Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1907)
- Date
- 1907-03-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Jahrgang i ZSS&*1 ■vr. .Cm 'li f! «w ') ־ •/• '*i’ot u%j 4 r• r-sj 2: ••־*.*v ff jP* *ולי• i. Ui 1 ׳ * * •M. ISS 1׳ j 1 .. •״• - t *• *•גד 3׳ יי*- et ר: ■•”W -י,■ ,<־•- U ד* ־ 1 3,1-׳• vs ]44> j ן ->'* 1• ־•*׳*.'. •I > O B*i fl & I i § 'w i i ן %;i Westeuropa, Amerika ---.das* sind l'ilr.die Juden die ׳. .,.••*.•» .. ־, *״ .. י¬ LändtTr der. Freiheit, der" Gleichheit/'•di e.äL';ih der, .in . tlc«e»1' es Keine Judeniragc gibt‘,.voj^ denen die ge״; quälte» \lude» des 'Ostens; wie von'’ eine»» vird1scltc11 Pa-: ladiese triiuniciC deren Zustände.ilmVn a!$ dasÄ.Ideal er- . sdiüinen, dvssen_\fcr\> irkliclumg auch in jI1r,en (kbufts♦ j län|k:m~dvr Judeunot für immer ein .JbKlejnuichej».würde. .j -man näher zu,־ so •erkennt. .maii'/cTass hei .einer 1 ־' . w י I . . , . ,T »״• ' n. Wichtig tür, dieses, sind .dagegen' k die Vereinigten Staaten - von Nordderartigen Ih־nrteih1ug• der Verhältnisse # .ein giit Teil Selbsttäuschung niitniiterlauft.. Mail »uissN&cii zwischen; dem Gesetz und. den Sitten, zwischen_dcm .Papier und: ueni Leben umcrschcideu. ....־, ״.־ . .... •dyn: Lander»,; in denen ־die :jndÄ1Vv5|lberccl1- 1igiel,SfiIajsbüjser-_si1idn\vL\alle>andeKr!£'i•Ö^ieder der Nation^\ves < jlnnbens: sic and»• sei» •mö״en,-J1abe11 Italicfii־• die " Schweiz-, Spanien,* heute \v eni;r' Bv'd-ntun^ iiir ] das.( k sr: m ז ü ide 1 m 11 n I־*ra1»kreiel1.-Lmtland, :lttt׳»W*r׳Y*• .׳ #.« •* '?'?י'’׳IC ♦"׳'b ׳»ft1 •יי wilu*. ■ " *1:׳•,־jEä-.*• •c'״.ü ר.-ג; ,׳־*.י r.xt .״•,׳. י־.:ד» I» al!en djeseti.;Stauten: beM'.ln . die ijkidilieit-ovor dem Oesetzcjfiir’‘dfic.‘BekViiiicr.'tiHer. Reh’^rpnen.Vm'd zum teil auch für die Reiii<) 11s11>s.11 ׳.Thet>reuscli wird kein Uiiterscfiied zwischen, Juden ,und Nichrmdift ^eiiH^cht. Irgend eine* •Xenderutij{'!!er 'yenassHhu• •fKler•. (jesetze haben die Juden zur Hcssermi ihrer Stdluu)' nidit zu vcrlaiujcn. Dies sei ein für’alle Male festKestellt, damit es nicht bei jedem einzelnen Laude‘wiederholt werden müsse. Das theoretische Recht ist jedoch überall von der Praxis verschieden. Geheim oder offen herrscht überall tiii mehr oder minder grimmiger Antisemitismus, dessen geringster Grad Geringschätzung ist. der sich aber viellach bis zur tätigste» Todfeindschaft steigert und den Juden oft oder immer das Dasein vergällt, ungezählte Demütigungen bereitet und in allen Berufen das Portkommen erschwert. In der Schweiz suchen manche Kantone durch kleinliche. Verfügungen; die ihre Spitze oha» gegen die Juden richten, diesen so tinnngthiehin zu. \v erden, wie es die'freisinnige Verfassung eben gestattet.. .Basel hat imter־xlem Vorwaude'.dcs Tierschutzes die rituelle Tiituiig des Schlachtviehs verbot.11 und dadurch die gesetZcstretieir Jüdischen ׳Bewohner iks•Ka.-5.Ujms *gtzw uh-! e %' ־ י t -4' •gn *gen?'ihr Pl.'isebiüih erheidiciien. Ki»steu und Schv,k’ri1 ke»4׳n' ,ätts־<ilem JlJsasV‘־'h'der' B<׳k1cTi /־_• /יןbvz‘kT1e*n;f ״ Kantone Luzern, St. Gallen." Und X.iirich erteikn nissiselien Juden kein’ Hatisicrerpatent und begründen'diese fr-emdcnfcindliehc Massregel mit der ,.ZudriiiKlichkeit'* dieser AusiäiKlerf^wdtlie die l‘»oheimisi.he tBevölkerung ungebührlich ״belästige." An den Hoclischulen ist unter den Schweizer M<»c1?r-n׳»eü§e* Belegung* nn Gange, die ‘den Fremden, d. 11. russischen Juden, das Studium an diesen Anstalten erschweren oder unmöglich mache» soll und die von den UniversitätsbcJוörd:•n mindestens hiebt entmutigt wird. 111־ vielen Gasthufcn und Familienpensioneii tritt ein - mitunter roher Antisemitismus nnverhührzutage, doch sind dafür .w1!0׳l eher die reich:•- deutsche Oastkündslftaft als die Schweizer Besitzer und ihre Angi-steiken verantwortlich zu.machen, f. -י i In Italien haben die Juden aus^beüiend.am,;jyetiigsteil zu klagen. Allerdings ist ihre Assimilation., die. sich »: :IiäuHgUb Mischdten* und p:ocrtr.‘!!'־’u dusifr\!ekt*-'so־ . weit vorgeschritten, iläss'dic Auflösung des ,italienische» i 'Jndcntunis •tVotz* seiner ruhmreichen־־ Geschil’li'te׳ unah- י \vendbarf und »alii scheinf.'wemf IhnVhicht "frist:h*es Diut ' uikI ne»e‘־GesiniJ111fgt1f •zugemiiri'lwerden. S’tHid• doch; erinnern selbst in Itaiien^kjcinere upd •grössere Zwischeniäfh> die Juden"• jtnmer wieder daran, dass sie von. ihren * M^b:irg:r1V'tlOcIt *Incht ״als ",C'dllV^CrlTg׳^ 'anCrkännt sind. *, Der gewesene' Minister I.uzzattr sollte 'für seine Vor- •י dienste um die Zinsherabsctztmg der itaüenisehen Rente den Dank dzs Königs -tmd Staates in Form einer hollen Auszeichnung empfangen. Es ist nicht zweifelhaft, dass jeder andere - latliener in diesem Falle de» vorn.hmsten Orden Italiens, den Annunziatcuordeii, erhalten hätte. Luzzaui bekam ihn nicht, denn ein Jude kann nicht ״Vetter des Königs" werd.il und seinen Glauben an die heilige Jungfrau bekennen, wie es die Ordeussatzungen vurschreiben. Bei Stadtveinrdnc-ten- und selbst Abgeord- 11etcnwahh.il ist es in den letzten Jahren * in Arkona. Turin und anderwärts wiederholt vorgekommeu, dass jüdische Bewerber mit amisenünseben Redeitsarten in Maueransclilägen, Flugblätter•», ZeittuigsaHf- Sätzen und Vulksverstimmhingsreden b,kä:apit wurde»». In einer obcritalicnKchcn Stadt musste gegen den Lehrkürper einer öiiVntlichcn Schule, der sogar die Blutlcselmldigung gegen die Jude» erhob; heliöidlich eingeschritte!» werden und Ende August 1900 hatte Guid:» Trevus, rin F11ln־l des bekannten gn ssei: Mailäuder־ Ver. ייי%־״*יי^ TXVT PP* \ י"*יו?י