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Jüdische Rundschau · 1907-07-12 · Heft 28 (12.7.1907) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 28 (12.7.1907)
Date
1907-07-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 292 JÜDISCHE RUNDSCHAU. No. 27 Kommission wciit jetzt in Triest. :יס Zentiiim der Amerika- Auswanderung «Palästina In London“ war Jer Titel der Ausstellung, welche jüngst in der Agriculture!־,all durch den Bischof von London eröffnet wurde. Hs handelt sich hierbei um eine realistische Darstellung Jerusalems und Palästinas zur Zeit Jesu. Die Ausstellung zeigt nicht nur die denkwürdigsten Gebäude, den Tempel, den römischen Gerichtshof, den Hof und Palast von Pontius Pilatus und vieles andere, sondern auch Szenen aus dem Leben des Volkes der damaligen Zeit. Der Realismus geht st» weit, dass mit zwei aus Palästina eilige* führten Ochsen ein primitiver Piiug. wie er damals im Gebrauch war. \on einer b'rau gefiili t wird. Die Ausstellung ist von dem •Reverend Samuel Shore veranstaltet worden, der. seihst ein russischer Jude, sich fiüher hat taufen lassen und ietzt an der Spitze der ״Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christentums unter den Juden״ steht. Herzliche Bitte! Hin russischer Gesinnungsgenosse, der in Berlin studiert, ist von einem Lungenleidcn befallen worden und muss, nach Vorschrift des Arztes, um vor sicherem Tode bewahrt zu werden, sobald als möglich eine Kur in einem vorgeschriebcnen Bade gebrauchen: da ihm hierzu die Mittel fehlen, richten wir ati Gesinnungsgenossen die herzliche Bitte, dem jungen Manne den Gebrauch der Kur. die ilm, nach Ansicht der Ärzte* wicdcrherstellcn wird, zu ermöglichen. Spenden hierfür wird der Unterzeichnete Max W o 11 s t e i n c r dankend in H.mpfang nehmen und in der JÜDISCHEN RUNDSCHAU ausweisen. Dr. Heinrich Loe w e . D r. Hans M ü hsa m , Berlin, Melaneluhonstr. 4. Berlin. Belle-Aliiancestr. 93. Mat \V o 11 s t c i 1. c r, Berlin, Holsteiner Ufer 10. Geschäftliche Mitteilungen Unter den Lebensversicherungs-Gesellschaften nimmt die Germania in Stettin wegen ihrer Grösse. Sicherheit, hohen Leistungskraft und ausserordentlich giiusiigen Bedingungen eine hervorragende Stelle ein. Obwohl der Horm nach eine Aktiengesellschaft. deren Versicherte von jeder Nachschusspflicht befreit sind, gleicht sic ihrem Wesen nach einer Gegenseitigkeitsgeselischaft. da ihre mit Gewinnanteil Versicherten fast den vollen Uebcrscliuss (im Jahre 1906!und 96 Prozent) erhalten. Seit 1371 sind diesen Versicherten mehr als 9$ Millior.en Mark zur Verteilung von Dividenden zugeflossen. Der Versichcrungsbestand der Germania umfasst 761 Millionen Mark und ihre Sicherheitsfonds betragen 329 Millionen Mark. Die Gesellschaft hat ihren Versicherten bisher 33S.6 Millionen Mark Versicherungsbeträge ausgezahlt. Die Vcrsicherungsbedingungen gewähren Unverfallbarkeit und Unanfechtbarkeit: die Policen find Wcltpolicen. Die von der Germania betriebene Todcsfall-Versicheiung mit Hinschluss der Invaliditätsgefahr bietet für alle Berufskreisc eine wirklich gediegene Pensions- Versicherung. Das Restaurant von H. Baumann, Berlin, Friedrichstr. 53 untersteht nicht mehr der Au ('sicht unseres ltnbbinats. Es verbleiben unter dessen Aufsicht die Restaurants: Ww. Pauline Peltesohn (Ausrichtung von Festessen) Kaiser Wilhelmstrasse 3. Simon Levin, Neue Schönhauserstrasse lu. F. Simon Gipsstrasse 12a. Der Vorstand der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass-Jisroel. zu Berlin. öM«rbruar.« r»4** &*»*.«*• I ״«־1.1 ,*,«tr Nachflg. — Mineralwasserfabrik. - Elsasserstrasse 33. aus destilliertem Wasser und ehern, reinen Salzen 30 Flaschen 1,50 Mk. frei Haas. la Gänseschmalz• gar. rein, Pfd. 1.40. la Schlack-u.Salami-f /Ifl Wurst Pfd. סי״י F.xtr.f.Sclilacku.Salami gekr ob. u. ungcknoK. Pfd. I» Schlesische Wurst . Pfd. I. U Polnische .. . Pid. 1 la Mettwurst . . . Pfd. 1.20 la Leberwurst Pfd. 80 Pf. u. 1 M, Extrafeine Leberwurst l'fd.!.20, 1.60 u. 1.80 M. Fraustädt. Dtz. 1.—, Wiener 2 M. Rinderfett (Kernfett) Pfd. 65 Pf. Ia ^^Pfw״r8tPfd.80Pf.u. l.M. | Kalbsfett, gar. rein . Pfd. 95 Pi. Berlin S. 42! Luckauerstr. 16 a Versand nur gegen ’Nachnahme. I ^]ןךץךוןך,• tJd tSiiLdLiiilCilj Lebe11s-Versic!1crm1״s־Aktici1-GeselIsd1aHzuSteUi!!. Buroau zu Berlin: W. S. Friedrichstr. 78 1• Versicherungsbestand Ende Mai 1907: 764 Millionen Mark und rund 3 Millionen Mark Leibrente. Sicherheitsfonds Ende 1906: 329 Millionen Mark. Unver/allbarkeih \Mpolice. Unanfecliioarkelt. Hohe Dividenden an die mit Gewinnanteil Versicherten; im Versicherungsjahr 1903 9 eine Dividende nach Plan B bis zu 77% der einzelnen Prämie. Die Germania schlicsvt alle Arien »an Versicherungen auf den Todes* end Invaiidilatsfall, Aussteuer und Altersversorgung sowie Leibrente «Versicherung, Prospekte und jede weitere Auskunft kostenfrei durch die Generala?jen(u• l. BIEIi, Berlin BQtoflStrasse II kFör Jede 1000 Mk. Lebensversicherungssumme zahlt die Genera!- agentur S Mk. an den Nationalfonds. CI Fern im Osten Österreichs, nicht weit von der Grenze Rumäniens und Russlands, liegt die kleine Stadt Radautz, deren jüdische Bevölkerung einst durch lebhaften Grenzverkehr in guten Verhältnissen lebte. — Die Lahmlegung des Handels hat einen allgemein schwer empfundenen Rückgang mit sich gebracht und dieser äussert sich in erster Reihe auch in der schweren Lage unserer jüdischen Institutionen. — Die Talmud Tora-Schule. die seit vielen Jahren segensreich wirkt, wird immer stärker und stärker in Anspruch genomnien. — Die Zahl der Schüler wächst von Jahr zu Jahr, unsere Einnahmen aber werden infolge der stetigen Verarmung immer geringer. — Unser enges Schullokal fasst nur mit Mühe die Menge der Zöglinge, neue Lehrer müssen angcstcllt werden, um diese zu unterrichten und trotz all dieses erfreuliehen Aufschwunges blicken wir mit banger Sorge in die Zukunft: denn es fehlt an dem nötigsten. — Die Kinder der Ärmsten erscheinen täglich hungernd und In Lumpen gehüllt zum Unterrichte und wir müssen untätig Ihr Elend mitansehen, weil wir nicht die Mittel haben zu helfen. — Jüdische Brüder! Das Studium unserer heiligen Lehre hat zu jeder Zeit die höchste Wertschätzung im Herzen der Judcnheit gefunden. — Verschliesset auch ihr Euer Ohr nicht unserer Bitte, helfet uns die schwere Last tragen und fördert unser heiliges Werk nach Kräften: denn wenn die materielle Grundlage gefährdet ist, droht unser ganzes Werk zusatnmcnzustiirzcn. Darum bitten wir nochmals: Helfet den Kindern der Ärmsten, schützet sie vor körperlichem und geistigem Vor« derben, denn von Ihnen wird ausgelien die Lehre für Israel. — Radautz, am 7. Tamus 5667 (20. Juni 1907). Füu die Leitung des ״Talmud Tora“-Verelnes. M. Reisch, Dav. Herzbcrg, Oberrabb J. Kunstadt, Sekretär. Kassier. Präsident. Spenden, die seinerzeit in diesem Blatte ausgewiesen werden, nehmen entgegen: 1. Der Vereinsausschuss: 2. S. Ehrwürden Herr Rabb. Dr. Salvendi in Dürkheim (Bayern).

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