Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 3 (17.1.1908)
- Date
- 1908-01-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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I ׳׳*«nitiaAlfc* «RSfca'ljfcfc.it.^S m *!׳*״*יו ״■ S"1 m»« ■Ilfc' I^P Ml זב0ג)ג Abonnementspreis einschliesslich LITERATURBUTT vlertdjihritch: f. durch dis Expedition: t) In Berlin —,90 Mark, b) nach aus■ arl.'ts I,— Mari(, c) für das Ausland 1.50 Mark. X. In Peafabonnernsnt 1,25 Mark. Insertionspreis die viergespalfene Petit• Zelle oder deren Raum 25 Piennig. Allgemeine JUdlselxe SSeitun^ Redaktion: BERLIN NW. 52, Melanchthonstrasse 4. Telephon: II, 3387. Expedition and Adresse für Geldsendungen und Bestellungen: Virtag iüdiach• Rundtehau, EL Q.m.fe.tL, Barfla N. S4, Asguttatma« Ul. aaacblttsitondea dar Expedition tigllch (ausser Sabbat und Sonnug) vormittags 10-1, nachmittags 3—7 Uh»# Alle Rechte Vorbehalten. Abdruck aus der jUEDISCHEN RUNDSCHAU nur bei voller Quellenangabe gestattet. Nummer 3 Berlin, 14. Schebat5668 17. Januar 1908 | Xlll. Jahrgang Nach der .Aktionskomiteesitzung Die Kongresse, die Jahreskoniercnzen und die Tagungen des fl rossen Aktionskomitees sind Höhepunkte im ־Zionistischen Parteiiehen. Dem Kongress wird dabei die grösste Beachtung zuteil. Aber die Sitzungen d s Grossen Aktionskomitees dürfen nicht minder Anspruch auf die volle Aufmerksamkeit der Zionisten machen. Denn wenn der Kongress die grossen Richtlinien der Idee festlegt, so wessen die Sitzungen des Aktionskomitees die nächsten Wege, die man zum Ziele einzuschlagen hat. So will die Sitzung• die das Grosse Aktionskomi'ce soeben in Berlin abgehalten hat, als eine wichtige Wegmarke auf dem Marsche des ziomstischen Heerbannes betrachtet werden.' Diese Tagung hat nach vielen Riehtungen merklich Neues gebracht. Sie bedeutet in gleieher Weise einen Markstom für die pelitisch-diploiratische Arbeit, wie für die kolonisatorisch wicht'g־ten nächsten Schritte. Die Zuversicht, die unser Präsld'nt an den Tag legte, hat sich mit Recht auf weitere zionistische Kreise übertragen, da man deutlich verstand, dיss diese Zukunftshofrnungen auf ganz bestimmten Unterlagen bei emem Manne fussen, der gewohnt ist, seiner Phantasie enge Zügel anzulegen. Man hat seit langer Zeit wieder einen Fortschritt in den politischen Bemühungen auch sichtlich wahrnehinen können. Jetzt heisst cs natürlich für unsere Gesinnungsgenossen bei der Hand zu sein, dass diese wertvollen bereits ge’eis'etcn Arbeiten nicht aus Mangel an flüssigen Mitteln wieder zum Stillstand kommen. Deshalb würde es beinahe trivial klingen, wollten wir erst auf die dringende und zwingende Notwendigkeit hinweisen, dass man dem Aktio״*- komitee zu seiner Aktion auch die nötigen Mittel an di: Hand geben muss, die nach unseren gesetzlichen Bc- Stimmungen keinem einzigen der zionistischen Fonds entnommen werden können, auch nicht leihweise. Dazu haben wir ja gerade den neuen grossen — wenigste•••: soll er gross werden — Arbeitsfonds geschaffen, dessen Name Parteifonds nicht zur Genüge ausdrückt, wozu er bestimmt ist. Denn dass auch Verwal'urg^sachen aus ihm bestritten werden müssen, ist doch eben nur ein Notbehelf, wenn die Schekelgelder hierfür nicht ausreichen sollten. In Wahrheit ist es der, der zionistische Arbeitsfonds, Aus ihm muss ebenso die Wetterführung der notwendigen, so günstig wieder aufgenommenen politischen Tätigkeit bestritten werden, wie er zu d יו ergänzenden Arbeiten des Palästinaressorts erst das allernotwendigste Mittel sein soll. Wie soll man das bereits in Angriff genommene Palästinaamt wirksam! rdern und auch nur endgfltig einrichten, wenn wir nicht dem Palästinaressort im Parteiionds vom Engen n Aktionskomitee aus die notwendigen Mittel zur Verfiigung stellen. Es ist zum ersten Male beschlossen worden, Mittel aus dem Nationafionds in grösserem Umfange für palästinische Arbeitszwecke flüssig zu machen. Es i:t ja keine Frage, dass die Anlage von Natonalfondsgeld-ern in der Palestine Land Developement Company ge igneter ist, als die Verzinsung in englischen Kons ls. Anders steht es mit der Finanzierung der Gcsells haft Achuzat Bajit, jener Gesellschaft des Jatfaer Bürger- Standes, die auf Erbauung jüdischer Stad.vsertd In Jaffa, Haifa und Jerusalem ihr spekulatives Augenmerk gerichtet haben. Man kennte einwenden, d ss giad: der Nationalfonds das absolute kontradiktorische Gegenteil der Bodenspekulation durch Private erreichen soll. Aber dieser bodenrefonnerische Grundsatz der Partei und Fundamentalprinzip des ganzen Nationalfonds wird keineswegs angy:tastet werden. Denn es unterliegt keinem Zweifel, dass der Leiter des Palästinaamts Mittel und Wege finden wird, um vertraglich festzulegen, dass der jetzt mit Nationalfondsniltteln der Bauspekula ion cröffnete F30den nach einer bestimmten Zeit als ewiges Eigentum dem Nationalfonds Zufällen und damit der Bodenspekulation und dem zukünftigen Wohnungswucher ein für alle Male entzogen wird. Aber auch dazu müssen wir unsere Palüsthabehörden unabhängig machen und ihnen die Mittel geben, damit sie nacli keiner Richtung hin irgend welche andere Rücksicht zu nehmen brauchen, als das einzige Interesse der Parier tmd des Volkes, d:m sie uneigennützig dienen. Dazu bedarf es wiederum der Arbeit für den Arb״itsfonds und wo wir überhaupt .angreifen, sehen wir immer wieder die Notwendigkeit der Schaffung und Sicherung des Parteifonds. s Wir haben auf der Ak^onskomiteesitzurg auch ven der Gründung des ״Eingetragenen Vereins Oelbaumspende“ Kenntnis genommen, eines Vereins, der bereits mit nicht geringen Mitteln sein Dasein beginnt, \venn׳«s auch noch recht gering ist gegenüber den grossen Aufgaben, d'e :er sich gestellt hat. Denn die Pflanzu g des ihm gehörigen Herziwaldes ist nur ein Teil seiner Tätigkeit, die er noch dazu durch dieBeamten des Nationalfonds .in Palästina zunächst als Baumschule in Angriff nehmen