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Jüdische Rundschau · 1908-11-27 · Heft 48 (27.11.1908) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 48 (27.11.1908)
Date
1908-11-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Beilage UUEDISCFSE RU NDSQH AU Jg.XIII.N0.48 ' Aus der zionistischen Bewegung An die Landesorganisationen! Das Aktionskomitee hat mit Bezug auf die Schekelsammlung folgende Bestimmungen erlassen, auf deren Einhaltung strengstens zu achten ist: 1. Es dürfen überhaupt nur solche Schekel verausgabt werden, die vom Aktionskomitee bezogen oder aber in seinem Einverständnisse und unter seiner Kontrolle hergestellt worden sind. Andere als solche Schekel sind ungiltig und gewähren keinerlei Wahlrecht zum Kongress. 2. Die Landesorganisationen sind verpflichtet, die eingegangenen Schekelgelder a 11monatlich vollzählig und ohne Abzug a n das A. K. abzuführen. 3. Die Lar.desorganisationen sind verpflichtet, allmonatlich in noch näher zu bezeichnenden Zeitungen (je einer besonderen für jedes Land) Die Schekeleingüngß nach Ortschaften geordnet auszuweisen, und zwar derart, dass aus diesem Ausweis die Summe des in dem betreffenden Monate aus jeder Ortschaft resp. jeder Gruppe eingegangenen Schekels ersichtlich ist. Für solche Länder, die über eigene Ausweisorgane nicht verfügen, wird die Veröffentlichung in der״WELT‘*vorgenommen. Die Schekel für Das neue 3ahr sind bereits an alte ^Desorganisationen versandt, so weit Diese die Schekelabrechnung Des verflosseneu Jahres mit Dem fi. X. vor ge* nommen'haben. Die Vereine unD Vertrauensmanner verDen ersucht, sofort von Den £andeskomUees Die erforderliche Zahl Schekelhefte zu verlangen unD za beginnen. Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Das Aktionskomitee veröffentlicht eine Bekanntniacliiing über die S c 11 e k e I s a m nt 11111 g. Zur Vertneidtifig von Missverständnissen teilen wir ausdrücklich mit. dass die von uns ausgegeboneit Scliekelblocks vom Aktionskomitee genehmigt sind. Gleichzeitig bitten wie nochmals, um gehend mit der Einsniiimluiig der Scbekelgelder zu beginnen «ad uns die erste Rate bis spätestens Ende Dezember einzusenden. Wir sind vom Aktionskomitee angewiesen, die ei!1gegangc!1er1 Scbekelgelder laufend nach Ortsgruppen geordnet zu veröffentlichen. 2. Das Hauptbiircau des Jüdischen Nationalfonds in Köln hat fiir das C h a!1 u k k a h f e s t ein Flugblatt herstellen fassen, das sehr wirkungsvoll ausgestattet Ist und ein sehr gelungenes Clicltö der neuen Nationalfond-' Ansichtskarte enthält. Wir bitten die Ortsgruppen und Vertrauensmänner, uns rechtzeitig davon zu benachrichtigen, wieviel derartige Flugblätter in den einzelncn Gruppen gebraucht werden, damit wir In der Lage sind, ihnen die gewünschte Anzahl zur Zelt zu übersenden. Die Flugblätter werden gratis, nur gegen Ersatz des Portos, abgegeben. 3. a) Praktischer Arzt, Peripherie Berlin, sucht Assistenten zum April 1900. Entschädigung monatlich 150 Mk. und .freie Station. b) Zahnarzt könnte sofort in einer Mittelstadt Ostdeutschlands gute Praxis finden. c) Erzieher für Israelitische Waiscnanstalt nach Grossstadt Schlesiens gesucht. Gehalt 75 Mk. monatlich und freie Station. d) In einer kleineren Stadt Mittelschlcsfeiis ist die Niederlassung eines jüdischen Arzte* erwünscht und aussichtsreich. Auskunft erteilt in allen Fällen das Zionistische Zentralbureau. Charlottenburg 2, Bleibtreustr. 49. A us den Ortsgruppen Berlin. Berliner Zionistische Vereinigung. Am Montag, dem 30. November, abends 9 Uhr präzis, findet in Dräsels Fcstsälcn. Neue Frlcdrichstr. 35. der erste Diskussionsabend dieses Winters statt. Referate haben u. a. die Herren Dr. El. Auerbach und Barth übernommen. — Eine rege Beteilignng Ist sehr erwünscht. Gäste sind willkommen. — Dfc regelmässige Veranstaltung derartiger den engeren Zusanimenschluss der Berliner Zionisten und das gegenseitige Verständnis fördernder Abende sind In Aussicht genommen. Besondere Einladungen werden nicht versandt. Berlin. Berliner Zionistische Vereinigung. Am Donnerstag. dem 12. November d. Js. fand in dem Hochzeitssaal der! Germania-Prachtsälc. Chaussecstrasse 16. eine öffentliche Studcutcnvcrsanunlung statt, in welcher Herr Referendar Roscnblatt aus Heegernnihle über das Thema: ..Die jüdische .lugend und der Zionismus“ referierte. Obwohl der Besuch der Versammlung durch eine gleichzeitig stattfindende allgemeine Studenteiivcrsammiuiie'. in der Prof. v. Liszt fiber die bekannten, damals besonders aktuellen Vorgänge im öffentlieben Leben und die politische Lage sprach, stark becinträchtigt war. hatten sich doch etwa 100 Studenten cingcfunden. nlierdiugs hauptsächlich Angehörige der jüdischen Korporationen. Wir bedauerten die geringe Frequenz der nichtzionistischen Hörer umso lebhafter, als das Referat in ausgezeichneter!'וחזוי I die Entwicklung unserer Idee in der modernen jüdischen Jugend zur wirkungsvollen Darstellung brachte. An die Schildertmg der inneren Notwendigkeit und Logik des zionistischen Gedankens schloss der Redner in sehr geschickter Weise eine Darlegung des zionistischen Parteiprogramms und der zu seiner Verwirklichung geschaffenen Institutionen. Die Ver- ..Sammlung dankte fiir das Referat, das sieh als ein Produkt eingehender Beschäftigung mit der Sache und einer vielfach originellen Betrachtungsweise des Problems der jüdischen .lügend erwiesen hatte, mit lebhaftem Beiiah nach studentischer Sitte Nachdem Herr Dr. Täübler dann die Debatte in intcrcssantcr Weise durch Eingehen auf die landläufigen Ein- Wendungen gegen den Zionismus eröffnet hatte, sprach als einziger — leider einziger — Gegner Herr Studiosus Curt -Löwenstcin. der sich als früherer Zionist einführte. Seine fast einstiiudiecn Ausführungen gipfelten — soweit die Ver- Sammlung seiner ermüdenden Breite folgen konnte — darin, dass er. trotz Anerkennung der ..Aiidersgcartcthcit" der Juden die Notwendigkeit eines nationalen Zusammenschlusses veriicUteu zu müssen glaubte. Ihm erwiderten die Herren Ruchis- V,

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