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Jüdische Rundschau · 1906-11-16 · Heft 46 (16.11.1906) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 46 (16.11.1906)
Date
1906-11-16
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Beilage \ ÜUED UNDSCHAU *», n46־ Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Engeren Aktionskomitees Herr David Wolnsohn, der Präsident des Aktions־ komitees, hat aur Veranlassung seines Arztes eine grössere Seereise angetreten. Herr Wofisolm leidet an einer Reizung der Stimmbänder. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, dass das zwar sehr störende, doch nicht bedeutende Leiden du reit den Aufenthalt auf der See zuin Verschwinden gebracht werden wird. In einer Sitzung des E. A.-K-, die am Freitag, detn 3. ds• Mts. in London abgchaltcn worden ist, wurden alle nötigen Veranstaltungcn getroffen! damit während der Abwesenheit des Präsidenten des A.-K. keinerlei Störung in der Leitung der Organisation und in den Arbeiten des Zentralbureaus cintretcn soll. Generalsckretariat. Herr N. Sokolow hat auf Grund eines vom E. A.-K. gefassten Beschlusses die Führung des Generalsekretariats der zionistischen Organisation im Zcntralbureau in Köln übernommen und wird nunmehr in dieser Eigenschaft die vom Zentralburcau ausgehenden Schriftstücke mitunterzeidmen. Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland I. Herr N. Sokolow spricht am IS. d. M. in Dessau, am 19. in Berlin, am 21. in Halberstadt, am 22. in Leipzig, am 24. in Hamburg und am 25. in Lübeck. P r ogram m vo rs ch 1 äge für IVlakkabäerfeiern 1• Prolog. ״Die Makkabäer“ (in der Broschüre ״Zukunft der Juden“) oder eia Gedicht aus dem ״Jüdischen Almanach“, etc. ״Das grosse Wecken“ von Israel Auerbach. 2. Festrede. 3. Muslkalieher Vortrag: Klavier, Violine oder Gesang. Zu empfehlen wäre die Anschaffung eines Klavierauszugs der Oper ״Die Makkabäer“ von Rubinstein. Die Auswahl der Nummern muss ein Musiker besorgen, da sie sich nach den verfügbaren künstlerischen Kräften richten muss. Auch das Oratorium ״Judas Makkabäus“ von Händel und die Oper Goidmarcks ״Königin von Saba“ kommen In Betracht. Ferner hebräische Gesänge und jüdischdeutsche Lieder, sowie Bearbeitungen der Synagogal-Melodien fiir Violine oder Cello. 4. Rezitation: Ein Akt aus Herzls ״Neues Ghetto“, Nordaus ״Dr. Kolm“ oder Nossigs ״Abarbanel“. 5 Musikalischer Vortrag (s. Punkt 3). 6. Rezitation von kürzeren Nummern: Herzls ״Menorah“ in der gekürzten Fassung aus der ״Zukunft der Juden“, Gedichte von Rosenfeld, Frug, ZIocisti 11• a. aus dem ״Jüdischen Almanach“ und den ״Jungen Harfen“. 7. Chorlied, falls möglich, durch den Synagogalchor, sonst durch einen Vereinschor zu singen: ״Hatikwa*', ״Der Schwur“, Kellners ״Psalm“ u. a. Während des zweiten Teils des Festes: Lebende Bilder aus der Geschichte des Jüdischen Volkes. Tombola mit zionistischen Publikationen und Kunst- .werken. Es empfiehlt sich dringend, dem Programm eine zionistische Propagandabtoschiire beizufügen und das Programm Niemandem ohne die Broschüre zu verabreichen. Der Preis für beides muss massig sein. Besonders empfiehlt sich für diesen Zweck die Sammelschriit ,.Zukunft der Jude n", die speziell für M a k k a b ä e rf c 1 c r 11 zusamnicngcstellt wurde und sowohl textlich wie illustrativ Hei vorragendes bietet. Mitteilungen der Palästina-Kommission Die Palästina-Kommission beehrt sich hierdurch den geehrten Gesinnungsgenossen mitzuteilen, dass die Vorarbeiten zur Pflanzung des ersten Oclbatunhaitis mit Geldern der Oelbaumspenden soweit gediehen sind, dass auf dem von dem verehrten Mitglied des A.-K-, Herr J. L. Goldberg in Wilna, dem Nationalfonds gcschenkten Terrain in Chedcrnh im Februar des kommenden Jahres die Oclbäumc angepüanzt werden können. Zur Vermeidung von Missverständnissen sei noch hervorgehoben, dass die Oelbaumspenden sowie die dafür anzulcgcnden Oelbaum-Püanzuugen vom Nationalfonds verwaltet werden. Bei dieser Gelegenheit bringt die Palästina-Kommission zur Kenntnis der Herren Gesinnungsgenossen, dass das für den HERZL-WALD in Aussicht genommene Terrain voraussichtlich schon binnen Kurzem in den Besitz des Nationalfonds übergehen wird. Es sind aber bisher noch keine 1000 Öelbäume für den Herzlwald gespendet, während der Herzwald mindestens aus 10000 Bäumen bestehen muss. Wir richten daher an die nach Tausenden und Abertausenden zählenden Verehrer unseres unvergesslichen Führers den dringenden Appell, eine rege Agitation in den Ortsgruppen sämtlicher Federationen dafür zu entfalten, dass die noch fehlenden zirka 900 Bäume möglichst bald gespendet werden, damit unserm grossen Führer schon im nächsten Jahre das geplante schöne Nationaldenkmal an den Stätten seiner Sehnsucht errichtet werden kann. Der Herzlwald soll ein Wallfahrtsort für alle diejenigen weiden, die an die Wiedergeburt des jüdischen Volkes und des jüdischen Genius glauben. Zur allgemeinen Orientierung wiederholt die Palästina-Kommission, dass sich grade Oclbäumc deshalb in solch’ hohem Masse für nationale Stiftungen eignen, weil der Oelbäuin wohl der langlebigste Repräsentant der Kulturpflanzen ist. Öelbäume, die ein Alter von 300—400 Jahren bei rationeller Pflege und Schonung erreichen, sind nicht selten; ja cs sollen sogar Exemplare existieren, die ein Alter von 1000 Jahren und darüber erreicht haben. Laut Berechnung unserer Kommission würde ein mit Oelbäumcn bepflanztes Terrain von zirka 3000 ha (ä 100 Bäume per ha und 10 Bäume per Dunam gercchnet)*), schon im 15. Jahre einen Reinertrag von m i n d es t e n s 90000 Francs #) Die Kosten eines Ölbaumes bis zu seiner Selbsterhaltung betragen: 6 Mk. — 7,50 Frcs. — 7,50 Kr. — 3 Rub. — 6 sh. - 1% Dollar.

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