Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 40 (4.10.1907)
- Date
- 1907-10-04
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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I Beilage JUEDISCHE RUNDSCHAUJ8x״no.40 Aus der zionistischen Bewegung ׳ ׳ Köln, in! September 1907. Rundschreiben an die Federationen Sehr geehrte Herren Gesinnungsgenossen! In unseren! Aufrufe haben wir darauf hingewiesen. dass wir die vom Kongress beschlossene Neugestaltung <fer Leitung als den Ausdruck seines Willens betrachten, das engere Aktionskomitee in den Stand zu setzen, die •Geschäfte der zionistischen Organisation einheitlich, ‘seltnen und sicher zu erledigen. Wir rechnen damit, dass unsere Gesinnungsgenossen in aller Welt uns itt tmserm Bemühen, dem Vertraue,׳! des Kongresses gerecht zu werden, tatkräftig rnd nach bestem Können unterstützen werdet!. Insbesondere zählen wir auf d>: Mitarbeit der Laiidcsorganisauonen. von denen wir erwarten, dass sic ihre ganze Kraft darein setzen werden, die Leitung in jeder Weise zu unter- 'stützen. In dem engen und ve1st'indn.%svollen Zusammen•- arheitcu der Leitung mit den Landmantischaitcn sehen wir eine der ersten Ikditigungen für einen gedeiiiehen Erfolg unsvrer Bemühungen, nariim werden wir bestrebt sein, die Arbeit der Landesorganisatiotien durch die reichliche Erteilung \׳e»t1 Informationen und Atiregangen, durch Mittedimgeti über den Stand der Bewcgnng und die Unterstützung der Propaganda zu iörder». Anderseits aber erwarten wir auch von den!.andsmaiinschaiten. dass Sie begreifen, dass nur aus einen! beiderseitigen Zusammenwirken ein erspriessliebes Arbeiten resultieren kann. Wir müssen fortwährend und vor allem über alles Wissenswerte aus dem. Bereiche der Landesorganisationen unterrichtet werden. In allen Prägen, die die Landesorganisatiotien nicht allein entscheiden können oder wollen, bitten wir. bei uns Rat einzuholen und uns jederzeit alle Erialiriingen und Anregungen schnellstens zu übermitteln. Nichts aus dem zionistischen Leben ist zu gering, als dass es für die Leitung keinen Wert hätte. Es wird sich empfehlet!, dass jede Land-sorganisntion eine besondere Institution einrichte, die den Auf־, trag hat. uns regelmässig wöchentlich oder mindestens halbmonatlich Auskunft und Nachrichten über den Stand der zionistischen Organisation in den betreuenden Ländern, über alle zionistischen Veranstaltungen, wie überlianpt über alles Bemerkensw erte auf zionistischem Gebiete Mitteilung zu machen. Auch dürfte es praktisch sein, uns jedesmal eine Abschrift der Protokolle der Vorstaudssitzungen der Landesorganisation zu geben. Die Vereine sind zu ersuchen, uns unter allen Umständen wenigstens eine kurze Mitteilung über jede von ihnen . veranstaltete Versammlung etc. ׳allerschnellsteiis zu übermitteln. Abgesehen von dem allgemeinen Werte eines stächen Nachrichtendienstes sind uns derartige Notizen,,wenn sie schnell an uns gelangen, geradezu unentbehrlich zur Ausgestaltung unserer Zentrale!gane. die allgemein gewünscht wttrde und mit der wir bereits begonnen haben. Die Landesorganisationen müssen auf die strikte lunch iltung dieser Instruktion ganz besonders achten. Wir bitter, dringend, im Sinne dieses Rundschreibens 7.1r verfahren und insbesondere die gewünschten speziellen Angaben schleunigst zu machen. Wir sind überzeugt, dass sich der Nutzen, der sich aus einem Zusammenarbeiten beider Faktoren ergeben muss, schon itt nächster Zeit allgemein bemerkbar machen wird. Die vorwöchige Ausgabe der ״ Welt “ enthält einen Aufruf des Zentralburcatis itt Sachen des Parteit'onds. Wir haben wohl kaum nötig, diesen Aufruf Ihrer ganz besonderen Aufmerksamkeit zu empfehlen oder iitm irgend ein Wort der Begründung hinzuzuitigen. Wir ersuchen Sie lediglich dringendst. Ihr ganze Kraft anspannen zu wollen, tun die Sammlungen für die Paneisteuer zu einem guten Abschlüsse zu bringen. Dieser Aufgabe müssen sich die Landesorganisationen mit dem grössten Eifer unterzielten. Durch Erteilung von Instruktionen an die Vereine, durch Veranstaltung besonderer speziell dies:!!! Zwncke gewidmeter Ver- Sammlungen, durch Propagandaartikel in d-.-r uns offenen Presse, durch Versendung besonderer Flug blätter. hauptsächlich aber durch die energisch.־ Betreibung einer Agitation von Mund zu Mund, muss seitens der Landsmannschaften alles getan werden. w׳as erforderlich ist* den Parteifonds gross und damit w irksam zu gestalten. Wir stehen unsererseits den ehzelncn Organisationen in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite.!»!!1 ihnen die Arh.it für den Part-.ifoiids zu cfleichtern. Besonders viel verspreche:! wir uns von der 'dassregel, dass di: eiugegangenen Beträge regelmässig mit Nanu.'i in der ״Welt“ ausgewiesen werden sollen. Wir bitten deshalb Sorge dafür tragen zu wolle:!, dass ur.s die Listen allwöchentlich oder!mindestens halbmonatlich zügeltet! und dass die Beträge zu gleicher Zeit an die Jüdische Kolcnialbank abgeführt werden, d.an es können natürlich nur die Beträge ausgewiesen werden, die tatsächlich in tmsern Besitz gelangt sind. Wir erwarten nunmehr bestimmt, dass die Arbeit der Landsmannschaften n'ir den Parteifonds sofort und tatkräftig einsetzen wird. Mit Zionsgrnss Hochachtungsvoll . Das Aktionskomitee D a v i d W o I f f s 01111. Mitteiluna des en des Hauptbureaus Jüdischen Nationalfonds Solange die Formalitäten betreffs Eintragung des hiesigen Bureaus nach nicht zum Abschluss gelangt sind, ersuchet! wir. tim Verzögerungen bei der Auslieferung zu vermeiden, sämtliche für tum bestimmte Briefe, W e r t b r i c f e , Post a u w e i s u 11 g e 11, P ״ c k e t e etc. 7.1! Händen des Herrn Rechtsanwalt Dr. M. J. Bodenhehner Köhl, Richmodstrassc 6 zu adressieren. D a s M a 11 p t b 1! r e a 11 des I ii d i s c 11 : n N a f i o n a I ־ f o u d s , Köln, Karoliugerriug 6. Kupons der Kolonialen!( Der .fewish Colonial Trust (Jüdische Colonial-Bank) hat beschlossen, den Dividend.;! - Schein No. 3 mit 3'-־r׳, d. h. mit 65 Pi. pro Aktie zu bezahlen; Herr Max Wollsteiner. Berlin NW. 23. Holsteiner Ufer 10, ist bereit, die Pividenden ־ Scheine zur Einlösung ,anzunchmen. : r