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Jüdische Rundschau · 1908-06-05 · Heft 23 (5.6.1908) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 23 (5.6.1908)
Date
1908-06-05
Page
– (sequence 14)
Language
German
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*p'-ryr ״►! י׳: '1 י j (j W': ״ß% JÜDISCHE RUNDSCHAU Volke, auch bei'Meinungsverschiedenheiten das Profetenwort Geltung finden והאבות והשלום אהבו Hochachtungsvoll Mit Zionsgruss Seite 212 helfer auf ihr doloses Vorgehen liingcwicsen? Ich erinnere mich nicht, jemals etwas derartiges von Herrn Dr. Fr. gehört oder gelesen zuhaben. Jetzt aber tritt Herr Dr. Fr. auf den Plan und ruft: Das habe ich euch vorher gesagt und erklärt ferner wörtlich: ״Verantwortlich sind die Führer dieser Mehrheit!“ Nein! das stimmt eben nicht! Verantwortlich sind — das kann nicht oft genug wiederholt werden, diejenigen Zionisten, die aut Herrn Zangwills Seite getreten sind, verantwörtlich auch diejenigen, die zu seinem Vorgehen geschwiegen haben, am schwersten verantwortlich diejenigen, die als Meister des Wortes und der Feder nicht den von Herrn Zangwill Geleiteten immer wieder vor Augen hielten, wie aussichtslos unsere ganze Bew egung, wie vergeblich die Anstrengungen unserer Führer werden müssen, wenn jeder Einzelne nach seinem Kopf und Geschmack entscheiden wollte, ob und iuwicw'cit er sich einem Kongressbcschlussc zu unterwerfen habe. Wenn also Herr Dr. Fr. die Verantwortlichen wo anders sucht, so irrt er. Er irrt aber auch ferner, wenn er meint, dass jedes Gerichtsurteil unbedingt gerecht ist und widerspruchslos und ergehen hingenommen werJen muss. Ebenso oft. wie Minderwertiges in juristischen Blättern stehen kann, werden wohl auch Gerichtsurteile gefällt, die dem Rechtsbewusstsein des Volkes nicht entsprechen. Ich könnte Herrn Dr. Fr. mit Beispielen an Hand geben, sogar aus der Geschichte des jiidisehen Volkes in neuerer Zeit. Und ferner, um zu einer andern Bemängelung seitens des Herrn Dr. Fr. iiberzugehen, kann ich ihm mit Beispiele dafür dienen, (u. a. aus den letzten Nummern der RUNDSCHAU und der WELT) dass es durchaus nicht stets juristische Gepflogenheit ist. mit seinem Namen zu zeichnen, wenn man Ansichten bekämpft und nicht Personen. Ich aber habe mich mir sachlich gegen die Ausführungen des Herrn Dr. Fr. gewandt, während die persönliche Note erst von seiner Seite angeschlagen wurde. Welche Bedeutung hätte denn auch mein in der Bewegung ziemlich unbekannter Name für den Inhalt meiner Zeilen? Ja, wenn ich Anspruch machen dürfte, eine Persönlichkeit zu sein, derer! Namen schon ein Programm bedeutet, so,wäre c‘s vielleicht erforderlich gewesen, ihn voll anzugeben. Aber sonst haben im Kampfe der Gedanken und Meinungen die Personen zurück zu treten, und es ist sicherlich falsch, mehr Wert darauf [zu legen, wer etwas sagt, als wasver sagt. Zum Schlüsse möchte ich noch einem Wunsche Ausdruck geben. Möchte doch jeder Zionist sich vergegenwärtigen, dass es traurig um unsere Bewegung bestellt wäre, wenn nicht die verschiedensten Ansichten darin zuin Worte kommen dürften, und dass cs durchaus 11'chts schadet, wenn hin und wieder die Geister aufeinander platzen, — wenn nur immer der richtige Weg gesucht und unnütze Schärfen und persönliche Spitzen vermieden werden. Möchte doch endlich bei unserm Kleine Mitteilungen Berlin. Ruder-Abteilung der Vereine Jüdischer Studenten. Die Vereine Jüdischer Studenten zu Berlin, Charlottcnhurg und Maccabäa sind in diesem Semester mit Erfolg an die Gründung einer Ruder-Abteilung hcrangctrctcn. Was seit Jahren erfolglos angestrebt wurde, ist liier wenigstens teilweise erreicht worden. Zum ersten Male hat hiermit die jüdisch-nationale Bewegung auf dem Hoden des Rudersports festen Fiiss gefasst, zum ersten Male wird sich eine jüdische Flagge unter die vielen und vieles bedeutenden Flaggen in den Berliner Gewässern mischen. Damit haben sich die Voreine Jüdischer Studenten ein neues unleugbares Verdienst um die Ausbreitung der jüdischen Bewegung in Deutschland erworben: denn dadurch wird die Kenntnis von dem Bestehen בשר Restaurant Berolina (Wilhelmstrasse 4) כשר unter Aufsicht der israelitischen Synagogengemeinde eröffnet. 1 Taunusstr.49 I, vornehmes streng rituelles Pensionat unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Dr. Cahn. Das ganze jahr geöffnet. örA■■■ mktm ן״רד־ל׳■ י- י• '־־• 1־"•S* Bücher Neu-Judäa, 2. Auflage. Neu herausgegeben von H c I n r i c h L 0 e \v e. 60 Pf., bei Entnahme von 10 Exempl. 50 Pf. Die Zukunft der Juden. Sammelschrift. 50 Pf. H. York-Stelner: Der Talmudbaucr. 5,50 M. Emil Cohn: Suchet mich, so lebet ihr. 1,50 M. A. Sandler, Anthropologie und Zionismus. 85 Pf. Bukl Ben Jogi!, Das Lied der Nachtigall 50 Pf. Davis Trietsch: Palästina-Handbuch, brosch. 2 M., geb. 2,50 M,. bei Abnahme von 10 Exempl. 10 M. resp. 15 M. Ch. Muentzer: Wir Juden. 2 M. Max Jungmann: Dornen, brosch. 1 M״ geb. 2 M. (Ausnahmeprcis!) Morris Rosenleid: Lieder des Ghetto. 3.50 M. Emil Cohn: Amtsgerichtsrat Markus. Tendenzsatiro In einem Akt, 30 Pf. Alfred Nosslg: Abarbanell. 1 M. (Ausnahmepreis). II. Reproduktionen .... _ _ _. Theodor Herzt an der Rheinbrücke in Basel. 1 M. Sämtliche Werke sind zu beziehen durch die Expedition der JÜDISCHEN RUNDSCHAU, Berlin SW. 68, Zimmerstrasse 77. Der Versand erfolgt nur unter Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages! ״■׳■.— Theodor Herzl: Altneuland.!50 M. Adolf Friedemann: Reisebilder aus Palästina, mit Illustrationen von Hermann Struck. 4.50 M. Jüdischer Almanach, geb. 3,50 M. Stimme der Wahrheit, geb. 4. brosch. 3 M. I. B. Saplr: Der Zionismus. Wesen und Geschichte der zionistischen Bewegung. 2 M. Theodor Zioclstl: Vom Heimweg, 3 M. Moses Hess: Jüdische Schriften. Herausgegeben * und eingeleitet von Th. Zlocistf. 3,50 M. Hugo Schachtel: Register zu den Kongress- Protokollen. 75 Pf. Hugo Schachtel: Register zum VII. Kongress, 20 Pf. Hugo Schachtel: Beschlüsse und Resolutionen der Zimiisteokongrcsse I—VII, 75 Pf. Stenographische Protokolle des!.. HL V״ VI., VIL VIII. Zionistenkongresses, 1 M. Leo PInsker: Autoemancipation, 2. AufU 70 Pf. fyff! Hl*־. "

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