Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 8 (22.2.1907)
- Date
- 1907-02-22
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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JjJDISCHE RUNDSCHAU Mo. 8 Seit® 51 Golusblüte D«r AERZTLICHE CENTRALANZEIGER J*. 1907, No. 7. StR• 103 bringt folgendes Inserat: A«fUI«n1ant1 iva*g»fl1eh, zu Anfang Mirr, spätestes zu Anfang April, für Grossstadt Mitteldeutsch- < lands von Ur»*UU«ct1tm Arzte gesucht Radf ah rer bevorzugt Gehalt 200 Mk. monatlich, völlig freie Station und Wäsche. Vielseitige Praxis, reichlich Gelegenheit zur AusbUdung ״ in Chirurgie u. Gynäkologie. Verpflichtung ־ - auf I Jahr. 4 Wochen Urlaub. Nur Stadtpraxis. Off. unt F. E. ZS44 an die Exp• d, A. C.-A. Welche Art von Achtung der ,.Israelitische Arzt“ in diesem iMSirat zum Besten gibt, wird ihm sicher nicht bewusst sein. Di• Achtung jedes andern vor dem Inserenten ist um kein Haar grösser. U; —- ... tEÜ Sprechsaal 1—£ Für die Mitteilungen an dieser Stelle übernimmt die Redaktion nu'die pressgesetzliche Verantwortlichkeit Regensbnrg, 15. Januar 1907. Geehrte Redaktion! Diejeuigen politischen und jüdischen Blätter, welche die die Sabhath- und Sonntagsruhe betr. M i n i s t e r i a 1 c n t - Schliessung des K. Bayer. Staatsministcriuns aus 1er DEUTSCHEN ISRAELITISCHEN ZEH UNO (״Laubhütte“) ohne Quellenangabe nachgedruckt haben, verwechselten das Datum der No. 4 der DEUTSCHEN ISRAELITISCHEN ZEITUNG (31. Januar) mit dem Da tum der Ertschliessung. Letzteres ist richtig von der DEUTSCHEN ISRAELITISCHEN ZEITUNG mit dem 14. Dezember 1506 angegeben. Das ist wichtig für die. welche sich darauf berufen wollen. DEUTSCHE ISRAELITISCHE ZEITUNG. Kleine Mitteilungen Berlin. Die satzungsmässige Hauptversammlung des Xerbandes der Deutschen Juden hat in d:esem Herbst stattzufinden. Es ist beschlossen, als Ort der Zusammenkunft Frankfurt a. M. und als Tag Sonntag, den 6. Oktober 1507, zu wählen._ prCJarVA*?.*.■י ”*יייי *—י — —י®׳**־ .•';.־ Berlin. Im Jüdischen Mädchcnstift, Berlin, Lothringerstrase 16. welches unbemittelten Mädchen in einem besonderen Heim unentgeltlichen Unterhalt und Ausbildung für die Dienstbotenberuf gewährt, werden zum 1. April einige Stellen neu besetzt. Anmeldungen sind an den Vorsitzenden D r. S t re- 111 z, Schönhauser Allee 162, zu richten. Köln a. Rh. In der hiesigen jüdischen Gemeinde, der viertgrössten der preuss*schen Monarchie, gab cs während des abgelaufenen Jahres nur Stoff für eine einzige öffentliche Repräsentantenvcrsammlung. Das ist unbedingt ein Rekord, den die jüdische Gemeinde der rheinischen Metropole sämtlichen jüdischen Gross- und Kle'mgemeindcn Deutschlands voraus hat. So sehen die Folgen des elenden Wahlsystems aus, das die reaktfonären Leiter der Kölner jüdischen Gemeinde allen demokratischen Forderungen zum Trotz aufrecht erhalten. Thorn. Die Verwaltung der Auswandcrer-Kontrollstatlon der Hamburg'-Amerlkalln'e in Ottiotsch;en. die lange Jahre hindurch Herr J. S. Caro hierselbst führte, ist zum 1. Februar d. J. dem Verwalter der Kontrollstation Posen, Herrn F.lsner, übertragen worden. •*> Die Versteigerung einer Synagoge findet, wie die POSENER ZEITUNG berichtet, in den nächsten Tagen in Sandberg fiel Gostyn statt, weil aus dem kleinen Neste alle jüdischen Einwohner ausgewandert sind. Im Volksmunde wurde Sandberg früher wegen der grossen Anzahl der dort wohnenden Juden die ״Judcnburg“ genannt. Das Gotteshaus will ein Pole käuflich erstehen. Wien. Die bereits seit längerer Zeit geplante Errichtung־ eines jüdischen Pflegerinnenlieiines wird demnächst zur Ausführung gelangen. Ein neu zu gründender Verein soll die Verwaltung dieses Heimes, sowie die Geldbeschaffung übernehmen, wobei von Seiten der Wiener israelitischen Kultusgemeinde eine Subvention zu erwarten steht- Die unter Aufsicht einer bereits engagierten Oberin stehenden Schülerinnen werden im Spital der israelitischen Kuftusgememdo ihren Unterricht erhalten und nach erlangter Ausbildung in diesem Spitalc und in der Privatpfege ihre Tatfgkeit finden. Kopenhagen. 21. Januar. Am 19. Januar waren es 250 Jahre, seitden Juden von König Frederik III. das freie Wohnrecht in Dänemark zugestanden wirdc. Fredcrik III. stand in Verbindung mit einem aus Holla!d. stammenden jüdischen Kaufmann namens Gabriel Gomcz, der den König veranlasste, das bis dahin den Juden den Aufenthalt in Dänemark verbietende Gesetz aufzuheben: eine, wietcre Anordnung Fredriks verlieh ihnen die Befugnis unbeschränkt Handel zu treiben. In der Folge haben dann die Juden in Dänemark eino Heimat gefunden, wie sie gleich sicher und friedlich ihnen wohl kaum in einem anderen Lande bcschieden war. Der Gedenktag wurde am vergangenen Sabbat in der Sjmagogo feierlich begangen. SCHI.EMIEL. Zum Purimfeste erscheint eine Sonderausgabe des SCHLEMIEL. auf die wir unsere Leser aufs angelegentlichste htnwclsen. Die Nummer Ist zum Preise von nur 30 Pfennigen durch die Expedition der JUEDISCHEN RUNDSCHAU. Berlin N 51, Auguststrasse 49 a und durch die Buchhandlung von Louis Lamm. Berlin, zu beziehen. Bei Abnahme einer grösseren Anzahl wird angemessener Rabatt gegeben. Bel 10 Nummern 25 Pfennig, Ortsgruppen bei 100 Exemplaren fe 15 Pfennig. Es Ist In hohem Masse z» wünschen, dass diese SCHLEMIEL- Nummer in recht weite Kreise kommt. Persönliches Unser Gesinnungsfreund Rechtsanwalt Dr. PobrzynMri hat sich in Reuthen O.-S. niedergelassen. Bureau: Beuthen O.-S., BahnhoiV.-asse?. Fernsprecher 1351. 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