Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 5 (31.1.1908)
- Date
- 1908-01-31
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2651552-2651558--05411-2662432- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
~י ׳■1*׳!#** ויי"• ד,;%*י• No, 5 JÜDISCHE RUNDSCHAU. Sei le 4 ל I I? c g r ß 11 d 11 n g auf dem linden der alt-indischen Ethik stobt und seine Bestrebungen und seine Tätigkeit in derselben wurzeln. In den Jetzt im Wortlaut vorliegenden Referaten kommt dieser Standpunkt so klar zutn Ausdruck, dass damit alle missverständlichen Auffassungen entkräftet sein sollten. Pie Referate sind im Verlage des Bundes. Hamburg. Iscstrasse &S et schienen. Per Bund umiasst augenblicklich 93 angeschiossencn Vereine und 133 Einzelpersonen. In einer gemeinsamen S'tzun« mit Herrn Dr. (1 insber«. Berlin, wurde beschlossen, eine Organisation der Stellenvermittlungen anzustrebcu. von dem (iesiel.tspiuik-tc geleitet, dass Vermittlung von Arbeit die beste und radikalste Hilfeleistung sei. Per Vorstand ist der Behandlung der galiziscben Frage in gemeinsamer Beratung mit den Delegierten derjenigen Vereine, die sich der galizisclien Sektion angeschlossen haben, dadurch näher getreten, dass er beschlossen hat: 1. mit den amerikanischen Franca zum Zwecke der Bekämpfung des Mädchenhandels in Verbindung zu treten. 2. Mittel aufzuhriugen. um in Galizien einen Berufsagenten anzustellen, der im Dienste der jüdischen Organisation der Bekämpfung des Mädchenhandels zur Verfügung stellt. 3. Fine grössere Anzahl Vertrauettspersoueii. besonders Namen indischer Frauen im Auslande zu sammeln, als Ergänzung der List..־ des .Indischen Zweigkomitee« zur Bekämpfung des Mädchenhandels. 1־. \ erbindungeii anzustrebcu. um vorläufig in den Hafen- זיגädten Bremen. Rotterdam. Marseille und Triest den weiblichen Reisender. Schutz zu ermöglichen. 5. zu versuchen, die Mittel für die Gründung einer Hanslialtungsschule in Galizien zu ermöglichen. Ferner wurde über die Orfmdung von J 11 g e 11 d g r u p p e n beraten. Frau Dr. Höxter. Frankfurt a. M.. erstattet Bericht, in welcher Weise die von der Sc 11 weste ringe Frankfurt a. M. ins Leben gerufene Jugendgruppe arbeitet und weist auf das von F'rau Dr. Scügmann gehaltene Referat hin. das in weiten kreisen ungemein anregend gewirkt hat. Einen Teil der Beratur.g bildete auch die Berufswahl der Mädchen. Man war sich einig darüber, dass in allen Ständen. v.»r und neben einer Berufsausbildung, aut eine hauswirtschauUche Ausbildung hingewiesen werden müsse, und dass man sich auch in der Armcnpüege bemühen solle, seihst durch Aufwendung von Mehr- Kosten, den Mädchen die Möglichkeit zu gewähren. Hauswirtsehattlielic Kenntnisse zn erwerben. 5S Sprechsaal f־־^ Pir äh Mlttellungeh an dieser Stelle Obernimmt die Redaktion nur die pressgesetallche Verantwortlichkeit. Warnung. Fs wird h'erdtircli vor einem 16 jährigen jungen Menschen namens Kallmann Friedmann alias Safran. auch F'leissngr aus Husvatin. Galizien, von kleiner Statur schwarzes Haar, gewarnt, der hier uus in ihn gesetzte Vertrauen geaiissbrauclit. sich verschiedene Unregelmässigkeiten hat zu schulden konv.ueu lassen und in Czcrnovvitz bereits einen Prozess wegen Diebstahls hinter sich Imt. Dieser, der 50*11! eines Rabbiners, heuchelt gern Frömmigkeit. spricht Hebräisch und drängt sich an Zionisten heran, um ihre Opterwilligkeit auszubeuten. S. P r c c z c 0. Kleine Mitteilungen Berlin. D as jüdische Genesungsheim zu Lehnitz für Frauen und Mädchen soll in diesem Jahre am 1. März wieder eröffnet werden. Mit Rücksicht darauf, das*, in den Sommermonaten das Heim stets überfüllt ist. empfiehlt es rieh für Frliolungsbedürftige, ihre Gesuche um Aufnahme tu das Heim, unter Beibringung eines ärztlichen Ältestes, sofort an das Bureau des Vereins Jüdisches Genesungsheim. Rosenstr. 2/4. zu richten. Jüdische Volkskunde in Köln. Nach einer längeren Pause fand Montag Abend wieder eine Vorlesung der von Herrn Sok o low‘veranstalteten Serie von Vorträgen über Themata aus dem Gebiete der jüdischen Volkskunde im .,Verein für Jüdische Geschichte und Literatur“ statt. Herr Soko'ow sprach di׳'sesmal über "Die Sefardim**. Auch diesesrra! zeigte sielt wieder so recht die grosse Beliebtheit, deren sieh die Vorlesungen des ausgezeichneten Vortragenden in der Jüdischen Gemeinde Köln erfreuen. Der Vortragssaa! der Rheinlandloge war überfällt. Mit gespannter- Aufmerksamkeit lauschte das Publikum den hochinteressanten Ausführungen des Herrn Sokolow. die wieder einmal sein eminentes Wissen und seine grosse persönliche Erfahrung in allen Gebieten des jüdischen Lebens glänzend zum Ausdruck konnten Hessen.' An den Vortrag schloss sich noch eine kurze, aber sehr interessante Besprechung. Scliächtvcrbot. Durch Polizeiverordnung des Fürstlich-Schaumburg-Llppisehen .Ministeriums vom 30. November 19.17 war die vorgeschricbcne Betäubung des Schlachtviehs auch auf das jüdischrituelle Schlachtverfahren (Schächten) ausgedehnt worden. Die Vorstände der Synagogcngcmeindcn des Fürstentums hatten in einer ausführlich begründeten Eingabe um Zurücknähme dieser Polizeiverordnung gebeten. Der Bitte ist durch Regicnmgsvcriügung vorn S. Januar 19ns stattge^ben. zur grossen Freude der genannten Gemeinden, welche ihre Eingäbe nicht HIos durch die religiösen Bedenken, solidem auch durch ein umfangreiches Material von Gutachten begründet hatten, welche die Behauptung der Sehächtgegncr von der üer- Uiiälerisclien Natur des Verfahrens bündig widerlegen. t Hanau. IE־ Magistrat hat eine Eingabe des Hanauer Tierscluit/.vercins. in d־־r darum ersucht wird*.־, das S c 11;i c.111 e 11 von Gross vieh im hiesigen Schiachtimi bis zum Erlass einschränkender gesetzlicher Bestip;u1u!1g.!1 auf das d־׳n tatsächlicher Bedürfnissen entsprechende .Maas beschränken 7:1 w ollen, a b g c 1 c h n t. Der Leibarzt des Sultans In besonderer Gunst beim '*ultan steht ein jüdischer Arzt. Prof. Dr. Bier, der ehemalige Assistenteuar/.t des verstorbcr.cn Prot. Dr. Bergmann. Seit einem Jahre ist Prof. Dr. Bier Leibarzt des Sultans, und der Sultan lässt keine Golegenheit vorübergehen. um seinem ärztlichen Berater sein Wohlwollen zu bezeigen. So schickte er ihm kürzlich wieder eine Reihe von Geschenken, darunter zwei überaus wertvolle Teppiche. ״Bezatel“-Teppiche Die bekannte Kunstgcwci beschule ״Bezalel“ veranstaltete dieser Tage hier eine Ausstellung der neuesten Teppiche, die von den Schülern des Bezalel in seinen Werk- Stätten hergestellt sind. Einer der grössten Teppiche, die bisher aus dem .Bezalel“ hervorgingen, ist von Professor Friedenwald (Baltimore. Amerika) für eine dortige Synagogc bestellt worden. Die Ausstellung war sehr gut besucht und wird sicherlich dem Bezalel viele neue Bestellungen zuführen. Sie war dazu angetan. v:ele Vorurteile und böswilligen Tadel zu zerstreuen. ■ — Nationalfond —_=!■ Sammlungen für den NatiortaJfond und andere tlonlstlsche Zwecke sind ausschliesslich zu senden an denSchatxmeisterdes Zentralbureaus, Herrn Mas Weltatelnar, Barlla NW. sj, .... Holsteiner Ufer 0י. ....— (L.) Dr. Israel Auerbach und Frau gratulieren zur Hochzeit ihrer lieben Dora Feuerstein mit Cg. Ginsburg . .. Mk, (L.) Frau Baschwitz. Grete, Nanny, Lotte, Bärchen, Fritz und Lutz gratuli-ren Paula Basch witz zur neugebackenen Bundtsschwestcr. *1,15 , Zahnarzt Schwarzschiid, Cü»n, durch B. Hailenstein, Cöln, 10 °,׳u Provision. 1,60 , Erna Flies s. Quedlinburg, Pfenntgsammlung . . . 3,— .י Jacob Lorsch, Frankfurt a. .M., gratuliert Ignaz Lamm und Frau, München, zur Geburt des Söhnchens. 1,— , Sammlung bei J. B., Berlin, am 19. 1. 08 . . . . . 1,— , Dr. C. Adler und Frau, Nordrach, in herzlicher Teilnahme für Familie Julius Lias au er, Lübeck . 1,— , Dieselben gratulieren Dr. Leo Landau zum Assessor- ־ .. I,— , i t I I j 1