Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1907)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1907)
- Date
- 1907-01-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Abonnementspreis llnsctiUesstlch LITF.RATURBLATT vl»r1«ljlhrlieh•. 1. durch dl« Eipeditl•«: ■) In Berlin —,90 Mark, bJ nach ausvrlrtt I,— Mark, c) für das Ausland 1,50 Mark. 8. Im Port1bonnen!ent: 1,25 Mark. Insertionspreis die viergespaltene Petit-Zelle oder deren Raum 25 Pfennig. Allgemeine Jüdische Zeitung. Redaktion: BERLIN NW. 52, Melanchthonstrasse 4. Telephon: II. 3387. Expedition und Adresse für Geldsendungen und Bestellungen: Variag Jüdisch• Rundtchaa, E. 0. m. b. H. Berlin N; 54, Auguttetr. 40a. OescbiJtsctuod.a dar Erpadltlra tlglich (ausserSabbit undSonntag) vormittags 10—I, nachmittags 3 7 Uhr. Alle Rechte Vorbehalten. Abdruck aus de! JUEDISCHEN RUNDSCHAU nur bei voller Quellenangabe gestattet. Nummer 1 .7r.wrr s^-js U׳-* «JE.■ _ I i'^l" üf 1J.. SLLMHÜLBE"HBBUUU. U S Berlin, 2A. Tebeth 5667 - 6.Januar 1907 Xll. Jahrgang An unsere Freunde Mit der vorliegenden Nummer beginnt ein neuer Jahrgang der JUEDISCHEN RUND- SCHAU. Wir sprechen bei diesem Anlass den Wunsch aas, dass uns unsere Freunde im neuen Jahre mit der gleicher Treue in unserer Arbeit für das Jüdische Volk unterstützen mögen, wie das bisher der Fall gewesen ist. Nach einer Zeit des scheinbaren Stillstandes, in der der Zionismus in innerer Einkehr noch einmal alle seine Probleme und diesmal tiefer als sonst durchdachte, ist er mit beginnendem Wintersemester wieder in eine Periode rapiden Aufschwunges eingetreten. Allerorten und in allen Landen regt es sich und nicht zum mindesten in Deutschland. Diese rührige Arbeit für den Zionismus macht sich auch in dem Blatte geltend, das der zionistischen Arbeit in Deutschland gewidmet ist. Der JUEDISCHEN RUNDSCHAU, die seit Jahren das Organ der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ist, erwachsen mit dieser grösseren Intensität zionistischer Arbeit neue Aufgaben und sie bedarf der ganzen freudigen Unterstützung ihrer zahlreichen Freunde, um diese Aufgaben ausführen zu können. Es ist unser Wunsch, dass die Redaktion und die Verwaltung der JUEDISCHEN RUNDSCHAU in dieser neuen Arbeit die nö* tige Unterstützung finden. Unsere Freunde bedürfen hierzu keiner besonderen Ermahnung. Denn sie wissen, dass je fester wir organisiert sind und je besser und verbreiteter unsere Parteipresse ist, um so grössere Fortschritte wird die von uns vertretene Sache machen. Zwischen der Redaktion der JUEDISCHEN RUNDSCHAU und ihren Lesern hat sich, wie das bei unserer Partei ganz natürlich ist, ein freundschaftliches Verhältnis herausgebildet. Bei gemeinsamer Arbeit für unsere heilige Sache wird dieses Band nur noch enger geknüpft werden. Gleichzeitig bitten wir unsere geehrten Abonnenten und Freunde, soweit dies noch nicht geschehen,tunlichst bald den Abonnementsbetrag für das erste Quartal des neuen Jahrganges einzusenden, damit die Zusendung keine Unterbrechung erleidet Mit Zionsgruss ergebenst Die Expedition der ״Jüdicohen Cundsohau“ Berlin N. 54, AuQüststrasse 49a. Die Redaktion (Melanchthonstrasse •I) nimmt Abonnements- Beider nicht an. Ein neuer Jahrgang Mit dem Beginn eines neuen Jahrganges sind wir nicht immer imstande, einen solchen Rückblick auf die innere Entwickelung unserer Ideen zu werfen, der uns vollauf befriedigt. Da unendlich viele Momente die Entwicklung bedingen, so ist es selbstverständlich, dass die Resultate dieser Komponenten nicht immer in der Richtung liegt, die wir ihr geben wollten. Wenn wir heute uns veranlasst sehen, trotzdem unserer Befriedigung über die Entwicklung Ausdruck zu geben, so hat das darin seinen örund, dass wir wieder einmal bei dei Musterung zu der Erkenntnis kommen, dass die Wegrichtung, die die Judenheit einschlägt, sich ganz besonders wieder in der allerletzten Zeit immer mehr in den Bahnen bewegt, die wir ihr gewiesen. Bei dem Marsche, den die Judenheit aller Länder zu neuem Leben und der Zukunft entgegen cinschlägt, ist der Zionismus an der Spitze und seine Anhänger sind die Avantgarue des Zuges. Sein Elan hatte zwar unter den Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten im eigenen Lager nach Herzls Tode an Litensitüt verloren. Aber seitdem diese Zwistigekiten einem ruhigen Erörtern der taktischen DiüeiV.izen gewichen sind, seitdem sich kein grundsätzlieber Störenfried im eigenen Lager befindet, hat de׳• Vormarsch von neuem begonnen und überall, wo cs **»«״<«■ *?**» ־״y i