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Jüdische Rundschau · 1907-03-15 · Heft 11 (15.3.1907) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 11 (15.3.1907)
Date
1907-03-15
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Zu ..Mamscil Nitouehc". : . ־ . ־ .Tut ins־?im ot ____ : t ' ' - Kleine Mitteilungen ' . München. Der Verein Jüdischer Studenten vollendete mit »einer Schlnsskneipe am 2b, Februar sein H. iwmotcr. Mit <ieuu<tu!m4 kann er auf seine Tätigkeit und $e»11C Erfolge in dieser verhältnismässig so kurzen Zeit blicken, mit freudigem Stolz auf die Steilung.weisen, die ei sich sowohl in der jüdischen liiirgerscha» wie in. der Studentenschaft zu dringen gewusst hat. Getreu de!» Anforderungen die der Bunde Jüdischer Korporationen (B.J.C•) au seinen Münchener Kaittllverein stellt, getreu den Zielen, die er sich seibM gesteckt, hat der Y.J.Sf. mit unermüdlichem Fiter dahin tcA.trcht. seine bewusst■nJischeu Tendenzen mich in nichtnkadenijsclien Kreisen >1; vcrhrcit.cn, den Kampf gegen die Assimilation. gegen den Indiiierentisniux, auch in die Bürgerscluu't liineinzii tragen. Der Erfolg iibertraf unsere kühnsten Erwartungen.. Wir butten die Freude, hei unseren Ycranst«!- Itnigcit am Schlnsse des Semesters stets viele Herren aus der Bürgerschaft in! sehen, die uns ihren, atiiriclvtigcn Dank in warmen Worten bekundeten und uns als äusseres Zeichen ihrer *Anerkennung drei kostbare studentisch«• Yollwichsc ■überreichten. Mit Ocuugnnmg bücken wir .auf die vergangenen Seiiicsterzurück. ’mit ireiidigcu Sehaiienseifer den koinnieiuien entgegen. , Auskuuiisstellc und . Briciahlage: Hciiry V1» n a , A Ft o u a < 1-11 e). G r. . B e r. g s t r. 147. ,. . .. . . Getaufter Jude. י; - . Der GENERALANZEIGER EUR DU; (1 HSAMTINTHRESSEN DFS JUDENTUMS bringt eine Korrespondenz über Prof. Jlcarg■ JeDinek. die rolgeitderuuisscti beginnt: ״Heidelberg. Zum Protektor der Universität Heidelberg für das mit dem I. April beginnende Studiem'alrr ist der Pro׳ fessor des Stecits- und Völkerrechts. Geh. Hofrat Dr: phil. et. jttr. Georg Jefllnek, gewählt * worden. Professor Jelljnek. ein Sohn des heka n t: t e tt Ta I m 11 d i st e 11 un d Kal'- b a I ä f o r s c ii e r s A d 1 ס f J. und älterer Bruder des l.iteraturhistdrikers Ma\ J. in Wien; ist 1851 in Lciu/ig geboren und trat nach Beendigtin״ seiner Universitätsstudicu 1 ־S“־t in den österreichischen' Verwaltungsdienst, aus dem er. nach einigen Jahren ausscbled. um sich der akademischen Laufbahn zu#u\v,enden.' Er hat'Uitkrte sich 1879 als! Privatdozent iisw .־' Soweit stiniint cs. dass Jellineks Vater der bekannte liberale Rabbiner in Wien w ar. G e o r g I e 11 i n e k selbst ist längst getauft. , Wien. Der ...indische Kolonisatüiusx erein" hielt am J. d. Mts. einen ausserordentlich zahlreich besuchten Vortragsabend ab. so dass zu der für den Beginn festgesetzten Stunde der Saal und die Galerien bereits überfüllt waren. Das Publikutn rekrutierte sich aus den besten Gesellschaftskreisen. Unter anderen waren der Präsident des Zionistischen Akthniskonntet Herr D. \V o I i I s o 11 n ans Köln und Vertreter vom Vorstände der Clcmeitide erschienen. Dieses lebhafte Interesse galt dem äuge kündigten Vortrage des bekannten NationaldKoin.mcn Dr. Franz Oupe n hc i 111 c r aus Berlin über das Thema:. Siedlungsgen««ssenscliattlicbc Kolonisaiüm in Palä&tiua. Der Vortragende verwies zuerst auf die Notwendig- Veit, den auswainJernJeii russischen und rumänischen Juden ein . Kolonisatioiisgebiet zu schaffen iuiü auf die Abspcmmgsinass- * regeln, welche Fugf «ud und Ainerikn• •gegeti die' östlichert i UN DSC HAU ^________No. U Broletarkrumsen treffen. . P a Iäsii 11 a erfülle durch seine BodcnßcMültoiig. seifte Bevölkcrtingsverhrdtnisse und durch seine koüimeizielle Lage, allein alle Vorbedingungen• ■für eine c r i<11 gr c »e li c Ansiedlung von Juden. Die Aiisiedlung ver- SDrvclre aber nur.־ auf . Grundlage der gem»ssensehaftlichcn Organisation und durch -Einführung von üenosscnschaftscigentum .dauernden Erüdg. Die Diirehführöiig dieser siedlungsgeunsscnschaftlichen KoHmisieruug in Palästina durch die Juden köiutc nicht nur zur Lösung der Judenfrage, sondern auchzur Entwirrung de ■allgemeinen sozialen Frage beitragen. Der mit stürmischem Beifall aiitgctmmttiene Vortrag schloss mit dem Appell, zur Zusammenarbeit aller mit jüdischer Emigration und Kolonisation sich befassenden Organisationen der Welt zwecks Dtirclbührutig eines grosseren Versuches in dieser Richtung. Namens des Präsidir.i'* des. ״Jüdischen KofouisatUrfisvcreius־* smach der!,räsidcü lierr K. K. Emirat Stias.vjj v dem Vortragenden den Dank ».*nd die •AnerkenmiiiÄ für die geistvollen Ausführungen aus. « ' «Maros Visärhely. Das hiesige Blatt FREIHEIT. Organ der Unabhängigkeits- und 48er l^rtci. bringt die Ausschreibt'iig eines Bürgermeisters betreffs Verpachtung des Orts- Wirtshauses, in der es heisst: ״Juden oder solche, die mit Juden in. Verbindung stehen, können an der Versteigerung nicht ■teilnclmien." Dieses offizielle AtissehrciUm ist recht 'bezeichnend' für das Land, in dem die .!!ulen ihr eigenes Selbst verleugnen, um in das «Magyareutnm atifziigeiien. das so ״frei s i n 11 i g‘־ und keines A 111 Ls e m i t i s in 11 s i ä I. I jr ist. ,leruMdcm, 17. l'ebr. 1'eiP Leiter des. Bc/aleliustituts Prof. B1»ris Senat/ war auf der Ausstellung in St. I.otiis v«>1! I*a4 die silberne und auf der in Lüttich von 1C05׳ die goldene VerdieiistmeJaille zuerkaiuu worden. Die Euren• /eichen wurden ihm hierher nacligescluckt. Dieselbe Auerkciiaung fand Prob Schatz schon irriber. auf der Pariser Aus- Stellung von I'#״״. Die jüdische Auswanderung iiinmit sehr grosse Piniensionen au: allein in New York wanüer.cti im Laufe des Januars bäfö Juden ein:, bierv« n waren!. 986י Männer. ii'fi-J Frauen und 1.6!י Kinder. ־ Auf die Eniigrntioiisiaudcr entfalle«: R u s s 1 a n d ■ 4^)2. ,Österreich ~ 695. Ungarn — 476. Rumänien 3<!9, Fjigland, 49 ־. Türkei ~ 21. Deiusclilaiul II. Frankreich — 3 Personen. ... Warschau. Das neue Gesetz über den sonntägigen Ladeusehlt.äs. das die orthodoxen Juden z.wingt. zwei Tage in der Woche ihre Läden geschlossen zu halten, hat unter den jüdischen Kauüeuten eine starke Erregmig hervorgernien. Fs wird beabsichtigt, eine Bescliwerdcschrift in dieser Sache an die Duma.zu richten. .Vfitzcu wird sie nichts. r --ודל.״.”״ ״ י־ b”! r״------. י, Briefkasten der Redabdion ' I ״ ׳ * ־ _ 1 ■■״ ״ ■״״■י׳ ״■׳■׳י1 ׳■׳ 1 *! ■rו ^■־. ״י .״ ■'■"י ־1־ 1 י־ ־ * *׳■-יי«» ~ ---- Meyer In H. Ihre vorige Karte kam. als die RUNDSCHAU tieaits ausgedruckt war. Infolge der grossen Aullage müssen wir frühzeitig mit dein Druck beginnen. Zionsgruss. Verschiedene Artikel und Korrespondenzen ,mussten auch diiMi.al,Raummangels Zurückbleiben., Wir bitten unsere Miturbeiter um ireundliclic Nachsicht. . Geschäftliche Mitteilungen hu Zentrum des geschäftlichen Lebens Berlins, in der Leipzigerstrasse, vermisste man bisher ein Spezialgeschäft für Südfrüchte und Konserven. Diesen iühlhnrcn Mangel hcscitigt ictzt die Firma M. Pincus die seit einiger Zeit in der Leipzh’Crstlasse 56 etablierte. Welche es sieh zur Aufgabe gemacht hat. iedem Wunsche des Publikums zu entsprechen. Trotz, bester Dualität sind die!,reise sehr niedrig, und da der Inhaber seit ca. 3«! Jahren ein Hngros- und Export-Geschäft in stiiicu Waren bt*«reibt, garantiert seine Erfahrung eine hohe Leistungsfähigkeit. Die Firma führt nicht nur Südirücluc und Konsorten und verdient die Beachtung־.'die Ein* heimische und Fremde ihr in so reichem Masse entgegenbringen. t ״*■r מי ■yyi'T

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