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Jüdische Rundschau · 1908-03-13 · Heft 11 (13.3.1908) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 11 (13.3.1908)
Date
1908-03-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 60 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 11 Mk. Bei Versammlungen und Stammtisch Alsterpavillon gesammelt .... 14,65 54,65 Berlin: Aus dem V. J. St., Maccab aea, I. Rate . . 33,- A. Wolf.V Wolf C o b 1 i n e r, weitere Rate Mathilde Sander, Fraustadt i. Pos Aus Breslau: Mk. Trude B enj am in Mk. 2,60 Dr. B. Schwarz 25,— A. Bra n dt . . . ־־,2 Rechtsanwalt Altred Freuden- 1,50 Schwarz, II.Ra e 550ן ih&I Zahnarzt Martin Siegfried Freuden- 1,50 Falk .... 5^־*“ t h & I י Markus Kempner 5,— A. Schampanier 1- Zahnarzt M. B I r . 3,— Helme H i n f 1 e i n 1,- Else Benjamin . 2.50 S. Z ö 11 n e r . . . 1.— Aus Leipzig: Mk. Mk.. J. Magasiner . 4.- Jakob Neu mann 10,— Dr. G. Rosen . . 6,- Leo L i f s c b i t z . 10,- Dr. Halber- P. Gel berg . . 10,— stamm. . . . 20,— S. Nadel. . . . 5,— B. L 0 b a t z . . . 5,-*- S. M u s n i k . . . 4,— M. Sc h a pir a . . 5,— H. Hepner . . . 4,— S. Widse . . . 10,— H. Eich n er . . . 4,— Cand. Jul. Ascher ־4 Gebr. Ass Usch- B. M. Rosenk e w i t z . . . 4,— bäum . . . . 4,- Julius Wiener . 5,— M. S p i t z . . . 4,— El. H e p n e r . . . 4,— N. R ich t er. . . 4,— R. S chick ... 6,- M. ü ukin . . . 5,-־ J. S ch less . . . 4,~ B. Goldmann . 4,— Sch. Rappaport 3,— A. Glück in . . . 5,— M. Wohl. . . . 4,- M. E itinge n . . 5,— S. Liebes . . . Dr.Zeitlin. . . M. Schmoll . . A. Wulfsohn Dr. R. Chamiz er B. Zülzcr . . . W. B o d e n h e i - me r. . . . . Frau Ariowitz . Akad. Verein Zion. Studen* t e n * . . « 1.50 1,50 66,60 20,— 20,- ״,20 ־־,15 -,5 -,4 -,5 -10 32.- ־,293 Gesamtsumme 967,15 Mk. —I Aus den Ortsgruppen ן-— Berlin. Am 18. Mürz begeht die Berliner Zionistischc Vereinigung gemeinschaftlich mit der Charlottenburger Zionistischen Vcrcinigung eine Piirimfeier. Nach uns zugegangenen Mitteilungen scheint das Fest recht lustig und gcriiütlich zu werden. Fs ist in der Tat zu wünschen, dass auf die geselligen Veranstaltungen unserer Gruppe mehr Wert gelegt wird, als bisher geschehen. Vorbedingung dafür ist aber, dass diese Feier wirklich eine Zentrale aller zionistischen Kreise wird und dass ebenso alle Korporationen und Privatpersonen, die uns nahe stehen, bei solchen Festen nicht fehlen dürfen. Wir sind der Meinung, dass, wenn einmal der Damm gebrochen ist, diese Feste eine dauernde Institution bleiben, die alle diejenige״, welche sonst in ernster Arbeit sich kennen und schätzen gelernt haben, auch freundschaftlich nahe bringen. Das Fest findet in den Sophien-Sülen statt. Fs kann den Mitgliedern der B. Z. V. nicht dringend genug ans Merz gelegt werden, für den Besuch des Festes energisch Propaganda zu machen. Aus dem Programm dürien wir verraten, dass die Premiere eines hochaktuellen Schwankes bevorsteht; ein Kabaret wird nicht fehlen und man munkelt sogar von einer Schreckens- Kammer. gr Berlin Am Donnerstag, dem 20. Februar 1908, sprach Herr Dr. Franz Landsberger-Breslau in der B. Z. V. über ..Die Jüdische Kunst der Gegenwart“ und führte eine Reihe der bedeutendsten Werke jüdischer Meister *in Lichtbildern vor. An den Reproduktionen glaubte der Vortragende nachwcisen zu können, dass die jüdischen Kunstwerke sich durch zwei Eigenschaften charakterisierten, einmal durch־ einen matten Ton des Ausdrucks, anderseits durch eine schreiende Grellheit der Geste. Oit fände sich beides gleichzeitig im gleichen Werke vereint. Diese Eigenart wurzele in dem bestimmt gewordenen Volkscharakter. Gesunden könne die jüdische Kunst nur auf jüdischem Boden in natürlicher Eilt- Wicklung. Jüdische Kunst und jüdischen Kunstausdruck gäbe es heute schon, aber nur sehr wenige wahrhaft bedeutende jüdische Künstler. Die interessanten, aber z. T. nicht ganz einwandfreien Ausführungen des Vortrags wurden beifällig aufgenommen. h. Taruowltz. ..Bekannte Zeitgenossen über die Lösung der Judenfragc“ lautete das Thema, über welches Herr Dr. Cassirer-Gleiwitz in einer am 20. v. Mts. stattgeiundenen Ver- Sammlung, die verschiedener äusserer Gründe wegen leider nur schwach besucht war. referierte. Der ausgezeichnete Vortrag ist an dieser Stelle schon gew ürdigt worden, so dass sich eine nochmalige Inhaltsangabe erübrigt. Kurze Diskussion. R. Könlgshiittc (0.-S-). Herr Diol.-Ing. Hccker-Kattow itz sprach am 10 v. Mts. in unserer Ortsgruppe über ..Die Grundlagen der Besiedelung Palästinas“. Das leider nicht sehr zahlreich erschienene Publikum folgte den in populärer Form gehaltenen wissenschaftlichen Ausführungen des geschützten Redners mit sichtlichem Interesse. Beut heu (O.-S.). Dr. Pinczow er-Aiituiiicnliiitti.־. der Sänger und Künder unserer Volkslieder, widmete uns vor seinem Weggang ans Oberschlcsien am 22. v. Mts. noch einen Vortragsabend. Das sehr zahlreich erschienene Publikum nahm die Darbietungen mit stürmischem Beifall auf. R.-A. Dr. Dobr/.vnski. der Vorsitzende unserer Ortsgruppe, brachte dem Scheidenden den Dank der oherschlcsisclien Zionisten in fierz-!;dien Anschicdsworten zun: Ausdruck. R Zabrze. Am 0. v. Mts. sprach in gut besuchter Versammluug Herr Dr. Cassirer-Gleiwitz über ..Bekannte Zeitgenossen über die Lösung der .!udenirage“. Dem sehr instruktiven und anregenden Vortrag iolgtc eine kurze Debatte, an welcher sich Herr Dr. Weinstein, der Vorsitzende R.-A. Liclitcustcii! und der Referent beteiligten. Lauraliiittc (O.-S.) Vor mehreren Wochen fand auf Einladung der zionistischen Vereinigung Kattawitz eine Zusammenkunft der führenden Männer unserer Gemeinde statt, in welcher Herr Arnold Wiener in zwangloser Form Informationen über die Ziele der zionistischen Bewegung erteilte: in der sehr angeregten Aussprache wurde der lebhafte Wunsch aüsgedriickt. dass in einer allen Laurahiitter Juden zugängigen Versammlung die Förderungen des Zionismus erörtert werden möchten! Diese Versammlung fand nun am 5. d. Mts. in Reichmanns Hotel statt, war gut besucht unJ verlief in würdigster Form. Nach Bcgrüssungsw orten von Herrn Arnold Wiener gab Herr Rechtsanwalt Dr. Dobrzvnski-Beuthen in knappen Zügen ein Bild der gegenw ärtigen Lage der Juden und des Judentums in Ost und West, erörterte seine Zukunft und entwickelte in grossen Umrissen das zionistische Programm. Herr Arnold Wiener ging in Ergänzung dieser Ausführungen insbesondere auf die wirtschaftliche Bedeutung Palästinas ein. zog andere Fmigrationsländer zum Vergleich heran und legte dar. dass Palästina nicht nur aus nationalen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen das geeignetste KVdonisationseebict iiir die jüdischen Massen sei. Demgegenüber wies' Herr Hauptlehrer Samuel auf die Bestrebungen de׳ ITO hin. und machte geltend, dass der Erfolg der Besiedelung Palästinas durch die geringe Ergiebigkeit seines Bodens und den Widerstand der eingeborenen Bevölkerung in Frage gestellt werden könnte. Die Herren Dipl.-Ingenieur Hecker und Wiener zerstreuten diese Bedenken völlig. Frsterer führt״ zunächst ans. dass die eingesessene, an Zahl unbedeutende Bevölkerung als kolonisatorisches Element gar' nicht in Betracht käme, und beleuchtete sodann die wirtschaftlichen Werte Palästinas, sich auf die Berichte kompetenter Beurteiler stützend. Letzterer schilderte die Massnahmen, die zur Kultivierung des Landes von den verschiedensten Gesellschaften unternommen werden, und empfahl materielle Unterstützung der zur Aufforstung unbebauter Strecken Palästinas von der zionistischen Orgaiüsation bis Lehen gerufenen Oelbaiimspciide Nachdem 'noch einigen u. n. von Herrn ff. Reichmaiin geüussertcn Bedenken durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Dobrzvnski cutgegeiigetrcteii werden war. «־rgrifi Herr Dr. Stahl-Tarnowitz das Wort, um die Grundlosigkeit der gegen die zionistische Bewegung erhobcnen Finwündo und Beschuldigungen nochmals darzutuu; er schilderte sodann mit Kraft und Wärme die moralische Bedeutung des Zionismus, seinen Fiuöuss auf die Jugend und auf das jüdische!.eben. In seinem Schlusswort konnte Herx. Wiener den eindrucksvollen Verlauf der Versammlung konstarreren: in die •aiislicgcnde Liste zeichneten sic!» gegen 20 Herren ein, die bis auf weiteres der Ortsgruppe Kattowitz

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