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Jüdische Rundschau · 1907-05-17 · Heft 20 (17.5.1907) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 20 (17.5.1907)
Date
1907-05-17
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 82 JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 20 Arbeit, für welche die Tätigkeit der Chowewe-Zion und der anderen Instituticnen zu frukifizieren sei. Weiterhin erörterte er die Frage, inwieweit die zionistische Organisation als solche mit ihren Mitteln sich an der wirtschaftlichen Erschliessung Palästinas unmittelbar beteiligen dürfe. Zum Schluss ging er des näheren auf das Verhältnis des Zionismus zur Jto ein. In der unter dem Vorsitz von Dr. Cassir e r-Oleiwitz sich anschliessenden Diskussion beantragte zunächst Dr. Cassirer’ Annahme einer Resolution, wonach die oberschlesischen Delegierten zum VIII. Kongress ersucht werden sollten, auf ■dem Kongress die Anträge zu unterstützen, die eine Forderung der praktischen Arbeit In Palästina unter Wahrung des politischen Charakters unserer Bewegung bezweckten, insbesondere den Antrag betreffend die Gründung eines genossenschaftlichen Mustergutes. Rechtsanwalt Dr. Dobc zyn ski-Beuthcn führte aus, dass sich auch vom Standpunkte des politischen Zionismus gegen die Forderungen des Referenten hinsichtlich der PaUistinaarbcit und des Verhältnisses der offiziellen zionistischen Institutionen zu ihr nichts einwenden lasse. Er erörterte sodann die Beziehungen des Zionismus zur Jto und führte aus, dass die Jto den Idealismus des Zionisten zwar nicht befriedigen könne, dass aber vom Standpunkte des Zionismus der Jto die grösste Förderung' zu teil werden müsse. Die kategorische Stellungnahme des VII. Kongresses zu territorialistlschcn Plänen sei ein Fehler gewesen. Im Verlaufe der weiteren Debatte, an welcher sich Schutz-Zabrze, Förder-Gleiwitz und wiederholt der Referent beteiligten, wies Rappaport-Kattowitz darauf hin, dass in den Ausführungen Dr. Dobczvnskis eine klare Stellungnahme zur Frage der praktischen Paiästinaarbeft zu vermissen sei. Dr. Dobczynski erwiderte, dass auch er in der praktischen Arbeit In Palästina einen Fortschritt im Sinne des politischen Zionismus erblicke. Die Debatte zeitigte?n den wesentlichen Punkten •eine Uebereinsfimmung der allgemeinen Ansichten über die zionistische Politik. , Die Resolution Dr. Cassirers wurde daher zurückgezogen. Die Vorschläge des engeren Ausschusses bezüglich der dem Zentralkomitee in Vorschlag zu bringenden Einteilung der obcrschiesischcn Wahlbezirke und hinsichtlich der Kandidaturen wurden angenommen. Für den 1. oberschlesischen Wahlbezirk (Beuthcn, Kattowitz) wurde Rechtsanw. Dr. Dobczy nsk i-Beuthcn (Ersatz: Ref. Dr. F r ä n k e 1 ־ Königshütte), für den 2. (Gleiwitz, Zabrze. Gross-Stichlitz) Dr. S t a h l - Tarnowitz (Ersatz: Ref. Dr. Cassirer -Gleiwitz), für den 3. (Königshütte, Rybnik, Ratlbor) Arnold W i e n e r - Kattowitz (Ersatz: Dr. Plnczowe r-Antonienhütte) in Vorschlag gebracht. Insbesondere die Kandidatin Arnold Wiener entfesselt? eine lebhafte Debatte, an welcher' sich Rappaport-Kattowitz, Dr. Kassel-Ratibor. Karl Loewy. Dr. Cassirer, Apotheker Kromo- Iowsky, Assesor Dr. Poznanski, Förder-Gleiwitz, Dr. Frankel- Königshiitte, Rechtsanw. Lichtenstein-Zabrze, Dr. Dobczynski und Kantor Löb-Bcuthen beteiligten. Aus der Mitte der Ver- Sammlung wurde das lebhafte Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass Rechtsanw. Stcinitz-BerHn dies• mal verhindert ist auf dem Kongress zu kandidieren. Der Antrag Dr. Cassirers:, ״Der Gruppcntag beschliesst, eine Zentrale für •Broschürenversand zu schaffen, von der aus die Ortsgruppen mit Broschüren etc. versorgt werden sollen“, wuido einstimmig mit der Massgabc angenommen, dass die Ausführung des Beschlusses im einzelnen dem engeren Ausschuss übertragen wurde. Ferner gelangte folgende, von Rappaport-Kattowitz eingebrachte und begründete Resolution einstimmig zur Annahme: ״In Erwägung, dass zur Vertretung allgcmclu-iüdischer Interessen und der speziellen Lcbcnsintercssen der Juden in der ganzen Welt vorzugsweise in den Ländern, in welchen eine jüdisch-politische Organisation nicht besteht, in erster Linie die zionistische Organisation berufen und verpflichtet ist, in Erwägung, dass die aus Anlass der Algeciras- Konferenz stattgehabte Aktion einer Reihe von philantropischcn Organisationen zu Gunsten der marokkanischen Juden unter tatkräftigster, allerdings inoffizieller Mitwirkung hervorragender führender Gesinnungsgenossen zustande gekommen ist, gestattet sich der Gruppenverband Oberschlesien an das verehrliche A.-K. die ergebene Anfrage zu richten, aus welchem Grunde bei der beregten Gelegenheit eine offizielle diplomatische Intervention unterblieben ist.“ Die sehr interessante Tagung hat gleich dem zu Anfang dieses Jahres in Beuthcn veranstalteten Zionistentage von neuem bewiesen, dass der Zusammenschluss einer Anzahl, schon durch ihre Lage aufeinander angewiesenen Gruppen, wie er in Oberschlesien verwirklicht ist, von nicht zu unterschätzendem Werte ist. Er ermöglicht eine ständige Fühlungnähme der Gesinnungsgenossen aus den einzelnen Gruppen, und der Austausch der gegenwärtigen Anregungen ist nicht nur ein ausgezeichnetes Erziehungsmittel für die Teilnehmer selbst, sondern auch im Interesse der Fortentwicklung der Bewegung überaus wünschenswert. W — n. — ־ "IBM Nationalfond ן Sammlungen für den Nationalfond und andere zionistische Zwecke sind ausschliesslich zu senden an den Schaum״! ster dos Zentralbureaus, Herrn •Max Wotlstelner, Berlin W. 33, Julius Gottfeld, Berlin gratuliert zur Verlobung Lodzia Bur cz t y n — Adolf G ra u p e , Berlin . . , Referendar Julius Heilbronn, Berlin aus derselben Veranlassung.. Martin Jemmel, Berlin aus derselben Veranlassung Jvan W Itko wski, Berlin aus derselben Veranlas* sung. Jsidor Wolff, Berlin au* derselben Veranlassung . Jacob, Berlin , Alfred Hirsch, Berlin w Familie David Hirsch, Berlin , Dr. R. Cohn, Königsberg i. Pr. gratuliert S. Kown e r, Königsberg zur Hochzeit. J H. Wagner & Frau, Berlin gratulieren Jwan Salomon V Frau zur Vermählung. Ablösung für Telegramme zur Brith Milah bei Dr, J. J ö eI, Lübeck. Dr. Joel & Frau, Lübeck danken allen Gesinnung»• genossen für freundliche Glückwünsche. Dr. Sandler & Frau, Breslau sprechen allen denen, die sie zu ihrer Hochzeit beglückwünscht haben, ihren herzlichsten Dank aus. Frau Clara Böhm, Rybnik spendet anlässlich der Barmitzwah ihres Sohnes Gerhard. Die Zionistische Ortsgruppe, Kattowitz gratutiert Ludwig Kornblum zur Hochzeit .... Alfred Müller, Kattowitz aus derselben Veranlassung Siegmund Rappaport, Kattowitz aus derselben Veranlassung . .. Bartfeld, Leipzig z. ZI Kattowitz aus einer Wette Kurt P o 111 z e r, Köoigshütte 0.*Schf. gratuliert zur Hochzeit von Ludwig Korn bl um, Kattowitz mit Frl. Kornblum .. Gustav Schwabe, Varel i. Old. ans seiner Büchse Derselbe gratuliert J. H. Wagner & Frau geb. Tauber, Berlin zur Geburt des Söhnchens . . Derselbe grataiiert Dr. Jöe i & Frau zur Geburt des Söhnchens... Derselbe gratuliert Berthold Felwel k Frau, Köln zur Geburt des Söhnchens. Derselbe gratuliert GerichtsassessorDr.Schwarz- Schild zur Niederlassung in Frankfurt .... Dr. Nathan, Wandsbeck gratuliert zur Hochzeit von Dr. Victor. Derselbe zur Tilgung einer alter. Schuld . . . . Willy No th m a n n , Gr.-Strehlitz gratuliert zur Veriobung von Rechtsanwalt Dr. Litt mann, Breslau Derselbe gratuliert Lao Poerder & Frau, Glei• witx zur Geburt des Stammhalters. Dr. Heinrich Wiesel, Berlin gratuliert Dr. S. Jam• pel, Heidelberg zur Verlobung. Stud. phil. S. Kl• in, Berlin aus derselben Veran• lassung. Aus der Büchse von Jul. Levy Mayer, Hotel Belle- TU• Badenweiler durch M. Kurz, Freiburg i. B. . 1,- Mk. ״ ־־,1 , ־־.1 l»— —.50 > —,50 »1 1,— 0 1,— * l*~ » —,50 » סד,3 * —,5 100,- , 1 - , ״ ־־,1 . ־־,1 ,, 60»— , -,2 50«— ״ 4,50 ״ 50,— . 50,־* ״ 50 — ״ 50,־־־־ , -,1 ,, —,5 ״ 50,־r־ . 50.- . 50.- . 50.- ״ . —,6

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