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Jüdische Rundschau · 1907-11-08 · Heft 45 (8.11.1907) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 45 (8.11.1907)
Date
1907-11-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 492 JÜDISCHE RUNDSCHAU Alte Stuttgarter 1854: 276.1 .. Karlsruher 19 :1864 ״S.3 .. .. .also auf die 6 Gesellschaften zusammen 1695,0 Millionen Mark, oder mehr als 50 Prozent der auf 42 Gescllschfaten fallenden Sicherheitsfonds. Diese Sicherheitsfonds sind fast durchweg, nämlich mit 96,7 Prozent oder 3271,6 Millionen Mark in miindclsicheren Hypotheken angelegt. Infolge dieser gesunden Finanz- Politik haben die deutschen Gesellschaften den Ruf ihrer Sicher* heit und Solidarität begründet und zugleich hohe Dividenden gewähren können. Die Hamburg-Amerika Linie meldet: Nordamerika: D. Amerika, nach New York, 31. Oktober 10 Uhr 15 Mm. morgens Cuxhaven passiert. S.D. Deutsch-!and, von New York kommend, 31. Oktober 4 Uhr 40 Min. nachm, auf der Elbe. D. Kaiserin Augusta Vicoria, 31. Oktober 2 Uhr nachm, von New York über Plymouth und Cherbürg nach Hamburg. D. Patricia, von New York kommend, 1. November 8 Uhr 35 Min. morgens auf der Elbe. D. Scliauniburg, 31. Oktober von Glaveston über Newport News nach Hamburg. D. Silvia, 31. Oktober 6 Uhr morgens von Boston nach Baltimore. Westindien, Mexiko, Südamerika: D. Albingia, 31. Ok* tober von Vera Cruz nach Havana. D. Bavaria, nach Havana und Mexiko. 31. Oktober 7 Uhr morgens in Cadiz. 1). Bolivia, 31• Oktober in St. Thomas. D. Cnledonia, 31. Oktober in Kingston. 1). Constantia, von Westindiern kommend. 31. Oktober 4 Uhr nachm. i״n Havre nach Hamburg. D. Odenwald, nach Westindien. 31. Oktober 7 Uhr morgens von Ant* werpen. D. Salamanca, 31. Oktober in Montevideo. I). Syria, von Westindien kommend, 31. Oktober 7 Uhr abends von Havre nach Breme!) und Hamburg. Ostnsien: D. Belgravla, 31. Oktober nachm, in Singaporc. D. Brasilia, auf der Heimreise von Ostindien. 31. Oktober nachm, von Port Said. D. Hohenstaufen, 31. Oktober 4 Uhr nachm, von Hongkong. D. Rhennnia, auf der Heimreise von Ostasien, 31. Oktober morgens von Port Said. D. Slthonia, 31. Oktober in Yokohama. D. Vandalia, von New York nach üs.tasien, 31. Oktober von Algier. Verschiedene Fahrten: D. Canadia, 29. Oktober von Bushirc. Hamburg-Atnerika-Linle. Die nächsten Abfahrten von Post* und Passagier-Dampfern finden statt: Nach New York: 31. 10. Postd. Amerika. 2. 11. Postd. Pretoria. 9. II. Postd. Patricia. 14. 11. Postd. Kaiserin Auguste Viktoria. 16. 11. Postd. President Lincoln. 21. 11. Postd. Blücher. 23. 11. Postd. Graf Waldersce. 28. 11. Postd. Amerika. 30. 11. Postd. Pennsylvania. 7. 12. Postd. President Grant. Nach Boston: 8. 11. Postd. Badenia. 15. 11. Postd. Bosnia. Nach Baltimore: 8. 11. Postd. Badenia. 15. 11. Postd. Bosnia. Nach Philadelphia: 30. 10. Postd. Armcnia. 8. 11. Postd. Barcelona. 12. 11. Postd. Pallanza. Nach Neworleans: 5. 11. Postd. Pontos. Nach Westindien: 8. 11. Postd. Cheruskia. 9. 11. Postd. Sardinia. 16. 11. Postd. Constantia. Nach Alexleo: 2. 11. Postd. Allemannia. 2. 11. Postd. Horncap. 14. 11. Postd. Kronprinzessin Cccilie. IS. 11. Postd. Syria. Nach Ostasien: 31. 10. Postd. C. Eerd. Laeisz. 5. 11. Postd. Spezia. 10. 11. Postd. Habsburg. 15. 11. Postd. Ambria. 20. II. Postd. Saxonia. 30. II. Postd. Sambia. Arabisch-Persischer Dienst: 2. 11. Postd. Sicilia. 7. 12. Postd. Galicia. Dresden. Am Montag, dem 11. November, abends 9 Uhr spricht Herr Lazarus Barth-Berlin über: ״Was hat der Zionismus bis jetzt erreicht״ in einer öffentlichen Versammlung, die im Hotel Herzogin- Garten. O s t r a - A 11 c c . stattfinüct. G e - sinnungsge nossen, die sich zu dieser Zeit in Dresden oder in der Nähe aufhaltcn, werden dringend um ihr Erscheinen ersucht. Nordamerika: D. Armcnia, nach Philadelphia. 3. November 6 Uhr 35 Min. morgens Cuxhaven passiert. D. Blücher, 3. November 6 Uhr nachm, ln New York. D. Graf Waldersce, 2. November 4 Uhr nachm, von New York direkt nach Ham- Burg. D. Pisa, von Philadelphia kommend 3. November 9 Uhr 35 Min. abends Lizazrd passiert. D. Pretoria, nach New York, 3. November 4 Uhr 45 Min. nachm, von Boulogne sur Mer. D. Silvia, 2. November in Baltimore. D. Tronto, 2. November von Baltimore nach Hamburg. Westindien, Mexico, Südamerika: D. Constantia, von Westindien kommend. 2. November 9 Uhr 20 Min. morgens auf der Elbe. D.Etruria, 3. November in Sautos. D. Fürst Bismarck, 2. November in Havana. D. Hungarla, 2. November von St. Thomas über Havre nach Hamburg. D. Karthago, 3. November von Rio Grande do Sul. D.Krouprlnzessln Cccilie, 3. November 8 Uhr morgens von Havre. D. Nassovla, von dem La Plata kommend, 2. November von Tcncrifte. D. Niederwald, 3. November in St. Thomas. D. Nordamerika, 2. November von Vera Cruz nach Tampico. D. Parthla, nach Südbrasilicn. 2. November von Tcneriffe. D. Polynesia, von der Westküste Amerikas kommend, 1. November von Tcncrinc. D. Rhaetia. von Mittelbrasilien kommend, 3. November 10 Uhr morgens in Lissabon. D. Salamanca, 2. November 6 Uhr morgens in Buenos Aires. D. Sparta, 3. November in Rio Grande do Sul. D. Syria, 3. November nachm, in Bremen. Ostasien: D. Ambria, nach Antwerpen, 3. November 7 Uhr 10 Min. abends Cuxhaven passiert. I). Aragonia, von New York nach Ostasien. 2. November von Algier. I). Belgravla, 2. November von Singaporc. D. Sambia, 2. November nachm, in Suez/. D. Scnegambia, 2. November 6 Uhr morgens von Manila. Verschiedene Fahrten: D. Canadia. 2. November von Muscat. D. Galfcki, 2. November von Malta. D. Savola, 3. November in Massaua. D. Sicgmtmd, 3. November in Bali in. Nach Schluss der Redaktion eingegangen Fulda, 4. Nov. IW. Gestern fand hier eine vom Gruppenverband Frankfurt a. M. cinbcrm'ene öffentliche Versammlung statt zwecks Gründung einer zionistischen Ortsgruppe. Scheu! lange wr der festgesetzten Stunde war der Saal überfüllt. Nur sc!;wer konnten die Frankfurter Herren in den Saal gelangen. Herr Gustav N u s s b a 11 m ־ Fulda cröifnete d e Ver- Sammlung mit einer kurzen einleitenden Ansprache. Darauf übernahm der Leiter des Gruppenvcrhandes. Herr Sondheirncr aus Frankfurt a. .\L. den Vorsitz. Scharf und deutlich sprach der Referent des Abends, Herr Dr. S c 11 w u r zs c!1 i I d - Frankfurt über die F'rage: ״Was will der Zionismus?״. indem er, ausgehend von der Lage der Juden in Osten und Westen, die Notwendigkeit des Zionismus bewies. ־ Herr Dr. Jacob Feucht w a n g c r - Frankfurt a. kV sprach über die Stellung der religiösen Juden zum Zionismus.!Seiden Rednern spendete die Versammlung grossen Beifall. In der stellenweise sehr erregten Diskussion setzte Herr Provinzialrabbiner Dr. Calin die Gründe auseinander, die ihm als orthodoxen Juden den Anschluss an den Zionismus unmöglich machen. Die Herren Goitcin. Levigard. Sondheirner, sowie die beiden Referenzen treten dem in seiner Gemeinde allem Anschein nach hochverehrten geistlichen Führer entgegen und forderten die Anwesenden auf. sich der neu zu gründenden Ortsgruppe anzuschlicsscn. Als nach Schluss der Versammlung die Anhänger des Zionismus zu den Vorbesprechungen versammelt waren, war es eine überraschend grosse Zahl von Frauen und Männern, im ganzen ca. 45. die der neuen Ortsgruppe beitraten. Die erste Mitelicdcrvcrsaminhing. in der der ernannte prosorisebe Vorstand durch einen gewählten abgelüst werden soll, wird in ca. 14 Tagen stattfinden und wird voraussichtlich der Gruppenverband einen Herrn zu dieser Tagung entsenden. Frankfurt a. M. Am 30. Oktober sprach in der hiesigen Misrachigruppe Herr Rabbiner Dr. Unna, Mannheim, vor zahlreichem Publikum über: ״Religiöser Konservativismus und politischer Liberalismus“. Von den politischen Parteien Deutschlands ausgehend und auf die mannigfachen Konfliktc der konservativen und liberalen Forderungen hinweisend, leitet der Redner zum traditionellen Judentum über und untersucht dessen Beziehungen zu Recht, Wissenschaft und Kunst. An zahlreichen weist er nach, wie im Judentum sich konservativer und liberaler Geist harmonisch vereint. Nachdem der Vorsitzende, Dr. Fcuchtwanecr. dem Redner für seine Ausführungen gedankt hat unter Hinweis auf ihre Wichtigkeit gerade für das Verhältnis des Misrachi zum Gesamt- Zionismus und dessen Zielen, bespricht er kurz, die sich als Konsequenzen des letzten Kongresses ergebenden nächsten Aufgaben des Misrachi. Der Hauptnachdruck sei auf die nositiven Leistungen des Misrachi zu legen. Das in Angriff genommene Schulprojekt müsse aufs eifrigste gefördert werden. Um neue materielle und ideele Kräfte zu gewinnen, bedürfe der Misrachi einer guten Organisation, wie sie allein die durch das neue Organisationsstatut ermöglichte Föderation bringen könne. Föderntionsbildtnig sei nicht Trennung vom Zionismus. sondern Differenzierung Im Zionismus nach inneren Prinzipien. Lebhafte Diskussion schloss sich an. -v - ־

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