Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 29 (19.7.1907)
- Date
- 1907-07-19
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 302 .! L'DISCHE RUNDSCHAU. 29 .(.י*. werden. Auch dass wir durch seine Jünger gelitten haben, j dar( unser Urteil nicht trüben. Und Klaubt jemand im Ernst, . dass ohne das Christentum unser Oolus rosiger gewesen wäre? Es gehört nur ein freier Blick dazu, um einzusehen, dass die Ausbreitung des Christentums der gewaltigste bisherige Erfolg der jüdischen Ideen gewesen ist. Wie inan sich ״aufs tiefste verletzt'* fühlen kann, wenn ich Jesus unter die grossen Juden rechne, wird mir unbegreiflich bleiben. Elias Auerbach. II. Berlin. Zur Herausgabe des von jüdischen und Christ■ liehen Gelehrten gleich sehr ancmpfohlcuen neu-hebräischen Wörterbuches von Herrn Ben .Iciuida in Jerusalem haben mehrere Vereine, wie die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, der Hilfsvercin der_Deutschen Juden und das Zionistische Aktionskomitee regelmässige Beiträge bewilligt. Aus den Vcrtcteru dieser Gesellschaften Dr. Paul Nathan. Prof. Dr. O. War bürg. Pro!. Dr. M. Philippson und Privatdozent Dr. Mittwoch hat sich ein Hilfskomitee iiir die Herausgabe des verdienstlichen Werkes gebildet mit der Befugnis der Kooptation. Das Komitee fordert Glaubensgenossen und jüdische Vereine, fdie sich iiir das hochwichtige wissenschaftliche Unternehmen interessieren, das eine so schmerzliche Lücke in unseren Schnittlinie auszufüllen bestimmt ist, Hcrmit herzlich und dringend auf. Beiträge an den Obmann des gedachten Komitees. Herrn Prof. Dr. M. Philippson. Berlin W. 15. Kuriiirstcndämm 211 gefälligst einzusenden. Die Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaft des Judentums. Nathan, stellvertretende»• Schriftführer, III. Eine Prefsaufgabe. 20(» Mark im Jahr el? ..In der letzten Freidenker-Versammlung in Hannover erklärte ein Arbeiter R.. dass er jährlich 200 Mark für seinen pol tischen Verein, seinen Faclivercin und die Gewerkschaft zahle. Die Tatsache, dass viele Arbeiter im Jahre 200 Mark für solche Zwecke opfern, gibt zu denken.“ So zu lesen in der SCHLESISCHEN ZEITUNG. Sollte das nicht auch uns Zionisten ein wenig zu denken geben? Wie viele von uns opfern jährlich 200 Mark iiir unsere Zwecke? Und in welchem Verhältnis zum Einkommen stehen solche 200 Mark? beim deutschen Arbeiter und beim Durch- Schnitts-Zionisten? U. A. w. g. im Natioualfonds-Auswcis. 01. Mt׳nd!" Als Ohy fragte, ob ihm das gelte, uckum er zur Amwort: Ja, dir. du Bauer!• Gegen den Chei des Stenographenbt'rtnus ist die DisziDliiiarimtersuclumg cingcleitct worden. Wurzen. Das LEIPZIGER TAGEBLATT meUct: Wahren.! dir Eisenbalmfahrt in Russland wurden dem hier ansässige.. Schafzucht.־! Lenz auf der Heimreise von einem russischen Juden sämtliche Paniere, darunter ein Pass und über 14 o■׳ Mark, meist in Wechseln und Rubelscheiuen. gestohlen. W enn das LEIPZIGER TAGEBLATT־ weiss. dass der Dieb ein Jude war so scheint es den Die!) zu keimen. Dann soll es ihn doch at׳e!1 nennen. Sonst nehmen wir an. dass es siel* den Jude;־, ::!’s seinen angeblich christlichdeutschen Reduktiousfingern ge- /•׳:.ca hat. P rsönliches Unser Gesinnungsfreund Dr. Moses in Dessau hat sich .mit Fr!. Helene Vossen verlobt. Auch die JÜDISCHE RUND- SCHAU spricht ihm die hcr/Jielisten Glückwünsche aus. .. ־.ו~~־ *fiä! , -; ~ . . Briefkasten der Redaktion ־־־.1 " SP® 1 Zion. Nehmen Sie Rechtsanwalt Dr. Martin Fried- I;i 11 d e r. Warnung! Samuel Rosenield aus Lodz und Rebekka Schnur aus Kaliseh reisen mit gefälschten ärztlichen Attesten u;1J brauJschätzen Privat׳, und Armenkassen. Herzliche Bitte! Ein russischer Gesinnungsgenosse, der‘ in Berlin studiert, ist von einem Luugenleidcn befallen worden imd muss, nach Vorschrift des Arztes, um vor sicherem Tode bewahrt zu werden, sobald als möglich eine Kur in einem vorgeschriebonen Bade gebrauchen: da ihm hierzu die Mittel fehlen, richten wir an Gesinnungsgenossen die herzliche Bitte, dem jung:!) Manne den Gebrauch der Kur. die ihn, nach Ansicht der Aerzte. wicdcrhcrstcllen wird, zu ermöglichen. Spendet! hierfür wird der Unterzeichnete Max W o 11 s t e i n e r dankend in Empfang nehmen und in der JÜDISCHEN RUNDSCHAU ausweiseu. Dr. Heinrich L o e w c , Dr. Hans M ü h s a m, Berlin. Mclanchthonstr. 4. Berlin, Belle-Mliaucestrt 93. Max \V o 11 s t e i 11 c r, Kleine Mitteilungen Berlin. Wie wir aus den Zeitungen ersehen, hat sich ein Komitee zur Errichtung einer neuert, Synag o g c gebildet, dem die Herren Rechtsanwalt M. Friedlacnder, Dr. med. G. Witkowsk'y, Charles Spitzer und Pick angehören. Dieses Komitee veranstaltet einstweilen zu den hohen Feiertagen im Künstlerhause. Bellevuestr. 3. einen Gottesdienst mit Chor, bei dem Herr Ra!)hin er D r. Emil C o h n die Festpredigten halten wird. Wir mach.cn gern aui diesen Gottesdienst aufmerksam, indem wir gleichzeitig mitteilen, dass der sich ergehende Ucherschuss dem durch seine grosse soziale Wirksamkeit wohlbekannten und verdienten j ii d i s c 11 e!1 V o I k s v c r e i 11 zugew andt werden soll. Den Kartenverkauf haben giftigst übernommen: Buehhar.dlung M ix S c 11 i I d b c r e c r, Schillstr. 3 (am l.iitzow pl.1t/), M. Pick jr.. Krau sonst r. 59 1 וי)'׳. Budapest. Im Beratungssaale des Abgeordnetenhauses, kam cs dieser Tage vor Beginn der Sitzung zu einem scharfen Wortwechsel zwischen dem Abg. 0 I a y und dem Chef des Steiiographenbureaus Hofrat S c n y v e s y. Olay hatte gestern eine Rede gegen die Hauptstadt gehalten und verlangte nach Schluss der Sitzung den Text seiner Rede in! Stenogr 1plicu-’.urcau. Senyvesy erklärte jedoch, dass er nach den V'orko ־.!müssen der letzten Zeit, gemäss den Anordnungen des Präsidenten die Reden nicht ausfolgeu dürfe. Abgeordneter Olay war darüber empört und beschwerte sich beim Prüsideuten, dem er sagte: ..Ich bitte dich, schau, dass du diesen Juden ahscliatist!“ Beim Eintreten in den Sitzungssaal hemerkte Olay den Vorstand des Stenographen-Bureaus uik! sagte zu einem Abgeordneten: ..Da schau her, das ist der Jud. der mir gestern nicht den Text meiner Rede gehen wollte!" Da Hof rat Senyvesy auf diese Worte nicht reagierte, fuhr Olay fort: ,.Der Jude stinkt!" Hofrat Senyvesy entgeguete: ״Ich bitte Sie, halten Sie doch den Berlin, Holsteiner Ufer 10. ח ו «—״11׳ Ä ןן73ץן I! ו I A LiL_) D Zum Purimfeste erschien eine Sonderausgabe des SCHLEMIEL, auf die wir unsere Leser aufs angelegentlichste hinweisen. Die Nummer ist zum Preise von nur 30 Pfennigen durch die Expedition derJUEDISCHEN RUNDSCHAU, Berlin N. 54, Auguststr. 49 a und durch die Buchhandlung von Louis Lamm, Berlin, zu beziehen. Bei Abnahme einer grösseren Anzahl wird angemessener Rabatt gegeben Bei 10 Nummern 25 Pfennig. Ortsgruppen bei 100 Exemplaren je 15 Pfennig. n