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Jüdische Rundschau · 1907-03-22 · Heft 12 (22.3.1907) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 12 (22.3.1907)
Date
1907-03-22
Page
– (sequence 18)
Language
German
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«־• 5U, S £ , 13• V -*S8L. -y v* ב• MODISCHE RUNDSCHAU N«. 12 Ik Selben bis zum 13. Abril ati ÜuU‘'rz.ei:eImete1i: zu retquqjicretl. tilciqhzeitig bitten wir diejuiiigcii, welche riickstSmiig mit :dem ' Sjheket &ihd.r4clUcuntei>t>׳u bezahlen.״ : * f ' 1 n :1ד4ת der Ffcssach-Wochc bitten; vir, ffir den indischen NatWälfonds tfichtijj zu •sammeln. ״•!'*; - KÖnlgsbcrger Zionistische VerelnlRttmr. . * *» u I.A.: M. Satn b u rsk y. Hamburg.' A.m•Sonntag Nachmittag, dem 10. Mürz;. fand das von der zionistische Fraiiengruppe veranstaltete Purim■' Kind et fest statt. Über 500 buntkostümierte Kinder und etwa 300 Erwachsene füllten den grossen Saal des Velodroms. An langen Tischen wurde Schokolade und Kuchen verabfolgt. Dann hielt Erl. Hedwig Liibkc eine von zionistischem Qeist erfüllte Ansprache, die bei. den Kindern laute Beiraltsäusserungen hervorrief. Es folgte eine von Kindern dargcstellte ,nicatcraufführung der Purinigescliichtc nach der Bearbeitung von L. Flantcr mit zionistischem Abschluss. Ein Kinderchor sang ״Dort wo die Ccdcr“ iiikI zwei Knaben erfreuten die Kinder durch den Vortrag eines von Herrn Oberkantor Dreiblath eigens komponierten, trefflichen hebräischen Liedes. Darauf bewegte sich die weitere Kmderschar in einer Polonaise durch den Saal. Herr Abraham mit dem Banner der Ortsgruppe voran, jedes Kind ein blau-veisses Fäluichen in der Hand,. Zum ^cliluss wurde lustig getanzt. Die Musikbcgleitung hatte» freundlidicrweiso Frl. L e w a 1» d o w s k y und Herr A b r a 11 a m s o h n iThcrnommeii. Erl. Hedwig E n g e l leitete das Thcaterspiel. Dein Vorstande der Fraueugruppc und insbesondere ihrer Vorsitzenden, der unermüdlich tätigen Frau H ul d sc h i 11 e r gebührt Dank für die Veranstaltung des wohlgelungenen Festes. K. Samter. Am 10. Mürz fand in unserer Ortsgruppe ein Vortrag des Herrn Dr. Kol lens eher aus Posen über das Thema: ..10 Jahre Zionismus“ statt, welcher grossen Beifall fand. Der Redner verstand es durch seine lehrreichen und interessanten Ausiülitungai das Interesse seiner Zuhörer zu werben. Im Anschluss an die auf den Vortrag folgende Fragebeaulwortung wurde der Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Ortsgruppe wahrend des 1. Vereinsiah res vorgetragen. Daraus ergibt sich, dass 9 Vorträge und 5 Lcscabendc vetanstaltet wurden; im Sommer wurden zwei Ausflüge gemacht, am Clianukkah war eine erhebende Makkabäcrieier. Die Einnahmen betrugen 149.80 Mark, die Ausgaben 131.70 Mark. Die Einrichtung einer Bibliothek wird beabsichtigt. L. L. Stettin. Am Mittwoch, dem 13. März fand in der Stettiner Zionistischen Vereinigung ein Vortrag des Herrn Dr. B l o c d e über ״ZionistischeGcgen wartsarbeit“ statt. Von den in Deutschland vor wenigen Wochen stattgehabten Reichstagswahlcn ausgehend, die für die Juden ein so überaus ungünstiges Resultat ergeben haben, kritisierte der Redner das Verhalten des Zentralvcreins und der liberalen Parteien und erörterte die Stellung der Juden und insbesondere der Zionisten m Österreich und Russland zu den auf nationale Autonomie gerichteten Bestrebungen in diesen Ländern. Er berichtete sodann. über die jüdischen Kolonien in Argentinien und Palästina, betonte das erfreuliche Auiblillie» der jüdischen Ansiedelungen im heiligen Lande und führte aus. dass Palästina als einziges Land imstande sei. einer grossen Anzahl jüdischer Koloiiistcn eine Heimat und Existenz zu bieten. Auf eine aus der Versammlung an ihn gerichtete Anfrage gab der Redner ein anschauliches Bild von den Aufgaben des Palästinasyndikats und einen eingehenden Bericht über die Tätigkeit und über die trotz der ungenügcndcM Mittel bereits deutlich liervortretenden Erfolge des Bczaltl. Er empfahl dringend die Unter- Stützung dieses iiir die kulturelle Entwicklung Palästinas so ausserordentlich wichtigen Instituts, dem sein verdienstvoller Leiter, Prof. Boris Schatz, in der uneigennützigsten Weise vorstellt. Die überaus klaren und geistvollen Ansiiilirungen des Herrn Dr. Blue de;»achtel ersichtlich tiefen Eindruck und es ist zu lioficn. dass seine Anregungen auf fruchtbaren Boden gefallen sein werden. Hoffentlich wird cs Herrn Dr. ßtoede möglich sein, dein allseitig geäusserten Wunsche, vor seiner Abreise nach Palästina noch einmal in Stettin zu sprechen. Folge zu leisten. ' 1111 Interesse unserer Sache wäre dies sehr;tu wünschen. J. : Marburg, 10. März. Endlich ist es den Marburger Ziouislcu gelungen, auch hier eine Organisation ins Leben zu ruien. Am 1K Februar hielt Herr Dr. FrieUvm mn-Wiesbadcii. vor einem Zahlreich' erschienenen Publikum ein glänzendes Rcierat,dessen; Diskussion zeigte, wie reges Interesse die hiesige jüdische "^Bürgerschaft dem Zionismus cmgvgcuhriiigjt. Im Anschluss; ati den Vortrag wurde die Ortsgruppe (Marburger zionistische;yVieriiniguiig) •gegründet, der :11 »1; selben; U-aid ca. 3» Mitglieder lieitraten. Es sind bisher 3 Diskussi.iusalieude verau Staltet worden, welche eine lebhafte Beteiligung auch von Niehtmitgliederii der Ortsgruppe genmden ha! eil. Da liier in -״• *T״ | Ü V״ c*־» ' . ft.«* 4A # c :־ן! יד r״ a Uj I |; cv *%',* •foarbtirg; wie־W.dt?n'mcistcn ajifleriijp&tzen zionistischer Prn-i pagnnda'1 inimerfnn ^uch ein gh*sci־! Teil ־ der aemcinde lieiii'^‘ Zionismus, wluin auch nicht durelnvcK gegrjerisch, so alter* doch indifferent;gcgeiiübcrstehj, so;muss xi(.*!1 unsere näcf Aifctit auf eine eifrige und \(׳irksamc Agitation •in da Oeinclnde Mild auf die Festigung der zionistischen Ideen namc iulieh Ivci den Jüngere•; Mitgliedern der Ortsgruppe richten. In bezug anf das letztere haben dt־i ni$k11ssinns:1be1nk.• bereits erfretdiehe Resultate gezeitigt und .wir hoffen durch eine fleissige' Agitation das erreichte zu festigen and dem Zionismus in der hiesigen Gemeinde;noch eine grössere Zahl Anhänger mm: führen. Den ersten (provisorischen) Vorstand bilden die Herren Gcrson Isenbcrg. Hotelier. Isaak Roscnbuscli. stad, mcd.. Franz Katzenstein. Bankbeamter. Pinclias Paiil Löwen'- stei», Kaufmann und Julius Puradies. Bankbeamter. Adresse: Marburger zionistische Vereinigung, Hotel Iscnbers;. South Africän Zionist Federation Die zweite Jalireskwtferenz der südafrikanischen zionistisehen Federation wurde am 29. November v. J. in der Masmiic Hall in Joliannisburg in Gegenwart des Präsidenten des A.-K.. David WoIHsohn, Köln. und. zahlreicher Delegierter eröffnet. Die Konferenz war so gm besucht wie hoch nie eine׳ Zusammeiikiuu't von Vertretern der südafrikanischen zionistischeu Vereine. 03 Vereine waren durch!סי Delegierte ver-, treten. Den Vorsitz führte der Präsident der Federation. Herr S. Goldreich. In seiner Eröffnungsansprache gedachte Herr .Goldreicb der An Wesenheit des Präsidenten und des enthusiastischen Empfanges, der jlm! allerseits zuteil geworden. Juden und Nichtiudeu hätten sieh beeilt, dem Führer der zioiiistischai Bewegung iltic Sympathie zu!*.־zeugen.!;ml es sei nicht daran zu zweifeln, dass der Besuch Woift>o!ms iiir den Zionismus in Südafrika von entscheidender Bedeutung sein werde. Herr üohheich verbreitete sich hierauf über die Erfolge des Zionismus seit dem letzten Kongresse und verweilte mit besonderem Nachdrucke bei den zionistischerseits in Palästina unternommenen Arbeiten. Die reale Arbeit in Palästina sei die Seite des zionistischen Programms, die auch bei Nichtzionisteu Verständnis und die meiste Anerkennung finde. Die Arbeit in Südafrika selbst schreite sehr gut vorwürts. Ffir das kommende Jahr rechne man mit einer Zahl von 21)1100 Seliekelzalilcrie Die Einrichtung einer Filiale des Jewish Colonial Tr u st sei in die Wege geleitet. Inzwischen aber sei mit einem lokalen bedeutenden Bankinstitut eine Vereinbarung getroffen worden, wmiaeh dieses vorläufig als Agentur des J-C.T. in Siidat'rika fungiere. Der Einfluss der Zionisten in.Südafrika wachse vo» Tag zu Tag. Und ihre Meinung komme sehr in -Bc:r;teht iiiclit nur l>ei allen Dingen des jüdischen, sondern auch des a 11 g e m e i n - ין o I i t i s c I! c!! Lebens. Es sei Ehrenpflicht jedes Zionisten, bei den Wahlen zum Parlament darauf zu achten mul dahin zu wirken, dass antisemitische Kandidaten unter keinen Umständen gewählt würden. ..Ein Judcnliasser ist iuuiier moralisch und geistig ich wiederhole geistig — unfähig zur Gesetzgebung oder Regierung. Und wem! wir wollen, können wir Zionisten in solchen Fällen gewiss sehr viel misricliten.“ Nach der Rede des Vorsitzenden hielt Herr \\ olif.solui eine Ansprache, die mit ausserordentlichem Beifall aufgeuoniinen wurde. Zu Beginn seiner Rede erinnerte er an eine Unter- I1nlt»1!1g. die er mit einem der südafrikanischen Delegierten auf dem letzten Kongresse gehabt habt•. Als er damals Zw eifel geäussert habe, ob der Delegierte wirklich aus Siidat'rika gekommen sei und nach dem Grunde seines Zweifels gefragt werden sei. habe er geantwortet: ..Aus Afrika kommt hui Geld zu uns. aber Leute kommen nicht zu uns.־' Er freue sich, diese seine Meinung berichtigen zu können, 1nnsoni־>U!. als er während seines Anfem.'nltes in Südafrika die Erklimme gemacht habe, dass ein reger Besuch aus Südafrika dem Kon* giesse nur zum Vorteile gereichen könne. Die südafrikanischen Zionisten könnten in ihrer glänzenden Organisation und in ihrem regen Eifer für die heilige Sache der ganzen zionistischen Welt als Muster dargestellt werden. Den ersten Punkt der Beratung bildete die Er/iehnugsfrage. Es wurde eine Resolution angenommen, die besagt, dass cs fb'licht aller zionistischen Vereine des Landes sei. dahin zu wirken, dass ül>erall. wo es nur möglich sei. jüdische Schulen eingerichtet .würden., und dass in den zerstreut liegenden kUiuen Ortschaften und Farmen Vorsorge getroffen würde, dass auch dort jedes jüdische Kind in jüdischen Dingen 11 ntcrrichtet würde. Die Konferenz, empfahl zu diesem Zwecke das von D r. 1\J üriics. New York•,■ ausgearbeitete Kor r c - s poiidc t>/.-S v s tc in zum S c ib s 111111 c r r it 111. Eine rege Aussprache entspann sich über den nächsten Punkt der T־*eesordn1111g: die Frage der Juggiidvendoc. Es

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