Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1908)
- Date
- 1908-12-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 218 'JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 49 landschaft; No. 2 liegt die bekannte Photographie von Lilien zu Grunde. Herz! steht sinnend an der Rheinbrficke zu Basel: die Nebel des alten Flusses gewinnen Gestalt, und er sieht, wie sein müdegehetztes Volk der alten Heimat zustrebt, ln 111 der Ferne winkt der Davidsturm, von der aufgehenden Sonne beschienen. Die Entwürfe No. 1, *I, 8. 9 sind vom Bezalei. Entwuri No. 5 von Siegfried Wagner, No. 6 von Leopold Hocowitz, No. 7 von Hermann Struck. No. 2 von Hans Deiters und No. 3 von S. Roukhomovsky. Von diesen Entwürfen waren in der letzten Dircktorhfmssitzung No. 1, 2, 3, 7 und 9 fiir eine engere Konkurrenz ausgewalilt und von uns einer Fabrik zwecks Herstellung von Probedrucken übergeben worden. Von No. 1, 2 und 3 haben w׳ir die Probedrucke bereits er* *,•״ >׳rJ, .441 »4* t 5 6 kalten, welche allerdings gegen unseren Willen von dem Künstler der Fabrik wesentlich mngestaliet worden sind. Die mit a) bezeichncten Bilder sind die Probedrucke nach den mit denselben Zit fern bezeichncten Origiiialeiitwürfen. Die cndgiltige Wahl bleibt dem Direktorium des J. N.-F. noch Vorbehalten. Da sie aber eine so eminent wichtige Sache ist, da von ihr die Popularität und der ganze Erfolg der neuen Marken mehr oder weniger abhangt und die Kon* sunienten der Marken sich aus den jüdischen Massen der ganzen Welt rekrutieren, bringen wir hiermit die In Betracht kommenden Entwürfe zur Veröffentlichung, indem wir unsere Gesinnungsgenossen bitten, uns baldmöglichst ihre Ansicht zu denselben mitzuteilen. Das jüdische Volk selbst soll seine Meinung zu dieser Frage kundgeben, damit wir bei der .Aus* wähl der Marke hierauf weitgehendste Rücksicht walten lassen können. JP l ז j trh-id קרן קיבת לישראל ר ו ק*מח יל׳ 8 ז Da wir beabsichtigen, wenn möglich alljährlich oder alle 2 Jahre neue Marken herauszugeben, so ist es nicht ausgcschlossen, dass im Laufe der Zeit mehrere der hier zur Wahl geteilten Sujets zur Verwendung gelangen werden. Wir hoffen, dass die . neue Nationalfondmarkc sich allgc* meine Beliebtheit erringen und fiir alle selbstbewussten Juden ein unentbehrlicher Gegenstand des täglichen Verbrauches werden wird. Die Ausgabe der neuen Marke, welche 5 Pf. bezw. einen analogen Preis in anderen Währungen kosten soll, wird voraussichtlich im Januar 1909 erfolgen. Die Marke wird in verschiedenen Farben gedruckt werden, so dass jede Wällrung durch eine besondere Farbe kenntlich sein wird. Wir empfehlen allen Jnteriessenten und Vertrauensmännern des N.-F., schon fetzt den zuständigen Landcssammclstellen des J.N.F. ihre Bestellungen aufzugeben, damit diese sich rechtzeitig mit einem genügenden Vorrat versehen können. Hauptbtireau des Jüdischen Nationalfonds. Köln, Karolingerring 6. Aus den Ortsgruppen Berlin. I»n Herzl-Khib findet am Donnerstag, dem 10. Dezember ein Diskusslonsabciid, ankniipiend an zwei Referate, die die Herren Paul Löwenstein und F r a n z Katze n* stein übernommen haben, statt. Gesinnungsgenossen, Damen und Herren, werden hierzu frcundlichst cingclagcn. Insbcsondere wird auf das Erscheinen junger K a u f 1 c u t c gerechnet. — Beginn der Sitzung 9 Uhr. Lokal: Dräsels Festsäle. Neue Fricdrichstr.35. Ratibor. In unserer zionistischen Ortsgruppe sprach am letzten Sonnabend Rechtsanwalt L a c h m a 11 n - Köiiigsliiitte in interessanter und instruktiver Weise über ״Z i o n i s t i sc 11 c Grundfragen“: wobei der Redner vornehmlich auf die Wirtsehaitsmöglichkeitcn in Palästina hinwies. Dem vom zahlreichen Publikum bcifaUsiroh aufgenommenem Vortrage folgte eine Diskussion, an der sieh Dr med. B ö 11111 und Zahnarzt Block beteiligten. -־ Am letzten Dienstag las hier vor einem sehr stark besetzten Hause Schrillste!! er H e in r i c 11 York-Stciucr aus Wien Ernstes und Heiteres aus seinem ■schönen N o v e 1 i c 11 b u c 11 e ,.D e r Talmud baue r * vor. Rabbiner Dr. Diene;11 a n u sprach vorher einleitende Wort über die Renaissance der jüdischen Literatur. Die Einladung zu diesem Abend war von einem Komitee ausgegangeii. das aus dem Vorsitzen* den des jüdischen Literaturvereins, dem Prfisi Junten der Ericdenslogc und dem Vorsitzenden der zionistischen Ortsgruppe bestand Wiesbaden. Die zionistische Ortsgruppe veranstaltete am 25. November einen Diskitssioiisabend. i:: dem Herr Bertram Stern über ..'.Vas luij der Zionismus bis jetzt erreicht?“ referierte. Nachdem der Redner am Eingänge seiner Ansfiihrungen die fliian.-iellen Schöpfungen dc< Zionismus besprochen batte, wandte er sieb den Veränderungen /״. die der Zionismus in Beziehung auf das geistige Leben der Juden, besonders in Westeuropa liervorgcriifen hat. Selbstbewusstsein. Stammes eefiilil hat er verbreitet, eine indische Kultur hat er erweckt. Neues Leben bat er in den! alten 111 Ie11fan*!_ herbcieefiihrt. neuen Lebensmut dem Judentum eingefasst. Unter lebhaftem Beiiall der Erschienenen schloss der Redner seine Ansfiihrungen. indem er am Schlüsse darauf hhiwics. dass das. Mas wir fiir das jüdische Volk schaffen, auch der ganzen Menschheit zu Gute käme. Für den Nafioaaltond wurde gesammelt. Duisburg. Herr Nathan Gross aus Wien sprach am 2d. v. Mts. in der hiesigen zionistischen Vereinigung über die jüdische Arbeiterorganisation ״Ponlc Z ו o n“. Ihre Ideen hätten in Russland. Österreich und Amerika ihre Hauptvertretung■, aber ihr Wert für den Zionismus wurde auch in anderen Ländern immer mehr gewürdigt Der Redner führte in fesselnder Weise aus. wie das in den Ghcttis lebende Proletariat nur im Poalc-Z»onismus seine Rettung sehen konnte und sieht Aus 'dem cingeschi'ichterten. im Golus notdürftig dahin lebenden jüdischen Proletarier einen freien, im eignen Lande sein Brot verdienenden Arbeiter zu schaffen, sei der Vorsatz der Poale-Zion. Das zahlreich erschienene Publikum dankte dem Redner für seine .Ausführungen mit lebhaftem Beifall. In der darauf folgenden Diskussion wurde das Vcrhältnis zur Sozialdemokratie besnmclic״ und die verschiedenartige politische Richtung der Poale-Zion in den einzelnen Ländern gestreift. H. L. 1 ■' י——"—■»"*יmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm—mmmmmr- ■ר־ 1. ־== Nationalfond «*--■ ■ ׳ Sammlungen IQr den Katlonalfond und andere zionistische Zwecke sind ausschliesslich zu senden an d.*n Schatzmeister des Zentralburcaus, Herrn Max Wollstelner, Charlottenburg ■mi.-1»Ti bei Berlin, Sybolstrnsao 50. (L.)*Itl• Kochoano gratulierttur Hochzeit Stapler- L‘o ebmaon.. 0,50 » (L.) Ing.Efim Wechsler gratuliert J. Schnelling, Hannover, sur Verlobung. 0,50 B Rabbiner Dr. Wlnclcler, Charlottenburg, anstatt Telegramm zur Hochzeit Hildeshcim-Ettlnger 0,50 Mk, Die Zionistische Ortsgruppe Wiesbaden kondoliert ihrem Mitgliede Berthold Kahn anlässlich des Ablebens seiner Mutter. 0,50 ״ Artur Schauckler, Köln, für von Dr. Bodenhei mar nicht angenommenes Honorar. 3,— t Ergebnis •iner Sammlung von 0 Herren in Schlawe 1. Pom. 9,— י Onkel Weich und Tante Ida, Zabrze, gratulieren | ihrem Neffen Ref. Dr. Hugo Schutx zutn bc- 1 •tandenen Doktor-Examen . 0,50 a