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Jüdische Rundschau · 1908-08-21 · Heft 34 (21.8.1908) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 34 (21.8.1908)
Date
1908-08-21
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Beilage JUEDISCHE RUNDSCHAU*™,»־» Aus der zionistischen Bewegung Aufteilungen des Zentralbureaus j Jcr Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Durch Beschluss der Jahrcskonieronz ist das Sckekeljahr I9Ö7/0S bis zum 1. Oktober d. J. ve*rlän- Kcrt worden. Wir bitten daher alle Ortsgruppen und Vertrauensmänner dringend, die noch rückständigen Schekel und Landesbeiträge, sowie d e Schekelblocks n in g c 11 c 11 d abznliefcrn. Schekelblocks für das neue Rechnungsjahr werden den Ortsgruppen und Vertrauensmännern rechtzeitig ziigehen. 2. Wir machen die vcrclirlielicii Ortsgruppen unc. Vertrauensmänner nochmals dringend daran! antmerksam, dass von der gesamten Auflage des Zionistischen A-B-C-Buches nur noch ca. 50>1 Exemplare vorlian- . den sind. Ikn grossen Eriolg des A-B-C-Buehes charakterisiert am besten das ausführliche Fctrücion der ..Kölnisehen Zeitung“ über das Werk, das 1:־ No. 32 der JÜDISCHEN RUNDSCHAU vom 7. August abgedmekt war, und von dem wir Se p arat a b z ii g e evtl, zur Verfügung stellen können. Ausserdem ist das Buch auch sonst n der Tagespresse vielfach (legenstand wolilwollender Besprechungen gewesen. Es ist überall auf die Eigenartigkeit des Werkes hingewiesen worden. das einstimmig als die best:• I!1 i o r m a t: 0 11 s - quelle für alle sozialen und politischen Fragen der modernen Judenheit bezeichnet wird. Bestellungen, namentlich grössere, b tten wir uns umgehend aufzugeben, da bei Beginn der Herbstagitation das Buch wahrscheinlich bereits vergriffen sein wird. Eine Neuauflagc ist vor Ende nächsten Jahres nicht zu erwarten. י Bericht des Palästinaamts in Jaffa für das E. A.-K. (Auszug.) Bureau!»folge mehrerer Reisen, die Herr Dr. Ruppiu gleich nach seiner am 9. April criolgtcn Ankunft zu machen hatte (der Sekretär. Herr Dr. Thun, war schon im Dezember nach Jafia iibersiedelt und dort mit den Vorarbeiten für das Palästinaamt beschäftigt) und infolge der Schwierigkeit, passende Bureauräume zu finden, konnte eine geordnete Bureautütigkeit erst Anfang Juni auigenomnien werden. Seit dem 7. Juni ist das Bureau vollständig eingerichtet. Arbeiten für das Aktionskomitee Das Palästinaamt fungierte als Vertreter des Aktionskomitees in Palästina und hielt dieses durch eine rege Korlespniulenz. über seine Arbeiten wie auch über den Stand der dortigen Verhältnisse auf dem Laufenden. Es unternahm die Reorganisation der Verwaltung des. K i s e h i n c w e r W a i s c :ז f on d s. und regelte genau die Erziehung und Ausbildung der aus dem Kischinewer Fonds unterhaltenen 22 Kinder im einzelnen. ‘ Gemäss dem Beschlüsse des Aktionskomitees, aus dem russischen Hilfsfonds Pogromwaisen in Palästina erriehen zu lassen, wurden 7 Mädchen und •1 Knaben ausgewählt und auf Kosten dieses Fonds in Jerusalemer Waisenliäuscrn untergebracht. Arbeiten für das Palästinaressort Das Palästinaamt ist im Verwaltungsrat des Hebräischeu Gymnasiums vertreten. Die Geschäftsführung des 111 1 ״ r m a t i o n s b u r e a 11 s wurde geprüft und darüber berichtet, auch mit den Ar- 11 c i t e r o r g a n i s a t i o n e n und sämtlichen andern dort bestehenden Organisationen suchte das Palästinaamt Fühlung zu behalten. Das Palästinaressort wurde über all diese Dinge eingehend informiert. 1 Nationalfonds Für den Nationalfonds besorgte das Palästinaamt verschiede ne auf den Landbesitz und Landerwerb bezügliche juristische Arbeiten, stellte die Vertrage fest und arbeitete auch einen genauen Bericht über die bisherige und zukünftige Arbeit des Nationalionds in Palästina aus. Palestinc Land Development Company Für die Palcstine Land Development Company traf das Palästinaamt alle notwendigen E i n r i c h t u n g c n f ü r d 1 e Bewirtschaftung von Dalcika und Umeldjun» (Kincrcth). Bezaiel Dem Bezaiel wurde durch Vereinbarung eines Organis a t i o n s s t a 1111 s mit Herrn Professor Schatz eine feste Organisationsgriindlage gegeben, deren er bisher ermangelte. Die Tätigkeit der Schule wird vom Palästinaamt beaufsichtigt und in regelmässigen B e richte 11 dem Vorstand des Vereins Bezaiel in Berlin geschildert. ölbaumspende Für die Ölbaumspende überwacht das Palästinaamt die in Lvdda angelegte Baumschule und die ü Iba um- Pflanzungen in Chcdera. Verschiedene Arbeiten Das Palästinaamt veranlasste Versuche mit neuen P i 1 a n z u n g sk u 11 u r c!1 und w ar im allgemeinen durch Erteilung von Rat und Auskunft Einwanderungslustigcn behilflich; auch iungierte cs mehrere Male als Schiedsgericht. A US den Ortsgruppen Köln. Aus Anlass der Jahreskonferenz veranstaltete die Zionistische Vereinigung Köln im Weissen Saale der Bürgcrgesellschait eine öffentliche jüdische Volksvcrsanunhing, die von etwa 600 Personen besucht war und über deren Verlauf wir einem Berichte der KÖLNISCHEN ZEITUNG folgendes entnehmen: Der Vorsitzende der Kölner Ortsgruppe. Rechtsanwalt Bodcnheimcr. sprach herzliche Worte der Bcgriissung und streike kurz das Wesen des Zionismus, der leider noch nicht überall festen Fuss gefasst habe. Reichs- 1 alsahgeordiieter Professor Dr. Mahler- Prag erörterte die Entwicklung der zionistischen Bestrebungen und das Auflebcn der modernen zionistischen Bewegung durch das Werk Theodor H e r z I s. deren Stärke überall gezeigt habe* dass der Zionismus weder ein Wobltätigkeitsvcrcin. noch eine blosse Partei, sondern eine Weltanschauung von der Freiheit der Juden und ihrer Gleichberechtigung sei. mit dem Ziele, die Juden im eigenen Lande durch Entwicklung der latenten Kräfte wieder zu einem schöpferischen, für die ganze Menschheit segensreichen Kulturelement sich entwickeln zu lassen. Reichs* ratsabgeordneter Dr. Gabel-Wien hielt seinen Glaubens* genossen die Japaner und die Türken als Muster von selbst* bewussten Nationen vor. schilderte die Verfolgungen der Juden in Russland. Rumänien und Österreich und feierte den grossen sozialen Zug. der diesen Juden eigen sei. als Grund* läge der zionistischen Idee. Dr. G ז o n e m a 11 n - Hannover suchte an Beispielen nachzuweiseii. wie die Werke zahlreicher jüdischer Kultm träger von den verschiedenen Nationen als deren Kulturerruiigenschaiten in Beschlag genommen, die jüdischen Heroen aber selbst kaum in den betreffenden Ländern geduldet winden. Fr ist erfüllt von der Gewissheit, dass viele Kulturscliiitze nur deshalb nicht gehoben werden können und so der Welt verborgen bleiben, weil dem jüdischen Volke die Mitarbeit voreuthaUen sei. Die Zionisten, die nichts weniger als Chauvinisten seien, hätten sich daher die Aufgabe gestellt, den Juden eine Arbeitsstätte zu schaffen, durch die es den Juden ermöglicht werde, mit an der noch verborgenen Kultur zu schalte» zum Wohle der gesamten Menschheit. Reiclisratsabgeordueter Stand- Lemberg gab sodann ein

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