein Programm aufgeuotmueu und das nationale Lrlbsimgswcrk gleichzeitig zu einem sozialen gemacht. Die Grundsätze des Pentateuch über Sabbatjahr und Jubeljahr stelle.'i ja schon eine Bodenlehre dar. die selbst modernen, sozialen Bestrebungen nichts nachgibt, und so vereinen sich auch hier, wie in unserer ganzen Bewegung, die Rückkehr zur Tradition mit der klaren Erkenntnis der Gegenwartsbedürinisse für unser Volk. Die stark besuchte Ver- Sammlung folgte mit grosser Aufmerksamkeit den ausführliche.1 und schwungvollen Darlegungen und spendete reichlichen Beifall. In der Diskussion hot) Herr Sega!; hervor, dass eine Modernisierung des Sabbatjahres bereits von Rabbon Gambe! angeregt war. Herr N’euuiark strebte den Unterschied der nationalen und sozialistischen Bodenreform. welch letztere konseuuenter scheint, als sic den Unterschied in den Sclnidigütigen der Allgemeinheit durch die verschiedenen Arten des Privateigentums nicht mache. Herr Auerbach gab sodann den Palästinabericht wie immer detailliert, und nach dem Schlusswort des Referenten erreichte der interes>ut!te Abend in vorgenickter Stunde sein linde. 11. Wronke. In der hiesigen, seit Februar d. J. bestellenden Ortsgruppe ist es den eifrigen Bemühungen des Vorsitzenden Tie rar t Wal! gelungen, am 13. d. Mts. eine Makkabäer-Feier zu verunstaltet!, welche nach ihrem reichhaltigen Programm aktueller Aufführungen glänzend verlaufen ist und an welcher sich auch mehrere auswärtige Gcsinnungsgenossen beteiiigt haben. R. Wresclien. Auch in unserem Ort hat der Zionismus nun endlich seinen siegreichen Einzug gehalten: am 12. Dezember fand hier eine öffentliche Propagandaversammhtng statt, in welcher Herr Rechtsanwalt Dr. Kolienscker-Posen über das Thema: .,Was uns Juden not tut‘• referierte. Die Versa mmlang war stark besticht, ca. 200 Zuhörer füllten den geräuniigen Saal: sogar einige Mitglieder der benachbarten Stralkower Ortsgruppe waren eigens zur Teilnahme an dem Abend herübergekoimnen. Nach Lrönnung der Versammlung durch Herrn Albert Mendel aus Stralkow hielt Herr Dr. Kollcnscher einen glänzenden Vortrag: die Redeweise des Vortragenden war so packend, so überzeugend, seine Beweistiihrung so schlagend, dass die Zuhörer wie gebannt seinen Ausführungen folgten. Die in der anschliessenden Diskussion von gegnerischer Seite an sich sehr sachlich und gut vorgebrachten Einwendungen des Herrn Rabbiner Dr. Lcwitt, hier, wurden von Herrn Dr. Kollcnscher הי begeisterter Entgegnung derartig zcrpilückt. dass auch nichts von ihnen übrig blieb. Der Erfolg blieb denn auch nicht aus und hat wohl alle Erwartungen Jibertroficn: 15 Anhänger sind als Folge dieses Abends dem Zionismus gewonnen, und ausserdem haben noch mehrere Glaubensgenossen ihren Beitritt in Aussicht gestellt. Dieses schöne Resultat ist ausser den edlen Zielen unserer Bewegung wohl in erster Hinsicht der begeisterten Redeweise des Herrn Dr. Kollcnscher zu verdanken, worauf ich an dieser Stelle nochmals gebührend hinweisett möchte. Der Zionismus hat nunmehr auch hier festen Fass gefasst und hoffen wir. dass er in unserer Gemeinde eine dauernde Wohn- Stätte finden wird. sg. Haiberstadt. Am Sonntag, den 27. Dezember, abends 8 Uhr, veranstaltet die hiesige zionistische Ortsgruppe eine Festlichkeit. Das eigentliche Programm des Abends bildet ..Das jüdische Volkslied“. Der gesangliche Teil liegt in den Händen des Konz.ertsängers Herrn L. Goilanin, Berlin. Die Festlichkeit wird ein Ball beschliessen. In unserer Nachbar- Schaft wohnende Gesinnungsgenossen und Freunde sind hierdurch höihehst eingeladen. b. München. Fortan sind jeden Dienstag abend zwischen S—10 Uhr Mitglieder unserer Ortsgruppe im Cal6 Fahrig (am K a r 1 s 10 r) a n z u - tr.effen; cs wird uns »reuen, Gesinnungsgenossen, welche hierher kommen, dort begriissen zu können. cl. »•׳!# י״^״יוייו» י*יוי v

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