Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIII (1908)
- Issue
- Heft 1 (3.1.1908)
- Date
- 1908-01-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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iertschen.Charakter trug. bestritten: Tri. Malfmann. Frau Waldheim-Steinschreiber, Frau Prinz. Herr Dr. Günzburg. Herr Schieferblatt. Auch Herr Prof. Hofkonzertmeister Petri war unserer Einladung freundlichst gefolgt und übernahm die teilweise Begleitung seines Schülers. H. Schieferblatt, am Klavier. Die Festrede hielt Dr. Elias Auerbach-Bcrlin. Die hervorragenden Leistungen der Mitwirkenden fanden stflnnisehen Beifall der erschienenen 400 Gäste und Mitglieder. Wir sprechen allen, die am schönen Gelingen des Festes beigetragen haben, an dieser Stelle unseren verbindlichsten Dank aus. Nationalfondssammlung. Verkauf von Festnummern der WELT. Leipzig. Donnerstag, den 12. Dezember veranstaltete die Zionistische Vereinigung im ..Bonorand“ ihre Makkabäerfeier. Die Festrede hielt Herr D r. Julius B ec k e r-Berlin in seiner bekannt gediegenen Weise. Statt des sonst üblichen Tanzes erfreute dann Herr Fritz Richard. Regisseur am Deutschen Theater in Berb'n. die zahlreich erschienenen Gäste durch seine schönen, meisterhaften Rezitationen aus der fungjüdischen Literatur, wobei jeder Typus, jedes Detail treffend charakterisiert wurde. e1. Lübeck. Die diesjährige Makkabäerfeier vereinigte am 8. Dezember die gesamte Jüdische Gemeinde in der Stadthalic. Der eigentlichen Festlichkeit ging nachmittags ein von der hiesigen natlonal-jiidischcnPraucngruppe veranstaltetes Kinderfest voraus, um das sich die Damen Frl. Hannah Adler, Frl. Mendelssohn. Frl. Charl. Mühsam. Frl. Jcnnv Samson liauptsächlich verdient machten. Es war ein überaus reizvoller Anblick, den die Schar der jugendlichen Gäste darlxit. deren freudestrahlenden Gesichter die Veranstalterinnen für die gehabte Mühe reichlich entschädigten. Die abendliche Feier der Zionistischen Ortsgruppe brachte nach gesanglichen Darbietungen des Gesangvereins Kaul Rinnoh (Psalm 100. Moaus Zur. Dort wo die Ceder) und einer propagandistischen Ansnrache (Herr Ed. Joöl). Vorführung lebender Bilder aus dem jüdischen Familienleben nach Prof. Opoenheim’schen Motiven (Verbindender Text rezitiert von Dr. L. Landau), die überaus herzlichen Beifall fanden. Die Tanzesfreuden hielten die Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden zusammen. Erfreu-!ich Ist die Einhelligkeit, mit der. wie bereits angedeutet die Gemeinde der Einladung der Ortsgrupoe folgte, die für den überaus gelungenen Verlauf des Festes dessen Leitern, den Herren Rechtsanwalt Meyer und Zahnarzt Rothschild zu danken hat. K. Halberstadt. Am Sonntag, dem 15. d. M., fand unsere MakkabSerfeier statt, die in allen Teilen durchaus wohlgelungen verlief. Die Besucher, die sich aus allen Teilen der hiesigen jüdischen Gemeinde zusammensetzten wurden gleich beim Eintritt in den Saal durch dessen festliche, in blau-weiss ausgeführte Ausschmückung überrascht. Die Festrede hatte Herr Dr. H. 0. Heymann-Berlin übernommen. Ausgehend von der Bedeutung der Makkabäerfeier für den Fortbestand des jfldisehen Volkes, beleuchtete der Redner die augenblickliche soziale Lage der Juden In allen Ländern und zeigte dabei die Schäden des momentanen Auswanderunssvstems. Daran anschliessend legte der Referent mit begeisterten Worten die Notwendigkeit des Zionismus klar. Reicher Beifall lohnte den Redner für seine eindrucksvollen Worte. Es folgten nun Rezitationen von Frl. Branden. SchausDielerln am hiesigen Stadttheater. die In hervorragender Welse zum Gelingen unseres Festes beitrug. Nach einem sehr ausdrucksvoll vorgetragenen Prolog folgten Rezitationen von Gedichten von Rosenfeld, Perez u. a. m., die alle mit grossem Beifall aufgenommen wurden. Ein kleines Festspiel, das das Wesen unserer Makkabäerfeler motivierte, wurde ebenfalls beifällig aufgenommen. Nach einer Verlosung Jüdischer Bücher folgte nun der Ball, der'die Teilnehmer noch bis fn die vierte Morgenstunde zusammenhlelt. Hannover. Der Verein Dorsche Schlom Zion feierte am I. Dezember sefn Chanukkahfest. Nach dem uns zugeeangenen ausführlichen Bericht muss es urgelungen gewesen sefn. Von der Nßpiiung der Namen sehen wfr ab. um niemand zu verfetzen. . Köln. Hier hat sich vor kurzem Innerhalb der Ortsgrunne ein Herzlklub gebildet, der namentlich die Jüngeren Mitglleder unserer Oruooe elnschllesst und es sich zur Aufgabe gemacht hat. den Zionismus unter der Jüdischen Jugend In Köln zu verbreiten und den Vorstand der Ortsgruppe durch rege Beteiligung an der praktischen Arbeit zu entlasten. S. L.-H. Köln, tödlicher Turnverein. Bei dem guten Rufe dessen sich die Festlichkeiten des Jüdischen Turnvereins zu Köln erfreuen, muss es dem Vorstände schwer fallen. Arrangements zu treffen, die die bisherigen Veranstaltungen ln den Schatten stellen. Das aber war bei der diesjährigen Makkabäer- Feier der Fall. Es mögen über 600 Personen da gewesen sein. An der Ehrentafel bemerkten wir den Präsidenten David Wolffsohn nebst Frau die Herren Rabbiner Dr. Rosenthal und Dr. Carlebach. vom Vorstand der jüdischen Gemeinde, die Herren Siegfried Simon und Heilbrunn, von der Repräsentanz. Herr Gottschalk u. a. m. Das Fest nahm einen überaus harmonischcn Verlauf. Die turnerischen Darbietungen fanden lebhaften Beifall. Nach den Freiübungen nahm Herr Woliisohn das Wort, um dem Turnverein für seinehervorragenden Leistungen den Dank auszusprechen. Strassburg. Am Samstag, dem 7. Dezember, feierte der Jüdische Turnverein sein 1. Stiftungsfest, verbunden mit M a k k a bä e r f e i e r. Der äussere Verlauf des Festes fibertraf die höchsten Erwartungen. Nur eines ist zu bedauern, dass zahlreiche Personen, die in Strassburger ..jungjiidischen“ Kreisen eine Rolle spielen weder durch Beitritt zum Verein noch durch Erscheinen beim Fe׳-.e ihr Intcressc bekunden. Fs war fiir die Veranstalter des Festes schmerzvoll, selbst diejenigen zu vermissen, auf die sie hestimmt gerechnet hatten. Die Herren laden gewiss eine Verantwortung auf sich. Wo es momentan im jüdischen Vereinsleben Strassburps so schlecht bestellt ist. sollte man doch in dem Vereine arbeiten, der durch sein gesundes Wirken'eine feste Grundlage hat. Der Jüd'schc Turnverein erdicht die Jugend zu innigem Zusammenleben und schafft einen Boden fiir jüdische Interessen. Er hat selbst in weit links stehenden Kreisen Anerkennung und vorbehaltlose Unterstützung gefunden und schliesslich war und ist es der Weg. in weitere Kreise Interesse und Verständnis fiir die neu,indischen Ideen zu tragen. Insofern ist die einjährige Tätigkeit wie auch das Fest erfolgreich zu nennen. Regensburg. Am 30. November a. c. (24. Kislcw) hatten wir unsere Makkabäerfeier nach mitfolgendem Programm. Unser I. Vorsitzender. Herr R. Weiner, war durch einen in seiner Familie eingetretenen Trauerfall verhindert, die Festrede zu halten und übernahm es unser 2. Vorsitzender. Herr Julius Strauss, in kernigen Worten die Bedeutung der Feier zu würdigen. — Herr Redakteur Felix Theilhaber aus München sprach über seine Reise und seine Erlebnisse in Palästina unter Vorführung von Lichtbildern, während unser Mitglied Herr Alexander Sclmürmann in meisterhafter Weise Gedichte von Morris Rosenfeld u. a. zum Vortrage brachte. Vorzügliche Klaviervortäge des Herrn Otto Königsberger sowie einige mit grösstem Beifalle aufgenommene Lieder des Herrn Toni Buck vervollständigten den Abend. — Der darauf folgende Tanz hielt besonders die junge Welt bis gegen früh beisammen. — Der Besuch im allgemeinen Hess wie gewöhnlich zu wünschen übrig. Für den Nationalfond gingen 18,60 Mk. ein. an. Breslau. Am Donnerstag, den 7. November, sprach hier Dr. Schemarjah Lewin über .,Jüdische Er- Ziehungsprobleme in Pal ästin a“. Etwa 800 Zuhörer hatten sich eingefunden und folgten mit gespanntester Aufmerksamkeit den Ausführungen des Redners. Anstelle der Diskussion trat eine Beantwortung von schriftlich übergebe!., n Anfragen an den Redner, die diesem noch Gelegenheit gab. über verschiedene im Verlauf seiner Rede nicht berührte Fragen Auskunft zu geben. — Am Sonnabend, den 7. Dezcmber. fand ein Chanukkahfest statt. Die Breslauer Zionisten hielten es für richtig in diesem Jahre auf ihr. übliches Makkabäerfest zugunsten dieses Festes zu verzichten, das. von einem allgemeinen jüdischen Damenkomitee in Aussicht genominen war und dessen Reinertrag für jüdische Wohlfahrts* einrichtunecn In Palästina bestimmt worden war. Diese Rücksichtnahme erwies sich durch das Fest selbst als durchaus berechtigt und geboten. Verschiedene Mängel, unter denen unsere früheren Makkabäcrfcste gelitten hatten, fielen weg — der Ertrag des Festes war ein erheblich höherer (er dürfte 800 bis 1000 Mark erreichen) ~ dieser fllesst Zwecken zu. an deren Förderung auch uns überaus gelegen Ist. vor allem dem Jaffaer hebräischen Gymnasium und der zu gründenden misrachistischen Mittelschule. — und last not least: es war ein wirklich schönes, gemütliches stimmungsvolles jüdisches Volksfest Im besten Sinne des Wortes. Das Fest begann mit Rezitationen von Poesien von Rosenfeld, Zlocistl. Heine. Löwenberg und Beer-Hofmann. die Fräulein Melitta Lustig in wirkungsvoller Weise vortrug, Den musikalischen Teil führten Fräulein Else Weiss vom Breslauer Stadt- Theater (Gesang). Herr Heinz Aschkowjtz (Violine! und Herr Heinrich Frevhan (Klavier) unter grossem Beifall der Zuhörer aus. Fs wurde besonders bedauert, dass Fräulein Weiss sich nicht zu einer Zugabe־entschloss. •Es folgte eine halbstündige Pause, während der die etwa die Zahl 400 erreichenden Festteilnehmer sich In den sehr hübsch ausgestatteten Bazarbuden an belegten Brötchen. Würstchen,