Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 3 (18.1.1907)
- Date
- 1907-01-18
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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ו Seite 1« JÜDISCHE ander und forderte schliesslich die Versammlung zur Zahlung dieser Beiträge auf. Hierauf trug Herr Fritz Richaid, Regisseur am Deutschen Theater in Berlin, verschiedenes aus drjtmg-jtidischen Literatur vor. Es war ein. hoher Genuss dem Rezitator zu lauschen, der sich nicht nur in Werken wi« ״Das grosse Wecken“ von Israel Auerbach und ״Abarbaue!“ von Alfred Nossig glänzend bewährte, sondern auch als Vorleser, unter anderem den heissenden Spott einer Satire wie ״R e b I s r a e l I s s e r l h e i nt e r*' von F u c h s in meisterhafter Weise wiederzugeben verstand. — In den Pausen wurden die Beiträge eitrigst einkassiert. ' München. Wir haben bereits davon berichtet, dass die hiesige Ortsgruppe in diesem Winter einen Zyklus von Vorträgen veranstaltet, die das Gesamtgebiet des Ziomsmus in knappen Zügen vorführen sollen. Die Reihe umfasst vier Vorträge: 1. Das Aufleben des nationali&dischen Gedankens in Deutschland seit dem Zeitalter der Emanzipation. 2. Die Ausgestaitung der national-jüdischen Idee zum Zionismus. dessen Werden und Wachsen. 3. Die ideellen Probleme der zionistisehen Lösung «Jer Indoof*4 .*•£«׳־. Die praktische Methodik der zionistischn Arbeit — Am 7. Januar hat der Vortrag des Herrn Rechtspraktikanten Eugen Mayer den Zyklus eröffnet. Der Referent schilderte von der Zeit Mendelsohns ausgehend, die Bemühungen um die Besserung der Judenlage mit ihrem schliessliehen äusseren Abschluss in der vollen Emanzipation. Dann deren Folgen, die bewusste Entnationalisierung der Juden und ihr allmählich immer deutlicher zutage tretendes Fiasko. Denn die Juden waren aus einem Prinzip heraus nicht dem Volksgefühl gemäss emanzipiert worden. Der allenthalben neu erwachende Nationalismus licss das bald klar werden, und damit mussten jene wcltbiirgcrlichen Ideen, die begreiflicherweise warme Vertreter gerade unter den eben befreiten Juden geiunden hatten, ihre praktische Berechtigung eiubüssen. Die reine Scheidung der Kulturen ist das Problem des XX. Jahrhunderts. — An die Ausführungen des Referenten knüpfte sich eine recht angeregte Diskussion, die besonders die Bedeutung der Emanzipation für das. Auftcbcn des national-jüdischen Gedankens behandelte. Lübeck. Da die rechtzeitig angesetzte Makkabäerfeier unglücklicher Zwischenfälle wegen im letzten Augenblicke hatte abgesagt werden müssen, httte die Ortsgruppe zum Ersatz dafür die hiesige Gemeinde zu einer ״Schekelfeier*' am 13. d. Mts. geladen. Sc. Fhrw. Herr Rabbiner Dr. Daiches (Sunderland) hatte in dankenswerter Weise seine Rückreise nach England verschoben, um hier mit einem von Begeisterung getragenen, lekfenscftaftfichen Vorfrag über: ..Der Zionismus als Mittel zur Hebung des Judentums“ den Festabend einzuleiten. Nicht min 15־״־-׳ starken Beifall als der Redner erntete das Mitglied unserer Ortsgruppe Herr Rechtsanwalt Jakobsohn mit seiner hekaimt vorzüglichen Rezitation jungjiidischcr Gedichte, und Herr Opernsänger Rciss vom hiesigen Theater mit seinen mit echt jüdischem Empfinden prächtig vorgetragenen Liedern aus jüdischen Operetten. Alle drei Herren hatten sich in Hebenswürdigster Weise aus eigenem Antrieb״ der Ortsgruppe zur Verfügung gestellt. Nach den künstlerischen Darbietungen entwickelte sich im Eestsaa! cif! solch heiteres und fröhliches Leben, dass den meisten Anwesenden die Zeit viel zu schnell verflossen war. obgleich man bis zum frühen Morgen getanzt hatte. r. Tcnlltz. Der Verein Zion versendet hier das folgende Rundschreiben: Jüdischer Volks»«rein ..Zion“ TeoiUz-Schönau. Der Zionismus erstrebt für das Iffdische Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten P. T. Heimstätte in Palästina. Dvr neueewählte Vorstand der israelitischen Kultusgcmeinde Tenlitz hat seine Tätigkeit damit begonnen. Spenden Üir den Jüdisch״« Volksveroin ..Zion“ bei Vorlesung der Thora fortan nicht mehr zuzulasscn. Wir stellen infolgedessen an unsere geehrten Freunde und Oesinnnnescennsscn. an sämtliche geehrten Mitglieder des Volksvereines Zicn und an alK die ein Empfinden für die Gesatntbdt des Judentums haben, die ganz ergebene Bitte, bei freudigen Anlässen. Barmizwah. Verlobungen. Hochzeiten, Genesung von Krankheiten, ferner bei .fahrzelten oder sonstigen TamWen-F.rclgntssen den Volksvcrein Zion mit Spenden zu bedenken. Jede, seihst die kleinste Spende für die Sache unseres Volkes wird dankesfd rntgcgcngenommen! Hochachtungsvoll für den Jüdischen Volksvercin ״Zion“ Ludwig Steiner. Es wird gebeten, gütige Spenden in das vom Vereiitsdiencr vorzulegende Spendenbuch freundtichst einzutrageu. No. 3 1 I Wle5. Die jüdisch-akademische Verbindung ״Ivrla“ in Wien gibt im Laufe des Monats März ein zionistisches Agitatiorsbuch heraus, dessen Reinertrag dem HerzJdenkmal der zionistischen Studentenschaft Oesterreichs in Mo za gewidmet ist. Es wird Beiträge enthalten von Mathias A c h e r. Dr. Martin B u b e r. Dr. Bruno B l a u . A. C 0 r a l - n i k , Dr. Hugo Deutsch. Dr. Adolf Friedemann. Ing. Emil Fried. Prof. Richard G 011 h e i l. Dr. Bcrthotd Ha h n . Dr. Hillel J of f e. S. Kaplan-Kaplanski, Dr. Artur Mahler. Dr. Max Nor dau. Prof. Boris Schatz. Dr. Isidor Schatz. Heinrich V’ork-Steiner. David Trictsch. Julius Uprimny. Prof. Dr. Warburg. Dr. Paul Weis e n g r ü n. Die Herausgeber wollen durch die Schaffung eines Agitationsbuches von. d?.uernden1 Wert einem zweifellos vorkä./’encn Brdiirfnisse entsprechen und zugleich den Plan des studentischen Hcrzldenkmals ln Palästina moralisch und materiell fördern. Nationalfond Sammlung•» tfir <n Nttionalfood und ander« slonfitlich« Zweck« »In4 auiichUttilich iu itnlcn mim S«J1ttxcndiUrd•■ Zcntralkureaui, Herrn Max WtlliUlaer, CctUa HW.!!, ■ —.-1■ ..«■■■■■.—■■■■ Holsteiner Ufer 10. «■■■—■ 1 t■■■»——■» B. F., Köln, dankt Frl. Bertha Rundschau, Berlin, für eine Gefälligkeit . 0,50 Mk. Ruth W., Berlin, dankt Tante Bertha M., Berlin, für das schöne Märchenbuch . 0,50 , Ikenberg, Dresden, gratuliert dem jungen Paare Kassel-Steinitz, Ratibor, zur Vermahlung 0,50 , Die Zionistische Ortsgruppe Kattowitz, gratuliert Ludwig Kornbium zur Verlobung . 0,50 . Siegmund Rappaport, Kattowitz, aus derselben Veranlassung. 0,50 a Derselbe gratuliert Frl. Lotti Wiener, sur Hocnzeit 0,50 . Die Zionistische Ortsgruppe Kattowitz aus der• selben Veranlassung. 0,50 . Hugo Nothmann, Kattowitz, Finderlohn an S. R. 0,80 Lucien Dreyfuss, Benfeld (Eis) anstatt Telegramm zur Hochzeit des Rabbiners Guggenbefm. . . 050 . Leon Friedm&an, Juwelen, Nürnberg: Rabatt beim Verkauf von Juwelier an Müllner, Nürnberg . 2,— , Selbstbesteuerung von Mitgliedern der Zionistischen Ortsgruppe in Heidelberg.. . . 20,*— a Büchsenleerung in Murowana-Goslin (Posen): M. Chaym 4,70, H. Giballe 2,14, L. Flanter 1,80, J. Lublneki 1,05, J. Pommer 2,50, Kantor l mb er 3,40, S. Abraham 0,55 Summa 16,14 Mk. ab Porto 0,30 ,_ ״ 15,84 Edith Böhm, Ratibor. 0,50 Luoie Schmuckler, Köln, gratuliert Samuel Goldreich, Köln, zur Verlobung. 0,50 י Elsa Gumperz, Hiliesheim, dankt Frl. Aenne Berliner, Hannover, für erwiesene Gastfreund* sebaft und grösst. 2,— a Anlässlich der Hochzeit Sommerfeld, Chemnitz, mit Frl. Hel. B i c k aus Grätz gesammelt durch Hugo L'ppmann, Berlin.26,— a Aus der Nationalfondbüchse von M. A. Schau di* n i s c h k y, Eydtkuhneo.20,— Rabbiner Dr. Emil Levy, Berlin, gratuliert zui Ver* lobung Iwan Salomon - van üleef . . . . 1,— a Derselbe, Reügcld für unliebsam* Verspätung . . 1,— ״ Aus der Nationalfondbüchse von Frl. Staub . , . 1,23 , Frau Mühsam, Breslau, aus Anlass des Todestages ihrer Schwester Frau 3ertha Ehrlich . . . . 3,-• a Rosenbaum, Berlin, gratuliert Elsenstadt zur' Verlobung. 0,50 ״ Derselbe für ein Nachtasyl bei J. Gold Schmidt 0,50 a Arno Wagner, Berlin, dankt soinem Freunde Eugen Kisch. 0,50 , N. א., Berlin. 2,20 י Sarmnolbogen Nr. 7: ReohtsanwaR und Notar Schachtel II, Berlin O., Frankfurter Alle 183 . . . 10,— a Sammelbogen Nr. 4: Benno Sieburtb, Wreschen . II,— ״ Sammelbogen Nr. 5: Frl. Gertrud H •p n e r, Krotoachin^,!27,10 , /. H. Wagner und Frau, Berlin, wünschen Dr. Elias Auarbath viel Giäck au aeiaer Ntederiasauag als Arzt ... Frl. cand. mod. Rosa Landshuth, Braslau, aus Anlass der Niederlasracg ihres Bräutigams . . . Gesammelt auf dem letzten תורה *Ball der ,״GeseRigan-Vereiniguog" Mem'roingez Jn Allgäu . , 0,50 . ־־־,10 , -,26 RUNDSCHAU