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Jüdische Rundschau · 1906-11-23 · Heft 47 (23.11.1906) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 47 (23.11.1906)
Date
1906-11-23
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Boilage XI, No.47 ן י * Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Wir empfehlen den Ortsgruppen auf das Angclegentlichste die Broschüre ״Die Zukunft der Juden“ welche speziell für die Zwecke von Makkabäerfeicrn hcrgestellt wurde und gelegentlich dieser Veranstaltungen in tunlichst grosser Anzahl von Exemplaren verbreitet werden sollte. Sie kann entweder mit dem Urogramm zusammen verkauft oder in grösserer Anzahl für die Tombola angekauft werdeti, wodurch die Zahl der Gewinne bedeutend steigen würde. Die auf vornehmsten Papier gedruckte, geschmaekvoll ausgestattete, mit einer Kunstbeiiagc und zahlreichen Illustrationen versehene Sammel- Schrift enthält Aufsätze und Gedichte von Theodor Herzl, Max Nordau, Prof. Warburg, Arthur Hanlke, Alfred Nossig, Prof. Kellner, Bilder nach E. M. Lilien, Hermann Struck u. a. Preis nur 75 Pfg. Bei grösseren Bestellungen Rabatt. I. Im Namen, des vorbereitenden Komitees des Paläslina-Industric-Syndikats G. in. b. 11. richte an Sie die ergebene Bitte, beifolgende Beitritts-Einladung desselben in Ihrer werten Zeitschrift gütigst zu veröffentliehen. Zu ganz besonderem Dank wurden Sie dabei genanntes Komitee verpflichten, wenn Sie gelegentlich der Veröffentlichung der Beitritts-Einladung die Leser Ihres geschätzten Blattes darauf aufmerksam machen wollten, dass das vorbereitende Komitee bei Gründung des in Rede stellenden Syndikats hauptsächlich von dem Gedanken ausgeht, durch Einführung rein geschäftlicher Unternehmungen im nahen Orient den fast überall boykottierten iüdischen Arbeitermassen lohnende Arfreits- Gelegenheit zu verschaffen. Es dürfte wohl nur wenigen Lesern Ihrer geehrten Zeitung bekannt sein, dass, trotzdem der nahe Orient von seinem tausendjährigen Schlaf erst jetzt wieder zu erwachen beginnt, sich schon heute daselbst für kapitalkräftige, unternehmungslustige Kaufleute zahlreiche Gelegenheiten zur gewinnbringenden Anlegung ihres Kapitals durch Beteiligung an industriellen und iandwirtschaftliclien, Unternehmungen darbieten. Eine gute 11־ lustration :des wirtschaftlichen Voranschrcitcns des vorderen Orients bietet die Palästina benachbarte Hafen- Stadt Beirut, deren Bevölkerung im Jahre 1885 100000 Seelen zählte und im Jahre 1896 schon MO000 Seelen betrug, deren Export sich im Jahre 1901 auf 5915 40־ belief und im Jahre 1905 die Höhe von 924 600 erreichte• Dies ist iin wesentlichen eine Folge der Verbesscrung der Verkehrsmittel durch den Bau von Eisenbah- ‘ neu und Fahrstrassen, eine Entwicklung, die im Libanongebiet schon vor zwanzig Jahren begann und die* letzt auch in Palästina fortzuschrcitcn anfängt. Auch muss man gerechterw'eise hervorhebön, dass, während die gewerbetreibenden Juden in den grossen Ghetto-Ländern, wie Russland (selbst im Ansiedlungsrayon) und Rumänien, noch immer mit vero c* Ol%») 9 >0י?רזך |. £, Ü g % ,*״ * •ח ,!ו: י׳ס! schiedcnen hemmenden gesetzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, in dem sonst noch mancher Reform bedürftigen Orient die jüdischen Kaufleute. Fabrikanten, Handwerker, Arbeiter usw., selbst wenn sie keine türkischen Untertanen sind, ihrem Berufe ruhig nachgehen können, ohne irgend welchen gesetzlichen Verfolgungcn oder Ausnahmegesetzen ausgesetzt zu sein. Wir glauben daher mit Recht behaupten zu dürfen, dass unter den gegebenaa Umständen es die Pflicht der kapitalkräftigen Juden aller Länder ist, sich am Palästina-lndustric-Syndikat sowie seinen Gründungen mit ihrem Kapital zu beteiligen. Im Aufträge des vorbereitenden Komitees des Palästina-Industrie-Syndikats, G. m. b. H.. gez. Prof. Dr. O. W a r b u r g Vorsitzender der Palästina-Kommission. .Beitritts-Einladung Berlin, im November 1906, W. 15, Uhlandstrasse 175. Evv. Hochwohlgeboren erlauben wir uns hierdurch die Mitteilung zu machen, dass das Unterzeichnete Komitee die Gründung eines lndustrie־Sifndikats für Palästina und die Nachbarländer vorbereitet unter der Firma: Palästina-Syndikat, G. m. b. H. Zweck. Das Syndikat bezweckt die Vorbereitung, Einführung und Finanzierung von industriellen und anderen wirtschaftlichen Unternehmungen in Palästina und den Nachbarländern. A r b e i t s p 1 a n. Es w ird sowohl aus eigener Initiative versuchen, jüdische Kapitalisten zu chancenreich erscheinenden Unternehmungen heranzuziehen, als auch im Aufträge und für Rechnung Dritter die nötigen Vorarbeiten zur Gründung von Unternehmungen leisten. Seine Tätigkeit wird demnach bestehen in: 1. Feststellung der wirtschaftlichen Verhältnisse und geschäftlichen Chancen durch Einholung von fachmännischcn Gutachten. 2. Erwerbung von Konzessionen und Terrains sowie Abschluss von Optionsverträgen. 3• Ausarbeitung von Projekten, Kosten- und Rentabilitätsanschlägen. 4. Finanzierung der zu gründenden Unternehmungen. Das Syndikat wird sich seine Auslagen und Spesen unter Aufschlag eines entsprechenden Gewinnes teils in bar, teils in Anteilen der neuen Unternehmungen zurückerstatten lassen. Eine weitere finanzielle Unter- Stützung der neu gegründeten Unternehmungen soll nur ausnahmsweise und dann nur gegen genügende Sicherheiten gew׳ährt werden. Projekte. Das Syndikat wird zunächst nur solche Projekte bearbeiten, deren schnelle Verwirklichung wahrscheinlich ist. Es liegen uns schon Angebote verschiedener Fachleute vor, die in den betreffenden Unternehmungen mitarbeiten und sich an ihnen auch mit eigenem Kapital beteiligen wrollen. Kapital. Das Grundkapital des Syndikats ist vorläufig auf Mark 100000 (Hunderttausend) in ,^tanunanteilen von mindestens . י Mark 1 000 (Tausend) festgesetzt. :

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