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Jüdische Rundschau · 1907-03-08 · Heft 10 (8.3.1907) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1907)
Issue
Heft 10 (8.3.1907)
Date
1907-03-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite Kß JÜDISCHE RUNDSCHAU No. KJ .Üfcrt Wahllisten stehen, aufgcschicbtet liegen. So »st die Vor- Schrift. . .!*raucht eitle Partei nur ihre!» Mitgliedern die Verwendung '<fci»peite*. .Stimmzettel vorzu schreib c1t. uni .eine •וח*י ireHlicluY untriiRliche Kontrolle zu I13bc*n..;Ändert'züderrt garnichts an tlen;Chancen jener Partei.Deim. sägte der Oherrat. sind .zwei Kleicf1Jauten.de Zettel .Vorhanden. daun «ilf einer: rnyüiltit: ist der ganze Wahlvorsehhis: nur. wenn zwei verschiedenc Zettel‘ abgegeben werden. ♦ * Aber trotz allem und allem! Ist auch der Zeitpunkt, an .dem dieser pberr.'itlichc Entwarf erscheint, ׳zumindest auffällig .gewählt .und. mftsste der Entwurf auch abgetehnt werden, da der •Gefahren zu viele siud. die er in siel» birgt: immer noclt diime man die Ihmki .fides des Oberrats. ein praktisches tmd Stcrecbtes •Wahlgesetz nicht anzweifein. Aber es kommt noch etwas sehr ^ehliufmes: Der Vorsielfe.r, iles iDiagogenrats. der der Wahlkommisxar »st. der e.emuefl selbst . Oberrat ist,. ,in. jedem Palle eine Behörde. Die Behörde kat.'exocheii. isi berechtigt, die Wahlvorsc'ldäge bc.m Wühler a.b.'li o I e 11 zu lassen. B e r c c h t i g t. nicht aKr v e r pl I »c I» t e t! Wie das? Auch nur. um den l»e־ 1#ue»1>e1», Herren. \\ ählent das \\;;|׳k־n zu erleichtern? W ird yuiVli.cl• der SVnagugenra! diese .Erleichterung andern zugute kr.nunen J:\sse11. als jenen, die ihm genehmsind (!der v< :1 denen er annimuif, dass sie sieh!!».einer Art AbhäiigigiCeitswrhaaiiis zo ihm'ieiWilon? Da gehurte denn ü׳>c1!.mehr Kourugc dazu. aLs sie diese ängstlichen Leute 'besitzen, um den ״falschen*‘ W ahlvorschlae samt ihre t t nterschrift mit uneben. :.*'Da schaut dejm doch der Pferdetuss aft/.trdciidieh heraus! Die‘Behörde schickt den •JV»lizcidie:ie־f־ und lasst die Stinnnzette! eiukassieren! ' . ist je etwas Ärgeres an WahSbeein.tlussunn'• .erfunden wurdet!?; - Ausserdem: All die Angestellte», deren Prinzipale das Wahigesehäi't überwache!» können, aü die Abhängigen. •um die sich' irgend ein "Gewaltige־• bemiilu: hier ein gedruckter!ei; i■ s Kuw.rt. de,; \..n־e» drauf und her damit! <khört walirlicii . nicht viel (ieschicKüchkeit dazu, iür dieses ,.cor'riger la fortuiic". Indes: Eine neue, prächtige Wahlparole zur nächsten SyiiodalwaM! Gefährdung des Wahirechts! Wenn das nicht zieht! Ja nrosf Mnfil/c-it. Da war.' .dem» doch der Oberrat und seine-Vorsicht unterschätzt. , . ״■• , Im Juli erst finden die Neuwahlen statt.. Damit erst geht die Legislaturperiode der bisherigen Synode zu Pude, jener, — wie der Oberrat klagt. unter so geringer Beteiligung gewählten. iMac sie unter einer eigenen Art von Glotmle zu Km־■• sie noch soll das neue Gesetz besdilicise’n! Ohne die Wähler auch nur zu. betragen. soll das Wahlgesetz geändert werdeu. Der Oberrat ruft die alte Synode »oclmials auf den 18. März zu einer ausserordentlichen Tagung zusauimcii, um seinen Entwurf bcschüesscti zu lassen. Die breitere öeffnthehkeit erfährt’s fiberhaupt eben erst auf Umwegen! . *. Nein, nein und abermals »»ein! So etwas darf nicht - gcsclichcn! Die Röte der Scham muss allen ins Gesicht steifen darüber, dass man uns so etwas nur .zumute!) konnte.' Und nimmerrtfehr wollen-wir Klauben, dass'selbst diese geltorsajne Synode hier Üetolgschaft leistet. Aber, dass man's ihnen nur ZMrrtcic! lud i.ocii im freificitl-:, r» Baden. Mm ,sollte es verschweiKcn. dass so etwas geschehen konnte. wenn nicht das Minimum an politischer Kinsicht verpflichtete, sich hier UH wehren mit allen Kräften. Und da ist eine Klucftt in die .Öffentlichkeit der cinzigcWeg. , z׳ Ben Ami, L L Rundschau 4־ Juden in Amerika Beilln. 11! eitlen! kleinen Kreise, der auf .private KUiUuluug hin ZiisjHmicugeti'ctcu war, sprach Montag Abend Herr D r. 5> c 11 e n! a r j a Lew i n iilier die Bedeutung der. ainerikar;i«chcu luden ׳Mir den Zionismus. Seine Ausführungen. die mit seltener Leehnuigkeu vorefctrageii-'xuirJvii. enthicueu ungefähr folgendes: ־; . ' lu.’:ie'-tiiciier Bv/icl|tm4; biete AmcrikoAhii Juden,!jiv dorthin aus-iew ändert .wären, ein •angenehmes H» i!n!i!land. fu ökonomischer ilezieinitiK biete Amerika den־ NvimuKön:»!- linken die K־sien Aussicliten: im Jalire l!mn seien'3וי׳״!׳י Juden neu tineewandert und mir wenige Hundert Kcriickeeschickt worden. D!o -Ln.£e der urme»» Juden in Amerika sei i•! ■1;er mell i•‘. deute!•.{ I\s>1r als de der;11 RttSs'.aiiJ < -vi K•!.. .־.a!1. N»׳»:.die Schwaeheu. Frai.eu und r׳reisc b!e׳hen /׳״iick, •J;c Ktirkcp ui• I ,c!:. .Im!״c!i w auderiott!!!>• Ui re. Kr .u ti: J ilire Arbeit böten den Veieinictt u Staaten eine <je'4euieiM1!״K. Auch die bürgerliche ^tüi'inc der Jud׳•!! sei dort eine bei weitem eüiistccere als irctndw<־׳. da die zweite Ocneratioi» s״Weit c» . seien. i t 1 s c h c!1 lv' C'U u! ipso uatii!alisiert sei. \i!•; t sie in der Dinyaora Je־! Jude.! iibv!־ha»:!u zncän hütteu sic erianct. Nu•־!a einer •Bezieimut; seien die 1׳:!erikanischen luden, die Alteir.tcesesseiret» e' tnv> v. ie die Neu.!!!־ köimnlinae, scliünnner d-aran ais in ir־.׳.e1:.’ einem andern Laude, u. z.W. in ftc $'e II s e 11.1 f 11 i c h e r Beziehung. Hier bestehe eine liefe, ihancinna! noch vollkommen unübcrbnickte Kluft zwischen Juden und Christen.‘ Dieser ״Antisemitismus Her Tat sch'iesst die Arbeiter aus dem Beriebe der meisten Kabriken•'•! und'die Reichen aus ganzen ,Stad.tvieneln und vornelnnen Hotels aus. ’; . . .• . . . Deshalb.''Weil die Juden in Amerika in Freiheit erzogen Seien, Inbcn.sie ein Verständnis fiir fr.eihcitJidie Bewccuncen. Dazu kommt, dass 111a!» den dortigen Juden sagen kann: Der ־ / ion'snnis. kann euch doch gar keäie Angst, einjaire-o. dein! eure Gieiehbcrcciifigung wird durch ihn nicht geschädigt. Denn der De»ts.;!!V h;׳t doch, was der Jude will ur-J ist trotzdem ein guter Amerikaner. Hin (iegensatz zwischen Staatsbürger- ,tum tmd Zionismus existiere daher drüben nicht, denn cs gäbe noch keine r-berrschem!f. Nation. Aber es wird eine solche ״Rschsch'5') ־... . Das neiin’• ich öin Kuuststfick!“ Kabul dfe Juden 'mit der Zunge schnalzend ihrer Bewiu.dcrung Ausdruck ״Hort nur weiter; ich bin noch fange nicht fertig, ihr \vc־rd;*t nocli mehr stannen . . . ‘ ^. .? <?-,%Was,.,noch h1chr?f‘ ׳ י ״ ״'■'Preilich. Die Pa ns haben nicht allein einen Wald gemacht/ sondert!sie machten auch Hasen und Hirsche timf isiiue und fuchse und iftirci: und ...*־• v . . ' ',;Nu. Henecli, da lügst du schon!“ / . ״feil solf gleich auf der Stelle hie! liegen blcibem wenn ich lüge. Der Heuluke hat es mir gesagt. Er sagt,* das$, seitdem die Paus sich entschlossen haben, unserem Pan einen Wald zu schenken, sie auch angefangeu. haben, allerhand Wild in Käfigen zu synmielii. Diese Tiere wurden nun ’auch hergebracht und heui morgen in den Wald gewissen. Und jetzt bexva’ehen Heidukcn und Bauern den Wald, dass das Wild nicht davotiläuft.. Und .morgen werden sntntliche Puns' una unser erla'tichter Herr selbst aut die Jagd gehen mit ihren Flinten und ihren Hunden — jawohl“ . machen **) Ausfüf der Bewunderung, bei 'den polnischen Juden. .־׳׳•׳/זי:::;^ <׳..,<׳ ־• ׳*;;; : , * «• * * •״; ״Ei, ci, et! Was die'Paris nicht alles können! Miti wahres Wunder, nichts anders!" ״Was, nie Paris? Die t.eibeigeneu sind es. die alles machen,“ bemerkte der Rabbi trocken. ״Und haben unsere• Vorfahren in Aeg.» pte rs Skhivenioeh ,nicht ganze; Städte* זLit itfrenTläuden geliaut?“ ‘ :;■!Mi: diesen Worten• nickte der Rabbi seiner Umgebung griixscnd zu und ging nach der Richtung, wo seine rtütie lag. * .״ , ,AVohin...Rabbi?“ versuchten einige ihn zurückzuhaltcr!.- <־ ״Nach Hause, meine Brüder: dort erwartet mich wohl schon «nein verw ohntes Enkelkind mH der grössten Ungeduld. Gott mit euch!“ . ״Wie er seine Enkelin liebt!“ . ״Gewiss. Er ist ja so gut- und fromm. Gebe ihm Gott langes Leben. Das äst ein Rabbiner, wie er sein soll; den letzten Bissen Brot gibt er den Armen." ' ״Ja, er Hebt seine Enkelin über alle Massen. Wunder? Ist ihm doch von seinem.Splute und Familie aur sic allein übrig geblieben.“ . ״Wie geschickt und flink sie ist!“ ״Ja, ein liebes, prächtiges Kindl“. .V Was dessen I

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