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Jüdische Rundschau · 1906-09-19 · Heft 38 (19.9.1906) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 38 (19.9.1906)
Date
1906-09-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 38 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 571 Herr Prof, Dr. May bäum wird lesen: 1) Midrasch Tanchuma. 1 Stunde. Dienstags 8- 9 Uhr. 2) Homiletische Uebun- Ken, 2 Stunden», Freitags 8-10 Uhr. Herr Dr. Y ah 11 da wird lesen: 1) Das Buch Hiob, 2 Stunden, Dienstags und Freitags 10—11 Uhr. 2) Die Bücher Saniuclis mit archäologischen und historischen Exkursen. 3 Stunden, Montags 10-12 Uhr. Freitags 11—12 Uhr. 3) Hebräisehe Grammatik mit stilistischen Uehuugen, 3 Stunden, Montags. Dienstags und Freitags 12—1 Uhr. *1) Religiöse Gedichte des Jehuda ha-Levi, 1 Stunde. Dienstags 11—12 Uhr. ה) Lektüre arabischer Texte für Fortgeschrittene privatissime), 2 Stunden, in noch zu bestimmenden Stunden. Herr Dr. Freund wird lesen: Das Gesetz ״Ueber die Verhältnisse der Juden” von! 23. Juli 1817־, II. Teil. 2 Stunden, Montags und Donnerstags 5—6 Uhr. Ferienkurse. Herr Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Her־, mann Cohen -Marburg wird folgende Vorlesungen halten: 1) Ueber die Philosophie Platons, 8 Stunden (in den beiden ersten Wochen des Monats März 1907). 2) Ueber die Voraussetzungen .dtC jüdischen Rcligionspliilosophic des Mittclaltcis in der griechischen Philosophie (Ucbungcn in den Wcihnacbtsfericn und in den beiden ersten Wochen des Monats März 1907). Die Eröffnung des Winter-Semesters findet am 22. Ottober uni 12 Uhr Vormittags statt. Als Zuhörer für die Vorlesungen sind in erster Linie die rite immatrikulierten Studierenden der hiesigen Universität — und zwar ohne Unterschied der Fakultät — in Aussicht genommen. Auch andere Personen könpen auf Grund beson* derer Ermächtiiomg an den Vorlesungen teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt bei dem zeitigen Vorsitzenden des Lehrer- Koliegiunis. Hcr.rn Dr. J. Elbogen in seiner Wohnung, Krausnickstrasse 7, täglich (mit Ausnahme der Sabbathe und jüdisehen Festtage) von 12—1 Uhr. Berlin, im Juli 1906. Das Kuratorium der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. iliige, Entreegeldcr. Fiir Ehepaare sind in den Hotels separate Zimmer und auf dem Schiffe separate Kabinen reserviert. Anmeldungen fiir diese Reise werden bis 20. Scp* t e m b c r angenommen und sind an den Zionistischen Z e 111 r a I v e r c t n, Wien IX, T & r k c n s־t r. 9 zu richten. Ebendahin sind gleichzeitig als siclicrstcllende Anzahlung 150 Kronen per Person einzusenden, worauf ein Anmeldtmgsschein abgefolgt wird. Mit Rücksicht auf die bereits grosse Zahl der Teilnehmer empfiehlt cs sich, die Anmeldung je eher zu machen. Nähere Auskunft erteilt der Zionistische Zentralvercin, Wicn IX, Türkenstrassc 9. Jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina Wie vorauszusclien war, hat die vom Zionistischen Zeittralvercin Tn Wien cingeleitete Aktion im Interesse eines grossen jüdischen Reisezuges nach dem Heiligen Lande in allen Schichten des Judentums grossen Anklang gefunden. Schon in der ersten Woche der Verlautbarung dieser bevorstehenden Reise wurde das Bureau der Reiseleitung in Wien ur.d dessen Budapester E^positur mit Zuschriften und Anfragen verschiedener Art bestürmt. Das Interesse ist ein über alle Erwartung reges und erwachsendes. Täglich bringt die Post neuere Anmeldungen und nach der bisherigen Liste der Angemeldeten zu schliesscn, werden sich auch nichtzionistische Juden in grosser Zahl an der Reise beteiligen. Die Anmeldungen sind bis 15. September I. J. an den Zionistischen Zentralvercin in Wien IX. Türkenstrassc 9, zu richten. כ C*2b c sikas^ n der Redaktion נ lli 1—.mz1. An das jüdische Publikum Ein Unternehmen grossen Stils, dessen hervorragende Bedcutung wir unseren Glaubensgenossen nicht erst klar zu machen brauchen, ist cs. zu dessen Durchführung sich unset Vorstand entschlossen hat, und zu dessen Gelingen der Verein sich die Mithilfe des jüdischen Publikums erbittet. Es handelt sich um eine jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina in! Herbst 1. J. Bej den Vorarbeiten für diese Reise glaubten wir unserem Zwecke am besten zu dienen, indem wir auf folgende Momente das Hauptgewicht legten: 1. Günstige Reisezeit. 2. Interessante Reiseroute mit reichhaltigem, anregendem Programm. 3. Möglichste Bequemlichkeit für die Teilnehmer. 4. Praktische Durchführung. Unterleitung bewährter und erfahrener Fach* mäimer. 5. Festhaltung des jüdischen Charakters der Reise auf allen Linien. 6. Billigste Teiinahmpreise. Die Reise nimmt am 22. Oktober I. J. ab Wien ihren Anfang und dauert 25 Tage. Die!Reiseroute umfasst folgende Städte und Landschaften: Wien. Budapest, Bukarest, Constauza, Konstantinopel, Jpffa, Saron, Betii Dagan. Chazar, Saul, Sydda, Gebirge Jehuda, Arttiff, Betir. Jerusalem, Gral» Rachels, Oelberg und die nähere Umgebung Jerusalems, Jericho, Jordar!. Totes Meer, Mozza, Amiras, Damlch, Risch0:j lc־Zi״n, die jüdischen Weinberge und Kellereien. Mikweh-lsrael, Jaffa, Nolir cl Andscha, Pctach-Tikwah, Jaffa, Beirut, Berg Libanon, Nähr el cKlb, Ras. Beiriit, Konstantinopcl, ßadupest. Wien. Für die Seereise von Konstantinopel nach Jaffa und retour Ist ein grosser Separatdampfer gechartert worden, welcher speziell fiir diese Reise eingerichtet wird und alles enthält, was für eine grössere Gesellschaftsreise nötig ist. Die Verpflegung steht während der Reise unter streng ritueller A ui sicht und ist dafür gesorgt, dass die Teilnchrncr eine schmackhafte, gesunde und abwechslungsreiche Kost .bekommen. Dem Charakter der Reise entsprechend wurde jeder Klassenunterschied aufgehoben. Der Tciluahmspreis beträgt per Person: ab Wien retour Wien 5-17 Kronen, ab Budapest retour Budapest 539 Kronen, ab Bucarest retour Bncarest ■195 Kronen, ab Konstantinopcl retour Konstantinopel ■IfiS Kronen. In diesen Preisen sind enthalten: die Reise hin und retour, Logic und Verköstigung bis Konstantinopcl. Aus- und Einschiffungen, Wagen für die Aus- Dr. H. G. H. Anregungen, der Redaktion einen überwachenden Pressausschuss zu geben, sind nicht an die Redaktion, sondern durch Zentralkomitee oder Zcntralbureau an den Delcgiertcutag zu richten. St. und andere Freunde in Oberschlesien. Besten Dank für freundlichen Rat, der beherzigt werden soll. Herzlichen Zionsgruss. M. in J. Dr. L. kam heute von der Reise zurück. Dibarti. Die Redaktiou war verreist und erfuhr erst durch Ihre Karte w c r ״Dibarti" ist. Sie sollen also nicht mehr ..Dibarti“ sondern ״Kibalti“ heissen. Herzlichen Zionsgruss. Geschäftliche Mitteilungen Wenn die Blätter ihre Farbe zu wechseln beginnen und in Israels Gotteshäusern mit Eintritt des Ellulmonats das Schofarhorn ertönt, rüstet man sich allenthalben, wo Juden wohnen für den Zyklus von Festen, die der Monat Tischri bescheren wird. Die Cantoren üben ihre Gesänge, die Rabbiner stu* dieren ihre Predigten, die Hausherrn überlegen den Bau de! Suckah, und die Hausfrau geht daran, das Menu für das Fest• mahl zusamincnzustcllcn sowie die Vorbereitungen zum Backen von Festeskuchen zu treffen. Hierbei waren für dieselbe bisher oft grosse Schwierigkeiten zu überwinden, weil das israe• litischc Speisegesetz jede, auch minimalste, Vermengung von Milch und Fleischspeisen auf das strengste untersagt. Wollte matt z. B. Fische bei einem sonst fleischigen Diner gemessen, so mussten dieselben in Ocl oder harten, schnell erstarrenden Pflanzenfetten zubercitet werden; auf den Genuss der so herrlieh mundenden ßuttcrsaucc musste mau schon co ipso verzicliten. Auch bei einer nach dem Fleisch zu servierenden Torte stiess man auf ähnliche Hemmnisse. Neuerdings ist es nun durch die Herstellung des Butter- Ersatzes ״Tomor“ gelungen, all diese Hindernisse zu beseitigen. Dieses neue Produkt vereinigt in sich alle Vorzüge der Naturbutter, da es derselben in Aussehen, Geschmack, Streichbarkeit und Aroma vollständig gleicht, dabei aber sowohl für Fleisch als auch für Milchspeisen verwendbar ist. da bei der Herstellung nur pflanzliche Bestandteile und zwar feinstes frisches Pflanzenfett, feinstes Pflanzenspeiseöl und süsse Mandelmilch in Anwendung kommen. Ganz, besonders muss noch hervorgeboben werden, dass der Preis fiir ״Totnor“ sich ein Drittel billiger als der der Naturbutter stellt und dass, wie schon von namhaften Gelehrten bestätigt wurde, ״Tomor" für den Magen besonders zuträglich Ist

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