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Jüdische Rundschau · 1907-05-03 · Heft 18 (3.5.1907) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 18 (3.5.1907)
Date
1907-05-03
Page
– (sequence 17)
Language
German
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<*iJ6lÄ*A1 י ^»וייי^' ־".'"!׳ר*? Beilage JUEDISCHE RUNDSCHAU dg.XII,N0.I8 •! Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zentralbureaus der ZinnKtischen Vereinigung für Deutschland!. Die Ortsgruppen werden nochmals dringend gebeten, sämtliche Schekefgclder postwendend an unseren Schatzmeister, Herrn Max Wo liste ine r, Berlin NW. 23, Holsteiner U i e r 10. einzusenden. Im Laufe dieser Woche müssen die Wahlkreise fcstgcstcllt werden. Die Schekelgelder, welche bis zum 10. Mai nicht in unserem Besitze sind, können bei der Einteilung die Wahlkreise nicht berücksichtigt werden. 2. J ü d i s c h e.r Assistent zu Arzt nach Goth.a gesucht. Gehalt 2500 Mk.. freies!.Frühstück und freies Logis. Bewerbungen sind zu richten an: P r. Max Sichel, 1'am bach (Thüringen). Oberschlesischer Gruppenverbandstag Sonntag, den 5. Mai 1907. 5 Uhr uaclimittags, in Oleiwitz, Hotel ..Deutsches Haus“ (kleiner Saal). Tagesordnung: __ I. lk*richtc der Distrikts- und OrtstrruDPCiileiter. II. Der VIII. Kongress:!. Die Auiga bcn des VIII. Kongresses (Referent: Dr. H. Stalil-Tarnowitz). 2. Einteilung der obcrsclilesischen Wahlbezirk»' 3. Bes p rcc h ti 11g der Kandidatentrage. III. E v e;11 n a I i a (Anträge usw.). ln Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist Vs selbstverständliche Pflicht sämtlicher obersehlcsischer Gruppen, Vertreter zu entsenden Als Gast ist jeder Zionist willkommen. Insbesondere erwarten wir, dass die oberschlesischen Gcsinnungsgencssen in möglichst grosser Anzahl an der Tagung teilnehmen. Int Aufträge• Dr. Stahl Weissmann als Vorsitzender. als Schriftführer. J —ך Aus den Ortsgruppen Fitehne. Am Sonntag, dem 2S. v. Mts. fand im Grauss sehen Lokale eine ausserordentliche Generalversammlung unserer zionistischen Ortsgruppe statt. Nachdem der Vorsitzende. Herr Alfred Satin ge r einen Bericht über das verflossene Verciusjahr gegeben, wurde die Kasse geprüft und Frl• Arndt für die exakte Führung der Kasse der Dank der Versammlung ausgesprochen. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Das von Herrn Apotheker Bosch witz erstattete Referat über die Aufgaben des nachsten Kongresses fand allgemeinen Beifall. Beschlossen wurde ferner, die Mitglieder der Ortsgruppe zu veranlassen, sich an der gemeinsamen Spende zur 01 b a u rn p f I a n z ti n g f ii r D r. I h. Herzl zu beteiligen. Im Laufe des Sommers wird ein gemeinsamer Ausflug der Ortsgruppen Schönlauke, Czarntkau und Filehnc geplant. Sarntcr. Am 7. April fand in unserer Ortsgruppe ein Vortrag des Herrn Lehrer Auerbach aus Posen über das Thema ..Warum wollen die Juden nicht Zionisten werden?'* statt. Der Vortragende verstand cs._jsein Thema in sehr klarer, sachlicher und überzeugender Weise zu bchandeln, so dass der Vortrag grossen Beifall fand. Später hielt noch Herr stud Rosenberg eine zündende Ansprache, ittdem er die anwesenden Nichtmitgtiedcr aufiorderte, unsere gnte Sache zu unterstützen. Infolgedessen meldeten sich 4 neue Mitglieder zum Beitritt. Wenn auch noch viele unserer Stammesgenossen unseren Bestrebungen fernstehen, so wird sich doch mit der Zeit die Erkenntnis immer mehr Bahn brechen, dass es eigentlich eine hohe Pflicht jedes Juden ist. den Zionismus zu unterstützen, der bestrebt ist unseren unglücklichen, verfolgten und gedrückten Stammesbrüdern eine Heimstätte im ״Heiligen Lande“ zu verschaffen, wo sie in Ruhe leben können. II. Könlgshüttc. Am Donnerstag, a'em 25. April sprach Herr Dr. P i n c z ow e r. Antonicnliiitte. in der hiesigen zionistischen Ortsgruppe über ״Das Jüdische Volkslied, verbunden mit Liedervorträgen”. Redner führte aus. welchen Einfluss die Assimilation auf das jüdische Volkslied ausgeübt hat; viel spezifisch Jüdisches ist aus ihm ausgeschieden, viel Fremdes hinzugekommen: Demnach ist ihm der jüdische Charakter nicht vorloren gegangen. Während, wie überall, häufig die leichte, fröhliche Dur-Tonart finden, herscht beim jüdischem Volkslied hauptsächlich die schwermütige, ernste Moll-Tonart vor. An der Hand mehrerer Lieder zeigte Herr Dr. Pinezower uns das Charakteristische des jüdischen Volksliedes. Der durchaus sachliche und interessante Vortrag wurde dem Redner mit stürmischen Beifall belohnt. F. B. Zabrze O.-S.. 27. April 07. Herr Dr C a s s i r e r - Gleiwitz hielt heute im Kreise unserer Mitglieder einen Vortrag über ..Zionismus und Patriotismus־־. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste, unter diesen befand sich auch Herr I Rabbiner Dr. Raatz-Zabrze. brachten den Ausführungen des j Redners, ein reges Interessen entgegen, was sich auch in der; auschlicsscndeii. äusserst lebhaften und interessanten Debatte zeigte. Es traten einige neue Mitglieder bei. B. S. Hannover. Herr Dr. B 10 c d c sprach auf seiner überaus erfolgreichen Agitationsreise auch hier am 25. März. Die vorzüglichen Ausführungen des Redners verfehlten nicht, auf alle Anwesenden, auch aui die Nichtzionisten, grossen Eindruck zu machen. Das bezeugte die lebhafte Debatte, die sich um die Frage der Demokratisierung der Gcmcindeinstitutionen drehte. Wir sprechen Herrn Dr. Blocdc nochmals unseren besten Dank für seinen Vortrag ans. Köln. Am Sonnabend, dem 20. April hielt der Präsident des A.-K., Herr David Wolfisohn. in einer von der zionistischen Ortsgruppe veranstalteten, überaus zahlreich bcsuchten Versammlung im Hotel Berlin einen Vortrag, in dem er die Erlebnisse und Eindrücke seiner jüngsten grossen Reise in fesselnder Weise schilderte. Redner verweilte insbesondere längere Zeit hei den palästinischen Reiseerlebnissen und weckte durch seine anschauliche und lebensvolle Yoriühruug von Land und Leuten in Palästina stürmischen Beifall . — Dem Vortrag folgte eine kurze Pause, nach deren Verlauf Herr W'olifsohn eine Reihe Anfragen beantwortete. — Das 11:1mittelbare Ergebnis dieser wohlgehmgenen Veranstaltung der hiesigen Ortsgruppe war die Gewinnung einer beträchtlichen Anzahl von Schckelzahlern, sowie der Eingang einer grösseren Summe für den Jüdischen Nationalfonds. Köln. Der Vortragsabend, den die hiesige^zionistische Vcreinigung am Sonntag, dem 2<h April, im Saale des ״Hotel Berlin־* veranstaltete, gestaltete . sich zu einer iniposanten Kundgebung für den Redner des Abends, unseren Präsidenten I) r. Wolffsohn. der da zum ersten Male öffentlich, seiner Ortsgruppe über seine Reiseeindrücke Bericht erstattete. Der Saal war übcriiillt; manch einer musste an der Tiir wieder iimkchren. Nachdem der Vorsitzende. Herr Hotiiitann, unseren Präsidenten samt seiner Gemahlin begriisst hatte, ergriff der Redner das Wort, um in seiner schlichten Art uns zu erzählen, von seiner Reise und von den! Bemerkenswerten und Neuem, das er gesehen und gehört hat. Es ist schon früher in vielen Blätter darüber berichtet worden, welch* fürstlicher Empfang Herrn Wolftsolm in Südafrika zuteil wurde, sowohl von der jüdischen Bevölkerung als auch von den Kommunen. Da sei nur erwähnt, dass der Redner cs konstatierte, dass cs eine irrtümliche Ansicht sei, der Zionismus könne mir dort gedeihen: wo cs den Juden schlecht gehe, im Gegenteil, wo freie Menschen wohnen, dort sei der beste Boden für ihn. Und so sei er auch fest überzeugt, dass es in Russland nach der Befreiung unserer russischen Brüder kommen werde. — Das Herz eines Jeden der Anwesenden und besonders der Zionisten schlug höher, als der Redner schilderte, wie er an I I I I * 1 1 "׳» 7«י?יי־׳?"■■׳1׳1"י. y «ווי :lym

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