Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1908-01-03 · Heft 1 (3.1.1908) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIII (1908)
Issue
Heft 1 (3.1.1908)
Date
1908-01-03
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2651552-2651554--05347-2662364
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

. JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 3 No. •1 1 S. L. ׳Fuchs / . 20,- B a t z ho fen . . 5,- A. Preis« mann L. Tumpowsky 6,— und Frau . . . 20,- L. M e r k i n . . . 4,— S, Katze nc!len- Berlin: bogen und Frau 15,— Isidor Rosen- Dr. M. C h amizer 10.— thel.... 100,- Dr. Emmo Loebl 10.- Samuel Lipschütz H. W. Fuchs . . to.- (H. Rate) . . . T. Bilski . . . 10,- Hogo Blum . . ־.5 S. Precsep . .. 10,-- Adolf Blum. . . 5,— h. P fl ffer 11 n g , 10,- Samuel Blum ־1׳ J. Tockel . . . 6,- L. Motzkln, K. F e i n s t e i n 6,- Halensee . . . 10,— J. Manol . , . stud.phil. L.Stern- Dr. E. Chamizer M. Ktllmann 6,- berg, Berlin ״־.6 zusammen '2 205,75 J. K a p 1 a n . . . 5,—• Die Zionistiehe Ortsgruppe Mannheim leg1 Wert darauf fesfzustcllen, dass sie aus lokalen Gründen erst jei/A mit den Sammlungen liir den?arteifonds beginnen kann. Mitteilungen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Wir bitten die vcrclirjiclicn Ortsgruppen und Vertrauensmänner um Ablieferung der im Dezember eingezogcncfi S c 11 e k ״• I und L a n d e s b c i t r ä g c an unseren Schatzmeister. Herrn Max \V 011 s t c i n c r. Herl in NW. 23. Holsteiner Ufer 10, damit wir in der Lage sind, die fällige Schekclscndung an das A.-K. abzufiiliren. 2. Die Ortsgruppen und Vertrauensmänner werden aus Anlass des Quartalswecliscls dringend gebeten, uns und womöglich auch der Ortsgruppe des Zuzngsortes beim Verziehe1! ihrer;Mitglieder Mitteilung zu machen, damit dieselben der Organisation nicht verloren gehen. 3. Wir bringen im Inseratenteil dieser Nummer ztini ersten Mal das von jetzt ah wöchentlich erscheinende ,.Verzeichnis Jüdischer Hotels und Restaurants, in denen die JÜDISCHE RUNDSCHAU auslicgt“. Wir bitten die Ortsgruppen und Vertrauensmänner, dieses Verzeichnis baldigst zu vervollständigen, indem sie uns alle Hotels. Restaurants etc. ihrer Stadt aufgebeu, in denen unser Parteiorgan ebenfalls ausliegt. j—ן Aus den Ortsgruppen ן— Berlin, Dienstag, den 7. Januar 1908, abends 9 Uhr, findet in den Sophiensälen. Sophienstr. 15—18 eine Versammlung statt, in der dje Herren Präsident W 0 1 f f's 0 h n , Professor Warburg, Dr. T s c h 1 e n o w- Moskau, Dr. Alexander Mar mo rek־Paris u. a. Ansprachen halten werden. Wir weisen hierauf auch an'dieser Stelle unseres Blattes hin Posen. Die Einführung der Mtägigcn Versammlungen der hiesigen Ortsgruppe erweist sich als recht zweckmässig imJ findet hei den Gesinnungsgenossen durch verhältnismässig guten Besuch ein dankbares Entgegenkommen, hu November fanden 2 Ortsgrupjiensitzungeii statt. . au denen auch (Liste teilnahmeii. Atu 9, November .hielt Herr Moritz •Krause ein recht eindrucksvolles Referat über: .Die 2. Tagung des Verbandes der Deutschen Juden'*.. Er gab ein Bild der Entw ich• lung des -Verbundes und hob die selbstbewusste indische .Hattuug hervor, die• in der Resolution der Eraukiurter Tagung ihren Ausdruck, ׳fand. 1111 Anschluss hieran sprach die CiesinuungsgeHosshi Erl. Landsberg über die zu gleicher Zeit in Frankfurt stattgehabte ..Jüdische Frauenbewegung**, die wenn auch praktische Erfolge nicht gezeitigt wurden — doch immerhin ein erhöhtes Interesse der jüdischen .Frauen am Volksganzen erkennen lasse. — Die glänzenden Ausführungen führten zu einer anregenden Diskussion, die sich über beide Referate zugleich erstreckte. ■Zunächst rügte ein Gast. Herr Mühlenbesitzer Roseuthal. den fehlenden Zusammenschluss der östlichen Juden (gemeint sind die Juden der deutschen Ost- Provinzen) und die Unselbständigkeit bei den kommunalen sowie den jüdischen (lemcindewahlen. Herr Moritz N'cumark bemängelte an der Tätigkeit des Verbandes die nicht genügende Oeffcntlichkcit. Herr Dr. Kollenschcr betonte, dass die Arbeit des Verbandes nur demonstrativen Wert haben könne: der Verband müsste sich an die politischen Parteien wenden. Für uic politische Haltung der östlichen Juden empfiehlt sich vorsichtiges Abwägen der eigenen Interessen in jedem Einzelfalle, wobei Redner auf den in letzter Zeit bei den Polen besonders stark auitreienden Antisemitismus hinwies. Sodann berichtete der Vorsitzende über die geplante Acudcrung der Kolonialbaukstatuten mit der Wirkung der Einschränkung der kolonisatorischen Tätigkeit auf Palästina und empfahl eine Stellungnahme der Ortsgruppe zu dieser Frage. Es wurde jedoch beschlossen, die Diskussion und etwaige Beschlussfassung auf eine spätere Sitzung mit entsprechend angekimdigter Tagesordnung zu vertagen. — Die zweite Versammlung in diesem Monat fand am 23, November statt. Diese wurde von Herrn Jakob Auerbach eröffnet lind geleitet. Derselbe widmete zunächst einige warme Gcdcukwortc der jüngst verblicliencn Gattin unseres verewigten Führers Dr. Herzl. Sodann erstattete Herr Simon Sclierck ein vortreffliches Referat über ..Nationale Erziehung*‘. Der Referent geisselte die Umkemitnis der jüdischen Jugend auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte und Literatur und forderte vor allem die Eltern auf. hier die bessernde Hand;•nz.tilegeii. An das mit vielem Beifall aiifgcnninmcne Referat schloss sieh eine lebhafte Dis- Mission, die im wesentlichen die jüdischen Studcntciiverhindiingen zum Gegenstände hatte. Alsdann gab Herr Auerbacli eine Zeitimgsschau. in der allgemein jüdische sowie spezieh zionistische Vorkommnisse der letzten Zeit behandelt wurden. ׳Mit der Aufforderung zum Abonnement der Makkabäer-Nummer der WELT schloss diese Versammlung. aß. Posen, ln der am M. Dezember stattgehabteu. gut bcsuchten Ortsgruppen Versammlung erstattete zunächst der Vorsitzende. Herr Dr. Kolienscber. den Pressebericht, der besonders den Bericht des Präsidenten in der jüngsten Sitzung des E. A.-K. von dessen Reise nach Konstantinopcl zum Gegenstunde hatte. Zu den allgemein politischen }*ragen der neueren Zeit — soweit sie die Juden berühren — übergehend, bedauerte Redner die schw ankende, zum Teil entschieden falsche Haltung der Juden in Deutschland, wo durch die Entcignungsvorlage sowie das Vereinsgesetz in nationaler Beziehung gegenüber den Polen Ausnahmegesetze geschaffen werden sollen. Jn der Gefolgschaft des Liberalismus begnügen sich die führenden Juden mit dessen lauer Stellungnahme gegenüber diesen eine nationale Minderheit bedrückenden Ausnahmegesetze, ohne Verständnis für die Gefahren, die diese ihnen selbst bringen können. Dabei habe die unentschiedene Haltung der Juden in nationalen Fragen hei den Polen, die Juden und Freisinn identifizieren, einen Antisemitismus heraufbesehwbrcii. der die schwersten wirtschaftlichen Schädigungen der östlichen Juden zur Folge haben könne: deshalb sei ein entschiedenes Abriickeu von der freisinnigen Partei durchaus zu empfehlen. 111 der folgenden Diskussion berichtet Herr Dr. Jeremias eine in antisemitischen Blättern w iedergegebeue Acusseruug des Führers der freisinnigen Partei unserer Provinz, des Justizrats Placzek. in einer öffentlichen Versammlung, wonach der .Antisemitismus in de- Provinz Posen glücklicherweise durch einen Druck der Regierung niedergelialten werde, weil das Deutschtum hier der Juden dringend benötige. Da in einer sulchen Acusseruug eine Entwürdigung der Menschenrechte der Juden liege, andererseits eine gewisse Gleichgültigkeit für die etwa minder rücksichtsvolle Behandlung der Juden von seiten der Regierung in anderen Provinzen erkennbar sei. müsse gegen dieselbe von iedem selbstbew ussten Juden lauter!,rötest erhoben werden. In einem besonderen Referate berichtet alsdanit Herr Dr. Jeremias, dass Verhandlungen zwischen dem GctneinUe-Vorstand und dem Kuratorium dor vmi Zionisten begründeten Leseballe wegen Uebcrnahme derselben geschwebt haben. Da sieb ('••r Vorstand zu den gestellten• Bedingungen, welche die Garantie einer durchaus neutralen Wciterfülirung in politischer mul religiöser Beziehung austrebten nicht verstehen konnte, seien dt•״ Verhandlungen abgebrochen worden.‘ und die GemeindeVerwaltung plant»• die Errichtung.einer besonderen Leseballe. Hiervon musste sie jedoch wegen der hohen Kosten Abstand nehmen, und stellt nimmHir zu erwarten, dass die Gemeinde die bestehende Lesehalle., deren Notwendigkeit und• Prosncrität längst anerkannt ist. mit einer jährlichen Subvention. die früher abgeleimt ward, unterstützen wird. Hierauf sprach die Versammlung dem Kuratorium das Vertrauen und den Dank für dessen Haltung in dieser Angelegenheit aus. Dresden. Unsere Makkabaerfeier fand’um'2. De/.ember statt. Das reichhaltige Programm, das einen vornehm kirnst-?יי¥ ■*׳•?״fr» tA״1 '#׳ויוןייי! •<׳ «׳■״•יו■ ■״״fi *f IÜ[1ויי»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.