Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1908)
- Date
- 1908-12-04
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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s4.! \■*! : ו'.ןן; r 1׳:? lv No. 40 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 489 Referent das Wort, sich die Bedeutung die Gebete,!־'ei;!־־ .di * Jüdischer IfandlutiRSjjehHfcnvcrhand. Ortsgruppe Berlin. Der Verband beginnt seine Wintcrtütigkeit mit einem Vortragsabend am Dienstag dem S. Dezember d. Js. bei Dräscl. Neue Fricdrichstr. Ms wird spreelien Herr Og. Bernhard ül)cr .,7 Ulirscliluss in den Kngrosgescluiftcn.* Der Vcrband wird von jetzt ah regelmässig seine Sitzunsen und Vortragsabcitde abhalten und in der RUNDSCHAU publizieren. An dieser Stelle macht der Verband gleichzeitig darauf aufmerksam, dass er eine Schreib- und Arbeitsstube für seine stellungslosen Mitglieder scschaficn hat, und bittet ihn hierin zu unterstützen. Bei allen Veranstaltungen des Verbandes sind Gäste herzlich willkommen. Beitrittserklärungen werden an den Vortragsabenden oder bei Hermann D. Rosenblutn. N.O. 55. Trcskowstr. 3b i. ciitgcgengeiionuiien. Juden unerwünscht Uns wird geschrieben: Es wird Jlire l.cscr ati den betr. Orten interessieren, dass in No. 48 der DEUTSCHEN ZAHNARZT!!CHEN WOCHEN- SCHRIET Zahnarzt Trebst in Cütheii (AhIi.I als Assistent einen Christen wünscht, und Hofzalmarzt Scholz in Karlsruhe (Baden) als Assistent einen ,.Christ v o n A bst a m m 11 n g״. Also nicht mal Taute hüll! Königsberg i. Fr. Die L i!> e r a I e V e r e i n i g u 11 g der Jtiden veranstaltete Hingst eine Matinee. Den Vortrag hatte* Herr Gustav Karpclcs iibernonunen. Oie־ Versannnlung, welche aus 7n׳T Zii nisten und riissisclien Juden bestand, w ar sehr gross und hörte* zuerst die einleitende Ansprache des Vorsitzenden WolHIieini. Alsdann ergriii der In seiner ciiisthudigei! Rede bemühte er der Ritualien im Judentum herabzuseize׳:, tage. Chaliza. üetb. Eheverbote und sc'die.ss’ic.! die Speiseverböte ~ alles muss abgeschabt werden, denn das Volk glaubt nicht mehr daran, sagte er; 1:nd wenn es keiner beobachtet, warum sollen die. welche r.11 der Spitze stehe*;!, gemeint sind wohl die Rabbiner und I.chrer. dies beobachten, rief er pathetisch aus! An eine Auferstehung glaubt man nicht — weshalb soll man beten? In der Schule soll man den Kindern erklären, dass die Psalmen nicht von David und das Hohe Lied nicht von Salomo gedichtet seien: auch die Schöpiungsg'eschichte und alles übrige von der Bibel nicht wahr sei. Kurz, alles muss abgeschabt werden, die H 1“111 c muss gänzlich ahfallcn und dann werden die luden in die Synagogen strömen und das Judentum retten. — Selbstverständlich, der Sabbath muss abgeschabt. l»!oss Freitag Abend bcibelialtcn w erden und am Freitag-Abende solle man sich über Kunst und Musik unterhalten. So ein Judentum will Karpclcs. Unter Zischen und Händeklatschen war sein Vortrag tun 1 Uhr zu Ende*. Eine Diskussion war von vornherein ausgeschlossen. -- Nach Meinung der Zuhörer — War Karpclcs Vortrag eine Niederläge für die liberale Vereinigung. An einer geplanten ProtestversammJung werden sich auch Leute beteiligen, die seit langen Jahren in der ״liberalen•* jüdischen Bewegung stehen. Hannover. Wie verlautet, steht die Simonsclie Stiftung wegen des Erwerbs eines Gutes in der Nähe von Celle vor dem Abschluss: auf diesem Gute sollen jüdische junge Leute zu Landwirten hcraugebildet werden. Ein gut empfohlener niclitjüdischer Inspekior ist bereits engagiert worden. Per ..Verein zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands“ wird -sich an dem Unternehmen beteiligen. Broinbcrg. Zu dem in Aussicht genommenen Bau eines jüdischen Altersheims spendete Kaufmann Louis Cronheim den Betrag von 3000 Mark. Strassburg. Die Schäehfafiärc hat nunmehr einen den Gegnern nicht genehmen Abschluss gefunden; die damit hetraute Kommission beschloss nämlich, die Angelegenheit ad acta zu legen so dass sie nicht einmal mehr vor das Plenum des ücmcindcrstcs kommt. Wien, 2*1. November. Lektor F r i c d m a n n ist gestern Abend 7 Uhr im Alter von 78 Jahren gestorben. — Mit dem Hinscheiden von L.ektor Friedmann (Meier Iscli Selialom) hat die jüdische Wissenschaft einen schweren Verlust erlitten. Dem ausgezeichneten Gelehrten, dem guten Judeii^jlcni treuen Zionisten ist ein clr׳.-.:-j;v Andenken sicher! Köln. Der Jugcndvercln Gabriel Riesser schloss sein 3. Veceiusialic am 3u. September mit •I0f> aktiven und HO inaktiven Mitgliedern ab: ausserdem wurden 2«*7 Danieiikarten verausgabt. Er vcianstaltete eine Reihe Diskussioiisabeiidc über jüdische und allgemeine Themen. *I Kmistahende und 6 gemütliche Abende mul unterhielt Untorriehtsku.rse in trauzösischer, englischer und italienischer Sprache und in Stenographie; auelt hat er einen Kegel- und einen Schachklub und ein Musikkränzchcn. Von Januar ab wird ein Kursus über ie Grundfragen des Judentums und seine Ethik erüiinet. . ־!) Briefkasten 0. In 0. Dr. Locwc ist gestern von der Reise zurückgekehrt. Geschäftliche Mitteilungen Der heutigen Nummer liegt eine Ankündigung der im Verlag׳.* von George \V e r t c r tu;1 n 1t, Braunschw eig, erscheinenden Kla«sikcra11sgabe der Bibel bei. Wir weisen unsere Leser schon heute auf dieses hervortagende Werk hin. dessen Würdigung sich unser Dr. Heinrich Locwc iiir einen Artikel in der nächsten Nummer Vorbehalt. « Das weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannte Spezfaf-Konicktloushaus Wcstniaiin, Hauptgeschäft Berlin W״ Mohrenstr. 37a (2. Haus von der Jcrttsalemerstr.) und Berlin NO., Gr. Frankfurtcrstr. 115 (2. Haus an Jer Audrcasstr.). ladet gegenwärtig zu seinem grossen Inventur- und vollständigem Räimuingsausverk.itn ein und wir verfehlen nicht, unsere vereinten Leserinnen au! die so seltene und überaus günstige (ielegeuhcit zum Einkauf hocheleganter, gediegene;־ und vor allem überaus billiger Damen-(iarderobe ammerksau! zu machet! und einen möglichst umgehenden Besuch zu empfehlen, da bei den wirklich niedrigen Preisen der Andrang auch dieses Mal wieder ei:! «ehr starker sein wird und die gegenwärtig nach vielen Tausenden zählende Auswahl in 3-; 'läge;! voKt uidig vugriffeu sein durfte. Um dem Publikum iiir die Zwecke der \\ ciimacinshescherung entgegenz.ukomnien. werden jetzt *gekaufte Waren bis zum Fest•: auibewalirt und zu einer genau zu bestimmenden Zeit und Stunde prompt abgeliefert. _ Der Ausverkauf erstreckt sieh auf die gesamten Bestände, die ciua! 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