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Jüdische Rundschau · 1907-05-03 · Heft 18 (3.5.1907) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 18 (3.5.1907)
Date
1907-05-03
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 7A JÜDISCHE KUNDSCHAU No. 18 einem wunderschönen Januartagc. wie er nicht schöner an der Riviera sein kann, nachdem das Schiff 2-1 Stunden vor Jaff.. gelegen hatte, obwohl aui manche Unannehmlichkeiten bei der Landung gefasst, unbehelligt von den türkischen Behörden, ־den heiligen Boden betrat Es war namfich seine Ankunft vorher angezeigt worden und es war ungeordnet worden, dass ihm als Präsidenten der zionistischen Bewegung und von der Anglo-Palestina-Coinp. die Landung erleichtert würde. Der Redner schlidcrte uns zuerst seinen Besuch bei der Angln• Palestine-Comp.. die heute ein wahrer Segen für das Land ist, er führte uns von du in das hebräische Gymnasium; \v־o die Unterrichtssprache hebräisch ist. die überhaupt immer mehr zur Volkssprache werde. Die Schulen der Alliance und des Hilfsvereins. deren segensreiches Wirken nicht zu verkennen ־sei, zogen, kritisch beleuchtet, an den aufmerksam lauschen• den Zuhörern vorüber. Der Redner erzählte uns weiter von seinem Besuche beim ״Bezalel“ und konnte nur das gute Urteil bestätigen, das heute sich allerseits über dieses grossartige Unternehmen abgegeben wird. — Auch von den jüdischen Kolonien konnten wir nur Freudiges hören; wir freuten uns innerlich, als der Redner uns den stämmigen, jiidisehen Bauer vorübcrführte. wie er seinen Acker bebaut oder hoch zu Ross unserem Führer entgegenritt zur Begriissung. und dann in seinem Fleisse wieder zum Pfluge zurückkehrt. — Es ist unmöglich, in einem derartigen Bericht die feingefühltcu Schilderungen wiederzugehen, wie Wolrfsohn sie uns vortrug unmöglich auch die interessanten Augenblicksbiklcr dem Leser vorzufiihrcn, wie der Redner sie an unseren Au«gen vorbeiziehen Hess. So was kann man nur im Anhören würdigen und nicht heim Lesen. In Gegensatz zu den gewöhnlichen Pa- Iästinareiseiiden erachtete es unser Führer auch für angebracht Galiläa zu besuchen. Wenn es wirklich so ist wie es uns geschildert wurde, und daran zweifeln wir nicht, so ist Galiläa das Land wo Milch und Honig fitesst; ein farbenreichci fruchtbares, romantisches Gefilde, dessen Schönheit von keiner Gegen der Welt erreicht wird. Das wird das Land der jiidisehen Zukunft sein. Der Redner schloss mit einem Appell an die Versammlung, man möge endlich zur Einsicht gelangen, dass die Judenfrage nur in Palästina gelöst werden könne und ein jeder möge mithelfen. auf dass dies bald gcschche. An der darauf folgenden kurzen Diskussion beteiligten sich die Herren Dr. Bndenheimer. der für den Nationalfonds eintrat, sowie die Herren Dr Bloch und Kahn. Das Resultat des Abends wa die Anmeldung von 7-1 Schekelzahlern, sowie eine Sammlung von ca. 25 Mk. für den Nationalfonds. \V. Landau. Die Juden unserer Stadt haben sich wohl selten so gehoben und doch in so ernster Stimmung gefühlt, als letzten Sonntag nach dem Vortrag, den Frau Elise Gut• mann aus Mannheim über ״ Die jüdische Frau‘‘ in der hiesigen neugegründeten Ortsgruppe hielt. Ich will nichts über den Inhalt desselben sagen, wird er doch, wie ich höre, demnächst in Ihrer Zeitung zum Abdruck gelangen, aber es war ein. wohl von den meisten noch nicht gekosteter Genuss, eine gereifte Frau in solcher Weise zu ihren Schwestern sprechen zu hören. Herzlichen Beifall spendete die zahlreiche Versammlung von ca. 150 Personen und allgemein wurde es begrüsst, dass wieder eine schöne Zahl Mitglieder sich unserer Ortsgruppe anschloss. Auch von Albersweiler. Ed esheim, Edenkoben und Bö c h i n g e n waren Vertreter, insbesondere die Herren Lehrer, anwesend. Auf Veranlassung des Herrn Salomon Marx, unseres Gcmcindevorstandes, wurde ein Lokal geschaffen, wohin Kleidungsstücke gebracht werden und eine jugendliche Zionistin hat die Sammlung anderer Materialien in die Hand genommen. Am Sonntag nach! Pfingsten wird Herr Dr. Mosses aus Mannheim zu uns kommen. Russland Das zionistische Komitee des jüdischen Ravons, dem die Gouvernements Cherson. Bessarabien. Podolieu. Wolhynien und Taurien atigehöreii. schreitet zur Organisation von Gnuvernementskonferenzen nach den Direktiven des Zentralkomitees. Das Programm der Konferenzen ist folgendes: 1) Referat des Ravonsbureaus und Berichte der Delegierten über die zionistische Arbeit im Gouvernement. 21 Organisation und Agitation. Stadtkomitees der Schekel- Zahler, ihre Arbeit: Vertretung der verschiedenen in den Komitees tätigen Gruppen und Strömungen. Ausbildung von Agitatoren. Kreiskomitees und ihre Tätigkeit. Gründung von Ravonskomitees. 3) Parteiliteratur und Mittel zu ihrer Verbreitung, literarischer Kommissionen. . . . •0 Finanzinstitutionen: Schekel und Organisationsbeitrüge. Nationalfond. Sclhstbesteuercmg etc. ־ ' 5) Reale Arbeit in Palästina. Palästinakomitee. Gründung von lokalen Kommissionen des Palüstitiakomitecs‘ Ackerbauerverein. Pflanzung von Oelbäumcn. Herzlhain. Bezalel. jüdisches Gymnasium in Jaffa und andere Kulturarbeiten in Palästina. Anträge Wahlen. . * Aus: DIE WELT. Amerika Die American Zionist Federation versendet folgendes Zir• kular: ״Der achte Zionistenkongress wird im Monat August stattiiiiücn. Das Aktionskomitee hat bisher das genaue Datum und den Ort des Kongresses noch nicht fest bestimmt. Diese Bestimmung wird, vielmehr auf der Sitzung des grossen Aktionskomitees, die für den 5 Mai einberufen ist. getroffen werden. Unsere Federation erwartet einen telegraphischen Bescheid über die Beschlüsse der Sitzung bezüglich des. Kongresses. Der achte Kongress wird der erste w irkliche Palästinakongress in unserer Bewegung sein. Alle Mcinimgsverschiedenheiten bezüglich der grundlegenden Prinzipien, die unsere Bewegung beherrschen, sind beigelegt worden. Die Arbeit für eine wirkliche Neuaufrichtung für und in Palästina hat begönnen. Der achte Kongress wird daher von ganz besonderer Bedeutung sein, denn Palästina wird den Mittelpunkt seines Interesses bilden. (Hierauf folgt eine Aufforderung zur Wahl von Delegierten zum Kongress.) ln diesem Zusammenhänge wollen wir Ihre Aufmerksamkeit auf die Instruktionen lenken, die das Aktionskomitee heziiglich der Schckelsammluiig erlassen hat. Alle Schekel, die nach dem 30. April eingciicn. werden nicht mehr zur Wahl von Delegierten zum achten Kongress berechtigen. Die Voreine werden daher ersucht, mit grösster Beschleunigung die Schekelsamnilung vorzunchmen. damit die amerikanische Landsmannschaft auf dem Kongresse stark und gut.vertreten sei. Aus: DIE WELT. Australien Sydney (Australien). Von der Ausbreitung, die die Bewegung Tiir den jüdischen Nationalfoiids auch in Australien erfahrt, legt in erfreulicherweise Zeugnis ab eine Sammlung, die jüngst auf schriftlichem Wege veranstaltet wurde und die die Summe von 5<׳r» Mark erbrachte: Unser rühriger Gesimiungsgenosse Herr Pcrcy J Marks in Sydney, der seine ganze Kraft für die Propagierung der zionistischen Idee einsetzt. erhielt bei dieser Gelegenheit folgenden Briei: ..Obgleich ich nicht Mitglied der zionistischen Organisation bin. interessiere ich mich doch für jeden Versuch, der gemacht wird, die Leiden unserer unglücklichen Brüder zu mildern. Mit Freuden leiste ich deshalb einen Beitrag zu dem Fonds, für den Sie sammeln, und ich wünsche Ihren Bemühungen den besten Erfolg.'* Südaf ika Kapstadt. Anlässlich der Ahreise von Advokat Morris *Alexander, bekanntlich eines der eifrigsten unu erfolgreichsten Vertreter unserer Sache in Südafrika, nach Amerika fand in Kapstadt eine grosse öffentliche Versammlung statt, die Zeugnis ablegtc von der allgemeinen Beliebtheit, deren sich unser Gesinnungsgenosse erfreut. Der Mayor der Stadt leitete die Versammlung gemeinsam mit einigen der ersten Mitglieder der jüdischen Gemeinde Die .vereinigten südairikonischen zionistischen Vereine überreichten eine künstlerisch ausgestattete Adresse, die in warmen Worten eine Würdigung der hervorragenden Tätigkeit des Herrn Alexander enthielt. Den Glanzpunkt des Abends bildete die Rede des Herrn Louis Abrahamson. die in eine begeisterte Huldigung für die zionistische Idee ausklang. —Nationalfond «■=?xumlungcn für den Nationalfond und andere *ion;s:ischc Zwecke sind ausschliesslich au senden an den Schaumei ste. des Zeitraibureaus. Herrn M•* Wollftelner, Berlin NW. aj. --- Holsteiner Ufer '0. ■■.■—w Sammlung im Zentrathote! in Emden . 3,— M'< J . . .2. Berlin ־p2£* ^.. I,— . J. H. Wagner und l'rau, B׳r in. gratulieren Dr. Joel uad Frau, Lübevk. zur Geburt Jr* Sohnes . 0,50 a Dieselben gratulieren zur Verlobung Lodz!» Burztyo -Adolf Graupe, Berlin . . ..... 0.50 a Hugo BI u m, Berlin, gratuliert J. H.,Wagner und _ Frau, Berlin, *er Geburt des Sohnes . , . . . 0,5 . ־&

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