Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 50 (11.12.1908)
- Date
- 1908-12-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage JUEDISCHE RUNDSCHAUjgx1״.N50.־ Aus der zionistischen Bewegung , Mitteilungen des Zentralbureaus! der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ׳ 1. Die Share-Club Zentrale in Hamburg (Vorsitzender: Herr Moritz Oo 1 ds c h in i d t) befindet sicli von heute ab Hamburg, Alterwaü 60. 2. Ein junger Rechtsanwalt kann sich in einer hübsch gelegenen kleinen Stadt mit grosser Industrie | (Amtsgericht) nahe bei Grossstadt, niederlasseu. j 3. In einer kleineren Stadt bei Posen ist die Niederlassung eines Arztes erwünscht. j Auskunft erteilt in allen Fällen das Zionistische j Zc-ntiraPbu reau Be r 1 i 11 ־ C h a nl o t te 11 b 11 rg, B1 e i b t r c u s t r. 49. Die Welt! 0 Ztitn diesjährigen Chanukkahieste geben wir eine Makkabäerieslmiriimer heraus, die durch ihre Beiträge eine der Bedeutung und dem Charakter dieses nationalen Festes ent-! .sprechende Form tragen wird. Fs erübrigt sich zu betonen j dass die M .ו k k a b ä cm 11 in in e r der WELT auch in a g i ־ t a 10r 1 s c her Beziehung für jeden Zionisten v o 11 W c r t sein w i r d. Wir richten an alle Gesiunungsgenossen und Leser das Ersuchen, für eine möglichst grosse ' Verbreitung der Eestiuiimiicr bemüht zu sein. Die Nummer erscheint am IS. Dezember a. c. Bestellungen werden (gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages) bis spätestens 14. Dezember a. c. entgegengenonimen. Die Einzelnummer kostet 40 Pi. Organisationen erhalten 10 Exemplare für 3,50 Mk. 20 n r 7,50 ,, ״ 12,50 ״ ״ 50 ״ ־-,20 " ״ 100 Expedition DIE WELT. Köln, Karolingerring 6. Eine neue^Ansichtskarte des jüdischen Nationaifonds Die Einrielitungcn und Sammelmittel des Jüdischen Nationalionds haben mehr oder weniger die Opferwilligkcit der Freunde des Fonds zur Voraussetzung. Demgemäss wirkt der Nationalfond durcli die vielfachen Möglichkeiten, die er zur Betätigung selbstloser, gemeinnütziger Gesinnung bietet, abgesehen von seinem eigentlichen Zwecke, auch in hohem Grade erzieherisch auf weite Kreise unseres Volkes. Dieses Moment tritt jedoch bei den Ansichtskarten des Jüdischen Nationalfonds weniger hervor. Vielmehr ging die Nationalfondvervvaltung bei der Herausgabe besonderer Nationaliondkarten von der Erwägung aus, dass damit den Förderern unserer Be- Strebungen die Möglichkeit geboten werden soll, zur Mehrung des jüdischen Volksschatzes beizutragen, ohne das geringste Opfer an Geld und Mühe bringen zu müssen. Die Benutzung' illustrierter Postkarten hat sich in den 15—20 Jahren, die seit deren erstem Auftauchen verflossen sind, in allen Ländern und be; allen Bevölkerungsklasscn der-!nassen eingebürgert, dass mau sagen kann: Jeder, der überliaupt korrespondiert, bedient sich heute für seinen Brief- Wechsel — mehr oder minder häufig — der Ansichtskarte. Ansichtskarten mit jüdischen Sujets sind von den verschiedensten iüdischen und nichtiiidisclien Verlagsunternelunungen hergesteh! und in den Handel gebracht worden. Es lag also nahe, dem Jüdischen Nationalfond durch Schaffung künstlerisch ausgefiilirtcr Natioualfond-Ansichtskarten eine neue Einnahmequelle zu erschlossen, die um so ergiebiger zu werden versprach, als ja der Ankauf dieser Karten, wie gesagt, mit keinerlei Opfer verbunden ist, vielmehr eine Beitragsleistung für dc*n Nationalfond darsteilt. für ־die der Beitragende den vollen Gegenwert empfängt. Bisher sind ca. <>4 000 Stück Natioualfond-Ansichtskarten mit verschiedensprachigem Text angefertigt worden, und zwar liess das frühere Wiener Zcntraiburcau des Jüdischen Nationalfonds, hzw. dessen verdienstvoller Leiter, Herr Kremcnezky, ca. 44 OflO Stück hcrstellen, während die Kölner Verwaltung weitere 20 000 Stück zu einem billigeren Preise herausgab. In der Zeit von September 1907 bis Ende Juli 190S wurden vo:1 diesen Karten ungefähr 23 50(1 Stück zu insgesamt 954 2S Mark abgesetzt. Der Verkauf von Anfang' August bis Ende Novemher d. J. beziffert sich auf 8500 Karten zum Gesamtpreise von 33265 Mark. Da vielfach der Wunsch kundgegeben wurde, die Kollektion der Naiionaliond-Ansiehtskarten durch neue Muster zu bereichern, stellte uns unser ausgezeichneter Gesinnungsgenosse Salomon Roukhomovsky in Paris, derselbe Künstler, von dem auch die Zeichnungen für die bisherigen Ansichtskarten herrühren, in liebenswürdigster Weise einen Entwurf für neue Ansichtskarten völlig kostenlos zur Verfügung. Der Künstler hat darin die national-jüdische Befreiungsidee treffend versinnbildlicht und ein neues, meisterliaftes Herzlbildnis geschaffen, das sicheilich von allen Gesinnungsgenossen als willkommenes Chanukkahgeschenk begrfisst werden wird. Bestellungen auf die neue Nationalfondkarte können schon jetzt an die Landessammelstellen des Jüdischen Notionalfonds gerichtet werden. us den Ortsgruppen Berlin-Charlottcnbiirg. Die nächste Sitzung des Herz!« Klubs am Sonnabend, dem 19. Dezember, wird sich zu einer Makkabäer - Feier gestalten. Herr Km an 11 et Fis he! sowie Erl. Klara Eis hei haben liebenswürdiger Weise Rezitationen und Gesangsvorträgc übernommen. Die Gedenkrede wird Herr Hans Gosla(r halten. Da die Vcranstaltung als F a m i 11 e 11 a b c n d־ gedacht ist. sind Damen und Herren als Gäste herzlichst willkommen. Lokal: Dräsels Festsäle. Neue Fricdrichstr. 35. Beginn 9»ל Uhr. Berlin. In der lüdlscli-nationaleii Frauenvercinlgunc hielt Herr Rabbiner Dr. E m i! Lew am Sonntag, dem 29. November. einen mehr als zweistündigen Vortrag über seine Reise nach dem Orient. Durch eine grosse Anzahl wohlgclunecner Lichtbilder unterstützt, gab der Referent in anschaulichster und interessantester Weise eine Schilderung seiner Erlebnisse und Eindrücke und gewährte einen Einblick in das Leben und den Charakter der Orientbcwohner. Durch Ägypten dessen eigenartige Schönheiten der Referent in Wort und Bild den überaus zahlreich erschienenen Zuhörern zeigte, führte der Weg nach Palästina und an die durch die Geschichte unseres Volkes geheiligten Stätten. Jaffa mit seinem Grossstadtgetricbe. Jerusalem. Tiberias mit dem durch seine Naturschöulieiten sowohl als auch durcli die Heilkraft, seiner Quellen berühmten Genezarcthsce, Sichern. Jericho. Damaskus und noch viele andere der durch die Geschichte wohlvertrauten Städte wurden 1ms mit ihrem Leben und Treiben und der Eigenart ihrer Bewohner vurgeführt. Ganz besonders interessant war es. den Referenten auf seiner Wanderung durch die jüdischen Kolonien mit deren Studium sich Herr Rabbiner Dr. Lew ganz besonders eingehend beschaitigts zu begleiten und die Früchte zu sehen, die die mühsamc Arbeit unserer Brüder schon gezeitigt hat. Wie erfreulieh war es zu hören, dass die hebräische Sprache als Ver- יו^יו־יוף